…bleibt gesund und weiterhin so munter Ihr Lieben ![]()
-
AllenEinenGutenRutschInsNeueJahr…
@ 2011-12-30 – 20:42:36
-
ÜbersZielGeschossen
@ 2011-12-27 – 20:56:43
Kurz bemerkt: Das Sat!Weihnachtstrauma
Zwei Weihnachtsmänner von Tobi Baumann für Sat1
Inhalt:
Wirtschaftsanwalt Tillman Dilling und Poolnudelvetreter Hilmar Kess werden zu Weggefährten beim Versuch im vorweihnachtlich verschneiten Europa von Wien nach Berlin zu gelangen.Fazit:
Keine Ahnung, ob dieser Film, der ja von Sat1 produziert wurde bereits in den Vorjahren lief, mich traf es dieses Jahr, weil ein nicht namentlich zu benennender Herr, Pastefka und Herbst in diesem deutschen "Ticket für Zwei" für Arme sehen wollte.
Im Grunde ist da auch nichts gegen zu sagen, sehe ich die beiden in Serien ganz gerne, aber was Baumann da veranstaltet hat, geht auf keine Kuhhaut. Zugegeben, der Film hat etliche witzige Momente und ich habe oft gelacht, aber Baumann kann offensichtlich keine Geschichte anständig zu Ende bringen. Leider streckte sich selbiges darum über mindestens eine Stunde der 3 stündigen Spielfilmlaufzweit. Sowas habe ich noch nicht erlebt - mindestens sechs gute Möglichkeiten das Ende-Schild einzublenden und stattdessen wurde man mit einem total schwülstigen und vermurksten Abschluss gequält. Davon abgesehen halte ich beide Hauptdarsteller nicht für Langfilme tauglich. Sie sind ganz nette Comedians, aber Pastefka nervte dann auch irgendwann mal und Herbst mit dieser schlechten Maske war nur ansatzweise überzeugend.
Somit kann ich alle nur warnen dieses Machwerk in ungekürzter 182 Minuten- Fassung anzusehen und noch mehr rate ich von der DVD ab, die noch 200 Extraminuten zu bieten hat - das versaut einem jedes Wochenende.
Ein zwei Pünktchen gibt es aber trotzdem, weil irgendwo in diesem langatmigen Desaster ein guter Kern ist.
Darsteller (Rolle)>Bastian Pastewka (Hilmar Kess),Christoph Maria Herbst (Tilmann Dilling), Sophie von Kessel (Luise Dilling)
Floriane Daniel (Ilka Fischer), Armin Rohde (Weihnachtsmann Erwin), Lotte Ledl (Verkäuferin Wilma), Franz Buchrieser (Stadlhuber senior), Michael Lott (Ulli), Anja Franke (Silke)
Produktionsdaten>Komödie / Deutschland, 2008 Regie: Tobi Baumann Drehbuch: Tommy Jaud Komponist: Andreas Grimm Kamera: Uwe Schäfer Schnitt: Martina Wolf -
GangsterSeinIstNichtCool
@ 2011-12-27 – 19:39:21
London Boulevard von William Monahan
Inhalt:
Nach drei Jahren Pentonville-Gefängnis hat Mitchell genug vom Gangsterdasein, doch seine Chancen auf einen Neuanfang scheinen von Anfang an von seinem Freund Billy unterminiert zu werden. Von der ungewünschten Begrüßungsparty bis hin zur Schutzgelderpresseung - Mitchell fühlt sich unbehaglich und muss dann noch einspringen als Billy Mist baut. Das bringt den Big Boss Gant auf den Plan, dem Mitch extrem gut gefällt und der beschließt , dass der fortan für ihn arbeiten muss. Doch Gant hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn Mitch hat sich bereits nach etwas seriösen umgesehen; Filmstar Charlotte sucht nämlich händeringend einen Beschützer. Papparazzi machen ihr das Leben zur Hölle und auch sonst hat die junge Frau große Probleme auf die Straße zu gehen.Fazit:
Es gibt Filme, die scheinen nur für mich gemacht.
"London Boulevard" ist so ein Streifen. Völlig untergegangen und von Kritikern sträflich schlecht gemacht, war ihm nur wenig Zeit im Kino vergönnt. Nichtsdestotrotz, es gibt ja noch die gute alte DVD.
"London Boulevard" ist William Monahans Erstling und orientiert sich oberflächlich gesehen an den alten Guy Ritchie Filmen. Im Unterschied dazu hat Monahan jedoch ganz andere Untertöne, denn Gangster sein ist bei ihm alles andere als cool.
Protagonist Mitchell kommt nach drei Jahren endlich aus dem Knast und er will einfach nicht mehr in diesem Millieu arbeiten. Er nimmt zwar unwillig das Geld und eine Wohnung von seinem früheren Freund Billy an, macht jedoch immer wieder klar, dass er an dessen krummen Geschäften nicht beteiligt sein will. Doch Billy ist ein Vollhonk und drogenabhängig; er peilt es einfach nicht und bringt bei einer Schutzgelderpressung sich und Mitch in Gefahr und letztendlich ist es Mitch, der sich verteidigen muss. Leider ist nun der Obercheffe Gant auf dem Plan. Der sieht sich als Paten von London und hat sich in den Kopf gesetzt, dass Mitch nun ihm gehört und der für ihn arbeiten muss. Mitch verfolgt jedoch andere Pläne. Er sucht nach etwas seriösen und es scheint zunächst, dass er auch auf dem besten Weg ist. Durch einen Zufall vermittelt ihm eine Journalistin, der er geholfen hat ein Treffen mit dem britischen Superstar Charlotte. Die Schauspielerin ist eine Gefangene in ihrem eigenen Haus. Tag und Nacht belagern Papparazzi die Straßen und umliegenden Dächer ihres Hauses, was es ihr unter anderem unmöglich macht hinaus zu gehen.
Mitch sieht sich um, sagt aber, dass er es sich noch überlegt, ob er die Stelle animmt, hilft ihr aber in der ein oder anderen Situation und zuguterletzt verlieben sich die beiden auch noch ineinander.
Kühle Farben, coole Typen und präzise gesetzte Musik - William Monaham hat einfach ein gutes Timing.
Ob es die in sich zurückgezogene Charlotte ist, die schwarzlastige Bilder beim von alten Plattenspieler kommenden "Subterranean Homesick Blues" malt oder Mitch im Stripclub bei "Club Foot" seinen Killer klarmacht, hier hat sich jemand Gedanken gemacht und mit Liebe inszeniert.
