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Archiv der Einträge: April, 2012
  • WennEsDunkelWirdInMoskau

    The Darkest Hour von Chris Gorak

    The_Darkest_HourInhalt:
    Die jungen Amerikaner Sean und Ben sind nach Moskau geflogen, um ihre Software für die Ortung der besten Party in Town an die russische Geschäftswelt zu bringen. Leider müssen sie vor Ort feststellen, dass ihr schwedischer Kompagnion Skyler nicht nur ihre Idee geklaut, sondern sie auch unter seinem Namen an die Russen verkauft hat. Etwas frustriert nutzen die beiden ihre Erfindung und suchen den angesagtesten Club in Moskau auf, wo sich auch schon zwei Amerikanerinnen angemeldet haben. Doch zwischen Wodka und tanzen ereignet sich draußen etwas seltsames: Lichter schießen vom Himmel herab und die sind nicht freundlich, denn dahinter verbirgt sich eine außerirdische Rasse die der Erde die Energie und Rohstoffe rauben will und jedes Lebenwesen dass es findet pulverisiert.
    In letzter Sekunde können sich Sean und Ben sowie die beiden Mädchen und Skyler, der auch im Club aufgetaucht ist in einem Vorratskeller in Sicherheit bringen. Aber dort können sie nicht ewig bleiben.

    Fazit:
    Ja gut der Knaller des Jahres ist der Film nicht und außer ein paar recht guten Einäscherungseffekten hat dieser Science Fiction auch optisch nicht viel zu bieten, aber wenigstens sehen wir den Weltuntergang mal in einer nicht so ausgelutschten Stadt: Moskau.
    "The Darkest Hour" hat zu dem diese für Timur Bekmambetov typische Mischung aus russischer Seele und Kommerz, was ihn auf seine Art sehr sympathisch macht. 
    Natürlich ist ein Darsteller wie Emile Hirsch nur dadurch gefordert sich zurückzunehmen, aber warum nicht auch mal ein Spaßfilm?
    So rennen eine Hand voll Twens verzweifelt durch das stark lebewesendezimierte Moskau, lernen wie man unsichtbare Aliens sichtbar macht und was ein faradayscher Käfig ist (kleiner Tipp an die Drehbuchautoren: auch ein Auto ist einer - fürs nächste Mal dann), lernen nur gute Russen kennen (tough, aber herzlich) und kämpfen ums Überleben.
    Das alles ziemlich unspektakulär, aber unterhaltsam, zumindestens recht kurzweilig.
    Tut nicht weh, man verpasst aber auch nichts, wenn er einem entgleitet.6:10

    USA 2011 - Originaltitel: The Darkest Hour - Regie: Chris Gorak - Darsteller: Emile Hirsch, Olivia Thirlby, Rachael Taylor, Max Minghella, Joel Kinnaman, Dato Bakhtadze, Yuriy Kutsenko, Artur Smolyaninov, Nikolay Efremov - FSK: ab 12 - Länge: 90 min.

  • FürRuhmUndEhre

    Die Piraten! Ein Haufen merkwürdiger Typen von Peter Lord und Jeff Newitt

    PiratenInhalt:
    Da scheppern die Totenschädel - das Piratenleben ist doch das beste was es gibt auf der Welt!
    So sehen das auch die fröhlichen Freibeuter eines Piratenschiffes unter der Führung des Piratenkapitäns. Nicht, dass sie viel Beute nach Blood Island brächten, aber Brandschanzen und Säbelrasseln können sie allemal und dann ist da ja noch der Schinkenabend!
    Aber auch dieses Jahr gibt es wieder die Auszeichnung des Piraten des Jahres zu gewinnen und der Piratenkapitän ist sich sicher, dass diesmal er an der Reihe ist, doch als er sieht was die Konkurrenz so zu bieten hat verlässt ihn fast der Mut, aber er läuft tapfer aus und versucht seine Schätze zu mehren. Nach einigen weniger erfolgreichen Kaperungen erwischt er die Beagle, mit der gerade Charles Darwin heimwärts segelt und der erkennt sofort, dass das Maskottchen des Schiffes Polly kein Papagei, sondern wahrscheinlich der letzte Dodo auf Erden ist. Dafür winkt in London sicher der größte Wissenschaftspreis aller Zeiten - na und wo Preise sind, ist der Piratenkapitän nicht weit!

    Fazit:
    Ich liebe die Knetmännchen.
    Ob "Wallace und Gromit", die Hühner aus "Chicken Run" oder "Shaun das Schaf", sie sind mir alle ans Herz gewachsen.
    So ist es auch wenig verwunderlich, dass mir "DIe Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen" von der ersten gesichteten Knetaugenbraue an gefallen hat.
    Detailverliebt, modern und mit diesem speziellen britischen Humor ausgestattet kämpfen sich die außergewöhnlichen Piraten der Aardman-Produktion durch ein großes Abenteuer für jung, aber vor allem auch für die Älteren.
    Der Film hat so viele schräge Charakter, so feine und lustige Einzelheiten und Anspielungen, dass ich davon ausgehe, nur die Hälfte davon wirklich erfasst zu haben und eine zweite Sichtung unbedingt erforderlich sein wird, vielleicht dann auch in 3D.
    So gibt es neben den hoffnungslos erfolglosen Piraten unter dem Piratenkapitän, einen teuflischen Charles Darwin mit seinem Sidekick Bobo, eine boshafte Queen, ein Wiedersehen mit John Merrick und Shaun dem Schaf sowie dem Club der Gourmets für austerbende Arten. 
    Schwarzer britischer Humor und ziemlich modern reagierende Akteure (wir telefonieren) hinterlegt mit toller britischer Mucke der letzten Jahrzehnte lässt da Herz höher schlagen und macht diesen Film unentbehrlich für die Knetmännchengeschichte sowie die eigene Filmvita.9:10

