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Archiv der Einträge: November, 2011
  • BaldInDiesemTheater:

    Gesehen: "The Guard" - klasse Film, hat mir sehr gut gefallen; die fünf ersten Folgen der zweiten Staffel "The Walking Dead" joa, sind gut, wenn auch etwas vorhersehbar; "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" - war in Ordnung, sehr düster, im wahrsten Sinne des Wortes, ganz nette Unterhaltung.

    the-guard-

  • EinBauerAufErfolgskurs

    Krieg der Götter - Immortals von Tarsem Singh

    Krieg-der-GötterInhalt:
    König Hyperion ist ein ganz böser. Vergrämt durch das dahinscheiden von Frau und Kindern hat er den Glauben an die Götter verloren und sinnt nach Rache, aber auch sonst ist er ein eher einnehmender Charakter. Um den Göttern zu zeigen wo der Hammer hängt macht er sich mit seinem marodierenden Truppen auf ins Helenenland alles tötend was ihnen im Weg ist, suchend nach dem Bogen des Ares. Dieser göttlliche Bogen hat unbeschreibliche Kräfte und Hyperion hat vor mit ihm die Titanen im Berg Tartaros zu befreien, damit sie die verhassten Göttern den Garaus machen.
    Sibylle Phaedra sieht was kommt und auch Zeus ist wenig begeistert was da auf der Erde los ist, kann er doch nicht, per Gesetzt beschlossen, den Menschen helfen. Zum Glück hat er vorgesorgt und hat dem unehelichen Bauernjungen Theseus ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg gegeben, natürlich nicht als Gott, sondern in seiner menschlichen Gestalt.
    Als dann noch Hyperion persönlich Theseus Stadt einnimmt und seine Mutter tötet, kann den braven Mann nichts mehr halten und er zieht in den Krieg gegen den Despoten.

    Fazit:
    Tja und da schwanden alle Hoffnungen einen dritten guten Tarsem Singh im Kino zu sehen bereits nach wenigen Minuten und es wurde mir klar: was Du hier sieht ist Mördertrash auf ganz hohem Hochglanzniveau.
    Du meine Güte, was war das denn? Wer hat Tarsem da auf den Hinterkopf geschlagen?
    Ich weiß gar nicht wo das Manko von "Krieg der Götter" beginnt, vielleicht bei den Darstellern.
    Nun muss man keine bekannte Top Besetzung aufbieten um einen guten Film zu machen, aber wen sie Herrn Singh da angedreht haben schlug dem Fass zeitweise schon den Boden aus. Gut, Mickey Rourke ist selbstverständlich unantastbar, auch wenn er den Hyperion mehr im Schlaf als sonstewas spielt, auch über Luke, ja ich will ein Baby von Dir, aber ziehe bitte die goldenen Klamotten aus, Evans will ich mal nichts sagen, aber Isabelle Lucas als Athene? Hallo, ist jemand zu Hause? Die Frau war doch schon die schlimmste Stelle in Tranformers3 und taugt allenfalls als böse Zicke in einem drittklassigen HighSchool Film. Puh, das war ein Tiefschlag, so tief, dass ich etwas wohlwollender über Henry Cavill herziehen muss. Also nee, obwohl die bauernjungenhafte Einfältigkeit brachte er schon rüber, was es mir schwer machte zu glauben, dass ihm nur ein Krieger folgen würde…
    Apropos Bauer - inhaltlich war das schon ne Zumutung was da erzählt wurde oder stehe ich da alleine? Nun bin ich ja nicht die Tiefgründige und eigentlich kann ich auch ganz gut über eine nicht vorhandene Handllung hinwegsehen, aber dafür war Evans einfach zu wenig im Bild und dann stieß mir schon auf was Theseus in einer Klippenstadt so herumbauert. Pflanzte er Steine an oder was macht man da so am steilen Steilhang? Und für eine geächtete "Familie" hatten sie aber wirklich ein Haus in exponierter Lage zum einzigen zentralen Platz hin und im Erdgeschoss…
    Aber nun noch mal für Doofe. Was erzählte man uns denn da?
    Theseus, hier unehelicher Sohn einer geschändeten und ausgegrenzten Frau, wird zu Muskelprotz, weil er dank Zeus' wohlwollender Hilfe Stöckchen an einen toten Baum schlägt. Dann sieht die Sibylle gar Böses, nämlich Hyperion mit dem Aresbogen wie er die Titanen befreit. Derweil fällt Hyperion über Griechenland her, weil er Macht will, aber auch weil er sauer auf die Götter ist, die nicht verhinderten, dass seine Frau und die Kinder an einer Seuche starben. Immerhin hat er noch so viel Glauben, dass er von der Geschichte vom Bogen des Ares überzeugt ist und diesen sucht. Athene ist besorgt, aber Papa Zeus sagt ihr und seinen anderen Göttern, dass sie mal schön zugucken sollen, er hat Theseus alles Wichtige mit auf den Weg gegeben und das wird schon. Natürlich wird es nicht und dann greift heimlich erst Poseidon und dann noch ich weiß nicht wer ein. Papa Zeus ist sauer, aber unten wütet Hyperion immer weiter und greift sich die Sibyllen, aber Phaedra entkommt und macht sich an Theseus ran. Der findet prompt den Aresbogen, lässt ihn sich aber eins fix drei wieder abjagen und so fällt der in die Hände Hyperions. Die Kacke ist am Dampfen, aber Theseus, nun mit heißer Braut an der Backe, kann die ca. 300, gefühlt eher 100 Helenenkrieger motivieren gegen Hyperions Superheer mit geschätz 100 Mal mehr Kriegern, nicht weniger motiviert, zu kämpfen. Hyperion selbst interessiert das nicht, denn er hat den Bogen, sprengt das Tor, bringt den König der anderen um, befreit die Titanen und endlich können sich Zeus und seine Kinder in Gold einhüllen und auf die Erde kommen. Dann geht’s richtig zur Sache. Viel SlowMotion und noch mehr Blut, womit wir zum unappetitlichen Teil des Abends kommen. Na ja, ich mochte das schon, aber hier mussten dann doch einige der echt hartgesottenen Potsdamer mal aufs Töpfchen, denn die Köpfe zerbarsten in Zeitlupe, das Blut spritzte gefühlt eine halbe Stunde und ich könnte schwören ich hatte Gehirnmasse an der Wange. Hui. Wenigstens hat es die Lucas nicht geschafft (Ich habe gehört, dass Titanen nicht auf rosa Lippenstift stehen.).
    Das war dann auch der Part, der wenn auch mit zu viel Edelmetall am meisten an "300" erinnerte, die so viel angesprochene Verbindung, was aber eigentlich Quatsch war. 
    So richtig Tarsem Singh war der Film nur an einer Stelle, die wirklich wirklich superschön war, nämlich als die gefangenen Sibyllen aus ihrem Gefängnis kamen und auf Theseus und die anderen Gefangenen trafen. Die Kostüme waren der Hammer und wäre ich da nicht umsonst rein, hätte ich dafür glatt ne Mark in die Kaffeekasse geworfen (oh wie herrlich sinnfrei das).
    So das war mal kurz und knapp mein Brainstorming zu diesem Streifen. Punktemäßig weiß ich nicht so recht - er hat seine Momente ist aber eigentlich nur ne 4 mit dem rote-Abaya-Bonus dann 5.
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    Empfehlen kann ich den Film nicht wirklich, denn im Kino ist er gefühlt 6 Stunden lang und für zu Hause auf dem Fernseher… na ja.