Monahan verpasst der Geschichte seinen Stempel und eine klare Aussage: Verbrechen ist nicht cool. Angefangen bei Protagonisten selbst, der nicht stolz auf seine Vergangenheit ist und ein ausgesprochenes Gerechtigkeitsgefühl hat, hilflosen Menschen ohne Frage zur Seite steht und sich auf keinen Fall wieder die Hände schmutzig machen will bis hin zur Schäbigkeit seines Exkumpels, der sich für einen gelackten Emporkömmling Gant nicht zu schade ist von unbescholtenden Mitbürgern Schutzgeld in den Hochhäusern der ärmsten Gegenden Londons einzukassieren.
Mitchell hat genug davon und versucht einen Schlussstrich zu ziehen. Er zögert auch den Job bei Schauspielerin Charlotte anzunehmen, denn im Grunde läuft es immer auf die selbe Sache hinaus: Gewalt. Letztendlich lehnt er die Stelle auch ab, auch wenn er Charlotte begleitet und ihr aus ganz anderen Gründen hilft.
Doch leider ist es für Mitch nicht so leicht Adieu zu sagen und so macht er den entscheidenen Fehler den "Boss" gegen sich aufzubringen, in dem er nach einem Teenagertotschläger sucht, der einen guten Freund vom ihm getötet hat. Und so bringt ihn sein Vergeltungsproblem schnell wieder in den Strudel der Gewalt.
"London Boulevard" hat darüber hinaus so viel zu bieten. Erinnerungen an "Blow Up" werden wach - der Fuhrpark Charlottes, die leeren nur von Papparazzi "bewohnten" Straßen am Holland Park, zwei verlorene Seelen, die ausbrechen wollen…Mitchs fahrt durch London oder seine Schwester, die sich recht sixtiesmäßig über Schönheit und Sex über Wasser hält, nie isst und auch sonst ein kleines mentales Problem hat.
Auch an der Besetzung "London Boulevard"s ist absolut nichts auszusetzen, auch wenn Keira Knightly irgendwie langweilig ist, passt sie hier ganz gut. Colin Farell gewinnt im Alter, muss ich wirklich sagen, solche Rollen liegen ihm und da überzeugt er mich am meisten. Das Ray Winstone die coolste Sau GBs ist ist nun auch mal klar und nebenrollig Eddie Marsan als schmierigen Polizisten, Stephen Graham als Kleinganoven, Ben Chaplin als drogensüchtigen Exkumpel, die süße Anna Friel als Mitchs Schwester ganz entzückend oder David Twelis als persönlicher Assistent Charlottes perfekt und meine Empfehlung für ein etwaiges Catwaezle Remake.
Ich könnte noch unendlich weiterschwelgen, mache ich aber nicht und bin mir auch bewusst, dass ich mit meiner Meinung zum Film ziemlich alleine dastehe.
Für mich einer der Filme dieses Jahres.
USA / Großbritannien 2010 - Regie: William Monahan - Darsteller: Colin Farrell, Keira Knightley, David Thewlis, Ben Chaplin, Anna Friel, Ray Winstone, Eddie Marsan, Sanjeev Bhaskar, Stephen Graham, Ophelia Lovibond - FSK: ab 16 -Länge: 104 min.
-
DerTodDesIdealisten
@ 2011-12-21 – 22:07:15
The Ides Of March von George Clooney
Inhalt:
Stephen Meyers bezeichnet sich selbst als Idealist, einer, der an seinen Kandidaten und dessen Überzeugungen glaubt.
Meyers ist Politberater unter Kampagnenmanager Paul Zara für Gouverneur Mike Morris einer der beiden Präsidentschaftskandidaten der Demokraten.
Das Ziel ist es Ohio zu gewinnen, doch was so einfach aussieht ist hinter den Kulissen ein abgekartetes Spiel und der von der anderen Seite umworbene und talentierte Meyers tappt ohne es zu ahnen in die erst beste Falle.Fazit:
Wohl wahr: nichts ist gefährlicher als ein angeschossener Bär und George Clooney zeigt uns in "The Ides Of March" nicht nur seine Enttäuschung über seinen Präsidenten, sondern auch die Scheinheiligkeit hinter den Kulissen, die selbst aus einem aufrechten Idealisten ein gefährliches Monstrum macht.
Der äußerst talentierte Politberater Meyers arbeitet für Paul Zara im Team des demokratischen Gouverneurs Mike Morris. Während Zara ein loyaler, aber recht desillusionierter Politmann ist, bezeichnet sich Meyer als jemanden, der an seinen Kandidaten glaubt, auf seine Überzeugungen und Aussagen steht. Meyers fällt auch der "Gegenseite" auf und der Kampagnenmanager von Demokrat Pullman, Tom Duffy, wirbt um ihn, versucht Stephen abzuwerben. Doch er beißt auf Granit. Das Hauptziel beider Parteien ist es Ohio für sich zu gewinnen, denn wer diesen Staat im Sack hat wird Präsident. Während sich Zara um die Stimmen eines Senators bemüht, fängt Meyers ein Tächtelmächtel mit einer Praktikantin an. Damit nicht genug kann er der Versuchung nicht widerstehen, sich mit Duffy zu treffen, um zu hören was er zu sagen hat. Doch Meyers ahnt nicht in welche Schwierigkeiten er sich mit beiden bringt, denn Praktikantin Molly trägt ein brisantes Geheimnis mit sich herum und das Treffen mit Duffy hat nicht den erwarteten Nutzen, den sich Meyers erhofft hatte - im Gegenteil, er gerät in die Schusslinie und aus dem enttäuschten Idealisten wird eine gefährliche Unbekannte im Spiel um Stimmen und Macht.
Während sich Regisseur und Gouverneurdarsteller Clooney dezent im Hintergund hält, profiliert sich Ryan Gosling als Stephen Meyers, dem hochbegabten Flüsterer im Dunkeln, besser gesagt wird er von Clooney regelrecht inszeniert. Wunderbare Bilder und Einstellungen, CloseUps, die Romane erzählen ohne ein Wort zu sagen und bis hin zu erotischem Knistern alles zu bieten haben. Kaum jemand eignet sich dafür besser als Shooting Star Gosling, der für mich ziemlich alles und jeden glaubhaft verkörpern kann. An seiner Seite spielen Philip Seymour Hoffman und Paul Giamati die Kampagnenmanager der konkurrierenden demokratischen Kandidaten Morris und Pullman sowie Evan Rachel Wood, die als Praktikantin Molly sehr bestechend war.
