szmmctag

Archiv der Einträge: September, 2011
  • ComingUpNext

    Nein ich war nicht untätig. Zwar verpasse ich gefühlt jeden guten Film im Kino, habe aber wenigstens "The Kings Speech" gesehen und bin begeistert.
    Dann war ich mit Frau Flinkwert beim Gernsehclub im grünen Salon und habe mit ihr drei Folgen Dr. Who gesehen und Flips gegessen, was sehr viel Spaß gemacht hat und einer unbedingten Wiederholung bedarf.
    Dann nicht zu vergessen das unsägliche Sneakpreview… oh man, ich habe sogar gelacht und es liefen mir Tränen, wer weiß, vielleicht auch aus Verzweiflung. Es lief übrigens: "wie ausgetauscht" mit Ryan Reynolds und Jason Bateman, hätte für mich persönlich also nicht schlimmer kommen können, außer Seth Rogen hätte noch eine Rolle ergattert :))

  • Okay-WillIchGucken…

    …aber leider erst 2012 :(

    "John Dies at the End"

     

  • NichtOhneMeineAbfindung

    Margin Call von J.C. Chandor

    MarginCallInhalt:
    Es wird mal wieder Großputz gemacht in einer Investmentgesellschaft. Die Firma für die Entlassungen streift durch die Räume und wählt einen nach dem anderen aus. Aber diesmal sind es nicht nur die Kleinen, nein auch der Chef der Abteilung Risikobewertung muss mit 80% der Mitarbeiter seinen Karton packen. Als er von Wachpersonal begleitet in den Fahrstuhl steigt, gibt er seinem ehemaligen Mitarbeiter Peter Sullivan, einer der wenigen Überlebenden, noch einen USB-Stick zur Hand mit "einer Sache, an der er dran war". Aufpassen soll Peter, doch was der nach Überprüfung der Daten in der Nacht entdeckt, wird sich zum größten Finanzskandal mit folgender weltweiter Finanzskrise entpuppen, den es seit dem „Black Thursday“ 1929 gab.

    Fazit:
    Lautes Stöhnen ging durch die Reihen des Kinos als der Titel "Margin Call" sowie der Name Kevin Spacey auf der Leinwand dieses Previewabend erschien. Sicher, ein Thriller wäre auch mir lieber gewesen und hätte meine Begleitung vielleicht auch wach gehalten, aber ich wollte "Margin Call" nicht vorverurteilen.
    So völlig unvorbereitet habe ich trotz Vorahnung erst einmal etwas gebraucht, bevor ich definitv sicher war, dass es sich hier um die Geschichte der Lehman-Brothers handelte, hielt sich doch alles in schwammigen Floskeln, was für meinen Geschmack das auch das große Manko des Filmes darstellt. Chandor traut dem Zuschauer nichts zu und/oder versteht selbst auch nichts von Investmentgeschäften. So hört man allzu oft: "Ist es wirklich so schlimm?" - "Ja es ist sehr schlimm" und man erfährt innerhalb der 106 oder 110 Minuten, dass hier etwas verkauft und in den Büchern falsch geführt wurde, mit einer unkorrekten Formel gerechnet und letztendlich die Verluste höher als der Wert der Firma sind. Und obwohl Ex-Chef Eric Dale zu Ex-Untergebenen Peter Sullivan sagte, er solle vorsichtig mit den Daten umgehen, rennt der gleich zu Hinz und Kunz, vertraut sich allen an und landet vor dem Vorstand. Hier tun alle erstaunt über die Zahlen, doch letztendlich wussten die ganz oben genau bescheit und der CEO beschließt, dass am nächsten Morgen die Trader die heiklen Hypotheken abverkaufen sollen, komme was da wolle und den gesamten Weltmarkt damit ins Chaos zu stürzen. Und immer wieder tut einer überrascht, ob der katastrophalen Feststellung, dass die Firma am ende ist und dreht sich um, sagt dem nächsten: "wir wussten es doch" und dann geht es um die eigenen Gehälter, bzw. guten Abfindungen. Auch die Trader, denen Klartext erzählt werden sollte, um sie mit ins Boot zu holen, der aber auch nur Wischiwaschigeschwätz war, bekommen fette Abfindungen für ihre verbrecherischen Abverkäufe.
    So ist "Margin Call" in zweierlei Hinsicht ärgerlich: erstens er stammelt sich mit leeren Phrasen durch die Runden und zweitens er versucht hier wirklich unmoralische schäbige Finanzhaie und ihre Handlanger noch verzweifelt und menschlich darzustellen. Sicher es wird auch den ein oder anderen ehrenwerten Typen in so einer Gesellschaft geben, doch in so einer Situation anhand der Fakten noch weiterzumachen und alles noch zu verschlimmern, anstatt "nur" die eigenen Firma untergehen zu lassen ist wohl das Letzte.
    Und das ist das Gute an diesem Film: obwohl er sehr ruhig daherkommt, uns fast schon zu unbeschwert durch die Hölle der Finanzwelt schickt, uns Personen zeigt, die so oberflächlich sind und nur an ihrem Profit hängen, dass man sich übergeben möchte, kann er einen noch Tage später über das Geschehene aufregen, aber das eher, weil man durch die Medien im Laufe der Jahre mehr oder weniger erfolgreich mit Informationen gefüttert wurde und natürlich wir alle Leidtragende dieser Finanzkrise geworden sind.
    Chandor lässt menscheln und das hochkarätig, dennoch verpufft der Film, weil er zu gehaltlos ein wirklich böses Thema in Hochglanzpapier wickelt und unangemessen herunterspielt. Seine Figuren bleiben weitgehend eindimensional, Emotionen werden nur durch das Hintergrundwissen ausgelöst, dass uns der Film vorenthält.5_rabbit_animal_pink_murder

    Margin Call USA 2011 - Originaltitel: Margin Call - Regie: J.C. Chandor - Darsteller: Kevin Spacey, Paul Bettany, Jeremy Irons, Zachary Quinto, Demi Moore, Penn Badgley, Simon Baker, Mary McDonnell, Stanley Tucci - FSK: ab 6 - Länge: 110 min.

  • FallendeGrenzen

    Nichts Zu Verzollen von Dany Boone

    Nichts_zu_verzollenInhalt:
    Beschlossen ist beschlossen und wenn das Schengender Abkommen sagt, dass die Kontrollen an den innereuropäischen Grenzen fallen, dann gilt das auch für die Belgisch-Französische Grenzlinie in unserem beschaulichen Dörfchen. Hier hat auf der belgischen Seite Ruben Vandevoorde das Sagen. Nein natürlich ist er nur ein kleiner Zöllner, aber nimmt seine Sache nur zu genau, schon weil er die Camenberts, wie er die Franzosen nennt, hasst. Die Abneigung gegen "le tricolore" hat bei den Vandevoordes Familientradition, bis auf eine Ausnahme: Louise. Die ist nämlich in Mathias verliebt und der ist Zöllner, aber französischer. Mathias hat nichts gegen Belgier, aber er hat angst vor Ruben und Louises Familie und hält die Beziehung zu ihr geheim. Keine gute Grundlage von nun an freundschaftlich die Kontrollen runterzufahren und gemeinsam mit Ruben Zollpatrouille zu schieben, oder doch?

    Fazit:
    Überzogene Vaterlandsliebe, Vorurteile, Machtmissbrauch, Ablehnung von Fortschritt und L'Amour, Boones "Nichts zu Verzollen" hat eigentlich eine Menge zu bieten und ist voller kleiner und größerer Gags, doch verliert der Film einfach viel durch die Synchronisation. Der Unterschied zwischen dem belgischen Dialekt und dem Französischen kommt natürlich in der deutschen Version überhaupt nicht rüber und das Belgische hört sich an wie die Dialektversion eines Asterixfilmes. Das lässt die Komödie mehr zu einer Klamotte verkommen und betont die Schwächen des Filmes umso mehr. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich Boone selbst gerne im Mittelpunkt sieht und natürlich stets die "bessere" Rolle spielt. So nimmt er auch hier wieder die Figur des den lieben und empfindsamen Gutmenschen ein und überlässt den anderen die unangenehmen Eigenschaften. Man muss ebenfalls sagen, dass obwohl die Geschichte eine Lanze für Toleranz, gegen Vorurteile und Rassismus brechen soll, seltsamerweise die Belgier in keinem wirklich guten Licht stehen, sondern als komische und zuweilen recht einfältige Kauze dargestellt werden. Schade eigentlich.
    5_rabbit_animal_pink_murder
    Insgesamt ist "Nichts Zu Verzollen" eine passable Komödie mit ein paar wirklich guten Gags über Liebe, die über Grenzen und Vorurteile hinweg geht, auch wenn diese ganz klein sind; mit guten Darstellern, jedoch mit Längen und einer unglücklichen Synchro, die dem Ganzen recht abträglich ist.