    USA 2011 - Originaltitel: Immortals - Regie: Tarsem Singh - Darsteller: Henry Cavill, Stephen Dorff, Isabel Lucas, Freida Pinto, Luke Evans, Kellan Lutz, John Hurt, Mickey Rourke, Joseph Morgan, Robert Maillet, Corey Sevier - FSK: ab 16 - Länge: 110 min.

  • Goldrausch

    Cowboys and Aliens von Jon Favreau

    Cowboys_and_aliensInhalt:
    Ein Mann erwacht in der Wüste in der Nähe der staubigen Westernstadt Silver City. Er hat keine Ahnung, wer er ist, noch was er da für ein seltsames metallisches Armband trägt, doch da kann ihm Sheriff Taggert weiterhelfen. Jake Lonergan ist der werte Name und Jake ist ein waschechter gesuchter Bandenchef. Und dann ist da noch der Colonel Woodrow Dolarhyde: fieser Großgrundbesitzer und ziemlich sauer auf Jake, weil der ihm sein Gold geklaut hat. Aber das ist nicht alles, denn die Westernidylle wird jäh von ein paar echt seltsamen Luftgefährten und noch seltsameren Wesen aufgemischt und Einwohner entführt: Aliens are in da house!

    Fazit:
    Ein Mann wacht ohne Erinnerung auf, weiß weder seinen Namen, noch was passiert ist. Eine fast Goldgräberstadt wird von einem despotischen und rassistischen Großgrundbesitzer tyrannisiert und Menschen verschwinden. Ein goldgieriger Alienspähertrupp macht sich über die Westernstadt her und schafft was kein anderer zu dieser Zeit geschafft hätte: Die Guten kämpfen Seite an Seite mit den Bösewichtern und verbünden sich sogar mit den Ureinwohnern im Kampf um den Planeten!
    Endlich, habe ich es geschafft und nach so langer Zeit und mit so wenig Erwartung war ich sehr angetan, was ich da gesehen habe.
    Natürlich sollte man Western mögen, denn Jon Favreau inszenierte "C&A" schon ungewohnt humorlos, aber ziemlich genretreu und das macht Spaß anzusehen.
    Über Daniel Craig als Helden mit dunkler Vergangenheit will ich nicht viele Worte verlieren, er ist halt wie er ist, aber die Rolle steht ihm. Angenehm überrascht war ich von Harrison Ford als Fiesling. Leider behielt er das Image nicht und wurde geläutert, zeigte aber ganz klar, dass er durchaus auch ne echt schwarze Seite haben und die auch überzeugend rüberbringen kann.
    Insgesamt ist Jon Favreau ein solider Genremix gelungen, der zwar eigentlich mehr Western als Alienfilm ist, ganz annehmbare Effekte hat, auch zu keinem Zeitpunkt irgendwie zimperlich ist und einfach gut unterhält. Die Rollen sind ordentlich besetzt, die Luft ist staubig und: schaut nicht ins Licht!8_rabbit_animal_pink_cute

    USA 2011 - Originaltitel: Cowboys and Aliens -Regie: Jon Favreau - Darsteller: Daniel Craig, Olivia Wilde, Harrison Ford, Clancy Brown, Noah Ringer, Sam Rockwell, Paul Dano, Walton Goggins, Ana de la Reguera - FSK: ab 12 - Länge: 119 min.

  • Abschiede

    Beginners von Mike Mills

    BeginnersInhalt:
    Grafikdesigner Oliver ist in Trauer, er musste seinen Vater Hal zu Grabe tragen, doch das Leben geht irgendwann weiter auch für Oliver und so trifft der traurige Mann auf einer Kostümparty die außergewöhnliche Anna. Beide verlieben sich Hals über Kopf; beide haben echte Beziehungsprobleme und Oliver denkt oft an seinen Vater zurück, der nach 44 Jahren Ehe und dem Tod seiner Frau mit 75 Jahren endlich sein Coming Out hatte und die letzten Jahre bis zu seinem Tod seine Homosexualität offen auslebte.

    Fazit:
    "Beginners" ist ein stark autobiografischer Film Mike Mills. Auch er ist Grafikdesigner und auch sein Vater hatte dieses späte Coming out. "Beginners" ist aber auch eine komplizierte Liebesgeschichte. Zwei Menschen, die nie in der Lage waren eine Beziehung aufrecht zu erhalten finden zusammen und verlieben sich so richtig. Dabei trägt jeder sein Päckchen. Oliver blickt auf seine Kindheit, die er praktisch mit der exzentrischen und vereinsamten Mutter alleine verbrachte und die Zeit nach ihrem Tod, als sein Vater ihm offenbart, dass er schwul ist und das jetzt mit 75 auch voll ausleben will. Oliver hatte zeitlebens Probleme mit seinen Gefühlen umzugehen. Die dauerhafte Unherzlichkeit seiner Kindheit lässt ihn bis heute nur schwer Beziehungen aufbauen oder einfach nur fröhlich sein, was sich in der Trauer noch verstärk. Auf der anderen Seite haben wir die Schauspielerin Anna mit einer gestörten Beziehung zum Vater. Der ruft sie ständig an und will sich das Leben nehmen, was die junge Frau innerlich auffrisst.
    Im Kontrast dazu stehen die eher heiteren Rücklblenden der letzten Jahre Olivers mit seinem Vater. Ein man, der endlich offen aussprechen kann, was er fühlt und es in die Welt posaunt. Trotz seiner Krebserkrankung steckt er voller Lebensfreude und Liebe, besonders zu seinem jungen Lebensgefährten.
    "Beginners" ist kein Überfilm, aber ich mag ihn. Weniger die seltsame Liebesgeschichte zwischen Oliver und Anna, als mehr die Geschichte seines Vaters, seiner Beziehung zu ihm und seiner Mutter. Hier zeigt sich auch wieder wie viel ein guter Schauspieler aus einem sonst eher mittelprächtigen Film machen kann - Christopher Plummer brilliert hier als auftauender Lebensbejahender Spätcomingoutler. Da geht einem das Herz auf, was der alte Herr da noch runterspielt.
    Ewan McGregor als Oliver ist gut und Melanie Laurent als Anna… na ja, sie ist mir zu sehr Püppchen.
    Dennoch insgesamt ein schöner sehenswerter Film, mit einem verständigen Jack Russell Terrier :)
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    Beginners USA 2011 - Regie: Mike Mills - Darsteller: Ewan McGregor, Christopher Plummer, Mélanie Laurent, Goran Visnjic, Bill Oberst Jr., Mary Page Keller, Jessica Elder, China Shavers - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge:104 min.