    Großbritannien / USA 2012 - Originaltitel: The Pirates! Band of Misfits - Regie: Peter Lord - Darsteller: (Stimmen) Bettina Zimmermann, Klaas Heufer-Umlauf, Joko Winterscheidt - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 88 min.

    Piraten!

  • DieZweiteChance?

    Another Earth von Mike Cahill

    Another_EarthInhalt:
    Für Rhoda bricht eine Welt zusammen; eben noch hat die 17 jährige Sternenbegeisterte die Zusage vom M.I.T. erhalten, im nächsten Augenblick fährt sie eine schwangere Mutter und ihr Kleinkind tot, weil sie hinter dem Steuer in den Nachthimmel guckt. Die Entdeckung eines neuen Planeten, der ein Spiegelbild der Erde sein soll wird ihr zu Verhängnis und bringt 4 Jahre Gefängnis.
    Als sie entlassen wird nimmt sie einen niedrigen Putzjob an und fasst den Plan sich beim Witwer des Unfalls zu entschuldigen. Gleichzeitig nimmt sie an einem Wettbewerb teil, dessen Hauptgewinn eine Reise zur anderen Erde ist. Rhoda leidet sehr unter ihrer Schuld und sie findet in dem depressiven Witwer eine verwandte Seele, doch sie hat nicht den Mut, die Karten auf den Tisch zu legen. Dann passiert das Unglaubliche, sie gewinnt den Wettbewerb und ihr und Johns Leben gerät erneut aus den Fugen.

    Fazit:
    Das Thema der Spiegelerde ist ja für Science Fiction Fans nicht neu, aber immer wieder spannend. 
    Mit "Another Earth" schrieben Mike Cahill und Brit Marling, die hier auch die Hauptrolle übernahm nun ein Drama, dass oberflächlich betrachtet an Melancholia erinnert, aber neben dem persönlichen Drama der Protagonistin auch eine Interessante Überlegung anstellt: wie wäre es, wenn sich parallel zu unserer Welt eine ganz gleiche entwickelt. Jede Person, einfach alles existiert dort auch. Wird sich das Leben dann dort haargenauso entwickeln oder gibt es Möglichkeiten der Varianz.
    Eine Überlegung von der die astrophysikbegeisterte Rhoda im Verlauf der Geschichte zunehmend getrieben wird.
    Rhoda leidet fürchterlich unter ihrer Schuld drei Menschen getötet zu haben. Dauermelancholisch wandelt sie durchs Leben und fasst den Plan das einzig überlebene Opfer des Unfalls, den Witwer John, um Verzeihung zu bitten. Doch so einfach geht das nicht. John hat Depressionen und ist verwahrlost. Sein Leben ist im Eimer. Als Rhoda das sieht, schwindet ihr Mut ihm alles zu gestehen und so schleicht sie sich in sein Leben ohne ihm die Wahrheit zu sagen.
    Während sie wieder Ordnung in sein Dasein bringt, taut John wieder auf und es entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Zuneigung. Doch dann gewinnt Rhoda eine Reise zur Parallelerde. Sie hatte die Hoffnung, dass sich ihr Leben, aber der Entdeckung der Erde anders entwickelte und sie dort drüben niemanden totgefahren hat, aber nun ist für sie auch der Zeitpunkt gekommen die Karten auf den Tisch zu legen und wieder tut sich für die beiden Menschen der Erdboden auf.
    "Another Earth" kombiniert zwei bekannte Inhalte: die Parallelwelt und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben könnten und das Drama von den Tod von Menschen verantwortlich zu sein und die Unfähigkeit sich den Hinterbliebenen zu öffnen und sich stattdessen anonym in deren Leben zu drängen. Jeder weiß, dass eine solche vorgehensweise zu erneuten Drama führt.
    Cahill gelingt die Symbiose beider Themen ganz gut, durch den dokumentarischen Filmstil hat man zudem das Gefühl den Protagonisten sehr nahe zu sein, fast schon voyeuristisch.
    Eine junge unerfahrene emotional angeschlagene Frau auf dem Weg der Vergebung, lässt ihr "Opfer" unbeabsichtig doppelt, eigentlich sogar dreifach leiden, weil sie zwar in Ansätzen klug denkt, die Konsequenzen jedoch nicht korrekt berechnet.
    Sehr interessant. So viel zum Thema gut gemeint, aber voll daneben gehauen. 8:10
    Kann ich durchaus empfehlen, auch wenn der Film ziemlich traurig ist.