    Fankreich 2011 - Originaltitel: Rien à déclarer -Regie: Dany Boon - Darsteller: Dany Boon, Benoît Poelvoorde, Julie Bernard, François Damiens, Karin Viard, Bouli Lanners, Eric Godon, Philippe Magnan, Laurent Gamelon - FSK: ab 12 - Länge: 108 min.

  • TrauerspielDesDunklen

    Herrschaft Der Schatten von Brad Anderson

    HerrschaftDerSchattenInhalt:
    Es war nur wenige Sekunden als das Licht ausging, doch als Paul der Filmvorführer wieder etwas sieht, ist das ganze Einkaufszentrum menschenleer. Einzig die Bekleidung der Leute liegt noch auf dem Boden. Doch da sind noch wenige, die am Leben sind. Neben Paul hat es auch Luke der Fernsehmann und Rosemary die Krankengymnastin geschafft. Irgendetwas hat sie auf dieser Welt gelassen. So findet sich eine überschaubare Gruppe Menschen zusammen, während die Tage kürzer werden und das Licht langsam erlischt.

    Fazit:
    Na gut, Brad Anderson hat wirklich schon besseres Gedreht. "Herrschaft der Schatten" krankt nicht nur an seiner Spannungsarmut, sondern auch an den mauen Leistungen der Darsteller. Mag sein, das Thandie Newton gute Momente hatte, hier nicht. Und das Hayden Christensen eher als Leckerli taugt und lieber nicht vor die Kamera treten sollte ist wohl auch kein Geheimnis.
    Da verschwindet die Menschheit bis auf wenige, die irgendwie das Glück hatten im entscheidenen Moment teilweise unbemerkt nicht vom Stromausfall betroffen zu sein. Es bleibt auch völlig unklar wer die Aggressoren sind, nur eines erfährt der Zuschauer: die Nacht bricht herein, das Tageslicht wird weniger, die Schatten ziehen alle Energie ab und holen sich jeden, der sich im Dunkeln aufhält. Ob es sich um das ultimative Ende oder einen Neuanfang handelt wird nicht geklärt.
    So dümpelt der Streifen über fast 1 1/2 Stunden vor sich hin und eigentlich ist man froh, dass alles zu Staub zerfällt und man endlich erlöst ist.
    4_rabbit_animal_pink_murder
    Absolut verzichtbar.


    Originaltitel:
    Vanishing on 7th Street
    Erscheinungsdatum: 07.01.2011 (USA) & 26.08.2011 (D) Laufzeit: 92 Min. Genre: Horror, Thriller, Mystery FSK: 16  Produktionsland: USA Regie: Brad Anderson Cast: Hayden Christensen, John Leguizamo, Thandie Newton, Jacob Latimore, Taylor Groothuis Musik: Lucas Vidal

  • FilmABC-Stöckchen

    Herr Donpozuelo hat mal wieder geworfen und da sage ich nicht nein :D

    Die Aufgabe: Möglichst unbekannte Filme alphabetisch auflisten, um so anderen Leuten (und irgendwie auch sich selbst) die große Welt der Filme noch etwas schmackhafter zu machen.

    - # -
    11:14 (Verschiedene Geschichte verbinden sich zu einem Ganzen bis 11.14 Uhr. Mit einem guten Patrick Swayze.

    - A -
    Das Auge (Michel Serraut und Isabelle Adjani in einem fantastischen Krimidrama von Claude Miller. Unerreicht und schlecht neuverfilmt)

    - B -
    Buckaroo Banzai (Total schräger SF-Film mit Starbesetzung von John Lithgow, Ellen Barkin, Christopher Lloyd, Jeff Goldblum…)

    - C -
    Cat Ballou - Hängen sollst Du in Wyoming (Westernkomödie mit Jane Fonda und Lee Marvin. Muss man mehr sagen?)

    - D -
    Der Dünne Mann (herausragende Kriminalkomödie der 30er Jahre mit William Powell und Myrna Loy, die eigentlich ständig betrunken sind )

    - E -
    Der Einzelgänger (Michael Mann und James Caan - ein grandioser Thriller)

    - F -
    Funny Bones (großartige Komödie mit Lee Evans und Oliver Platt über wahres Talent, Annerkennung und Liebe)

    - G - 
    Der Greifer (Krimi mit Hans Albers und Hansjörg Felmy als Vater und Sohn. Total sympathischer 50er Jahre Stuff. Im Übrigen ist der französische Krimi gleichen Namens von 1976 mit Jean Paul Belmondo auch klasse.)

    - H -
    Heaven's Gate (Ciminos Supergau. Kenne nur die 3,5  Stunden Fassung, war aber mal 5 Stunden lang. Als Christopher Walken Fan unverzichtbar)

    - I-
    I wie Ikarus (Politthriller mit Ives Montand von Henri Verneuil. Muss man gesehen haben.)

    - J-
    Jubilee (Derek Jarmans verwirrende Reise Queen Elisabeths. Ich war sehr verwirrt, aber für Jordan und Adam Ant wäre ich in jeden Streifen gegangen.)

    - K -
    Kontrakt Eines Zeichners (Greenaway. Mein Hassfilm. Muss ja auch mal sein. Aber toller Soundtrack.)

    - L - 
    L'Homme de Rio (Sehr unterhaltsamer französischer Abenteuerfilm mit Jean Paul Belmondo und der schönen Francois Dorleac)

    - M - 
    My Private Idaho (Gus Van Sants beeindruckendes Stricherdrama mit Keanu Reeves und River Phoenix.)

    - N - 
    Die Nadel (Spionagethriller mit Donald Sutherland. Spielt während des zweiten Weltkriegs.)

    - O -
    Orca (Orcamann sieht rot als rücksichtlose Fischer seine schwangere Frau harpunieren und sie das Baby verliert *schnief*. Jeder bekommt seine gerechte Strafe.)

    - P - 
    A Prayer For The Dying (Mickey Rourke und Bob Hoskins in Mike Hodges IRA Drama um Schuld und Sühne)

    - Q - 
    Quadrophenia (Modsfilm mit Sting. Schicke Klamotten und Motorroller, ansonsten aber recht öde.)

    - R - 
    Runaway - Spinnen Des Todes (Jawoll,schon wegen Gene Simmons als Bösewicht. Habe ich bestimmt 20 Mal gesehen.)

    - S - 
    Subway (Isabelle Adjani und Christopher Lambert unter Luc Besson. Mischung aus Krimi, Drama und Romanze. Kult.)

    - T - 
    Tot Und Begraben (Gary Shermans Horrorfilm von 1981. Seinerzeit erst ab 18 mit damals gruseliger ins Auge-Stech-Szene)

    - U - 
    Under Fire (Spottiswoodes bester Film; ungeschönter Nicaragua Konflikt {1979} aus sicht zweier Journalisten.)

    - V - 
    Valley Girl (Ja ich weiß, mag ihn aber. Romantische Komödie mit Nicolas Cage von 1983. Er guckt da so putzig)

    - W - 
    The Warriors (Eigentlich ein Must See. Gangfilm von Walter Hill von 1979.)

    - X - 
    Xtro (die Erfahrung sollte man mal gemacht haben: ganz schrecklicher BilligAlienKommt Auf ErdeUndLegtEiInFrauAbAusDemNeuesAlienmenschwesenEntsteht aus Britannien)

    - Y - 
    Young Sherlock Holmes (Mein Sherlock Holmes Lieblingsfilm von Barry Levinson, über die Jugendjahre von Sherlock Holmes und Dr.Watson)

    - Z -
    Zardos (Sehr urwüchsiger SF von John Boorman mit Sean Connery und Charlotte Rampling. Post-Apokalypse über gespaltene Menschheit, Gewalt, Liebe Religion.)

  • DieTödlicheBlume

    Colombiana von Oliver Megaton

    ColumbianaInhalt:
    Cataleya ist kaum neun Jahre alt, als sie der Ermordung ihrer Eltern durch den Drogenboss Don Luis beiwohnen muss. Ihr Vater gab ihr wichtige Informationen, die ihr den Weg in die USA ebnen sollen und dem Mädchen gelingt tatsächlich die Flucht. Sie wird von ihrem Onkel aufgenommen, der sie auf ihren Wunsch hin zu einer Profikillerin ausbildet.
    15 Jahre später hat Cataleya bereits viele Leben auf dem Gewissen, doch mittlerweile hinterlässt sie ein Markenzeichen: Die Orchidee Cattleya, nach der sie benannt wurde. Doch erst nach 22 Morden fängt das FBI an, an die Öffetnlichkeit zu gehen - darauf hat Cataleya lange gewartet, denn die Botschaften sind für Don Luis, an dem sie sich endlich Rächen will.