"The Ides Of March" überzeugt inhaltlich, darstellerisch und inszenatorisch und ist für mich einer der besten Politfilme der letzten Jahre.
Unbedingt empfehlenswert.USA 2011 - Originaltitel: The Ides of March - Regie:George Clooney - Darsteller: Ryan Gosling, George Clooney, Evan Rachel Wood, Paul Giamatti, Marisa Tomei, Philip Seymour Hoffman, Max Minghella, Jeffrey Wright - FSK: ab 12 - Länge: 97 min.
-
DrückeDeinemChinesischenKochNichtDieHände
@ 2011-12-18 – 00:14:25
Contagion von Steven Soderbergh
Inhalt:
Schon während der Heimfahrt aus Hong Kong fühlt sich Beth Emhoff alles andere als gesund, doch in Minnesota angekommen verschlimmert sich ihr Zustand rapide und sie stirbt nach einem Tag. Ihr kleiner Sohn überlebt sie nur um wenige Stunden und Ehemann Mitch steht unter Schock.
Doch Beth ist nicht die einzige Tote, denn in China, Europa und den USA mehren sich die Fälle, die aber ihren Ursprung bei Beth zu haben scheinen.
Eine schwere Aufgabe für das CDC, denn was da in Amerika erreicht hat ist ein heimtückischer Virus, der sich weltweit ausbreitet und gegen den es kein Heilmittel gibt.Fazit:
"Contagion" ist weder Fisch noch Fleisch, eine Mischung aus Pandemiethriller und Familiendrama, verquickt mit Verschwörungshysterie. Für meinen Geschmack ist das ziemlich in die Hose gegangen und einer Soderberghs schlechtesten Filme. Weder kann man hier mit irgendeiner Figur mitfiebern oder trauern, noch hat der Streifen irgendwas an Wissenschaftsdramatik zu bieten. Im Gegenteil, jede CSI Folge hat in dieser Hinsicht mehr zu bieten und man mag über Outbreak denken was man will, selbst dieser Hollywood-Pandemie-Mist wirkt authetntischer als "Contagion".
Ich weiß nicht, vielleicht liegt es daran, dass sich Soderbergh einfach in zu vielen Erzählsträngen verzettelt, die jeder für sich genommen total blutleer sind.
Wir haben den verzweifelten Ehemann, der nicht nur auf kürzestem Wege Witwer wird, sondern auch noch erfährt, dass er betrogen wurde, selbst aber immun ist und eine Teenager Tochter hat, die er um jeden Preis vor der Seuche beschützen will. Während Mitchs Geschichte der übliche Familienkram ist, nutzt Soderberg während dieser Episoden die Gelegenheit dem Zuschauer das menschliche Chaos näherzubringen; die Plünderungen, Überfälle im eigenen zu Hause um an Vorräte zu kommen etc.
Dann haben wir das CDC mit seinem Leiter Dr. Ellis Carver und seiner Außendienstmitarbeiterin Dr. Erin Mears, die mehr über eine mögliche Virusepedemie herausfinden soll und seinem Laborteam mit Dr. Ally Hextall, die den Virus identifizieren und für ein Gegenmittel züchten sollen. Trotz guten Schauspielern wie Lawrence Fishburne und Kate Winslet eine unspannende Geschichte.
Weiterhin gibt es die WHO mit Damian Leopold und Dr. Leonora Orantes, die den Ursprung des Virus und Patient Null finden wollen sowie den Twitterer Alan Krumwiede, der die zusammenhängenden Fälle sieht, aber absolut falsche Schlüsse zieht und verbreitet.
Da haben wir also mehrere Baustellen zwischen denen hin und her geswitcht wird und die teilweise richtig nerven oder einfach nicht besonders logisch sind. Die Erpressung der WHO durch die Chinesen wollte mir so nicht richtig verständlich werden, die Geschichte um Krumwiede nervte tierisch und ich wusste auch nicht was man mir damit erzählen wollte - Twitter ist böse oder Twitterer zu mächtig?
Natürlich gibt es immer ein paar Spinner, die meinen hinter allem eine Verschwörung zu sehen und glauben per Tannenzweigwedel können man Krebs heilen, aber nun ja, so als Nebenstrang war mir das einfach störend und symptomatisch für den gesamten Film, der einfach ein herzloses Stückwerk ist, der zu keinem Zeitpunkt Spaß bei sehen aufkommen lässt.
Schade. "Contagion" ist unoriginell und langweilig und trotz großer Namen nicht unbedingt empfehlenswert.Contagion USA 2011 - Regie: Steven Soderbergh - Darsteller: Marion Cotillard, Matt Damon, Laurence Fishburne, Jude Law, Gwyneth Paltrow, Kate Winslet, Bryan Cranston, Jennifer Ehle, Saana Lathan - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 106 min.
-
InDenSümpfenYorkshires
@ 2011-12-16 – 23:04:04
Jane Eyre von Cary Fukunaga
Inhalt:
Die Waise Jane Eyre durchlebt eine schwere Kindheit.
Von den reichen Verwandten extrem schlecht behandelt und auf das Internat Lowood abgeschoben, leidet sie unter der Kälte, schlechter Ernährung und bigotten Strenge der Leitung, wird als Lügnerin abgestempelt und gemieden.
Als sie das Internat verlässt nimmt sie eine Stellung als Gouvernante für das französische Mündel Edward Fairfax Rochesters an Thornfield Manor an. Die erste Zeit ist sehr ruhig und Jane verbringt viel Zeit mit der Hauswirtschafterin Mrs Fairfax, bis der Herr des Hauses heimkehrt. Mr. Rochester ist ein mürrischer undurchsichtiger Mann, doch Jane und er freunden sich an und Jane wird klar das sie in ihn verliebt ist. Doch Mr. Rochester trifft Hochzeitsvorbereitungen, wirbt um die schöne und standesgemäße Blanche Ingram.Fazit:
Ein wunderbarer Klassiker der Weltliteratur, unzählige Male verfilmt, meist total fad und langweilig oder einfach nicht optimal besetzt, wird dank Cary Joji Fukunaga neu geboren.
Fukunagas "Jane Eyre" ist alles andere als eine verstaubte viktorianische Geschichte, nicht zuletzt, weil er durchdachter als alle anderen Verfilmungen besetzt ist und sich auf die wesentlichen Teile der Story konzentriert.