    USA 2011 - Regie: Mike Cahill - Darsteller: Brit Marling, William Mapother, Jordan Baker, Meggan Lennon, Matthew-Lee Erlbach, DJ Flava, Flint Beverage, Bruce Winant, Ana Kayne, Diane Ciesla, Luis Vega - FSK: ab 12 - Länge: 92 min.

  • RettetAmanda

    Gone Baby Gone von Ben Affleck

    GoneBabyGoneInhalt:
    Patrick und Angela schlagen sich in Boston als Privatdetektive durchs Leben. Ihre Spezialität ist es verschwundene Menschen wieder zu finden, doch die Begeisterung hält sich bei beiden in Grenzen, als Beatrice McCready bei ihnen auftaucht und sie anfleht ihre Nichte zu finden. Amanda ist erst vier Jahre alt und aus der Wohnung ihrer Mutter verschwunden als diese kurz weg war. Die Polizei ermittelt, die Publizität ist groß, aber alle drehen sich im Kreis.
    Patrick und Angela willigen ein nach dem Kind mit zu suchen, doch was sie finden ist eine schmutzige Mischung aus Gier und Selbstjustiz.

    Fazit:
    So, da habe ich nun das Pferd von hinten aufgezäumt und endlich mal Afflecks Regiedebut gesehen. Rückblickend auf "the Town" sehe ich schon seinen ganz eignen Stil und die Liebe zu einer Stadt: Boston.
    Auch in "Gone Baby Gone" erzählt Affleck gelassen seine Geschichte. Ein kleines Mädchen aus der sozialen Unterschicht ist verschwunden. Angeblich war die Mutter nur kurz weg und dann war das Kind fort. Trotzdem die Polizei an dem Fall arbeitet, insbesondere der engagierte Jack Doyle, der selbst auch eine Tochter verlor, verpflichtet die Schwester der geschädigten Mutter zwei Privatdetektive, deren eindeutiger Vorteil ihre guten Verbindungen im Milieu sind. Doch schon bald zeigt sich, dass die Mutter der verschwundenen Amanda keinesfalls so liebevoll für das Kind da war, im Gegenteil, sie verschob Drogen und ist selbst auch schwer abhängig. Je weiter Patrick gräbt, desto schmutziger die Details, die nach oben schwämmen und als die ersten Toten ihren Weg säumen, entpuppt sich so langsam eine ziemlich perfide Geschichte um Gier und die Überheblichkeit einiger Menschen über andere Leben zu bestimmen.
    Eine Geschichte, die menschlich grausam ist und viele Fragen aufwirft: Hat man das Recht einem anderen Menschen aufzuzwingen wie man richtig zu leben hat. Darf man eine Familie auseinandereißen, weil man ihre Art zu Leben nicht gutheißt?
    Wer weiß was für einen Menschen am Besten ist?
    Interessant  und mehr als ein durchschnittlicher Thriller, mit einer ansehnlichen Besetzung sowie beeindruckenen Darstellungen. Ed Harris, Morgan Freeman und Amy Ryan liefern tolle Perfomances. Bei Casy Affleck scheiden sich ja die Geister, aber ich muss gestehen, dass ich ihn nicht so schlecht finde. Er hat zwar keine große Bandbreite, kam aber ganz überzeugend rüber.
    Insgesamt ein wirklich guter Krimi - hat mir gefallen.7:10

    USA 2007 - Originaltitel: Gone Baby Gone - Regie: Ben Affleck - Darsteller: Casey Affleck, Morgan Freeman, Ed Harris, Michelle Monaghan, Amy Madigan, John Ashton, Edi Gathegi, Amy Ryan - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 16 - Länge: 114 min.

  • BösesErwachen

    Underworld Awakening von Måns Mårlind und Björn Stein

    Underworld AwakeningInhalt:
    Nachdem die Menschen entdeckt haben, dass sich neben ihnen noch zwei weitere Species entwickelten, setzen sie alles daran diese auszurotten. Selene und Michael werden auf ihrer Flucht getrennt und als sie wieder erwacht sind 12 Jahre im Kryoschlaf vergangen. Selene erwacht in einer ihr fremden Welt und erfährt, dass sie eine Tochter hat, mit der sie aus der Gefangenschaft bei "Antigen" einem riesigen Labor mit fragwürdigen Zielen. Die wenigen überlebenden Vampire haben sich versteckt und die Lykaner scheinen ausgerottet. Doch irgend etwas stimmt nicht mit den Werwölfen; sie sind wie der Teufel hinter Selene Tochter her, die selbst eine Mischung aus Vampir und Werwolf ist.