    Fazit:
    "Colombiana" ist das Ergebnis einer weiteren Zusammenarbeit des Herren, der sich vom Namen her eher wie ein Decepticon anhört und hier Regie geführt hat und Luc Bessons, der für das Drehbuch und Produktion verantwortlich war.
    Im Gegensatz zu Megatons ( :)) ) "Transporter3" ist dieser Streifen sowas von Luc Besson. Angefangen bei der Hauptdarstellerin Zoe Saldana als Profikillerin Cataleya: groß, dünn, wenig Busen, eiskalt, aber dennoch sehnsüchtig nach Liebe suchend. Ein Eiskalter Engel, die natürlich auch einen Vogelkäfig mit einem Finken hat und neben der rundum Überwachung ihres Domizils auch an Vorratswaffen und Fluchtwege gedacht hat.
    Bessons Colombiana ist tatsächllich eine Mischung aus "Leon" und "Nikita". Ein junges Mdchen erlebt die Ermordung ihrer Eltern mit und lässt sich für ihre Rache vom Mann ihres Vertrauens zur Killerin ausbilden. Wo "Leon" jedoch aufhört geht "Colombiana" weiter, denn aus Cataleya wird eine Mörderin, die so kaltblütig wie Nikita für Geld und Gerechtigkeit tötet und zielstrebig auf ihre persönliche Rache zuarbeitet. Dabei bleibt die Frau emotional zerrissen. Einerseits möchte sie lieben, doch lässt das ihre Profession nicht zu und zusätzlich geht sie Risiken ein, um ihre Rache auf jeden Fall durchzusetzen.
    Kennt man die Werke Bessons, ist "Colombiana" durchweg spannungs- und überraschungsfrei. Man weiß von Anfang an was kommen wird, wer bleibt, wer geht und was mit der großen Liebe passiert. Die schaupielerischen Leistungen sind auch nicht wirklich beeindruckend, als dass sie über die inhaltliche Flaute hinwegbringen könnten und auch die vielen Actioneinlagen herzen nicht besonders.
    So kann man Megatons ( :)) ) Film den erfahrenen Actiongucker nicht vom Stuhl reißen und ist eigentlich nur Saldana-Fans zu empfehlen.
    Insgesamt alles andere als ein großer Wurf, trotzdem ein routinierter Actioner.6_rabbit_animal_pink_cute

    USA / Frankreich 2011 - Regie: Olivier Megaton -Darsteller: Zoë Saldana, Jordi Mollà, Cliff Curtis, Lennie James, Michael Vartan, Callum Blue, Graham McTavish, Max Martini, Monica Acosta, Sam Douglas - FSK: ab 16 - Länge: 107 min.

  • AspiesForFreedom

    Mary & Max - oder schrumpfen Schafe, wenn es regnet? von Adam Elliot

    mary-and-maxInhalt:
    Es ist 1976 in einem Vorort von Melbourne. Hier lebt die achtjährige Mary Daisy Dinkle ein sehr trauriges Leben. Sie ist zwar schlau, aber nicht besonders hübsch, dafür etwas pummelig und mit einem Muttermal auf der Stirn gestraft. Sie ist nicht sehr beliebt in der Schule und ihre Mutter ist Alkoholikerin und klaut ständig. Eines Tages auf einem Postamt sieht sie ein Telefonbuch von New York und fragt sich prompt wie das mit den Babys in Amerika sein mag, denn in Australien werden nach Angaben ihres Großvaters die Kinder auf den Böden von Biergläsern gefunden. Ob es in Amerika stattdessen Coladosen sind?
    Per Zufallstreffer wählt Mary einen Namen aus dem Telefonbuch:
    Max Jerry Horowitz, um ihn zu fragen.
    Max ist 44, Single, übergewichtig, liebt Schokolade, was seine Bemühungen bei den Weight-Watchers unterminiert und leidet am Asperger-Syndrom, was Mary doch zunächst nicht erfährt.
    Es entwickelt sich eine ganz besondere Brieffreundschaft zwischen Mary und Max, die Max jedoch immer wieder in ein Gefühlschaos stürzt.

    Fazit:
    "Mary & Max" ist ein "Knetmännchen oder besser gesagt Stop Motion Film, doch statt einer lustig beschwingten Story wie vergleichsweise bei Wallace and Gromit, erwartet uns hier eine sehr erwachsene und ernste Geschichte.
    Erzählt wird von einer ganz besonderen Freundschaft eines zunächst achtjährigen Mädchens und einem 44 jährigen Mannes. Die beiden leben auf zwei verschiedenen Kontinenten, teilen eine besondere Liebe zu Schokolade und erklären sich die Welt und wie sie sie sehen. Was die kleine Mary zunächst jedoch nicht weiß ist, dass Max am Asperger Syndrom, einer speziellen Art des Autismus leidet. Dadurch ist er sehr isoliert, denn er kann die Menschen nicht anhand ihrer Gesten und Mimik deuten, was ihn sehr verwirrt und ein normales Leben sehr erschwert. Die Brieffreundschaft zu Mary jedoch, macht ihm Freude, auch wenn er bei jedem Brief zunächst eine Panikattacke bekommt.
    Elliot nähert sich mit "Mary & Max" sehr einfühlsam und liebevoll schwierigen Thematik: Einsamkeit. Ein auf sich allein gestelltes trauriges Mädchen findet niemanden außer einen wildfremden Mann auf einem anderen Kontinent um sich auszutauschen. Dies tut sie jedoch auf eine so absolut naive und offene Art, dass der autistische Mann auf der anderen Seite in echte Gefühlsnöte gerät, denn auch er hat eine doch eher kindlich zurückgebliebne Weltanschauung, die er Mary gerne zum besten gibt, die aber ebenfalls auf Grund seiner isolierten vereinsamten Lebensweise herrührt.
    So traurig sich das alles anhört, so bezaubernd ist der Film tatsächlich. Natürlich wird man weinen, aber auch lachen und sich letztendlich darüber freuen, dass sich zwei großartige Menschen gefunden haben und letztendlich aufgrund der Tatsache, dass sie sich kannten, glücklich wurden.
    Ein unbedingtes Must See!
    10 rabbit_animal_pink_smile

    Australien 2009 - Originaltitel: Mary & Max - Regie:Adam Elliot - Darsteller: (Stimmen) Helmut Krauss, Gundi Eberhard, Sebastian Schulz, Tina Engel, Valentina Bonalana, Boris Aljinovic (Erzähler) -Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 92 min.

  • ComingUpNext

    mary-and-max1Max und Mary oder schrumpfen Schafe wenn es regnet?
    Konnte mich  lange Zeit nicht aufraffen diesen Film zu sehen, obwohl ich Stop Motion total gerne mag. Hatte die Vorstellung, dass er wesentlich heiterer ist und musste natürlich schrecklich heulen. Ist aber ein wirklich guter Film oder besser gesagt ne tolle Story. Sehr bewegend..

    Columbiana.

    Na ja, ganz klar Luc Bessons Handschrift und Typ Hauptdarstellerin (groß, dünn, flachbrüstig). Wirkte dann insgesamt auch wie eine Mischung aus Nikita und Leon. Nichts Neues, nichts Überraschendes, mit leichten Längen. Mindestens vier Previewer verließen vorzeitig das Kino.columbiana_2

  • ErinnerungenDesHerrenPanofsky

    Barney's Version von Richard J. Lewis

    Barneys_VersionInhalt:
    Der TV-Produzent Barney Panofsky ist unglücklich und alleine. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und Detective O'Hearne hat gerade ein Buch veröffentlicht, in dem er Barney erneut eines Jahrzehnte zurückliegenden vermeintllichen Mordes beschuldigt.
    Zeit auf eine bewegte Vergangenheit mit drei Ehen zurückzublicken und Erinnerungen an Freunde aufleben zu lassen.