Mia Wasikowska ist Jane Eyre wie Michael Fassbender der perfekte Mr. Rochester ist. Das Paar passt gut zusammen und liefert eine beeindruckende Performance.
Wasikowska hat nicht nur das richtige Gesicht, sondern verkörpert wie keine Zweite diese scheinbar zerbrechliche, aber so selbstbewusste und für ihre Zeit so toughe Person. Fassbender - ja was soll man sagen - er kann ohnehin alles, überzeugt als undurchschaubarer Gutsherr auf ganzer Linie. Endlich mal einer, den man gerne als Rochester sieht: gutaussehend, männlich, empfindsam. Tja da vergehen die 120 Minuten wie im Flug.
So kann ich an Fukunagas Inszenierung auch gar nichts aussetzten, im Gegenteil. Geschickt hat der die Vorgeschichte Janes auf ein Minimum gestutzt ohne dabei die Dramatik ihrer Kindheit vorzuenthalten. Der Film beginnt im letzten Drittel der Geschichte und erzählt die traurige Jugend Janes in einer Rückblende, die dann in den wesentlichen Part auf Thornfield Manor übergeht und dann den Kreis zum letzten Drittel wieder zu schließen.
Natürlich kann man nicht Story eindampfen ohne ein paar Änderungen vorzunehmen, so fehlen natürlich Beziehungen zu Personen aus Janes Kindheit, die Freundschaft mit Helen wurde nur angedeutet, die zu Ms. Temple fehlt ganz und gar. Auch die Entdeckung, dass St. John und seine Schwestern tatsächlich ihr Cousin und Cousinen sind wird unterschlagen, aber das finde ich nicht wirklich störend, denn Fukunaga schafft eine durchgehende Spannung, hält den Zuschauer bei der Stange, sei es durch Emotionen der Personen oder einfach die Wucht der Bilder, der Landschaft.
Neben Fassbender und Wasikowska, sehen wir Judi Dench großartig als Mrs Fairfax, Jamie Bell als St. John, fast schon etwas beängstigend und Sally Hawkins als echte Zicke Mrs. Reed.
Romantisch, düster und einfach schön - die untadelige "Jane Eyre".Großbritannien 2011 - Regie: Cary Fukunaga - Darsteller: Mia Wasikowska, Michael Fassbender, Judy Dench, Sally Hawkins, Jamie Bell, Imogen Poots, Amelia Clarkson, Holliday Grainger, Tamzin Merchant - FSK: ab 12 - Länge: 120 min.
-
DemTodVonDerSchippeMitStirnVoranAufDieAxt
@ 2011-12-16 – 17:23:32
Final Destination 5 von Steven Quale
Inhalt:
Und wieder ist Der Tod unterwegs und er will dieses Mal die Angestellten einer großen Firma, die natürlich nur teilweise vom vorausahnendem Sam aus dem Bus geholt werden, der sie eigentlich in eine Teambildungsmaßnahme bringen sollte. Sam sieht wie die Schwebebrücke auf der sie stehen durch Baumaßnahmen zu bröseln beginnt und schließlich zerbricht und den Reisebus mit in die Tiefe reißt.
Trotz Überleben sterben die ersten aus dem Kreis, das FBI zeigt Interesse und der Coroner gibt den wertvollen Tipp ein Leben zu tauschen, um selbst länger was von zu haben.
Auf jeden Fall ist Augenlasern, wenn man zum Kreise der Auserwählten zählt erst mal nicht angesagt…Fazit:
Ich muss gestehen, dass ich damals zwar den ersten Teil mit Begeisterung beim FFF gesehen hatte, dann aber erst sehr spät den zweiten und den dritten nur partiell. Den vierten Teil hatte ich ganz stecken lassen und weiß nicht was mich dazu getrieben hat diesen Teil anzusehen.
Aber ich muss sagen: schön woars!
Nicht im Geringsten hätte ich angenommen, dass der 5. Teil der "Final Destination" Serie wirklich was reißen könnte, aber ich muss zugeben, dass er wirklich gut war!
Die Darsteller sind zwar nicht erste Riege, außer Courtney B. Vance und Emma Bell waren mir die anderen weitgehend unbekannt, auch nicht gerade übertalentiert, aber glücklicherweise hat sich Steve Quale an die wichtigsten Regeln des Fortsetzungsgemetzels gehalten: keine unnötigen Längen, kein langweiliger Sex, lange Vorbereitungen wie wer zu Tode kommen könnte und sehr spontane Todesfälle, natürlich viele neue Ideen und noch mehr Blut und Fleischstückchen, am besten in 3D.
Ja was soll ich sagen? Wir hatten den Netten, den Doofen, den Unsympathen und viele Ausrutscher ohne Überlebenschancen. Därme flogen einem entgegen, Menschen wurden in Scheibchen zerlegt, die Gefahren einer Akupunktur sind nun auch klar und am Ende schließt sich der große Kreis.
Tja "Final Destination 5" ist kein großes Kino, aber er macht einen Mordspaß.USA 2011 - Regie: Steven Quale - Darsteller: Nicholas D'Agosto, Emma Bell, Miles Fisher, Arlen Escarpeta, Jacqueline MacInnes-Wood, P.J. Byrne - FSK: keine Jugendfreigabe, nicht feiertagsfrei / ab 18 - Länge: 92 min.
-
LernenMachtSexy
@ 2011-12-15 – 17:08:13
Larry Crowne von Tom Hanks
Inhalt:
Larry Crown hat die Vierziger überschritten und arbeitet seit vielen Jahren begeistert in einem Kaufhaus, ist beliebt und fleißig und wird regelmäßig zum Angestellten der Woche gekürt.
Doch nun wird ihm statt der Belobigung die Kündigung in die Hand gedrückt. Larry ist schockiert, denn das Argument für seinen Rauswurf lautet: kein Schulabschluss, keine Beförderung, keine Zukunft in unserem Betrieb.
Was nun?
Larry fackelt nicht lange und versucht eine neue Anstellung zu finden, doch ohne Erfolg. So beschließt Mr. Crown sich am College anzumelden und seinen Abschluss nachzuholen. Und siehe da, Larry erfreut sich auch hier großer Beliebtheit und kann sogar die Aufmerksamkeit seiner Professorin für freies Reden erlangen.Fazit:
Wo Hanks und Roberts draufsteht ist auch Hanks und Roberts drin, da beißt die Maus keine Faden ab.