    Fazit:
    Zugegeben war ich von begin an keine Freundin der Underworld Reihe. Während der erste Teil noch recht spannend war, konnte der zweite Teil nicht mehr überzeugen und der dritte war grottig peinlich. So wurde nun für den vierten Awakening wieder Kate Beckinsale als Selene verpflichtet, erneut in diesen unpraktischen Latexanzug gelöffelt und durfte meucheln was das Zeug hält. Rein im Hinblick auf den Gore-Faktor ist die Altersfreigabe für 16 Jahre erschreckend. Schädel bersten, das Blut spritzt in alle Richtungen und es wird klar, hier liegt der Fokus nicht auf einer etwaigen Handlung; die ist dann auch wirklich sehr dünn. Und somit wären wir wieder bei dem spaßigen Thema: Untote bekommen Babys. Okay also Untot sind Vampire hier jetzt nun nicht mehr und können als munter Kinder kriegen. Dann hat Selene völlig verpasst, dass sie Schwanger war und ein Kind zur Welt gebracht hat. Wie das tiefgefroren so gehen sollte weiß nur die Leitung von Antigen, dem Unternehmen, dass sie für Forschungszwecke konserviert hatte. Pech, dass Selenes Tochter schafft auszubrechen und Mom zu befreien und Selene dann einer Lykanerverschwörung auf die Schliche kommt. Auf welcher Seite sie ist, ist mir nicht so ganz klar, offensichtlich ist sie gegen Mensch wie Werwolf oder auch nicht, da ist wie für jeden Handlungsansatz noch viel Potential für weitere dröge Sequels.
    Insgesamt ist "Underworld Awakening" ein ganz platter Haudraufschinken mit Vampiren und Werwölfen, die dazu auch noch richtig schlecht animiert wurden. Ich mutmaße da mal, dass hier auch mehr das 3D wichtig war und letztendlich auf richtig gutes CGI verzichtet wurde.
    Man kann den Film wirklich nicht als Gewinn bezeichnen und sollte seine Lebenszeit lieber mit ein zwei Folgen "Golden Girls" verschwenden.3:10

    USA 2012 - Regie: Måns Mårlind, Björn Stein - Darsteller: Kate Beckinsale, Stephen Rea, Michael Ealy, Theo James, India Eisley, Charles Dance, Sandrine Holt, Kris Holden-Ried, Richard Cetrone, Robert Lawrenson, Ron Wear - FSK: ab 16 - Länge: 88 min.

  • DieJuwelenDerKönigin

    Die Drei Musketiere von Paul W.S. Anderson

    DiedreiMusketiereInhalt:
    Frankreich im 17. Jahrhundert, eingepfercht von feindlichen Mächten, regiert von einem kindlichen König, aber in Wirklichkeit geführt von Kardinal Richelieu.
    Die Garden des Königs sind mittlerweile arbeitslos, trotzdem macht sich der junge Gascogner d'Artagnan auf nach Paris um ein Musketier zu werden.
    Auf seinem Weg in die Stadt trifft er auf Rochefort, dem Handlanger Richelieus und nacheinander auf die Musketiere Athos, Porthos und Aramis mit denen er sich allesamt anlegt.
    Doch wie es der Zufall will, kämpfen d'Artagnan und die Musketiere schon kurze Zeit später gemeinsam gegen die Garde des Kardinals und müssen die Königin vor einer Intrige Richelieus und Frankreich vor dem Herzog von Buckingham vetreidigen.

    Fazit:
    Über 11 Millionen Euro deutscher Filmförderung und damit auch kostbare Steuergelder einfach futsch. Ich will gar nicht bestreiten, dass die alberne Mischung aus schlechtem Lester Musketier Plagiat und Mission Impossible nicht seine Momente hat. Ja wirklich, Orlando Bloom als fieser eitler Pfau Buckingham war einfach anbetungswürdig, aber leider war der Rest der Besetzung im Gros einfach fehlbesetzt. Milla Jovovich als Lady de Winter - ohne Esprit und Würde machte sie die Rolle der smarten sexy Intrigantin zur Farce; dann Christoph Waltz als Richelieu - was soll ich sagen - lächerlich. Nein, auch wenn sich der Film nicht ernst nimmt, was für mich einfach daran liegt, dass er sich an der Lester Verfilmung orientiert, dabei aber viel weniger Humor hat, kann diese möchtegern Steampunk-Materialschlacht nicht über seine erheblich Mängel und miesen Darstellerischen Leistungen hinwegtäuschen.
    Besonders wird man dabei wieder mal in der deutschen Synchronisation bestraft, die dermaßen monoton und herzlos dahingerotzt wurde, dass man das Synchronstudio dafür auf Schmerzensgeld verklagen möchte.
    Ich habe die DVD drei Mal innerhalb der ersten halben Stunde abgebrochen bis ich die Kraft hatte diesen Streifen mit Unterstützung durchzusehen und würde wirklich abraten, es sein denn man ist Bloom Fan. Dafür lohnt sich ein Blick und es gibt erstaunlich großzügige 3 Punkte für Kostüm und seine Performance.3:10

    Deutschland 2011 - Originaltitel: The Three Musketeers - Regie: Paul W.S. Anderson - Darsteller: Logan Lerman, Milla Jovovich, Matthew MacFadyen, Ray Stevenson, Luke Evans, Mads Mikkelsen - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 110 min.