    Fazit:
    So vierter Anlauf. Schwer was zu schreiben ohne den gesamten Film runterzuleiern…
    Barney's Version ist im Großen und Ganzen ein gelungenes Drama über das Leben des jüdischen TV-Produzenten Barney Panofsky, das rückblickend aus der Sicht des Protagonisten erzählt wird. Angefangen in den Siebzigern in Rom, Barneys erster tragischer Ehe, seinen Freunden, besonders Boogie dem drogensüchtigen Kumpel, über seine zweite mehr oder weniger arrangierte Ehe in guten jüdischen Kreisen und seiner großen Liebe Miriam, die er später auch heiratete und zwei Kinder mit ihr hatte, bis hin zu seinem engen Verhältnis zu Vater Izzy dem Ex-Bullen.
    Punkten kann der Film eindeutig durch zwei hervorrangende Schauspieler: Paul Giamatti und Dustin Hoffman. Giamatti als Barney, dem recht unattraktiven, aber beharrlich charmanten Griesgram und Hoffman als Izzy, eine Rolle wie auf dem Leib geschrieben, den verwitweten jüdischen Polizeipensionär mit dem Hang zum genüsslichen Leben.
    "Barney'sVersion" ist eine angenehme Mischung aus Komödie, Liebesfilm und Drama, eine Achterbahnfahrt aus exzessiven Abstürzen, jüdischen Wortwitz und wahrer Liebe, wobei neben den schönen und sehr lustigen Momenten im Leben immer wieder sehr traurige Ereignisse stattfinden und am Schluss die Alzheimer des Protagonisten steht.
    7_rabbit_animal_pink_cute

    Kanada / Italien 2010 - Regie: Richard J. Lewis -Darsteller: Paul Giamatti, Dustin Hoffman, Rosamund Pike, Minnie Driver, Rachelle Lefevre, Scott Speedman, Bruce Greenwood, Macha Grenon, Jake Hoffman - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge:134 min.

  • VenedigWieWirEsNieWiederSehenWollen

    The Tourist von Florian Henckel von Donnersmarck

    The_touristInhalt:
    Elise steht unter Beobachtung: die Steuerfahndung des Britischen Königreiches ist ihr auf den Fersen. Nicht dass Elise irgendetwas gestohlen oder unterschlagen hätte, nein sie ist die Geliebte von Alexander Pearce und er schuldet Großbritannien 744. Mio Pfund. Doch Pearce ist verschwunden und nicht nur dass, hat er sein Vermögen auch dafür eingesetzt sein Äußeres grundlegend zu ändern und sich zudem ein neues Gesicht verpassen zu lassen.
    Natürlich nimmt er Kontakt mit Elise auf und weist sie an den Zug nach Venedig zu nehmen und sich dem erst Besten an den Hals zu werfen, der ihm auch nur entfernt ähnlich sieht - als Ablenkungsmanöver. Gesagt getan. Elises Opfer wird der Lehrer Frank Tupelo und alle fallen zunächst darauf herein. Aber dann wird es richtig gefährlich, denn der Gangster Reginald Shaw ist ebenfalls hinter Pearce her, der ihm noch weit mehr Geld schuldet. Nun sieht sich Elise in der Zwickmühle: soll sie das Ablenkungsmanöver laufen lassen oder Frank retten?

    Fazit:
    Machen wir es kurz. Bereits das Original "Anthony Zimmer" war in meinen Augen nicht das Gelbe vom Ei, aber was uns Donnersmarck hier serviert ist schon fast Körperverletzung. Eine ausgemergelte schlecht gestylte und total überschminkte Angelina Jolie, ein aufgedunsener unmotivierter Johnny Depp, Venedig, das aussieht wie eine Pappmachékulisse, ein superschlechter Score und eine Story, aus der noch mal ein schönes Stück fahrt herausgenommen wurde und die sich nun dahinschleppt wie eine Nacktschnecke bei Bodenfrost.
    Donnersmarck schafft es zu keinem Zeitpunkt so etwas wie Spannung aufzubauen und selbst wenn man die Geschichte noch nicht kennt, ist sie von Beginn an voraussehbar. Die künstliche Atmosphäre in Hochglanzbildern, eine nichtvorhandene Chemie der beiden Hauptdarsteller, alles Punkte, die den Streifen nicht gerade zum cineastischen Genuss machen.
    Nein, das war nichts, außer schade um die Zeit.3_rabbit_animal_pink_murder

    USA / Frankreich 2010 - Regie: Florian Henckel von Donnersmarck - Darsteller: Angelina Jolie, Johnny Depp, Paul Bettany, Timothy Dalton, Steven Berkoff, Rufus Sewell, Ralf Moeller, Raoul Bova, Julien Baumgartner - FSK: ab 12 - Länge: 97 min.

  • HerMajesty'sMostExpensivePrisoner

    Bronson von Nicolas Winding Refn

    BronsonInhalt:
    Michael Peterson wollte schon immer berühmt werden, doch sein einziges Talent, sofern man es so bezeichnen kann, ist sich zu prügeln.
    So schlägt er bereits in der Schule seine Mitschüler und macht auch nicht vor den Lehrern halt, in seinem ersten Job klaut er gleich die Kasse und mit 22 überfällt er für 27 Pfund Beute eine Post.
    Der Bankraub bringt ihm satte 7 Jahre Haft doch werden daraus schließlich 14, weil Peterson immer wieder mit Gefangenen und den Wärtern aneinander gerät. Ein kurzer Aufenthalt in Freiheit, eine Liebe, die ihn nicht will und Bronson, so nennt sich Peterson mittlerweile, landet wieder im Knast. Aber es kommt schlimm für ihn, denn seine exzessiven Gewaltausbrüche mit dem Drang auch gerne mal eine Geisel zu nehmen, bringen ihn in die Irrenanstalt und mit erheblichen Mühen seinerseits in die psychiatrische Klinik für Gewaltverbrecher.
    Letztendlich verbringt Bronson über dreißig Jahre in Einzelhaft und es ist nicht abzusehen, ob er das Gefängnis jemals verlassen wird.

    Fazit:
    Nachdem ich mich auf dem FFF 2009 erfolgreich gegen diesen Gefängnisfilm entschieden hatte, um mir dann stante pedes anzuhören wie gut er war, geriet er zugegebenermaßen immer wieder in Vergessenheit. Dann fragte ich vor zwei Wochen wer denn überhaupt Tom Hardy sei und wurde wiederum dezent auf diesen Film verwiesen und nun: da bin ich.
    Ja gut, "Bronson" ist alles andere als ein gewöhnlicher Gefängnisfilm. Niemand wurde hier ungerechtfertigt eingebuchtet, noch wirklich ungerecht behandelt, auch sieht man keinen irgendwie normalen Blick auf den Knastalltag, keine Romatisierung, keine Verklärung.
    Michael Peterson arbeitete hart an seinem Image als Ikone gegen die Staatsmacht und seinem Ruf als gefährlichster Gefangener Great Britains. Berühmt sein um jeden Preis und wenn man sonst kein Talent hat, schlägt man eben zu und Peterson schlägt oft zu. Die Ohnmacht der staatlichen Seite hieß Einzelhaft bis hin zur Nervenheilanstalt in der er sediert wurde. Doch auch hier war Bronsons Wille zu rebellieren größer und brachte ihn erneut in Einzelunterbringung. Bronson war nur kurz in Freiheit und machte sich als Faustkämpfer und Schläger bei illegalen Fights einen Namen, wo er sich auch in Charles Bronson umbenannte.
    Refn erklärt nichts, entschuldigt nichts. Er inszeniert Petersons Karriere als Farce, stellt seinen Protagonisten auf die Bühne, auf der er auch nicht wirklich viel zu sagen hat und zeigt, dass er mit sich zufrieden ist, so wie er ist. Nur ein Mal gesteht er einen Fehler: dass er sich ins die Irrenanstalt hat einliefern lassen und unter Medikamente gesetzt praktisch außer Funktion gesetzt wurde.
    So überlässt uns Refn seinen Bildern und der Frage, was mit diesem Typen eigentlich los ist, fasziniert uns jedoch mit einem fantastischen Hauptdarsteller (Tom Hardy), beeindruckenden Bildkompositionen und perfekt ausgewählter Musik.
    Trotz seiner Brutalität ist "Bronson" somit ein durchaus künstlerisch (ich benutze dieses Adjektiv ungern, hier ist es aber positiv besetzt) sehenswertes Werk, das Vergleiche mit Kubriks frühen Arbeiten nicht scheuen muss.8_rabbit_animal_pink_cute

    Die Bezeichnung Biopic ist auch hier relativ. Peterson war kein Einzelkind, sogar zweimal verheiratet, und benannte sich später in Charles Ali Ahmed um. Die Delikte, für die er im Gefängnis landete waren vergleichsweise harmlos, seine Geiselnamen berüchtigt.