     

  • Gegensätze

    Half Nelson von Ryan Fleck

    HalfNelsonInhalt:
    Eigentlich Schriftsteller Dan verdingt sich in einer achten Klasse einer amerikanischen Highschool. Sein Unterricht ist in den Augen seiner Kollegen fast schon zu anspruchsvoll für die 13Jährigen Kids, dennoch kann er seine afroamerikanischen Schüler ganz gut bei der Stange halten. Unglücklicherweise ist Dan cracksüchtig. Trotz einer Entziehung ist er wieder drauf und aus einmal die Woche wird schnell wieder täglich, worunter auch sein Job leidet. Dann ertappt ihn auch noch seine beste Schülerin Drey beim Rauchen, doch sie hält ihm nichts vor, im Gegenteil, es entwickelt sich eine echte Freundschaft zwischen dem ungleichen Paar.

    Fazit:
    "Half Nelson" ist ein klassicher Independentfilm. Das ist aber keineswegs abwertend, im Gegenteil, denn er ist schon ziemlich großartig. Der drogensüchtige Lehrer Dan ist eigentlich Schriftsteller, er schreibt und zeichnet Kinderbücher. Jedoch muss er sich seinen Lebensunterhalt als Geschichtslehrer an einer Highschool verdienen. Der Lehrplan interessiert ihn dabei recht wenig, vielmehr versucht er den Kindern die Geschichte auf seine ganz eigene Art zu vermitteln und ihr Bewusstsein für die Notwendigkeit von Gegensätzen und Vielfalt im Leben zu schärfen. Wie es so ist gibt es Schüler die mehr und andere die weniger interessiert sind. Eine seiner besten ist Drey, die auch in seiner Basketballmanschaft spielt. Als Dan nach und nach von seiner Sucht dominiert wird, raucht er nach dem Trainig auf der Mädchentoilette Crack und wird prompt von Drey erwischt. Die ist enttäuscht, sagt jedoch kein Wort. Nach und nach entwickelt sich zwischen Dan und Drey eine Art Freundschaft. Dreys Bruder sitzt wegen Drogendealereien im Knast, der Vater kümmert sich nicht um sie, die Mutter muss ständig Doppelschichten machen und nur "Familienfreund" Frank sorgt sich etwas um die Kleine. Er gibt ihr Geld und ist für sie da. Doch Frank ist Drogendealer, das weiß auch Dan, denn der ist sein Kunde. Dan versucht Drey von Frank fernzuhalten, doch jeder geht seinen Weg und Dan bleibt Konsument, während Drey anfängt für Frank auszutragen…
    Ich muss schon sagen, dass es Fleck gelungen ist, ungeachtet der Wackelkamera, einen authentisch wirkenden Film zu drehen. Ohne zu werten, nur beobachtend begleitet er Dan und Drey und zeigt einfach nur Menschen, die weder gut noch böse sind, an manchen Stellen ihre Geringschätzung zueinander nicht verbergen können, aber sich dennoch mit Respekt begegnen. Es gibt keine asozialen dreckigen Macker die dealen oder heruntergekommende Süchtige die nicht mal richtig schreiben können. Fleck zeigt uns einen erfrischend klischeefreien Streifen über Gegensätze, Leben und leben lassen und Verantwortung übernehmen.
    Wunderbar sehenswert mit einem herausragenden Ryan Gosling und einer nicht minder guten  Shareeka Epps.9_rabbit_animal_pink_smile

    USA 2006 - Regie: Ryan Fleck - Darsteller: Ryan Gosling, Shareeka Epps, Anthony Mackie, Monique Curnen, Karen Chilton, Jeff Lima, Tyra Kwao-Vovo, Rosemary Ledee, Tristan Wilds, Bryce Silver, Kaela C. Pabon - FSK: ab 12 - Länge: 107 min.

  • NoblesseOblige

    The King's Speech von Tom Hooper

    The_King_s_SpeechInhalt:
    Albert, Duke of York ist der zweitgeborene Sohn Königs George V von Großbritannien und er ist Stotterer. Eigentlich nicht so dramatisch, müsste er nicht öffentliche Reden halten und das auch noch mit dem aufkommenden Medium Radio im Nacken.Die Eröffnungsrede des Wembleystadions wird so auch zum persönlichen und öffentlichen Desaster. Doch kein Grund zu verzagen. Nach etlichen Fehlversuchen, findet Ehefrau Elisabeth den Sprachtherapeuten Lionel Logue. Seine absolut unkoventionelle Art des Unterrichts bringt dem Duke die ersten Fortschritte und ermöglicht dem späteren König George VI seine erste stotterfreie Königsrede.

    Fazit:
    "The King's Speech" ist Schauspielerkino wie man es sich nur wünschen kann. Colin Firth als gehandicapter und leicht verklemmter Duke of York und Geoffry Rush als unbefangener und unorthodoxer Sprachtherapeut Lionel Logue sind ihr Geld und jede Sekunde Lebenszeit, die man für diesen Film verbraucht wert.
    Sicherlich wurden einige Details aus dem Leben der britischen Royals geglättet und Klischees bedient, besonders wenn es um Edward und seine Wallis ging, dennoch vermittelt der Film einen beachtlichen Zeitraum vor dem Hintergrund einer aufkommenden europäischen Katastrophe und ist insgesamt ein wirklich sehenswertes Stück "Zelluloid", über eine außergewöhnliche Männerfreundschaft und die Selbstüberwindung eines in Konventionen gebundenen und unter einem dominanten Vater leidenenen Mannes.
    Colin Firth präsentiert eine aufrichtige und durch und durch glaubwürdige Performance als Sprachbehinderter, der besonders unter dem Druck seines Vaters zu leiden hatte und Geoffry Rushs Blicke sagen oft mehr als tausend Worte. Hervorragend auch in den Nebenrollen besetzt, allen voran natürlich ideal mit Helena Bonham Carter als Dauernascherin Elisabeth, Herzogin von York, die resolut für die Interessen ihres Mannes eintritt.
    Mehr brauche ich eigentlich nicht sagen. Man muss wirklich keine Angst vor den dialoglastigen 118 Minuten haben, denn die vergehen, wenn auch in gedeckten Tönen, wie im Flug.
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    Großbritannien / Australien 2010 - Regie: Tom Hooper - Darsteller: Colin Firth, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Michael Gambon, Geoffrey Rush, Timothy Spall, Jennifer Ehle, Derek Jacobi -FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 118 min.

  • UndWasWarSoLos?