  • DemnächstInDiesemTheater

    Malade, aber nicht ganz untätig, Filme gucken kann ich ja fast immer.
    Da waren "Die Drei Musketiere" von Paul W.S. Anderson - *hust* - was war das denn? Grottige Synchro eine unerträglich schlecht gespielte Milady… ja er hatte seine Momente, war aber insgesamt Schrott.
    Dann "Underworld Awakening" - hätte ich mir sparen sollen. War auf einmal vorbei und hatte schlechte CGI. Die Lykaner waren so lausig gemacht… neenee.
    "Gone Baby Gone" - lief im TV, hat mir gefallen, wenn auch vorhersehbar…der mit dem Schnurrbart ist immer schuldig…guter Ed Harris - wie immer.
    Heute auf schweren Druck hin "Another Earth". Wurde mir vor Längerem von einer Gutgeschmacksquelle bereits ans Herz gelegt dann eindringlich von einer anderen aufgedrückt und solang angemahnt, bis ich ihn heute endlich fertiggeguckt habe. Toller Film, zwar mit Dokukamera und nicht so gut wie "Melancholia", aber irgendwie auch traurig und empfehlenswert.
    Natürlich möchte ich nicht vergessen auf die vom CaptainCook gesponserten weiteren Folgen von "Once Upon A Time" hinzuweisen. Bin jetzt bis Folge 17 gekommen und harre der restlichen fünf. Ich weiß, ich werde heulen, wenn die Staffel zu Ende ist.

    Another-Earth

  • LostInSpain

    The Cold Light of Day von Mabrouk el Mechri

    The_Cold_Light_of_DayInhalt:
    Ein Familienurlaub steht unter einem schlechten Stern:
    die Shaws treffen sich mit den zwei Söhnen und Schwiegertochter auf ihrem Boot in Spanien.
    Die Familie soll sich für eine Woche  mal wieder sehen und zusammenraufen, doch Sohn Will kann nicht abschalten. Seine Firma geht gerade den Bach herunter und ständig klingelt sein Telefon, was Vater Martin bis aufs Blut reizt.
    Dad arbeitete bereits überall auf der Welt als Regierungsangestellter, doch nach einem Disput mit Will, geht dieser an Land und erlebt bei der Rückkehr sein blaues Wunder. Nachdem zuerst das Schiff nicht mehr da ist, findet Will es an anderem Ort verlassen und mit Kampfspuren auf. Er kontaktiert die Polizei, doch die ist Will nicht wohlgesonnen und kurz bevor er auch noch entführt wird, taucht Daddy auf und rettet ihn. Von wegen kleiner Regierungsangestellter, beim CIA arbeitet er und ist irgendwie in das Verschwinden eines ominösen Koffers verwickelt und wird nun mit den Angehörigen unter Druck gesetzt.
    Will und Martin setzen alles daran die Familie aus den Fängen der Erpresser zu befreien.

    Fazit:
    Während Mabrouk el Mechri in meinem Kopf für den sehr guten "JCVD" steht, hätten bei Henry Cavill eigentlich alle Alarmglocken läuten müssen und tatsächlich, sie schellten sehr laut, aber ich wollte es nicht wahrhaben.
    Machen wir es kurz: "The Cold Light of Day" ist Müll.
    Vielleicht wäre er erträglicher, würde nicht besagter sehr untalentierter und völlig deformierter Henry Cavill die Hauptrolle inne haben. Ich weiß nicht, ob Mabrouk el Mechri dachte, was mit JCVD funktionierte geht auch mit Cavill, aber weit gefehlt. Der Mann, der schon in "Krieg der Götter" sein Untalent bewies, aber dort wenigstens halb nackt im Lendenschurz punkten konnte, ist in el Mechris Thriller einfach falsch am Platz. Mit dümmlichen Gesichtsausdruck läuft er wie ein Gorilla durch die Kulissen. Wirklich der Mann sieht in Kleidung aus wie eine lebensechte Symbiose aus einem Menschaffen und dem Hulk und hat auch diesen seltsamen Gang. Das lenkt so total von der dürftigen und hanebüchenden Story ab, dass ich gar nicht wusste, was mich mehr leiden ließ.
    Aufgetischt wird uns da mit schlechten Darbietungen auch honoriger Schauspielerinnen wie Sigourney Weaver die Geschichte eines CIA Mannes, der irgendwas Wichtiges geklaut hat und nun von den Seinen gesucht wird. Wieder mal geht es um einen Koffer mit unbekanntem Inhalt (siehe "Ronin") und die  Frage wer ist gut und Böse, bzw. steht auf der richtigen Seite. Natürlich bekommt ausgerechnet der "verlorene Sohn" die Chance die Familie zu retten und trotz seiner etwas eingeschränkten Art, dem Bösen auf die Schliche zu kommen.  Eine Chance auf Aussprache mit Daddy gibt es dabei allerdings nicht denn der wird von Bruce Willis gespielt und verlässt das Set zu einem doch recht zeitigen Punkt.
    So ist dann "The Cold Light of Day" ein mäßig unterhaltsamer und noch weniger spannender Thriller um einen Koffer, dessen Inhalt wir niemals zu sehen bekommen. Die Hauptrolle ist fehlbesetzt und zuweilen unerträglich gespielt und an Vieles kann ich mich auch schon nicht mehr erinnern (vielleicht auch gut so).0:10
    Die Sonne Spaniens reicht da einfach nicht aus, um den Streifen ins rechte Licht zu rücken.

    USA 2012 - Regie: Mabrouk El Mechri - Darsteller: Bruce Willis, Henry Cavill, Sigourney Weaver, Caroline Goodall, Colm Meaney, Veronica Echegui, Rafi Gavron, Roschdy Zem, Michel Budd, Joseph Mawle, Óscar Jaenada, Emma Hamilton - Länge: 93 min.