"Larry Crowns" ist nicht gerade eine von Hanks bessseren Komödien, aber er spielt durchaus gut und die Nebenrollen sind auch durch die Bank ordentlich besetzt. Leider ist das große Manko dieses Streifen Julia Roberts.
Bitte… sie und Tom Hanks? Nein, da stimmt die Chemie beim besten Willen nicht und Julia Roberts als Collegeprofessorin mit Doktortitel? Ich weiß nicht.
Somit empfand ich die Rolle der Mercedes Tainot völlig fehlbesetzt, aber was macht man nicht alles um die Leute ins Kino zu locken.
Die Geschichte ist schnell erzählt: super netter Mann ist nach der Highschool gleich zur Marine als Koch, war dort 20 Jahre und hat dann in einem Kaufhaus als Verkäufer angefangen. Auch dort war er richtig beliebt, weil nett und fleißig, doch wegen fehlender Bildung kann er nicht befördert werden und muss darum gehen?!
Frisch getrennt von seiner Frau, ist er hoch verschuldet, weil er ihr ihre Hälfte vom Haus abgekauft hat und einen neuen Job bekommt er auch nicht, weil alle jemanden mit Collegeabschluss wollen. Larry beschließt noch mal zur Schule zu gehen, lässt sich gut beraten und landet als erstes in einem Kurs für freies Reden bei Dr. Mercedes Tainot. Da macht er sich gut, ebenso wie in Wirtschaftsrechnen, wo er zum Klassenbesten aufsteigt. Er lernt die hübsche Talia kennen, die ihn in ihre Rollerclique aufnimmt und ihm hilft etwas frischer und jugendlicher aufzutreten. Währenddessen wird er und Professorin Tainot aufeinander aufmerksam, finden sich sympathisch, aber sie ist verheiratet mit einem nichtsnutzigen Möchtegernschriftsteller, der nur auf Pornoseiten surft.
Larry bleibt auf erfolgskurs, wirbt zart um Mercedes und schließt sein erstes Collegejahr sehr erfolgreich ab. Und so weiter und sofort.
"Larry Crown" kann man gucken, aber Muddi nicht vergessen. Hanks und Roberts funktionieren als Paar nicht, der Film an sich ist eine ganz anspruchlose Hollywoodromanze, die offensichtlich auf Kasse ausgelegt ist und in gewisser Weise den neuen American Dream verkauft: mit Bildung stehen Dir alle Türen offen.
Larry Crowne USA 2011 - Regie: Tom Hanks - Darsteller: Tom Hanks, Julia Roberts, Bryan Cranston, Gugu Mbatha-Raw, Cedric the Entertainer, Taraji P. Henson, Wilmer Valderrama, Pam Grier, George Takei, Rami Malek - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 98 min.
-
TrauDirNicht
@ 2011-12-15 – 13:11:24
Unknown Identity von Jaume Collet-Serra
Inhalt:
Dr. Martin Harris ist gerade mit seiner Frau Elisabeth in Berlin gelandet. Hier möchte er an einem Biotechnologiekongress teinehmen und den Nobelpreisträger Professor Bressler treffen. Beim einchecken im Hotel bemerkt Harris jedoch, dass ein Koffer fehlt und beschließt zum Flughafen zurückzufahren, um diesen zu holen, doch auf der Fahrt dorthin hat das Taxi einen Unfall und landet in der Spree. Harris erwacht im Krankenhaus und kann sich nur bruchstückhaft erinnern. Da er keine Papiere dabei hatte war seine Identifikation bislang auch nicht möglich. Aber es kommt noch schlimmer, denn als Harris spontan das Krankenhaus verlässt, um zu seiner Frau ins Hotel zu gehen, erkennt ihn auf einmal niemand mehr und auch Elisabeth behauptet nicht seine Frau zu sein, ja hat sogar einen anderen Ehemann, der sich als Martin Harris vorstellt.
Was ist nur los?
Ist Martin verrückt geworden?
Seine letzte Chance ist sein Freund Rodney Cole - der kann bezeugen, dass Martin der wahre Harris ist.Fazit:
Nun ja, ich bin als Ortsansässige stets skeptisch bei "Internationalen Produktionen", die in meiner Stadt (Berlin) spielen, meist zurecht.
Wie in solchen Streifen üblich, ist das Cast bunt gemischt und natürlich mit deutscher Beteiligung (sonst gäbe es wahrscheinlich auch kein Geld), warum nun ausgerechnet Diane Krüger hier die Bosnierin geben musste… ich weiß es nicht, aber ich halte sie auch für ausgesprochen untalentiert zumindestens wenn es um die Nachsynchronisation geht: sie hat keinerlei Talent zu sprechen. Hört sich ganz furchtbar an - wie immer; Liam Neeson jagd mit gewohnt verzweifeltem Dackelblick, auf das unvermeidliche, bzw. voraussehbare Ende zu und Aidan Quinn werde ich niemals in Herz schließen können, der verleidet mir fast jeden Film, in dem er auftritt.
Auch der Rest des Filmes ist sehr, sagen wir, gezwungen.
Eine konstruierte Geschichte, die so auch nicht mehr ganz taufrisch ist, aber voller Logiklöcher.
Ein Wissenschaftler verunglückt, liegt ein paar Tage im Koma und niemand schert sich darum und sucht nach ihm.
Dann erinnert er sich, wer er ist, doch niemand anderes will ihn mehr erkennen. Leichen pflastern seinen Weg und jemand trachtet ihm nach dem Leben und jedem, der ihm hilft und so langsam kommt sich der Mann selbst auf die Schliche.
Mal wieder muss eine sehr spezielle und sehr partielle Amnesie herhalten, ein paar deutsche dürfen qualmige Ex-Stasi oder nette Wissenschaftler spielen und irgendwie ist der Film weder grottig noch gut.
Im Kino hätte ich mich geärgert, aber für Fans der Hauptsadt vielleicht noch ok.A / Deutschland / Großbritannien / Frankreich 2011 - Originaltitel: Unknown - Regie: Jaume Collet-Serra - Darsteller: Liam Neeson, Diane Kruger, January Jones, Aidan Quinn, Frank Langella, Bruno Ganz, Karl Markovics - FSK: ab 12 - Länge: 113 min.
-
EsBegannAufEinerHühnerfarm…
@ 2011-12-13 – 00:44:58
Alien Teacher (Vikaren) von Ole Bornedal
Inhalt:
Carl hat vor kurzem seine Mutter bei einem Autounfall verloren und kann sich nicht mit ihrem Tod abfinden. Er wird langsam zu Außenseiter der Klasse, doch die Wende naht, denn die 6te bekommt eine Vertretungslehrerin, Ulla Harms.