    Diese Woche mangels motivierender Begleitung keine Sneak, dafür dank freundlichem Sponsoring Herrn Cookies die ersten beiden Folgen der 2. Staffel "The Walking Dead". Heute dann endlich mal die seit Ewigkeiten ausgeliehenen DVD von "Half Nelson" geguckt und dann noch "Beginners" nachgeschoben, zwei ganz hervorragende Filme! Weils dann doch etwas zu besinnlich war den Fehler gemacht im ZDF erst in "Baby Mama" reinzusehen und dann gleich noch "Zum Ausziehen verführt", doch dann setzte jeweils nach einem Drittel die Gehirnschmelze ein und ich brauch das Ding noch - für wen werden solche Filme eigentlich gemacht und wieso müssen Mitvierziger immer vitale aber total zerknitterte Mitdreißiger spielen? Wenigsten war die mittlerweile-wieder-Single-Deschanel gut…

  • FrostigeGesellen

    Mr. Poppers Pinguine von Mark Waters

    Mr_Poppers_PinguineInhalt:
    Tom Popper ist erwachsen geworden.
    Währender als Kind noch begeistert am Funkgerät den Abenteuerreisen seines Vaters folgte, ist er heute ein eiskalter Immobilienhai. Sein bestreben ist es Komagnon seiner Immobilienfirma zu werden, doch dafür muss er das letzte Grundstück des Central Parks in Privathand erwerben. Kein leichtes Spiel, denn Mrs. van Gundy ist alles andere als interessiert. Und als wäre das nicht schon Herrausforderung genug, erfährt Tom, dass sein Vater verstorben ist. Kurz danach kommt die erste Kiste bei ihm an. Über deren Inhalt ist Popper brass erstaunt: ein Pinguin - und, erlebt! Dann kommt eine weitere Kiste mit fünf Pinguinen und Popper immer weiter in Bedrängnis. Doch die Pinguine haben etwas Gutes: die Kinder lieben sie und die ExFrau entdeckt neue Seiten an Tom.

    Fazit:
    Wer etwa das gleichnamige Kinderbuch Richard und Florence Atwater gelesen hat und liebt, sollte von Mark Waters Verfilmung die Finger lassen. Jegliche Weisheiten, Tiefe und Zeitlosigkeit gehen dem Streifen ab, dafür wurde das Buch zu sehr auf den Kopf gestellt und auf Jim Carry zurechtgestutzt; hat man das jedoch nicht und ist ein ausgesprochener JC Fan, besonders seiner früher Werke, wird mit diesem Film zufrieden sein, denn er ist hier wieder ganz der alte.
    Tom Popper ist der klassische Ex-Mann und -Vater. Nur die Arbeit im Kopf hat er einfach keine Zeit für seine Familie, doch der Umgang miteinander ist liebevoll, auch wenns ihm Töchterchen Janie nicht einfach macht. Als die Erbschaft kommt bewegen die Verantwortung für die Pinguine und die Begeisterung der Kinder für die Tiere Popper umzudenken und sich mehr für die Seinen zu engagieren.
    Oberflächlich betrachtet ist die Idee, dass sich ein knallharter Geschäftsmann zum Familienschmuser entwickelt, nachdem er ein paar Eselspinguine von seinem Vater vererbt bekommen hat schon albern, trotzdem hat der Streifen was. Carry ist witzig, nicht zu überdreht und man kann über die Gags lachen. Die Mischung aus derben Humor und sensiblen Mann stimmt einfach und macht den Film in der Gesamtheit zu einem schönen Familienfilm, der großen wie kleinen Kindern Spaß macht.7_rabbit_animal_pink_cute

    Mr. Poppers Pinguine USA 2011 - Originaltitel: Mr. Popper's Penguins -Regie: Mark Waters - Darsteller: Jim Carrey, Carla Gugino, Angela Lansbury, Ophelia Lovibond, Madeline Carroll, James Tupper, Philip Baker Hall -FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 94 min.

  • DieImmerGestrigen

    Midnight in Paris von Woody Allen

    Midnight-in-Paris_Inhalt:
    Der Hollywood Drehbuchautor Gil träumt davon ein richtiger Schriftsteller zu werden. Er hat sogar ein Buch begonnen, dass er jedoch niemanden zeigen will. Als er mit seiner Verlobten Inez und den Schwiegereltern in Spe im Schlepptau nach Paris reist, bekommt seine Fantasie einen neuen Impuls. Tagsüber stellt der eher verträumte Gil fest, dass auch Paris nicht mehr das ist, was es mal war, aber um Mitternacht wird er in seine absolute Lieblingsepoche, die goldenen Zwanziger, zurückversetzt. Erst mag er es gar nicht glauben, doch dann trifft er auf seine großen Helden der Weltliteratur: F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemmingway und erreicht es sogar, das die geniale Gertrude Stein sein Buch liest und ihm Tipps gibt.
    Doch während er sich nachts mit Künstlern und Champagner vergnügt, entfernt er sich im wirklichen Leben immer mehr von der sachlichen Inez.

    Fazit:
    Die ersten nie enden wollenden Minuten wähnte ich mich schon im falschen Film: mit schrecklicher Musik untermalte Postkartenbilder von einem Paris wie ich es tatsächlich noch nie gesehen habe. So viel grün… ich kenne Paris nur grau in grau. Auf jeden Fall war das bereits der erste Abtörner von "Midnight in Paris".
    Die Thematik des Film ist auch nicht ganz frisch: Drehbuchautor fühlt sich zu Höherem berufen, will richtiger Schriftsteller werden und sehnt sich nach einer für ihn schöneren, kreativeren und romantischeren Zeit zurück. Die goldenen Zwanziger haben es dem Mann angetan, die Bestzeit seiner Lieblingsautoren und der Surrealisten. Damals war alles besser und schöner…
    Prompt wird Protagonist Gil dann auch jede Mitternacht in diese Zeit entführt und lernt seine großen Idole kennen, ja sogar Gertrude Stein lässt sich herab sein Buch zu lesen. Natürlich lernt Gil dann auch ein Elfchen kennen, dass zwar ein Künstlergroupie ist, aber soo entzückend weiß ich nicht was, dass er seine Verlobte Inez, die sich doch auch nur durch Bildung blenden lässt vergisst.
    Die schöne Adriana verdreht ihm dann auch restlos den Kopf, doch zu seinem großen Verdruss ist für sie die BelleEpoque das beste Zeitalter und ehe er sich versieht landen sie dort und Adriana beschließt zu bleiben.
    Für Gil ist jedoch nach dieser Episode klar, dass kaum jemand in seiner Zeit zufrieden ist und immer nach dem schielt, was er nicht hat und er in Paris bleiben möchte, um dort als Schriftsteller zu arbeiten. Nach dem Bruch mit Inez findet er dann auch glücklicherweise eine viel jüngere und hübschere Frau (ja mir entgehen solche Details niemals), dann regnet es und Schluss.
    Eines muss man Woody Allens gefühltem 12.393isten Werk zugestehen: er hat mit Owen Wilson den idealen Schussel besetzt. Immer etwas abwesend, verträumt und mit seinem Outfit ohnehin nie von dieser Welt. Glaubwürdiger hätte wohl kaum ein zweiter den Gil spielen können. Weiterhin konnte auch Michael Sheen als unausstehlicher Besserwisser in der Nebenrolle des Paul glänzen. Alle anderen waren so lala, besonders die historischen Figuren wie Hemmingway oder Picasso waren schon eher an der Karikatur.
    Insgesamt ist "Midnight In Paris" ein kindlicher Altmännertraum. Total überromatisiert, wenn auch nicht ohne einen gewissen Charme, dennoch für mich überflüssig.
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    Midnight in Paris Spanien / USA 2011 - Regie: Woody Allen -Darsteller: Owen Wilson, Rachel McAdams, Kathy Bates, Adrien Brody, Marion Cotillard, Léa Seydoux, Michael Sheen, Carla Bruni - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge:94 min.