  • HappyBirthdayEveryman

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Everyman.
    Boah, jetzt hast Du auch die magische Marke erreicht. Die Zeit vergeht… :))
    Natürlich wünsche ich Dir Gesundheit und Glück und immer ne heiße Braut an Deiner Seite.

    Als Ständchen etwas zu lachen. Ich liebe Peter Sellers!

  • VollAufDieZwölf

    Der Gott Des Gemetzels von Roman Polanski

    gott-des-gemetzels-Inhalt:
    Penelope und Michael Longstreet laden zum Elterngespräch, denn ihr 11 jähriger Sohn bekam vom gleichaltrigen Abkömmling der Cowans ordentlich eins mit einem Ast übergezogen und nahm dabei Schaden an zwei Zähnen, vom seelischen Dilemma (der Eltern) ganz zu schweigen.
    Was sich zunächst recht zivilisiert und einsichtig angeht, nimmt jedoch schon nach kurzer Zeit leicht kriegerische Züge an.
    Die Eltern streiten miteinander, gegeneinander, Koalitionen bilden sich und zerreißen und das alles wegen einer harmlosen Kinderrangelei.

    Fazit:
    Ganz ehrlich: ich bin kein großer Polanskifan. Unter seiner Regie gefallen mir vielleicht eine Hand voll Filme wirklich gut, aber ich gebe ihm immer mal eine Chance.
    Nun haben mich bereits die Ausschnitte zu "Der Gott Des Gemetzels" nicht sonderlich überzeugt - zu hysterisch und überzogen, sowas kann ich nicht gut sehen und richtig nach einem anfänglich recht gut verlaufendem Schlichtungsgesprächs zwischen den Eltern zweier weit vorpubertärer Söhne, von denen der eine den anderen nach seiner Lächerlichmachung eins mit dem Ast übergebraten hatte, eskaliert die Situation in der Longstreetschen Wohnung. Nicht nur, dass das Anberaumen des Gesprächs an sich schon absolut lächerlich, aber sehr  zeitgemäß ist, hätte es auch mehrmals abgebrochen und vor dem Desaster beendet sein können. Doch Penelope und Michael, die hier die "geschädigten" Eltern und eigentlich die pazifistische Seite personifizieren, können es nicht lassen und holen Nancy und Alan immer wieder ins Boot, hindern sie es bei einer gütlichen Schadensbegrenzung zu belassen. Penelope entwickelt dabei eine echte Hysterie, in dem sie Sohn und Eltern Cowan praktisch kriminalisiert und  die körperliche Gewaltreaktion, sofern man bei einem so jungen Kind in dieser Situation davon sprechen kann, über die verbale Attacke ihres Sohnen und seiner Freunde stellt und als unwichtig ansieht. Sie katapultiert sich mit ihrer überschwänglich engstirnigen Art und Formulierungswut ins absolute Abseits, weil letzendlich niemand nachvollziehen kann wie sich so ein gesundes und eigenständiges Kind entwickeln soll. Auf den Nebenschauplätzen erfahren wir dann noch von einem Medikament mit schlimmen Nebenwirkungen, die von Anwalt Cowan während vieler Telefonate immer wieder abgestritten werden und das gleichzeitig von Michaels Mutter eingenommen wird und davon, dass der so friedliebende und gewaltfreie Michael mal eben morgens den Hamster der Tochter auf den Straßen New Yorks ausgesetzt und ihn damit getötet hat.
    Doppelmoral und die moderne elterliche Hysterie, die (meine Freunde können Lieder davon singen) gerne unter den alten Eltern sehr hipp ist. Anstatt die Kindern mit allen Raufereien und Streitereien normal aufwachsen und Konflikte selbst lösen zu lassen, greifen die Eltern ein und attackieren die der anderer Kinder, die ihre angeblich nicht korrekt behandeln. Das ist so lächerlich und traurig wie in diesem Film dargestellt, hervorragend und fast gar nicht überzogen dargestellt. Das dabei auch immer mit zweierlei Maß gemessen wird und niemals sein eigenes Handeln betrachtet, erklärt sich von selbst.
    Hut ab vor Yasmina Reza, sie hat dem Volke aufs Maul geschaut.
    In sofern hat Polanski ein klasse Buch gut verfilmt. Man will Jodie Foster irgendwann nur noch im Klo runterspülen - alle Achtung, ich hätte nie gedacht, dass ich sie so mitleidig betrachten könnte :))
    Natürlich sind auch Reilly, Winslet und Walz wirklich gut, wobei mich Walz langweilige Synchro etwas störte.
    Man muss schon etwas Mut zusammennehmen, um sich diesen Streithähnen zu stellen, aber es lohnt sich und ich finde der Film sollte Pflichtveranstaltung für so viele Eltern sein, die nicht verstehen was kindsein bedeutet und welche Rolle die Erwachsenen eigentlich haben.8:10

    Deutschland / Frankreich 2011 - Originaltitel: Carnage - Regie: Roman Polanski - Darsteller: Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz, John C. Reilly - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 79 min.