Ulla ist alles andere als die typische Pädagogin, denn als erstes faltet sie die Klasse zusammen, macht sich über alle lustig und drangsaliert die Kinder regelrecht. Die Klasse ist entsetzt und Carl ist schnell davon überzeugt, dass Ulla nicht von dieser Welt ist.
Damit liegt der Junge auch überhaupt nicht falsch. Die "Dame" ist nämlich erst vor kurzem auf unserem Planeten eingeschlagen, auf einer Hühnerfarm um genau zu sein und sie führt nichts Gutes im Schilde.Fazit:
Endlich bin ich dazu gekommen diesen entzückenden Film zu sehen. Zugegeben das Glück war mir hold, denn er lief gestern im N3.
Aber was haben wir hier?
Ole Bornedal drehte mit Vikaren (eigentlich: die Aushilfe) einen absolut gelungenen Kinder-Alien-Grusel.
Da landet ein außerirdisches Wesen auf der Erde, übernimmt den Körper einer Farmersfrau und fängt in einer Grundschule als Aushilfslehrerin einer 6. Klasse an. Angelockt hat das fremde Wesen, dass auf seinem Planeten nur Krieg und Missgunst kennt, die Liebe und das Mitgefühl der Menschen, die stärkste Waffe des Universums heißt es. Doch während Ulla mit ihrer liebreizenden Art die Erwachsenen täuschen kann, gelingt ihr das bei den Kindern nicht. Im Gegenteil, Schüler, die sich vorher nicht riechen konnten, gehen nun Seite an Seite der Sache Alien auf den Grund, allen voran Halbwaise Carl.
"Alien Teacher" ist nun kein Hollywood Actionkino, nein, ein echter Skandinavier. In den Hauptrollen sehen wir ganz großartig Paprika Steen als die Aushilfe Ulla sowie Ulrich Thompson als Carls Vater und einen Haufen blonder Kinder, die so auch einer Lindgren-Verfilmung (ja ich weiß die ist schwedisch) entsprungen sein könnten. Die Inszenierung ist unhektisch, aber spannend, teilweise sehr melancholisch, weil Carl ja mit dem Tod der Mutter einiges zu verarbeiten hat, aber auch mit extrem viel Witz. Frau Steen hat einfach eine komödiantische Ader und auch sonst gibt es reichlich Situationskomik. Viel Effekte gibt es hier nicht, das Alien ernährt sich überwiegend von Hühnern und man kann durchaus von Kindertauglichkeit sprechen.
Oft wird der Vergleich zu "Faculty" gezogen, dabei erinnert er mehr an einen Streifen wie "Invasion vom Mars".
"Alien Teacher" ist ein zwar harmloser, aber sehr unterhaltsamer Spaß, den ich wirklich empfehlen kann.
Alien Teacher Dänemark 2007 - Originaltitel: Vikaren - Regie: Ole Bornedal - Darsteller: Paprika Steen, Ulrich Thomsen, Jonas Wandschneider, Jakob Fals Nygaard, Nikolaj Falkenberg-Klok, Emma Juel Justesen, Sonja Richter, Ulf Pilgaard - Länge: 90 min.
-
EineGemischteFischplatteBitte
@ 2011-12-12 – 16:47:58
Shark Night 3D von David R. Ellis
Inhalt:
Sara wollte doch nur ein lustiges Wochenende mit ein paar Studienkollegen verbringen, die sie mit in das elterliche Sommerhaus, das idyllisch auf einer kleinen Insel mitten im Morris Salzwassersee gelegen ist, mitgenommen hat.
Doch irgendwie ist der Wurm drin: bereits auf der ersten Wasserskifahrt verliert College Footballstar Malik den rechten Arm und alle wissen, dass er nicht an einem Baumstamm abgerissen ist, nein da war tatsächlich ein Hai hinter Malik her.
Sara erklärt sich das Unglück zunächst durch die heftige Hurrikan-Saison, wo schon mal der ein oder andere Hai in den See gelangen kann, jedoch ist bald klar, dass es sich nicht nur um einen Hai handelt und auch nicht nur um eine Haiart!
Nun ist die Stimmung hin und guter Rat teuer, denn Handys funktionieren hier draußen nicht und das einzige Boot geht in Flammen auf.Fazit:
"Shark Night" liegt weit vorne in der diesjährigen Gucker-Rubrik Hass- oder Schrottfilm, dabei ist er nicht besser oder schlechter als das Gros der B- und C-Tierhorrorstreifen (ich frage mich gerade welcher eigentlich in die Kategorie A fiele ^.^ egal).
Sicher alleine schon die Protagonistenkonstellation ist ausgelutscht (drei Collegepärchen, ein dunkelhäutiger Quotensportler, eine dunkelhaarige Tattoolady, ein scheuer Bücherwum mit aber gut durchdefiniertem Körper und die Gastgeberin, die lange schon nicht mehr daheim war, ein dunkles Geheimnis mit sich rumträgt…) sowie auch die Location (die Sümpfe Louisianas müssen wieder ran). Die Hinterwäldler sind diesmal gar nicht so dämlich wie sie aussehen, die Intention verschiedene Haie in einem Salzsee auszusetzen dahingegen schon. Aber auch wenn der Film dröge anfängt und nicht wirklich viel Blut oder Splatter, schon gar nicht blanke Busen zu bieten hat, fand ich ihn nicht soo schlecht.
Zum Ende hin gewinnt er wirklich noch an Fahrt und ist ganz spannend und dann ists einfach vorbei.
Sara Paxton läuft auf Sparflamme, Donal Logue haben wir auch schon besser gesehen, aber wehtun tut der Film nun auch nicht.
Im Kino verzichtbar, aber so auf DVD durchaus vertretbar (ab 2012 dann).
Shark Night USA 2011 - Regie: David R. Ellis - Darsteller: Sara Paxton, Dustin Milligan, Chris Carmack, Joel David Moore, Chris Zylka, Katharine McPhee, Alyssa Diaz, Joel David Moore, Sinqua Walls, Donal Logue, Joshua Leonhard - FSK: ab 16 - Länge: 91 min.