  • ArachnoidesMondgestein

    Apollo 18 von Gonzalo López-Gallego

    Apollo 18Inhalt:
    Zwei Jahre nach der erfolgreichen Apollo 17 Mission wird das Astronautentrio Walker, Anderson und Grey mit der Apollo 18 auf den Mond geschickt. Die Mission ist diesmal so geheim, dass die Drei überhaupt nicht wissen was sie dort machen sollen.
    Zuerst läuft alles nach Plan: der Flug und die Landung verlaufen Reibungslos, die US Fahne steht wie eine Eins im Mondgestein, doch dann entdecken die Astronauten Fußabdrücke. Sie sind verwirrt und extrem überrascht, als sie eine sowjetische Raumkapsel entdecken. Die Russen auf dem Mond? Doch die Kosmonauten sind tot.
    Kurze Zeit später geschehen immer wieder seltsame Dinge. Geräusche, verschwundene Kameras und eine zerfetzte Flagge. Was ist nur los auf dem Mond?

    Fazit:
    Tja Kinnas, da möchte ich mal wieder einen Schrottfilmalarm anbringen: ALARM!
    Es began so hoffnungsvoll, bin ich zwar keine Liebhaberin des Wackelkamera-Auf-Echt-Doku-Getrimmten, aber vom Inhaltlichen interessiert und geschickten Trailerwerk angefixt, dachte ich, dass das mit mir und "Apollo 18" was werden könnte. Leider entpuppte sich das Ganze als echter Rohrkrepierer und ich frage mich wie sich der ein oder andere "Kritiker" noch Punkte für den Streifen aus der Hüfte leiern konnte.
    Angefangen beim langweiligen Set, das den ein oder anderen Schwerkraftfehler aufwies, bis hin zur öden "Auflösung", hätte ein anderer vielleicht mehr aus dem Thema rausholen können, keine Ahnung. Der Streifen plätscherte tatsächlich total unspannend vor sich hin, wobei die schlechte Wackelkamera kein wirklicher Gewinn war. Da kam kein bisschen Geschwindigkeit in die Geschichte, dabei finde ich den Gedanken, dass erstens die Russen auf dem Mond gewesen sein könnten und zweitens da irgendwas unheimliches im Gestein lauert schon potentiel aufregend. Aber ich will hier nicht rumlabern Gonzalo López-Gallego konnte nichts aus seiner netten Idee machen. Zwischendurch hatte ich die kleine Hoffnung, dass aufgrund der Maske da noch ein Weltraumzombiefilm draus wird, war dann aber auch nicht und ich war heilfroh, als unendlich langen 86 Minuten endlich vorüber waren.1 _rabbit_animal_white
    Hier passiert einfach nischt.

    Apollo 18 USA 2011 - Regie: Gonzalo López-Gallego -Darsteller: Lloyd Owen, Warren Christie, Ryan Robbins - FSK: ab 16 - Länge: 86 min.

  • EsIstNichtTotWasEwigLiegt…

    The Thing von Matthijs van Heijningen jr.

    TheThingInhalt:
    Wir haben 1982. Die Mitarbeiter der norwegischen Forschungsstation in der Antarktis verfolgen ein seltsames Signal, doch als sie scheinbar direkt darüber sind, brechen sie ein und entdecken ein riesiges Raumschiff. Sie vermuten, dass es bereits 100 millionen Jahre dort unter dem Eis liegt, doch viel interessanter ist ein Fund etwas abseits des Gefährts: ein eingefrorener Außerirdischer. Stationschef Wolner involviert seinen Freund Dr. Sander Halvorson, der widerum die amerikanische Paläontologin Kate Lloyd für die Untersuchung der Kreatur verpflichtet.
    Doch schnell erkennt Kate, dass Halvorson gegen alle Regeln der Wissenschaft verstößt; zuerst lässt er auf die Schnelle den Alienkörper aus dem ewigen Eis sägen, in einen Lagerraum der Station verbringen und nimmt dann auch noch eine Gewebeprobe.
    Die Verärgerung über das unprofessionelle Verhalten und Halvorson despotenhafte Bemerkungen werden allerdings von der Tatsache überschattet, dass der Besucher nicht ganz so tot ist wie er auf den ersten Blick wirkte; zudem ist er auch nicht gut aufgelegt und macht sich über alles Lebende in der Station her. Und auch damit nicht genug, hat das Ding die Fähigkeit den Fremdorganismus zu absorbieren und sich in ihn zu verwandeln.
    Keine gute Vorraussetzung für den ersten Kontakt.

    Fazit:
    Da hatte sich van Heijningen jr. ja nun was vorgenommen: ein Prequel zum Carpenter Klassiker "Das Ding Aus Einer Anderen Welt".
    Die Eckdaten sind vorgegeben: am Aliendesign muss man auch nach heutigen Maßstäben kaum was verändern, die Handlung und Dramaturgie übernimmt man von der Vorlage, bis auf ein paar zusätzliche Amis und den Quotenneger, alles gut schütteln und als Extraschmankerl, denn man will ja auch was eigenes und so, noch ein hübsche Raumschiff. Fertig.
    Nun zugegeben, was bei Carpenter von den Norwegern zu sehen war, wurde auch genauso wieder eingebaut, bis auf die große Explosion zur Freilegung des Raumschiffs, was ich überhaupt nicht verstand sowie einiger Details.
    Wozu nun unbedingt drei Amerikaner zu den Norwegern in die Anarktis gebracht werden mussten, weiß der Henker, offensichtlich haben die keine Paläontologen, wenigsten keine weiblichen.
    Ansonsten läuft der Film nach Schema F, sofern man das Original kennt: der Verdacht fällt zuerst auf die unwirschen Superbärte, aber der Feind lauert ganz woanders. Dann der Identifikationstest. Da fällt doch der flotten Wissenschaftlerin auf, dass das Ding kein Metal nachmachen kann - ach - nur gut dass die Norweger alle Plomben hatten, wer Zahnseide benutzte stand auf der Alienseite - Pech.
    Einer nach dem anderen muss dran glauben und Kate kommt schnell darauf, dass niemand die Station verlassen darf, weil das Alien sonst die Welt infiziert.
    Dass das Ding eigentlich nur nach Hause will interessiert hier auch niemanden - der Versuch wird vereitelt und alles endet so wie der Carpenter beginnt.
    Etwas Originalscore dann noch und Fini.
    Tja und für wen ist der Film nun zu empfehlen?
    Wer den Carpenter kennt, wird sich hier ziemlich langweilen, denn es folgt ein Dejavu dem nächsten und irgenwie kommt überhaupt keine Spannung auf, allenfalls der ein oder andere Schreckmoment. Den leicht bestechlichen Zuschauer wie mich konnte man aber schon mit der Raumschiffeinlage etwas bei Laune halten.
    Und der unbeleckte Zuschauer? Ich weiß nicht, der erkennt keine Anspielung, die ganzen Details sind völlig für die Katz und zudem muss er sich einer Version mit ohne Coolness Kurt Russell und ohne den schönen Score zufriedengeben.
    Auch wenn das Set ansonsten ziemlich nett und genau war, die Inszenierung solide, weiß ich nicht, wem ich den Streifen, der nicht wirklich schlecht war, ans Herz legen sollte.6_rabbit_animal_pink_cute
    Vielleicht der eingeschworenen Winstead Gemeinde. Die Kleine ist wirklich süß und so mit Flammerwerfer…das hat was.
    Ach ja noch ein Rätsel: das Filmplakat orientiert sich auch an einer Szene aus dem Carpenter, die hier so aber nicht vorkommt. Seltsam das.