  • MitEinPaarKurzenBanditenGegenDenGrößenwahn

    Spieglein Spieglein-Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen von Tarsem Singh

    SpiegleinSpiegleinInhalt:
    Es war einmal…ein König und seine Königin, die nach der Geburt der wunderschönen Tochter Schneewitchen starb, woraufhin er seine Tochter alleine großzog und natürlich sehr verwöhnte, dann aber feststellte, dass die weibliche Hand fehlte, sich die schönste Dame im Land schnappte und heiratete, dann in den Krieg oder so zog und niemals heimkehrte und die Königin und Stiefmutter Schneewitchens so nun ungehindert das Königreich zugrunde richten konnte, sprich alles Geld für Kleider und Partys verprassen; aber nicht nur der Schmerz der königlichen Pleite schwebt über dem Haupte der bösen Königin, nein auch Schneewitchens Heranreifen zu einer ansehnlichen Schöhnheit und somit der Streitigmachung des Platzes als Schönste im Land, nerven sie noch viel mehr. So beschließt die böse Königin dann auch spontan sich Schneewitchens gänzlich zu entledigen und den kürzlich am Hof eingeschlagenen jungen und reichen Prinzen zu heiraten.
    Aber die Geschichte wäre ja nicht richtig, wenn Schneewitchen tatsächlich ins Jenseits befördert werden würde, der Prinz die böse Königin prall fände und alles so seinen ungerechten Gang nähme…

    Fazit:
    Tarsem Singh hat unbestritten einen Blick fürs Opulente und gute Effekte. Leider war ihm weder Glüück, noch Geschmack wirklich treu und so fabrizierte er im letzten Jahr einen echten Flop und auch mit Schneewitchen mag ich nicht so recht warm werden.
    Julia Roberts…für mich völlig überbewertet und ziemlich ausdrucksarm (ist eigentlich mal irgendwem aufgefallen, dass sie ihr Gesicht in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr bewegt?). Sie ist für mich praktisch in jedem Film fehlplaziert und könnte in der Rolle der bösen Königin nicht überzeugen, hätte sie nicht die besten Dialoge des Films. Für meinen Geschmack hat sie kein Gesicht für diese Kostümrolle und ihre beste Szene ist auf den Weg in den Spiegel. Das ist auch praktisch der einzige klassische Tarsem Effekt, aber das war nicht überraschend.
    An ihrer Seite versucht sich die niedliche Lily Collins, mit der ich sogar vorher schon 2 1/2 Filme gesehen hatte und ich wahrscheinlich die einzige im Kino war, die nicht wusste, dass sie Phil Collins Tochter ist. Collins ist putzig, ihre Rolle als Schneewitchen, aber auch nicht besonders anspruchsvoll als dass sie hier punkten könnte. Der Prinz ist mit Armie Hammer sehr blass besetzt, aber gut er muss auch einen echten Dumbatz spielen. Wenigstens kann Nathan Lane seinen typischen Humor unterbringen und bei den Zwergen gibt es auch ein wiedersehen: Jordan Prentice - hier aber nicht suizidgefährdet.
    Ansonsten hat Tarsem einen bunten, schön kostümierten Film mit einem sehr eigenen Humor gedreht. An vielen Stellen sehr modern und sehr timebandits- und robinhoodmäßig, scheint sich Tarsem eher einen persönlichen Spaß aus dieser Verfilmung zu machen, als hier wirklich eine "ernsthafte" Schneewitchenverfilmung zu drehen, er treibt dann im Abspann die Veräppelung Hollywoods auf die Spitze, in dem er einen echten Bollywoodabschied inszenierte. 
    Ich denke "Spieglein Spieglein" ist ein farbenfroher Märchenfilm, in den man jung und alt schleppen kann, ohne sich sorgen machen zu müssen, dass sich hier irgendwer fürchtet oder intellektuell überfordert wird, von dem ich jedoch überzeugt bin, dass Tarsem irgendwem damit auf die Füße treten wollte.
    Kein Vergleich zu düsteren Produktionen wie "Snow White: A Tale of Terror" oder der hoffentlich blutrünstigeren Variante "Schneewitchen und der Jäger" (wollen wir das Beste hoffen), dennoch durchaus ansehbar.6:10

    USA 2012 - Originaltitel: Mirror Mirror - Regie: Tarsem Singh - Darsteller: Lily Collins, Julia Roberts, Armie Hammer, Nathan Lane, Mare Winningham, Martin Klebba - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 106 min.

    spieglein-spieglein-2

  • DasGuteImMenschen

    Our Idiot Brother von Jesse Peretz

    Our Idiot BrotherInhalt:
    Ned ist eine treue Seele; er sieht im Menschen ausschließlich das Gute und so ist er auch sehr hilfsbereit als ihn der uniformierte Polizist um Cannabis anhaut, weil er einen anstrengenden Tag hatte…
    …nach 6 Monaten Knast und einer vorbildlichen Führung muss Ned nun feststellen, dass seine Freundin einen Neuen hat und ihm dann auch noch  seinen geliebten Hund Willie Nelson vorenthalten will.
    Des Schlafplatzes und Vierbeiners beraubt schlägt Ned erstmal bei Mama auf, doch das ist nicht das Gelbe vom Ei und so zieht er zu einer Schwester nach der anderen und wirbelt mit seiner viel zu offenen und gutgläubigen Art das Leben der Drei total durcheinander.