    BRONSON GROSSBRITANNIEN 2009 / 35 MM / 92 MIN / ENGLISCHE OV REGIE NICOLAS WINDING REFN DARSTELLER TOM HARDY / MATT KING / AMANDA BURTON / JAMES LANCE / HUGH ROSS / KELLY ADAMS DREHBUCH BROCK NORMAN BROCK / NICOLAS WINDING REFN PRODUZENT DANIEL HANSFORD / RUPERT PRESTONVERLEIH KINOWELT FILM ENTERTAINMENT

  • DieGrimmigeAnfängerin

    Roller Girl von Drew Barrymore

    Roller GirlInhalt:
    Bliss ist anders, das ist mal klar, auch wenn sie brav an jedem Schönheitswettberwerb teilnimmt, den ihr ihre Mutter aufdrückt, sieht sie sich selbst am liebsten in einem Traum aus Schwarz und Schnürstiefeln und hört die Ramones.
    Doch ein Shoppingausflug nach Austin, bringt für die 17jährige die Wende, endlich weiß Bliss was sie will: Roller Girl werden!
    Heimlich geht sie zum "Schnuppertraining", macht als schnellste die Runde und wird genommen!
    Natürlich muss der Teenager dafür etwas schwindeln, denn eigentlich müsste sie als Rollergirl 21 sein und für die Eltern besucht sie einen Abendkurs, aber was tut man nicht alles für seinen großen Traum.

    Fazit:
    Bereits 2009 drehte Drew Barrymore ihr Regiedebut "Whip It!" ("Roller Girl") nach dem Buch "Derby Girl" von Shauna Cross, die auch das Drehbuch zum Film schrieb.
    "Roller Girl" ist nun bei weitem kein Meisterwerk, ziemlich familienfreundllich und vorhersehbar, dennoch verbirgt sich unter dem ganzen weichgespülten Mainstream eine durchaus entzückende Coming-Of-Age Geschichte für Mädchen, die sich emanzipieren und wie auch schon in "Kick It Like Beckham" ihr Ding durchziehen.
    In diesem Fall ist es die 17jährige Bliss, die der Mutter zu Liebe an etlichen Schönheitswettbewerben teilnimmt, aber eigentlich in eine ganz andere Richtung schlägt. So ist sie auch sofort Feuer und Flamme, als sie die skatenden Mädels auf der Rollerbahn sieht, die sich aus dem Rund schmeißen und sich auch mal die Nase brechen. Ein harter Vollkontaktsport für Frauen mit Eiern nicht für Mäuse und selten für Männer. Und mit Talent beseelt, wird sie in ein Team aufgenommen und arbeitet sich als zarter Blitz durch die Riege der gestandenen Frauen. 
    Man mag meinen, dass die im Gegensatz zu den anderen deutlich zierlichere Ellen Page für diese Rolle irgendwie fehlbesetzt wäre, ist sie aber letztendlich nicht, schließlich geht es darum erwachsen zu werden, etwas in seinen Traum zu investieren, sei es noch so schmerzhaft und mühselig. Aus Bliss als Babe Ruthless wird nicht nur ein erfolgreiches Roller Girl, sondern sie lässt sich auch von ihrer ersten großen Liebe nicht "verarschen". Ellen Page ist dafür ideal, weil sie so den Normalo unter den "Superfrauen" verkörpert, aber eigentlich hat Drew Barrymore ein irres Ensemble um sich versammelt, dass mit so viel Spaß bei der Sache ist, dass das alle Schwächen und auch die etwas zähe Inszenierung voll aufwiegt.
    Angefangen bei meiner persönlichen Heldin Zoe Bell, sehen wir Juliette Lewis als Babe Ruthless direkte Konkurrentin Dinah Might, Kristin Wiig mit Tiger Tattoo als Malice in Wonderland, Marcia Gay Harden als Bliss Mom und viele andere bis hin zu Drew selbst in der Rolle der Smashley Simpson, so wie wir sie lieben: grell geschminkt, mit ausgestreckter Zunge, für jedes Foul zu haben und darum ständig disqualifiziert. Ja die Mädels und Jungen sind mit Herz dabei und in den Rollerderbyszenen sieht man zwar auch gelegentlich Stuntdamen, jedoch geben sich überwiegend die Schauspielerinnen redlich Mühe selbst über die Runden zu kommen und scheuen keinen Sturz.
    Insgesamt hat "Roller Girl" zwar inszenatorische Schwächen, lehnt sich dennoch an die netten amerikanischen College- und Highschoolfilme der Achtziger an und bietet uns eine tolle MädchenWirdErwachsenGeschichte so wie ich sie mag. Dazu gibt es einen guten Soundtrack und ein tolles Ensemble.7_rabbit_animal_pink_cute

    USA 2009 - Originaltitel: Whip It - Regie: Drew Barrymore - Darsteller: Ellen Page, Landon Pigg, Marcia Gay Harden, Kristen Wiig, Juliette Lewis, Jimmy Fallon, Alia Shawkat, Zoë Bell, Ari Graynor, Eulala Scheel - FSK: ab 12 - Länge: 110 min.

     

  • AußerKontrolle

    Planet der Affen: Prevolution von Rupert Wyatt

    planet_der_affen_prevolution_2011Inhalt:
    Gegenwart.
    Der ergeizige Wissenschaftler Will Rodman möchte unbedingt ein Heilmittel gegen Alzheimer entwickeln. Nicht ganz uneigennützig, denn Wills Vater leidet an dieser unheilbaren Vergesslichkeit.
    Will ist bereits sehr weit mit seiner Forschung und testet den Virus an Schimpansen. Zu seiner großen Freude schlägt das Mittel bei einer Probandin an. Die kognitiven Fähigkeiten der Versuchsschimpansin schnellen in kurzer Zeit in die Höhe - Zeit für eine Präsentation.
    Doch als der Affe geholt werden soll, verhält sie sich aggressiv und abwehrend… die Vorführung vor dem Vorstand endet in einem Desaster in Folge dessen alle Affen getötet werden. Will ist am Boden zerstört, als der Tierpfleger ein Schimansenbaby im Käfig der Probandin findet: sie wollte nur ihr Kind verteidigen.
    Dennoch ist es kein guter Zeitpunkt die Entdeckung publik zu machen und Will nimmt den Affen heimlich mit zu sich nach Hause und impft seinen Vater mit seinem Heilmittel.
    Wills Dad scheint geheilt und als Sahnehäubchen hat der kleine Caesar offenbar die verbesserten Gene seiner Mutter geerbt und ist außergewöhnlich Intelligent. 
    Die Jahre vergehen, Caesar wird immer intelligenter, doch Wills Vater wird gegen den Impfstoff immun und verfällt zusehens. Und während Will weiterforscht passiert das Drama: der verwirrte Vater geht auf die Straße und kommt unbeabsichtigt mit dem aggressiven Nachbarn in Konflikt, Caesar will seinen Ziehvater verteidigen und greift ein und muss in eine Affenauffangstation gebracht, wo er zu erstem Mal in seinem Leben unter anderen Affen ist und sieht, wie die Menschen mit ihnen umgehen…