    The Thing USA / Kanada 2011 - Regie: Matthijs van Heijningen Jr. - Darsteller: Mary Elizabeth Winstead, Eric Christian Olsen, Joel Edgerton, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ulrich Thomsen, Kim Bubbs, Jonathan Walker - FSK: ab 16 - Länge: 102 min.

     

  • EsGehtVoran

    …ja, die Sonne dreht sich weiter um die Erde und ich war sogar im Kino. In der Sneak am Donnerstag gab es "Das Ding" zu meiner großen Erleichterung und dann habe ich noch "Midnight in Paris", "Apollo 18" und "Mr. Poppers Pinguine" gesehen - wehe hier lacht wer…
    Im Badezimmer geht es morgen weiter und hoffentlich sehe ich den Handwerker das letzte Mal in meinem Leben und die Steuer will Geld von mir. Viel Geld. Unverschämterweise auch noch Abschläge - nächstes Jahr dann. 
    Augenblick…
    …musste nur kurz in die Plastiktüte inhalieren…
    Ein Super Jahr.

  • Kleinstadtidylle

    Wer Gewalt Sät von Rod Lurie

    Straw-Dogs-2011-Inhalt:
    Amy Summer hat es geschafft; sie ist mehr oder weniger erfolgreiche Serienschauspielerin geworden und ist mit dem Erfolgsautoren David Summer verheiratet, doch vor allem entkam sie ihrem kleinen Heimatort im den Südstaaten der USA.
    Nun ist Amys Vater gestorben und hat ihr das Haus hinterlassen, ein Grund für das Ehepaar sich in die Abgeschiedenheit aufzumachen und für David eine willkommende Gelegenheit in Ruhe an seinem neuen Buch zu schreiben.
    Während Amy versucht sich zurückzuhalten, engagiert David gleich ein paar Männer aus dem Dorf um die alte Scheune zu reparieren. Doch seine sachliche kopflastige Art kommt bei den Einheimischen nicht unbedingt gut an. Nachdem er zuerst toleriert wird, schlägt die Stimmung um. Engstirnigkeit, Neid und einfache Dummheit vermengen sich zu einem explosiven Brei, bei dem selbst der pragmatische David an seine Grenzen stößt.

    Fazit:
    "Wer Gewalt Sät" ist einer ein Peckingpah Klassiker. Bereits 1971 schockierte er mit seiner These, dass jeder Mensch in der Lage ist einen anderen zu töten, wenn er entsprechend mit Gewalt konfrontriert wird. Peckinpah versuchte die Mechanismen von Gewalt und Gewaltexzessen darzulegen und stellte den Zuschauer auf eine harte Bewährungsprobe.
    In Zeiten von Filmen wie Hostel und Saw mag das Publikum abgestumpfter sein, das Thema an sich verliert jedoch nicht an Reiz und Brisanz.
    Rod Lurie wagte sich an die Aufgabe die mittlerweile 40 Jahre alte Geschichte in die Neuzeit zu transferieren. Viel geändert hat er nicht. Anstatt Mathematiker ist David nun ein Drehbuchautor und aus der ländlichen Gemeinde in England wurde der Süden der USA, die Schauspieler sind natürlich andere, nicht ganz so interessante Gesichter; ein Dustin Hoffman kann man nicht durch irgendwen ersetzen, aber dennoch insgesamt kann man den Film als durchaus ordentliches Remake betrachten.
    Dank nur weniger Anpassungen, bleibt der Grundtenor bestehen und auch Lurie hat es in weiten Teilen geschaft den Würgegriff anzulegen und die Wut zu übertragen.
    Sicher wird es der ein oder andere Kennen, sogar selbst erlebt haben: ein Großstädter zieht in einen kleinen Ort und dringt in die enge Lebensgemeinschaft der Einheimischen ein. Die tolerieren ihn, solange er nach ihren Regeln spielt, ziehen ihn sicher auch auf, nur um zu sehen, ob er auch brav pariert, doch sobald er versucht er selbst zu sein, ihre Regeln bricht oder ihnen vermittelt schlauer oder erfolgreicher zu sein als sie selbst, kommt es zu Konflikten. Im günstigsten Fall wird der Außenseiter isoliert, im schlechtesten angegriffen und tyrannisiert. Doch wie weit kann eine Seite gehen ohne entsprechend gleiche Gegenmaßnahmen befürchten zu müssen?
    David macht zunächst eigentlich alles richtig. Er bemerkt, dass die Einwohner der Stadt seine Frau Amy mögen und sie sogar bewundern. Er stellt einen alten Freund von Amy an die Scheune zu reparieren, gibt ein paar Nachbarn somit gut bezahlte Arbeit. Er trinkt mit ihnen Bier im Pub und versucht sich ansonsten zurückzunehmen. Doch Amys alter Freund Charlie hat noch immer ein Auge auf sie geworfen. Sie ist eine schöne Frau und versteckt sich nicht in Wallekleidern, warum auch? Über das Objekt sein ist die erfolgreiche und mittlerweile großstädtische Schauspielerin längst hinaus, außerdem ist sie verheiratet und will ihrem Mann gefallen. Falsche Signale für die Machos am Ort. Während sie David mit auf die Jagd nehmen und ihn sich selbst überlassen, vergewaltigen sie Amy, doch sie schweigt gegenüber David. Dann macht David ein paar Fehler und als er dem von der Meute gehetztem Dorftrottel Schutz gewährt, eskaliert die Situation völlig.
    Neben der realtiven Treue zur Vorlage profitiert Luries Film sicher auch durch gut miteinander harmonisierenden Schauspieler. Sicher, James Mardsen und Kate Bosworth sind nicht die Überdarsteller, aber sie passen zusammen und ergeben ein gutes Team. Dazu kommt Alexander Skargard, der als schwer durchschaubarer Gegenspieler Charlie einfach ideal besetzt ist und eine echt unheimliche Performance abgibt. Nicht verschweigen möchte ich James Woods als versoffener und absolut hysterischer Ex-Trainer und Volksverhetzer Tom Heddon at his best und Dominic Purcell rundweg in Idealrolle als geistig Behinderter Jeremy.
    Man mag meinen Peckinpahs Geschichte wäre an den Haaren herbeigezogen, doch stellte er als einer der ersten die Frage: wo sind Deine Grenzen? Wie weit würdest Du gehen? In einer Zeit als der Pazifismus hoch gehalten wurde sicherlich provokanter als in unserer gewaltätigen und mit Gewaltfilmen gesättigten Zeit. Ich denke, dennoch ist die Fragestellung auch heute nicht abwägig und mit Luries Verfilmung durchaus gelungen umgesetzt.7_rabbit_animal_pink_cute

    Straw Dogs Wer Gewalt Sät Regie Rod Lurie US 2011 Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thrille, Dram, Actionfilm Kinostart 01.12.2011
    D: James Mardsen, Kate Bosworth, Alexander Skarsgard, James Wood, Dominic Purcell, Laz Alonso