    Fazit:
    Ach ja, das war letzte Woche eine nette Sneak-Überraschung, hatte ich im Vorfeld nur Gutes über "Our Idiot Brother" gehört.
    Zwar bin ich überhaupt kein Paul Rudd Fan, aber hier mimt er mal nicht den Herzensbrecher, sondern einen unansehnlichen Sandalettentträger, der in mancher Hinsicht entfernt (also ich drücke mich hier mal vorsichtig aus) an den Dude erinnerte. Protagonist Ned ist ein unverbesserlicher Menschenliebhaber und glaubt stets an das Gute in seinem Gegenüber. Nicht nur das, er ist auch überaus ehrlich und offen und so treibt er seine drei Schwestern die Wände hoch, in dem er ihnen und jedem, der es hören will oder auch nicht alles brühwarm so wie gehört weitergibt. Da bleibt die Ehe von Liz auf der Strecke, Natalie verliert fast ihre Freundin und Mirandas berufliche Karriere steht auch auf der Kippe. Doch so sehr sich die Mädels ärgern, Ned bringt sie zum Nachdenken und eigentlich liegt er gar nicht so falsch.
    "Our Idiot Brother" ist eine sympathische Komödie mit durchweg guten Darstellern. Paul Rudd habe ich nie besser gesehen und daneben glänzen Elisabeth Banks, Emily Mortimer und Zooey Deschanel als seine Schwestern. 
    Nicht besonders anspruchsvoll, kann man aber gut gucken.7:10

    USA 2011 - Regie: Jesse Peretz - Darsteller: Paul Rudd, Elizabeth Banks, Zooey Deschanel, Emily Mortimer, Steve Coogan, Hugh Dancy, Kathryn Hahn, Rashida Jones, Shirley Knight, Adam Scott - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 90 min.

  • DiePeinEinerMutter

    Die Frau in Schwarz von James Watkins

    die-frau-in-schwarzInhalt:
    Für Anwalt Arthur Kipps geht es diesmal um alles. Der junge Witwer ist durch den Tod seiner Frau im Kindbett alleinerziehender Vater und ist depressiv. Sein Chef gibt ihm noch diese letzte Chance wieder auf die Beine zu kommen und so macht sich Kipps nach Crythin Gifford auf, um den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow zu regeln.
    Doch im Dorf angekommen wollen die Einheimischen nichts anderes, als ihn wieder loszuwerden, aber Kipps lässt sich nicht beirren, denn die wichtigsten Papiere liegen noch im Herrenhaus der alten Dame.
    Als Kipps endlich dort mit seiner Arbeit beginnt, muss er feststellen, dass er nicht alleine ist. Irgendwer treibt sich dort im Haus und Garten herum und dann sterben im Dorf Kinder…

    Fazit:
    Mit "Die Frau in Schwarz" begibt sich Watkins diesmal auf einen ganz anderen Pfad, nämlich den des klassischen Haunted House Grusels.
    Lustigerweise erinnernt die ganz Machart des Filmes dabei mehr an die alten Roger Corman Filme mit Vincent Price als an einen Hammerfilm, aber das mag auch an der Thematik liegen. Ein um seine Frau trauender Mann soll einen Nachlass bearbeiten und wird von den Einheimischen dafür gehasst, denn die fürchten sich vor einem Fluch, der ihnen den Kinder nimmt. Dabei ist des Anwalts Aufgabe im Film natürlich neben der Aufhebung des Fluchs und seine Selbstreinigung, doch so einfach macht es uns James Watkins dann doch nicht.
    Das Szenario ist extrem düster, Daniel Radcliffe extrem blass und es passiert in der ersten Hälfte nicht wirklich viel. Dafür konzentriert sich Watkins ganz auf seinen Protagonisten und seine Trauer, pirscht sich erst nach und nach an die Geschehnisse im Dorf und Herrenhaus heran, die zu dem Fluch führten. Natürlich handelt es sich dabei um eine hoch dramatische Geschichte, deren Kern Kipps jedoch nur zu gut verstehen kann. Die gewaltsame Trennung einer Familie ist ja nichts anderes als er erlebt hat und er kennt den Schmerz einen geliebten Menschen zu verlieren.
    Während sich Watkins in der ersten Hälfte weitgehend zurückhält was die Gruseleffekte angeht, gibt es später schon mal ein paar unheimlich Geisterkinder, immer wieder die scharze Frau im Hintergrund, an- und ausgehende Lichter, eben der übliche Spuk in solchen Filmen, aber auch ziemlich brutal dahinscheidene Kinder (aber ohne Blut und Splattereffekte).7:10
    So ist "Die Frau in Schwarz" dann ein für Fortgeschrittene seichter Huahfilm, für empfindliche Gemüter aber ein schöner stimmungsvoller Grusel mit einem überraschend überzeugenden Daniel Radcliffe und einem noch überraschenderen Ende.

    Großbritannien / Kanada 2012 - Originaltitel: The Woman in Black - Regie: James Watkins - Darsteller: Daniel Radcliffe, Ciarán Hinds, Liz White, Janet McTeer, Shaun Dooley - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 95 min.

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