    Fazit:
    So, da sind wir nun erstmalig bei der Vorgeschichte zu Planet der Affen und prompt wird die Story auf den Kopf gestellt. 
    Von wegen Atomkrieg, sich aus niederen Beweggründen gegenseitig killen oder durch Wurmlöcher gezogene genetisch veränderte Schimpansen, die Ihren Vorteil nutzen, nein, der Anfang vom Ende wird ein Virus sein, so ändern sich die Feindbilder…
    Rupert Wyatt prequelt somit weder Burtons, noch die Originalversion (ich habe keine Ahnung warum hier immer wieder von logischem Anschluss geredet wird), aber was solls, heißt es wenigstens im Filmbuisiness: jeder für sich alleine und Hauptsache die Kasse klingelt.
    Aber was rede ich, hier wurde auch ordentlich reingebuttert. Abgesehen von der Vermarktung, glänzt der Streifen tatsächlich durch ein für heutige Verhältnisse ganz ordentliches CGI, also Motion Capture. Wieder mal durfte der ich-kann-alles-spielen-Spezialist Andy Serkins in den Spezialanzug schlüpfen und verlieh dem Protagonisten Caesar den tötlichen Blick (und mehr). Eigentlich ist er die zentrale Figur, hinter der, bis auf eine Ausnahme, alle verblassen. James Franco gibt hier eine schon fast lustlose Perfomance, Freida Pinto war absolut austauschbar, Brian Cox, gab nur seinen Namen und Tom Felton muss aufpassen, dass er nicht für immer und ewig auf das Ekelpaket festgelegt wird. Einzig und alleine John Lithgow konnte sich neben den Affen behaupten und schwemmte mir ein Tränchen in die Augen.
    All meinen Unkenrufen zum Trotz, ist dieses Prequel nicht schlecht, so wird auch mit den klassischen Feindbildern gespielt, die uns seit den Siebzigern bewegen: profitgeile Pharmaunternehmen, machen gewissenlose Tierexperimente, pferchen die armen Wesen in olle Stahlkäfige und machen alle tot, sobald sie lästig werden, natürlich erst, nachdem wir alle in ihre Gesichter gesehen haben. Etwas geht schief, einer entkommt und wumm, ist die Katastrophe da. Dass sie diesmal in Gestalt von überhöhter Intelligenz kommt ist das einzige wo sich Burton und Wyatt treffen, wobei wir uns offensichtlich auch heute noch nicht damit abfinden können, dass Menschenaffen durch zeitliche Weiterentwicklung intelligent und sprechend werden, sondern es muss eine Veränderung aus Menschenhand sein. So kommt der Film dann auch zwar mit einer scheinbar modernen, aber letztendlich viel überheblicheren Sichtweise als sein Vorgänger aus den Sechzigern daher und immer wenn ich versuche positive Eindrücke zu sammeln, fällt mir auf wie viele Mängel dieser Film hat. 
    Aber: "Planet Der Affen: Prevolution" ist die erste Version, in der man bereits nach kurzer Zeit auf der Seite der Affen steht und die ganz ohne religiöses Gedöns auskommt. Ist ja auch was wert.
    So und jetzt noch mal geordnet: der Streifen hat was, legt zwar neue Grundlagen und hat von daher nichts mit den Originalen zu tun, ist aber ganz bewegend gemacht. Auch wenn die Hauptdarsteller aus Pixeln bestehen und viele Aufnahmen und Bewegungen einfach noch comichaft aussehen, sind sie die besseren Schauspieler und Identifikationsobjekte. Jede Handlung ist nachvollziehbar und es ist schon nett anzusehen, was dem CGI-Caesar da auf den Leib geschrieben wurde, ja ab einem bestimmten Punkt möchte man einfach, dass die Affen die Welt übernehmen, weil sie die besseren Menschen sind.
    Dennoch gibt es praktisch nur Stereotype und in die Figuren der Menschen wurde einfach zu wenig investiert, da passiert kaum was, so dass er mir in nicht unerheblichem Maß einfach zu lieblos hingeschludert war.
    Letztendlich ist
    "Planet Der Affen: Prevolution"  wieder mal der Sieg der Technik über den Menschenverstand. Nett anzusehen, aber nicht wirklich besser als ein räudiges Affenkostüm.6_rabbit_animal_pink_cute

    Planet Der Affen USA 2011 - Originaltitel: Rise of the Planet of the Apes - Regie: Rupert Wyatt - Darsteller: James Franco, Freida Pinto, John Lithgow, Brian Cox, Tom Felton, Andy Serkis, Chelah Horsdal, David Hewlett, Tyler Labine - FSK: ab 12 - Länge: 105 min.

     

  • WeheEsIstVollmondOnSinterklaasDay

    Saint von Dick Maas

    saint-Inhalt:
    "Sinterklaas", der niederländische Nikolaus bringt nicht nur Geschenke für die Kinder, sondern ist auch der Schutzpatron der Seefahrer. Ende November kommt er mit seinem Schiff aus Spanien angereist und sobald die Glocken läuten, macht er sich mit seinem Knecht "zwarte Piet" und seinem Schimmel auf, den Kindern kleine Geschenke und Süßigkeiten zu bringen. Die Kinder stellen einen Stiefel mit dem Wunschzettel neben dem Ofen aus und stellen Wasser und eine Karotte für das Pferd daneben.
    Wer nicht brav war hat allerdings Kohle im Stiefel.
    Soweit die Legende.
    Doch was heute niemand mehr weiß ist, dass der nette Sinterklaas in Wirklichkeit ein ziemlich böser und gieriger Bischof war, der weniger gegeben hat, als mehr genommen. Das ging soweit, dass die Bevölkerung nichts mehr zu beißen hatte und dafür von seinen Schergen noch Bestraft wurde. Aber irgendwann ist eine Leidensgrenze erreicht und so taten sich eines Tages die Bewohner Amsterdams zusammen und machten Bischof St.Nick und seinen Leuten den Garaus, zündeten die Überlebenden auf seinem Schiff an und verbrannten alles.
    Es war Vollmond an einem 5. Dezember.
    Seit diesem Tag kehren die Geister Sinterklaas und seiner Mannschaft wieder, an jedem 5. Dezember, an dem Vollmond ist - und sie bringen keine Geschenke…

    Fazit:
    Wo Dick Maas drauf steht ist auch Huub Stapel drin und man wird eigentlich nie richtig enttäuscht. Auch wenn "Saint" hinter "AtB" an diesem Abend einen schweren Stand hatte.
    Nichtsdestotrotz ist "Saint" ein klassischer Maas, in dem mal wieder die alltägliche Idylle durch eine Serie diesmal blutiger Nikolausattacken zerstört wird. Der Untote St. Nikolaus kehrt am 5. Dezember bei Vollmond heim nach Amsterdam, metzelt alles nieder, was er so vor den Degen kriegt und klaut die Kinder, den Rest übernehmen der schwarze Peter und seine Kumpels. Ein ungnädiger Racheakt, der sich aber nicht viel von seinem Werk zu Lebzeiten unterscheidet.
    Dick Maas komponierte mit "Saint" einen richtigen Kindergruselfilm (für die großen Kinder), der ohne die Splattereffekte und die Tonnen von Blut auch als ansehbar durchgegangen wäre. Nichts ist gruseliger als ein alter Mann, der durch den Schornstein kommt und was für die Kinderchen bringt - uaah. Auch die Kinder im Film finden es weniger spaßig wenn da einer mit dem Schimmel übers Dach galoppiert und wähnen Übles.
    Maas verpackt sein Wintermärchen zwar in Filmschaum, aber durchweg richtig schöne, zum Teil kitschige Bilder, die wie erwähnt durch das ein oder andere Massaker demontiert werden. Die Effekte sind teils trashig, was dem Spaßfaktor aber überhaupt keinen Abbruch tut.
    Es gibt sogar Stimmen, die da eine ernste Botschaft im Film vernommen haben, sprechen von doppelbödiger Religionskritik, heuchlerischen Geistlichen, die Kindern nachstellen und dem maasschen Zeigefinger gegen den Konsumrausch. Ich vermag das hier nicht so ernst zu nehmen - nennt mich oberflächlich, ich hatte nur meinen Spaß.
    Das der 5. Dezember in Wirklichkeit Nikolaus sein Todestag war ist dabei eine wissenschaftlich unfundierte Behauptung, nak nak.
    7_rabbit_animal_pink_cute
    "Saint" ist eine unterhaltsame, trashige, sozialkritische (nein das ist ein Scherz), splattrige Nikolausgruselgeschichte, mehr für alt als für jung, aber für den Dick Maas-Fan ein muss.

    SINT NIEDERLANDE 2010 / DCP / 85 MIN / NIEDERLÄNDISCHE OMEU  REGIE DICK MAAS DARSTELLER HUUB STAPEL / EGBERT-JAN WEEBER / CARO LENSSEN / BERT  LUPPES / ESCHA  TANIHATU / JIM  DEDDES DREHBUCH DICK MAASPRODUZENT TOM DE MOL / DICK MAAS VERLEIH ENTERTAINMENT ONE UK PRESSEMATERIAL WWW.SINTDEFILM.COM [NIEDERL.] / WW.SAINTTHEMOVIE.COM [ENG.]

  • AliensAreInDaHooouse…

    Attack The Block von Joe Cornish

    Attack the BlockInhalt:
    Eigentlich wollte Krankenschwester Sam einfach nur in ihr neues zu Hause gehen, doch so ohne weiteres scheint ihr das heute nicht vergönnt zu sein. Hier im Süden Londons, einem der ärmsten Stadtteile mit überwiegend verkommender Wohnblockstruktur haben die Jugendgangs das Sagen, allen voran die Jungs um Moses. Vermummt ziehen sie die verängstigte Sam ab, aber während sie noch die Beute checken, stürzt ein Feuerball vom Himmel und die Kids wissen: das war kein Feuerwerk. Wirklich beeindruckt sind sie nicht als sie entdecken, dass der Himmelkörper eine lebendige Fracht hatte und auch nicht als dieses keifende um sich beißende Viech endlich von ihnen erlegt und ganz klar als Alien identifiziert wird, jedoch ändert sich alles, als die Nachhut kommt. Viele, sehr viele Aliens landen in dem Viertel und eins ist klar: sie haben sich mit den Falschen angelegt, denn dieser Block gehört Moses und seinen Jungs!

    Fazit:
    Die traurige Nachricht vorneweg: "Attack The Block" ist keine Comicverfilmung, kein Prequel, kein Remake und keine Fortsetzung von irgendwas und es ist in 2D!! (so ungefähr - Joe Cornish am 24. August 2011 auf dem FFF Berlin).