  • DemnächstInDiesemKino:

    In der letzten Sneakpreview lief überraschend "Wer Gewalt sät", natürlich das aktuelle Remake. War nicht so schlecht, wird aber sicher die Gemüter spalten. Dann war da noch " Unknown Identity" und "Looker" zum geschätzten 10ten Mal. Und ja "The Kings Speech" steht noch immer aus wie auch " Wrecked" der mich nicht wirklich wachhalten konnte.      
    Da war noch was, aber das fällt mir jetzt nicht ein. Nächste Woche gibt es auch wieder eine Sneak, wir haben Karten gewonnen. Ich hoffe nicht auf "mein Freund der Delfin", weil das war ja mein Tipp für diese Woche :))
    Heute kommt nichts mehr, weil ich ein kurzes Wochenende habe und es gibt weiterhin Stress mit dem Bad, da müssen Fliesen raus und neue rein - teurer Spaß, aber das ist eine andere Geschichte. Vielleicht verfilme ich das mal :))

  • EinSchmächtigerKerl,EinRotgesichtMitAllmachtsfantasieUndEinVierdimensionalerWürfel

    Captain America-The First Avenger von Joe Johnston

    captain_americaInhalt:
    Steve Rogers ist durch und durch ein amerikanischer Patriot.
    Leider ist er von sehr schmächtiger Statur und hat auch ein paar Zipperlein, so hat er keine Chancen in die Army aufgenommen zu werden und sein Land zu verteidigen.
    Doch ein Zufall bringt Steve mit  dem aus Deutschland emigrierten Wissenschaftler Abraham Erskine zusammen. Der sieht Steves potential zum aufrichtigen Helden sofort und bringt ihn ins Militär und in ein damit verbundenes Geheimprogramm zur Erschaffung eines Supersoldaten. Durch ein spezielles Serum werden Steves Schwächen ausgelöscht und in physische Superkräfte umgekehrt. Indes wird, kaum ist das Experiment abgeschlossen, Erskine von einem Attentäter getötet und die restlichen Ampullen des Serum zerstört, so dass Steve der einzige Supersoldat bleibt.
    Er kann den Attentäter zwar fassen, doch dieser begeht Selbstmord. Er gehörte zur Hydra, einer Organisation des Nazi-Wissenschaftlers Johann Schmidts, der ehemals mit Erskine zusammenarbeitete und ihn dazu benutze wollte mit Hilfe des von ihm erbeuteten Tesseraks die Weltherrschaft zu übernehmen.
    Doch Schmidt findet als Ersatz für Erskine Arnim Zola, der es ihm ermöglicht die Macht des Tesseraks zu nutzen. Eine Bedrohung für die Menschheit.
    Aber Steve Rogers alias Captain America ist ihm auf den Fersen.

    Fazit:
    Eigentlich kann ich es kurz machen: neben dem ersten Iron Man ist "Captain America" nicht nur eine der besten Marvel Verfilmungen, sondern auch der mit Abstand beste Avenger Film.
    Ausgerüstet mit einer richtigen Story und einem Look, der mich Stellenweise an Rocketeer erinnerte (kein wunder, den machte Johnston auch) wird man satte zwei Stunden gut unterhalten. 
    Die Story baut sich langsam auf, erzählt von dem vaterlandsliebenden Steve Rogers, der so gerne zur Army möchte und nicht aufgenommen wird, dann von einem Wissenschaftler endeckt und als der richtige Mann für das Experiment Supersoldat ausgewählt wird. Doch dank eines Attentats bleibt Rogers, von nun an Captain America, der einzige seiner Art und wird zu Propagandazwecken auf die Bühnen Amerikas gestellt, anstatt in den Kampfeinsatz berufen zu werden. Schon fast gedemütigt und entmutigt bei den Truppen in Italien angekommen, erfährt er von dem Verschwinden seines besten Kumpel Bucky und einer Fabrik der Hydra, in dem Erzfeind Schmidt alias Red Scull seine Superwaffen zur Erlangung der Weltherrschaft herstellt. Natürlich macht sich Captain America auf Schmidt zur Strecke zu bringen.
    Johnston spart natürlich nicht an US-amerikanischem Patriotismus, geht auch gar nicht anders bei einer Comicvorlage, die dafür gemacht wurde, aber es gibt aus reichlich Seitenhiebe. So wird nicht mit Ironie gespart während Captain America mit seinen GoGoGirls auf Tour gehen muss, um für die Armee Werbung zu machen oder die Truppen zu unterhalten, aber auch die Aussage nicht einfach Nazis töten zu wollen, sondern die Menschen vor Despoten zu schützen. Feine Unterschiede, die den Captain zu einer ehrenwerten Figur und keinem Haudrauf-Männchen machen.
    In der zweiten Hälfte zieht der Film dann deutlich mit dem Tempo an. Manchmal schon etwas zu viel Ballerei, hier wäre weniger sicher mehr gewesen. Von der Ausstattung und den Effekten ist "Captain America" tadellos. Nur wenige CGI Ausrutscher, ansonsten ein extrem fescher Look.
    Beim Hauptdarsteller Chris Evans war ich zunächst skeptisch, muss jedoch sagen, dass er mir hier wesentlich besser gefiel als in anderen Verfilmung wie "Die Fantastischen Vier" oder "Push". Hugo Weaving mimt gewohnt gut den Bösewicht mit Allmachtsfanatsie Red Scull und Tommy Lee - was soll ich sagen? Er war einfach Col. Chester Phillips. Stanley Tucci, klein aber fein.8_rabbit_animal_pink_cute
    Insgesamt hätte der Film für meinen Geschmack gut 20 Minuten und etwas Ballerei weniger haben dürfen, ist aber durchaus sehenswerte Unterhaltung, die auch zu Hause und mit ohne 3D richtig Spaß macht.

    USA 2011 - Regie: Joe Johnston - Darsteller: Chris Evans, Tommy Lee Jones, Hugo Weaving, Hayley Atwell, Sebastian Stan, Dominic Cooper, Toby Jones, Neal McDonough, Derek Luke, Ken Choi, Stanley Tucci - FSK: ab 12 - Länge: 124 min.

  • GrüßGottNazi

    Dreiviertelmond von Christian Zübert

    DreiviertelmondInhalt:
    Taxifahrer Hartmut Mackowiaks ist ein Stinkstiefel. In seiner kleinen Mercedestaxiwelt zählt nur Ordung im Wagen und den sich doch bitte anständig benehmenden Gast von A nach B zu bringen.
    Mit Ausländern hat er es nicht so. Wer nicht anständig deutsch sprechen kann, wird auch schon mal stehen gelassen, wenn er nach dem Weg fragt.
    Auch zu Hause steht nicht alles zum Besten. Gerade hat Hartmut seiner Frau eine neue Küche für 8000 Euro geschenkt und dann zieht sie kurz dananch aus. Er denkt, es ist eine Phase…
    Als er eines Tages die kleine Hayat mit ihrer Mutter vom Flughafen an ihr Ziel, einem türkisch dominiertem Viertel in Nürnberg, bringt und sich mal wieder von seiner besten Seite zeigt, ahnt er nicht, dass diese Begnung sein Leben grundlegend verändern wird, denn Hayats Mutter gibt sie bei der Oma ab, weil sie auf einer Kreuzfahrt arbeiten muss. Doch kaum ist die Mama weg, fällt Hayats Oma ins Koma. Die Kleine kann zwar noch Hilfe holen, spricht aber kein Deutsch. Und wie der Zufall es will sieht sie Hartmut vor dem Krankenhaus und weicht ihm nicht mehr von der Seite.
    Was soll er denn nun machen? Keine Frau mehr, aber ein kleines Mädchen, dass seine Sprache nicht spricht und keine Verwandten weit und breit!