-
FürEhreUndFreundschaft
@ 2011-12-09 – 21:43:58
Der Gestiefelte Kater 3D von Chris Miller für DreamWorks Animation
Inhalt:
Kater ist eine Waise, doch er hat Glück und landet bei der warmherzigen Imelda im Waisenhaus. Kater wächst heran und freundet sich mit Humpty Dumpty dem Ei an. Beide träumen von den verzauberten Bohnen und der goldenen Eier legenden Gans und setzten sich als Lebenziel die Bohnen zu finden und das Schloss des Riesens zu besuchen. Leider entwickeln sich die beiden Freunde jedoch sehr unterschiedlich. Während Humpty eher die kriminelle Laufbahn einschlägt, möchte der Kater ein ehrenwertes Leben führen. Als Zeichen für seine Ehre bekam er schließlich von Imelda ein paar tolle Stiefel. Aber Humpty legt den Kater herein und raubt eine Bank aus, hängt dem Kater die Tat an, der aber flüchten kann und von da an ein gesuchter "Mann" ist.
Jahre später kreuzen sich wieder die Wege der beiden. Älter geworden sind sie und Humpty hat einen genialen Plan, um an die Zauberbohnen zu kommen.
Kann er den der Kater überzeugen? Und ist er mittlerweile einer von den Guten?Fazit:
Wer hätte das gedacht, dass ein Trailer das verspricht, was der Film dann auch weitgehend halten kann?
So geschehen bei "Der Gestiefelte Kater" am Montag in der Preview. Sicher, wenn man mit Freundin im Kino sitzt, die an solchen Filmen immer einen Mordsspaß hat und selbst auch Katzenliebhaberin ist, sind das shon Mal zwei Punkte, die die Bewertung dieses Films etwas ins Positive verschieben. Nichtsdestotrotz behaupte ich, dass "Der Gestiefelte Kater" besser als die letzten beiden Shreks ist.
Ein Plus ist unbedingt, dass er mit wenigen Figuren auskommt und auf endlose Zitate aus Film, Fernsehen und Popkultur verzichtet. Weniger zwangsgesteuert kann er sich so auf den Kater und seine Geschichte konzentrieren. Jeder wollte doch wissen wie der Kater als Kind aussah, ob er Freunde hatte, sein Verhältnis zur MAMA und seine erste große Liebe kennenlernen. Natürlich wollten wir das.
Das und eine zugegeben zusammengewürfelte, aber dennoch ganz passable Geschichte machen den Film unbedingt sehenswert.
Vielleicht mag sich der ein oder andere an bestimmten Figuren stören: Humpty Dumpty ist sicherlich eine davon. Klar ein sprechendes Ei ist gewöhnungsbedürftig, aber es zählt doch auch der Charakter!
So abenteuert sich der gestiefelte Kater ganz flott mit einer sexy Katzenlady namens Samtpfote und einem Ei, dass sich zu Tarnzwecken auch schon mal in einen goldenen Lederanzug wirft, der natürlich ganz schön juckt, weil es keine Unterhosen trägt und den Puder vergessen hat, durch eine Verfolgungsjagd nach den Zauberbohnen, die sie in Schloss des Riesen bringen, wo sie die Gans, die goldene Eier legt klauen wollen.
Und natürlich steckt noch etws ganz anderes dahinter, doch so viel will ich nicht verraten, außer: ja der Kater wendet ein zwei Mal "den Blick" an
Gesehen haben wir den Film in 3D, was sich, fand ich, durchaus gelohnt hat, aber kein Muss ist, weil der Streifen auch so funktioniert.
Inspiriert, niedlich und wirklich für Groß und Klein - sehr gut.
USA 2011 - Originaltitel: Puss in Boots - Regie:Chris Miller - Darsteller: (Stimmen) Benno Fürmann, Elton, Andrea Sawatzki, Christian Berkel - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 90 min.
-
ÜberStockUndStein
@ 2011-12-05 – 14:51:36
In Time von Andrew Niccol
Inhalt:
In einer zukünftigen Welt hören die Menschen dank Genmanipulation ab 25 auf zu altern. Allerdings hat die Sache einen Haken, denn ab 25 läuft auch in jedem Menschen eine eingebaute Uhr ab, die ihm dann noch ein weiteres Jahr Lebenszeit gewährt. Nun kann natürlich jeder Mensch durch fleißige Arbeit Lebenzeit dazuverdienen, doch auch der Lebensunterhalt muss mit Lebenszeit bezahlt werden, denn die ist die einzige Währung. Ein weiterer Haken ist, dass es Zeitzonen gibt und wer in einer armen Zeitzone geboren wurde verdient nicht nur wenig, sondern er muss auch viel fürs Überleben zahlen. Der Aufstieg in eine höhere Zone bleibt den Menschen meist verwehrt.
Will Salas lebt in so einer Ghetto-Zeitzone und kann sich und seine Mutter mehr schlecht als recht über die Jahre bringen. Doch sein Leben ändert sich schlagartig als er auf Henry Hamilton trifft, einen reichen aber lebensmüden Mann. Henry überträgt Will heimlich seine restliche Lebenszeit und begeht Selbstmord, doch die Zeitpolizei sieht die Übertragung von großzügigen Zeitgeschenken an Arme nicht gerne und jagd Will hinterher.Fazit:
Ja, man kann zu Recht misstrauisch bei einer hauptdarstellerischen Paarung von Justin Timberlake und Amanda Seyfried sein, denn so sehr ihre Körpergrößen auch voneinander abweichen so sehr bürgen sie in der Regel gleichmäßig für Untalent.
Während Justin als Will Salas noch den hart arbeitenden Familienversorger mit viel Herz für Gerechtigkeit mimt, obliegt Amanda die undankbare Rolle der gelangweilten Millionärstochter Sylvia Weis.
Niccols lässt die beiden (Welten) aufeinander prallen und irgendwie passiert nichts. Ohne Ecken und Kanten wird aus einem Flirt eine Entführung und schließlich ein Verbrecherpaar, dass sich gerne als Bonny & Clyde der Zukunft gesehen hätte, aber eigentlich nur peinlich war. Logiklöcher wo man nur hinsieht, kaum eine Handlung ist irgendwie plausibel. So fragt man sich schnell wo Will im Ghetto gelernt hat Auto zu fahren, denn Geld für Autos hatte da wohl niemand. Oder die Frage, warum man nichts von den etlichen anderen Zeitzonen erfährt, sondern nur die Ärmste und die Reichste kennenlernt, als gäbe es kein Dazwischen. Da werden zwar Betonsperren durchfahren, die offensichtlich nur in eine Richtung funktionierten, jedoch bekommt der Zuschauer keinerlei Eindruck von dieser seltsamen Gesellschaftstruktur. Ja sicher, man erfährt, dass die Preise von den Reichen gemacht werden und damit die Bevölkerung kontrolliert und in Schach gehalten wird, aber was der Mensch so an sich in der Zukunft treibt außer seine Zeit zu versaufen, bleibt im Dunkeln.