    Was für ein famoser Streifen! Ich kann jetzt schon sagen, dass "Attack The Block" nicht nur der beste Film des 25. Fantasy Filmfestes war, sondern des gesamten Jahres 2011.
    Cornish ist es kongenial gelungen Science Fiction, Horror, Milieustudie, Satire und Komödie miteinander zu verbinden und einen unterhaltsamen, spannenden, lustigen und durch und durch beeindruckenden Kinoevent zu gestalten. 
    Angefangen bei den Hauptakteuren, den Kids und Jugendlichen Darstellern, von denen ein Teil das erste Mal vor der Kamera stand und Leistungen hinlegten, dass man sie am liebsten gleich Zwangsadoptiert hätte, dabei kann man gar nicht sagen wer besser oder schlechter war. Von Ganghäuptling und Mosesdarsteller John Boyega bis hin zum quirligen Super Soaker Hydro Cannon Spezialisten Sammy Williams, es gab keinen einzigen Ausfall.
    Bis hin zum Inhaltlichen: ohne die kriminellen Machenschaften der Jugendlichen zu loben oder zu verteidigen, konnte Cornish sie dennoch überzeugend entstigmatisieren und eine ganz andere viel menschlichere Seite herausarbeiten, ein Blick in Hintergründe und Familien geben und sich Zeit für die einzelnen Figuren nehmen. Auf der anderen Seite wurde nicht unerwähnt gelassen, dass die Gesellschaft da nicht so detailiert reagiert und bei den Einsätzen der Polizei nur ein Feindbild existiert.
    Unglaublich, aber ja, sowas kann man in eine spaßige und zum Teil sehr schön blutige Alienkomödie, in der es auf beiden Seiten keine Gefangenen gab, verpacken und trotzdem stimmig bleiben.
    Dabei ist es auch überhaupt nicht von Belang, dass kein Geld für ausgefeiltes CGI da war und die Aliens mal nicht aus dem üblichen Genpool stammten, was sie aber nicht plüschiger machte.
    So kann "Attack The Block" ohne schlechtes Gewissen als Symbiose aus "Assault on Predict 13", "Sie Leben" und "Super 8" beschrieben werden, bei der vom Darsteller, über die Musik, bis hin zur Kamera einfach alles stimmt.10 rabbit_animal_pink_smile
    Und ja, Nick Frost und Luke Treadaway waren auch mit von der Partie - und sie waren guut.
    Unbedingte Ansehempfehlung!

    Attack The Block Großbritannien 2011 - Regie: Joe Cornish - Darsteller:Jodie Whittaker, Luke Treadaway, Nick Frost, John Boyega, Alex Esmail, Franz Drameh, Leeon Jones, Simon Howard, Jumayn Hunter - FSK: ab 16 - Länge:87 min. - Start: 22.9.2011

  • EineAnständigeFamilie

    The Woman von Lucky McKee

    THE-WOMANInhalt:
    Der Kleinstadtanwalt Chris Cleek hat alles was man sich wünschen kann: eine bezaubernde Familie mit fleißiger Ehefrau, zwei Töchtern und einem Sohn, ein stattliches Häuschen am Waldrand und eine Kanzlei, die gut läuft.
    In seiner Freizeit geht Chris jagen und bringt Abwechslung auf die Speisekarte, doch was er diesmal mitgebracht hat, erstaunt die Familie doch sehr: Chris ist in den Wäldern über eine "wilde Frau" gestolpert hat sie beobachtet und mit einem Netz eingefangen. Währenddessen hat er zu Hause schon mal den Keller heimelig zurechtgemacht, damit das unzivilisierte Ding auch adäquat untergebracht ist.  
    Und da steht die Familie nun fassungslos vor der angeketteten, dreckigen Frau und fragt sich, was Daddy damit machen will: na manieren beibringen, sie zu einem wertvollen Teil der Gesellschaft machen!
    Doch hat Papa Chris so seine ganz eigenen Vorstellungen davon, wie eine anständige Frau zu funktionieren hat und seine älteste Tochter und Ehefrau können davon bereits ein Liedchen singen.

    Fazit:
    Wer ist hier das Tier, der Familendespot, Frauenschläger und Vergewaltiger seiner eigenen Tochter oder eine wilde Kannibalenfrau, die sich einfach nur das nimmt, was sie zum Leben braucht und ansonsten in ihrer Höhle lebt?
    Lucky McKee inszenierte nun den dritten Teil Ketchums Kannibalen-Trilogie (Beutezeit, Beutegier und Beuterausch), wobei Beutegier bereits verfilm wurde und das ebenfalls mit Pollyanna McIntosh in der selben Rolle. Vielleicht wären mit diesem Vorwissen manche Eindrücke relativiert worden; der Kenntnis, dass die Frau die letzte Überlebende eine wilden Stammes ist, der bereits seit Jahren dort sein Unwesen treibt und sich den ein oder anderen Menschen gekascht hat, aber gut, ein Recherechefehler meinerseits, was dem Film an sich aber keinen Abbruch tut, da er ganz gut für sich alleine stehen kann.
    Im Fokus dieser Geschichte steht nu die Familie Cleeks. Scheinbar in bester Harmonie zusammenlebend, eröffnen sich nach und nach die Abgründe hinter den Kulissen. Daddy ist ein beliebter Anwalt in einer Kleinstadt, die Ehefrau macht immer fein zurechtgemacht den Haushalt und versorgt die Kinder, die Kleinste bekommt noch nicht wirklich mit, was so abläuft, jedoch verhält sich die älteteste Tochter seltsam. Sie zieht sich zurück, trägt weite Kleidung und fällt ihrer besorgten Klassenlehrerin auf. Sohnemann ist auch nicht ganz koscher, heckt er doch fiese Streiche für die aus, die ihn nicht mögen und es hat den Anschein das der leicht gestörte junge Mann außer Dad nicht viele Menschen hat, die ihn gerne um sich haben.
    Und so bekommen wir Stück für Stück ein Bild von einem Despoten und seinem Zögling, der Frauen nur als Sexobjekt und Dienerinen ansieht.
    Egal wie zivilisiert sie tatsächlich sind, Chris Cleek macht da keine Unterschiede und die wilde Frau liegt auch nur in Ketten, weil sie seine Misshandlungen sonst mit abgerissenen Körperteilen strafen würde.
    So zeichnet McKee ein Familienbild aus psychologischer und körperlicher Gewalt, der Ohnmacht der Unterdrückten und der Tatsache, dass irgendwann jedem mal der Kragen platzt und Gelegenheit Diebe macht.
    "The Woman" ist ein gewalttäiger Film und auch, wenn er ziemlich harmlos beginnt und erst mal nur den einen oder anderen Thrillmoment hat uns damit schockiert wie menschenverachtend da ein Mann mit anderen umgeht, zieht er zum Schluss hin ordentlich Tempo an, hat die eine oder andere Überraschung für uns und belohnt den Splatterfan mit einem blutigen Finale.
    Insgesamt eine durchaus sehenswerte Leistung, in der nicht alle Schauspieler überzeugen konnten (Lauren Ashley Carter kann eigentlich nicht viel mehr als die Augen aufreißen und beläppert gucken, sehr peinliche Vorstellung), aber in der Summe lohnenswert.
    8_rabbit_animal_pink_cute

    The Woman USA 2011 / DIGITAL / 108 MIN / ENGLISCHE OV REGIE LUCKY MCKEE  DARSTELLER POLLYANNA MCINTOSH / ANGELA BETTIS / SEAN BRIDGERS / LAUREN ASHLEY CARTER / CHRIS KRZYKOWSKI / LAUREN PETRE DREHBUCH JACK KETCHUM / LUCKY MCKEE PRODUZENT ROBERT TONINO / ANDREW VAN DEN HOUTEN VERLEIH CAPELIGHT PICTURES

  • HappyBirthdayAndreasport

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag altes Haus.
    Lass die Puppen tanzen und viel Glück fürs neue Lebensjahr :D

  • Willkommen

    Irgendwie habe ich es in letzter Zeit total versäumt einen Willkommengruß an meine Neuzugänge zu senden, darum hier und jetzt: Herzlich willkommen FrankiHollywood, DougJones, Puzzles und tromaggot.