    Fazit:
    Man muss schon sagen, Elmar Wepper kann überzeugen und das sage ich nicht häufig, wenn es um Deutschsprachiges geht.
    Natürlich handelt es sich bei "Dreiviertelmond" auch um eine gefällige Geschichte: nicht zu viel Tiefgang, aber durchaus zum Nachdenken anregend, alter Brummbär wird von einem kleinen süßen Kind unterwandert, sein Leben und sein Denken wird auf den Kopf gestellt und wendet sich zum Besseren.
    Hier haben wir Hartmut, den leicht im Arbeitstrott eingefahrenen Taxifahrer mit Vorurteilen und der gewissen Prise Ausländerunfreundlichkeit, der unfreiwillig freiwillig zum Aufpasser und Versorger eines kleinen türkischen Mädchens wird, das weder seine Sprache spricht, noch in der heutigen Zeit eine angemessene Begleiterin ist.
    Neben dem Durcheinander das Kind irgendwo adäquat unterzubringen, plagen Hartmut dazu auch Ängste. In seiner perfekt aufgeräumten und dekorierten Welt war schon ein Sprung bevor Hayat dort einbrach, denn seine Frau hat die Sachen gepackt und ihn verlassen. Und auch wenn Hartmut vorgibt daran zu glauben, das es sich um eine kurze Phase handelt, ahnt er dass es vorbei ist und hat große Ängste loszulassen und alleine zu sein. Als er sich endlich durchringt seiner Frau sein Herz offenzulegen, ist es zu spät. 
    Hartmut hat Probleme Gefühle zu zeigen und nimmt sich zuerst pflichtbewusst des Kindes an, versucht es bei Bekannten ihrer Familie unterzubringen. Er besucht sogar täglich Hayats Großmutter und liest ihr vor. Doch so nach und nach merkt man ihm die Freude an, sich richtig um Menschen zu kümmern, ihnen zuzuhören, mit ihnen zu sprechen, sie nicht nur zu versorgen.
    Und dann werden Hartmuts Augen geöffnet, zwar spät, aber immerhin und er erlebt die Welt - endlich.
    Eine Geschichte kann so gut sein wie sie will, doch was wäre ein guter Regisseur ohne ein ebenso gutes Ensemble?
    In "Dreiviertelmond" stimmt einfach alles. Es ist schon fast zu harmonisch und man kann nicht behaupten, dass hier eine Person falsch oder schlecht besetzt wäre, eine Figur nicht reinpasste.
    Allen voran natürlich der großartige Elmar Wepper, dessen Spiel beeindruckend aufrichtig und facettenreich war und mit der kleinen Mercan Türkoglu perfekt in Einklang stand. Das Mädchen agierte erfrischend frei Schnauze - sie machte einfach und erinnerte mich mit ihrer lässigen Art, soweit man das von einer Sechsjährigen sagen kann, etwas an Catinca Untaru in "The Fall".8_rabbit_animal_pink_cute
    Auch die Nebenrollen waren durchweg gut besetzt und so bleibt nur zu sagen, sollte man den Film im Kino verpassen, denn in vielen Lichtspielhäusern läuft er ja nicht, ihn im Fernsehen anzuschauen.

    Deutschland 2011 - Regie: Christian Zübert -Darsteller: Elmar Wepper, Mercan Türkoglu, Ivan Anderson, Katja Rupé, Marie Leuenberger, Özay Fecht, Bernd Regenauer, Stefan Kügel - Prädikat:besonders wertvoll - FSK: ab 6 - Länge: 94 min.

  • AufDieMütze…

    Blitz von Elliot Lester

    BlitzInhalt:
    Tom Brant ist ein Cop, der so eigentlich nicht mehr in diese Welt gehört: er trinkt zu viel, so viel, dass er schon Ausfälle hat und seine Methoden sind schwerer Siebziger-TV-Style. So ist er unter den Kollegen auch nicht gerade der beliebteste, unter den Ganoven auch nicht.
    Und ausgerechnet jetzt wo ein Serienpolizistenmörder in der Stadt umgeht und Toms Partner außer gefecht ist, kommt ein Neuer, Sgt. Porter Nash, als Ersatz aufs Revier. Und der ist schwul.
    Aber Tom ist Profi und der beste Ermittler der Stadt und solange Nash ihm nicht aufs Klo folgt… sie haben Wichtigeres zu tun!
    Doch der Psychopath ist ihnen immer einen Schritt voraus.

    Fazit:
    Blitz ist wieder mal der Beweis dafür, dass wo Statham drauf steht auch Statham drin ist und umso besser, dass er hier wieder eine Rolle hat, die so archaisch ist, wie sie ihm am besten passt.
    Keine Romanze kreuzt hier die Geschichte, sondern ein harter zu viel arbeitender Bulle vom ganz alten Schlag arbeitet in einem schäbigen Viertel mit teilweise echt schäbigen Typen mit einem im völligen Kontrast zu ihm stehenden Partner an einem Copkillerfall.
    Natürlich kommen die beiden schnell dahinter, dass der Psycho mit System arbeitet, auch ist relativ schnell klar, wer der Kerl ist, ihn jedoch dingfest zu machen ist eine andere Sache.
    Ich muss wirklich sagen, dass ich angenehm überrascht war. "Blitz" repräsentiert genau die Art von britischem Krimi, die ich schon als Kind mochte. Knallharte Action, durchgeknallte Killer und nie abreißen wollende Spannung. Dazu ein Ermittlerteam, das total unterschiedlich ist, sich letztendlich aber perfekt ergänzt und den ein oder anderen Schmunzeler raushaut.
    Neben dem angenehm agierenden Pärchen Statham/Considine ist hier unbedingt die überragende Leistung von Aiden Gillen als Copkiller hervorzuheben. Man, lange habe ich keine so gute Vorstellung mehr gesehen und selbst wenn er sonst eher das lecker Bürschen ist - hier möchte ich ihm nicht über den Weg laufen.
    Insgesamt liefert Elliot Lester hier eine mehr als solide Arbeit ab. Ein wirklich guter Krimi, mit einer Story, Top Besetzung, etwas TV Touch und selbstjustizidale Zügen, aber im Großen und Ganzen gut unterhaltend.
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    Blitz UK 2011 FSK 18 uncut 98 Minuten Regie: Elliot Lester Drehbuch: Nathan Parker Darsteller: Jason Statham, Aiden Gillen, Paddy Considine, Zawe Ashton, Luke Evans

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