Leider zieht sich die Langeweile gepaart mit dummer Handlung durch den gesamten Film und macht weder Halt beim Set, noch bei der Maske und Garderobe. Einfallslos wird die Frau der Zukunft in seltsame Betonklotzähnliche HighHeels gepackt dazu ein Minikleidchen und ne sauschlechte Perücke und fertig ist das Millionärstöchterchen, dergestalt hat der Film rein Optisch überhaupt nichts zu bieten. Und warum man mal wieder das Auto der Zukunft als 60er Jahre Limousine mit brennstoffreiem Antrieb sieht? ach fragt mich nicht.
In Time ist ein deutlich danebengegangener Sf-Thriller, der zwar ansatzweise eine gute Grundidee hatte, aber in der Ausführung einfach nicht gelungen ist. Niccols scheint mir ohnehin eine Vorliebe fürs Aseptische zu haben, aber wo Gattaca wenigstens noch guten Willen hatte, ist "In Time" nur noch Hollywood Konfektionsware ohne Gehalt.
Nichtsdestotrotz danke an MyMTVMobile für den popkornreichen Nachmittag, könnt ihr öfter anbieten - für das zahlende Publikum: guckt Euch was anderes an!
USA 2011 - Originaltitel: In Time - Regie: Andrew Niccol - Darsteller: Justin Timberlake, Amanda Seyfried, Olivia Wilde, Cillian Murphy, Vincent Kartheiser, Alex Pettyfer, Johnny Galecki, Matthew Bomer, Toby Hemingway - FSK: ab 12 - Länge: 100 min.
-
RasicmIsAPartOfMeCulture
@ 2011-12-05 – 12:49:53
The Guard von John Michael McDonagh
Inhalt:
Sergeant Gerry Boyle schiebt seit Jahr und Tag seinen Dienst in einer irischen Kleinstadt. Außer den üblichen Unfalltoten und Kleinverbrechen ist im Städtchen nicht viel los, da verwundert ein Toter, der scheinbar nach einem seltsamen Ritus hingerichtet wurde schon mal etwas, wird aber genauso ad acta gelegt wie ein Ladendiebstahl.
Doch dabei soll es diesmal nicht bleiben, denn der Tote gehörte zu einem Drogenschmugglerring hinter dem auch das FBI, in persona von Wendell Everett hinterher ist. Der ist Afroamerikaner und hat bei Boyle, aber auch den Einheimischen nicht gerade einen leichten Stand.Fazit:
Wer wenig erwartet wird meistens belohnt. So ging es mir mit "The Guard". Sicher, die Trailer versprachen viel, aber oft steckt dann nicht viel dahinter.
"The Guard" ist da anders, wenn auch eher auf die ruhige irische Art. Der Film besticht in erster Linie durch einen außergewöhnlichen Mann: Brendan Gleeson. Ein echtes Raubein, Urgestein, ein ungeschliffener Diamant wenn man so will. Keine Rolle in der er mir nicht gefällt und mit seiner etwas ruppigen aber immer ruhigen Art erinnert er mich immer wieder an John Wayne, ich weiß auch nicht warum. Ich mag beide.
In "The Guard" steht Gleeson in seiner Rolle als Sergeant Gerry Boyle für Gegensätze, denn sein Partner kann nicht unterschiedlicher sein. Der irirsche Sergeant, der seine Fälle ziemlich eigenwillig angeht und eher etwas einfälltig daherkommt, sieht sich nämlich plötzlich an der Seite eines afroamerikanischen FBI Agents, der nicht nur einen sehr kultivierten Umgang hat, sondern auch eine meist bürokratische Professionalität an den Tag legt. Nachdem Boyle kein Fettnäpfchen rassistischer Vorurteile umgeht und Everett mit einer Engelsgeduld die Ablehnung von Land und Leuten über sich ergehen lassen muss, entwickelt sich zwischen den beiden Männern ein bedingungsloses Vertrauen, das man schon Freundschaft nennen kann. Das geht langsam, denn der Film lebt nicht vom Tempo. Mehr sind es die Bilder und die messerscharfen Dialoge, aber auch das, was nicht gesagt wird, die den Streifen so sehenswert machen.
Boyle ist Polizist auf dem Land. Da ticken die Uhren eben anders als in der Großstadt und das Gesetz wird auch schon mal sehr eigen ausgelegt. Doch eines ist Boyle nicht: bestechlich. Dann überschlagen sich die Ereignisse; Boyle bekommt einenn neuen Partner, der frisch aus Dublin kommt - einer Großstadt- und dann finden die beiden auch noch einen Toten der fast schon rituell hingerichtet wurde. Damit nicht genug verschwindet der neue Partner bereits am zweiten Arbeitstag spurlos und stattdessen taucht das FBI auf und sucht vier Drogenschmuggler. Die Iren wollen dem Amerikaner nicht wirklich helfen, doch Boyle erkennt unter den Gesuchten seinen hingerichteten Toten. Ehe er sich versieht hat er den FBI Agent an der Backe, denn niemand redet mit dem Typen und Boyle ist aufgeweckter als es zuerst scheint. So hilft er Everett trotz seiner Suspendierung, die er ausgerechnet wegen rassitischer Äußerungen gegenüber dem FBI-Mann bekommen hat.
Natürlich ist ein toller Hauptdarsteller nicht immer alles und so kann "The Guard" neben Don Cheadle als FBI-Agent auch mit Schauspielern wie Liam Cunnigham und Mark Strong Punkten, wobei letzterer mit Abstand den coolsten Gangster mimt.
Bis auf ein paar Drehbuchholperigkeiten habe ich an dem Film dann auch nichts auszusetzen, wenn da etwas war, habe ich es vergessen, was wiederum für John Michael McDonaghs Erstling spricht, darum ein: unbedingt sehen!
The Guard Großbritannien / Irland 2011 - Originaltitel:The Guard - Regie: John Michael McDonagh - Darsteller: Brendan Gleeson, Don Cheadle, Mark Strong, Fionnula Flanagan, Liam Cunningham, David Wilmot, Katarina Cas, Rory Keenan - FSK: ab 16 - Länge: 96 min.