  • KatzenUndEinPaarMorde

    Good Neighbors von Jacob Tierney

    Good_NeighborsInhalt:
    Louise lebt in einem behaglichen Altbau inmitten Montreals Notre-Dame-De-Grâce, verdient sich jeden Tag brav in einem Chinarestaurant ihren Lebensunterhalt, kuschelt mit ihren beiden Katzen und teilt mit dem im Rollstuhl sitzenden Nachbarn Spencer neben dem üblichen Abenddrinks auch das Interesse an den in letzter Zeit auftretenden Vergewaltigungen und Morden an jungen Frauen in der Stadt.
    Dann steht eine Tages Victor auf der Matte. Der junge unbeholfene Lehrer, erregt erst Louises Mitleid, doch schleicht er sich so langsam mit Nettigkeiten in ihr Leben und das von Spencer. Die drei werden so eine Art Freunde und Victor holt Louise jeden Tag von der Arbeit ab, weil sie angst auf dem Heimweg hat, als eine Kollegin dem Serienkiller zum Opfer fällt.
    Eines Tages überstürzen sich die Ereignisse: Louises Katzen werden von der hysterischen Hexe im Ersten Stock vergiftet und Victor macht eine überraschende Beobachtung, die er mit Louise teilt. Die daraus resultierende Ereignisskette wird einigen den Tod bringen und anderen ihren inneren Frieden.

    Fazit:
    Es ist schwer zu sagen in welche Richting "Good Neighbors" geht. Er ist tatsächlich eine Mischung aus Kammerspiel, schwarzer Komödie und Thriller, in der drei Akteure im Fokus stehen: Louise die gelangweilte Katzennärrin, Spencer, der viel zu nette Nachbar im Rollstuhl mit einer Vorliebe für teure Fische und Victor der fast bodenständige, aber doch verträumte Lehrer. Louise liebt Spencer, Victor liebt Louise und Spencer liebt nur sich. Aus einem schlimmen Geheimnis werden im Verlauf der Geschichte zwei sehr schlimme Geheimnisse und während Tierney die Story zuerst so romantisch unbeholfen dahinplätschern lässt, gibt er es uns dann zum Finale volle Kanne. Die über den ein oder anderen hereinbrechende Gewalt schockiert dann auch, ebenso wie sie belustigt und einen über die ein oder andere Länge des Filmes hinwegsehen lässt.
    Für meinen Geschmack hatte Jay Baruchel die undankbarste Rolle als Schlaffi, gut da passt er auch rein, aber irgendwie mochte ich diesen netten, aber leicht aufdringlichen Typen nicht so sehr. Auch waren gewisse Elemente der Geschichte sehr voraussehbar, was aber mit einem kleinen Abstecher in Nachbars Wohnung wieder wett gemacht wurde.
    Ich weiß, ich rede um den heißen Brei, möchte aber nicht zu viel verraten. "Good Neighbors" ist zwar nicht das große Kino, dennoch eine durchaus und durchweg unterhaltsame sehr schwarze Komödie, die voll und ganz für einen netten DVDabend geeignet ist.
    7_rabbit_animal_pink_cute

    Good Neighbors KANADA 2010 / 35 MM / 96 MIN /  ENGLISCHE OV REGIE JACOB TIERNEY DARSTELLER JAY BARUCHEL / SCOTT SPEEDMAN / EMILY HAMPSHIRE / XAVIER DOLAN / GARY FARMER DREHBUCH JACOB TIERNEY / CHRYSTINE BROUILLET (BUCH) PRODUZENT KEVIN TIERNEY VERLEIH ASCOT ELITE ENTERTAINMENT GROUP

  • DasKrankhafteSelbstbild

    In Her Skin - I'am You von Simone North

    InHerSkinInhalt:
    März 1999, es ist 18.00 Uhr und Mr. Barber wartet vergebens auf seine Tochter Rachel. Sie wird auch nicht mehr kommen. Die Eltern sind verzweifelt, wissen, dass etwas passiert ist, doch die Polizei reagiert nicht. Nicht so früh und nicht bei einer Pubertierenden.
    Nach ein paar Tagen rückt Rachels Freund mit der Sprache heraus: angeblich hatte sie nach dem Balletunterricht noch einen "Job". Viel Geld für wenig arbeit. Ganz vetrauenswürdig, von einer alten Freundin. Doch wer ist diese Freundin? Zeugen melden sich. Ein Phantombild und dann die schreckliche Wahrheit.

    Fazit:
    Obwohl der Vorsatz: eine wahre Geschichte im Vorspann stand, bekommt der Zuschauer von Simone North nur Häppchen zugeworfen. Aus verschiedenen Perspektiven wird das Verschwinden der 15jährigen Rachel Barber erzählt. Während zu Beginn die Kamera wie losgelöst über Wald und Wiesen schwebt, die tanzende Rachel zeigt und später sie und ihrem Freund auf einer Waldlichtung, wechselt im Folgenden die Sicht zwichen den Eltern, die vergebens auf die Tochter warten und ohne Erfolg die Polizei alarmieren, Abrissen aus Rachels letzten Stunden, bevor sie verschwand und der ehemaligen Nachbarstochter und Babysitterin der Familie Caroline. Während die Barbers und Rachels Figuren blass bleiben und scheinbar nur dazu dienen zu erzählen was passierte, wird die Hauptdarstellerin Caroline in den Fokus genommen. Caroline ist psychisch gestört. Depressionen und Selbsthass machen aus ihr eine schwer umgängliche Person und selbst ihre Eltern wenden sich von ihr ab. Der Vater, den sie abgöttisch liebt, nimmt sich keine Zeit für sie und die Mutter ist angewiedert von Carolines verbalen Attacken und dem was sie niederschreibt. Neidisch und in voller Sehnsucht nach einer heilen liebenden Familie schielt Caroline auf die Barbers und besonders auf Rachel. Sie ist das ganze Gegenteil zu Caroline: schön, schlank, talentiert, intelligent und beliebt. Im Laufe der Jahre manifestiert sich Carolines Psychose immer mehr und mit ihr der Gedanke in Rachels Haut schlüpfen zu wollen, bis sie 1999 endlich Rachel in eine Falle lockt und sie tötet.
    Simone North hatte Glück für die Rolle der Caroline die absolut überzeugende Ruth Bradley gewonnen zu haben. Ohne sie wäre der Film keinen Buchstaben wert, trotz Miranda Otto, Guy Pearce und Sam Neills. Man erfährt praktisch kaum etwas über die Figuren und Rachels Familie, außer das sie in Friede, Freude, Eierkuchen gelebt haben und auf die Supertochter Rachel stolz waren. Die war bei allen beliebt, hatte einen Freund und war reichlich naiv. Im Gegensatz dazu erfährt man etwas mehr über die Täterin Caroline, die offensichtlich jahrelang ohne geeignete Therapie sich selbst überlassen wurde, von ihren Eltern abgelehnt und ohne Freunde in eine kleine billige Wohnung abgeschoben. Ohne Hilfe und Zuspruch steigert sich Caroline in einen Traum, der ihr ein neues Leben verheißt: töte die Schöne und schlüpfe in ihre Rolle und tatsächlich hat Caroline der Mord an Rachel befreit.
    Erklärungen oder irgendwelche Weisheiten übermittelt der Film nicht, wie auch? Die Tat ist für einen gesunden Menschen überhaupt nich nachvollziehbar. Ein krankes Verbrechen von einer geistig kranken Person.
    Leider konnte North bei der Darstellung der Familie überhaupt nicht punkten, die Szenen konnten nicht berühren, das Mitleid hielt sich somit in Grenzen, dafür hat er auch nicht verurteilt, wenigstens nicht die Täterin, die nach meinem Dafürhalten nicht mehr zurechnungsfähig war.
    Vom güldenen Lichtzauber bis hin zum unerträglichen Ausbruch einer psychisch kranken Frau vor ihrem Vater wirkt "I'am You" sehr unhomogen und im Detail sehr nachlässig inszeniert. Welche Polizeistation hatte 1999 schon auf jedem Platz Computer und dann auch noch mit Flachbildschirm und dem aktuellen Windows? Kleine Details, die aber symptomatisch für den Streifen sind.
    Fürs Fernsehen durchaus ok, schon wegen der tragischen Geschichte, fürs Kino zu wenig.6_rabbit_animal_pink_cute

    In Her Skin AUSTRALIEN 2009 / 35 MM / 104 MIN /  ENGLISCHE OV REGIE SIMONE NORTH DARSTELLER RUTH BRADLEY / GUY PEARCE / MIRANDA OTTO / SAM NEILL / KATE BELL / KHAN CHITTENDEN DREHBUCH SIMONE NORTH  PRODUZENT TONY CAVANAUGH / THOM MOUNT VERLEIH ATLAS FILM + MEDIEN

Dieses Blog ist nicht Für Personen Unter 18 Jahren geeignet.
DeathTroopers

TwitterDexterWard


facebook-2
Tags

mehr Tags…

zensurbanner_flierswelt

E-Mail-Abonnement

Hier kannst Du für neue Einträge dieses Blogs eine E-Mail erhalten.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.