szmmctag

Archiv der Einträge: August, 2011
  • YouFuckedMe?!

    Hesher von Spencer Susser

    HesherInhalt:
    T.J. befindet sich im Tal der Trauer. 
    Vor wenigen Monaten verlor er seine Mutter durch einen Verkehrsunfall, sein Vater ist seitdem medikamentenabhängig und schwer depressiv, seine Großmutter ist bereits leicht abwesend und er selbst wird nicht nur aufgrund seiner Zurückgezogenheit von den größeren Mitschülern gemobbt. Als er aus Wut über einen Fahrradsturz einen Stein in ein im Bau befindlichen Hauses wirft, trifft T. J. das erste mal auf Hesher, der sich auf der Baustelle eingerichtet hat und stinksauer darüber ist, dass er erstens geweckt wurde und zweitens seine Schlafstätte verloren hat, denn T.J wurde vom Wachmann entdeckt und somit auch Hesher.
    Während T.J. bei dieser Begegnung mit einem blauen Auge davongekommen ist, muss er feststellen, dass er von nun an von Hesher verfolgt wird und dieser ihm ungefragt bei seinen Streitigkeiten mit einem anderen Schüler hilft. Doch diese Fürsorge reitet T.J. immer tiefer den Konflikt und dann findet er ihn als i-Tüpfelchen auch noch auf dem heimischen Sofa vor. Hesher ist auch bei der Großmutter eingezogen. Er wäscht seine Klamotten dort, sitzt in Unterhosen auf der Couch, isst gemeinsam mit ihnen Mittag…T.J.s Dad is not amused, doch nimmt er die neue Situation so hin und Großmutter hat endlich jemanden zum Reden.
    So sehr wie T.J. Heshers Anwesenheit und Einmischung auch hasst, sich fragt wie lange das noch so gehen soll, zwingt ihn Hesher immer wieder sich zu bewegen.

    Fazit:
    Was soll man als Vorpubertärer Halbwaise mit einer alten oft verwirrten Oma und einem depressiven Vater machen, wenn man von den größeren Mitschülern gequält wird und ohne kindgerechte Therapie oder Ansprache den Tod der Mutter verarbeiten soll? Und was, wenn in dieser extrem schwierigen häuslichen und psychologischen Situation das unflätige Chaos in Form eines Hesher über ein hereinbricht?
    Hesher, dieser abgefuckte schmuddelige Typ, der auf seiner eigenen Welle durchs Universum reitet, dessen einzige Prämisse "Fuck the World" heißt, der weder Manieren hat, noch besonders redselig ist, sondern rüpelhaft, grob und völlig gedankenlos, der Metal und Pornos liebt und sich parasitär einfach bei anderen einnistet.
    Doch so unkontrolliert und zufällig Hesher auch in die Familie T.J.s eindringt und scheinbar systemlos abhängt oder irgendwas kaputt macht, zwingt er doch T.J. und seinen Vater in irgendeiner Form zu reagieren, sei es, dass sie in einfach hassen.
    Keine Sympathie für die "Männer". Doch letztendlich ist es Hesher, der sich um die Familie kümmert und wenn er nur der einzige ist, der der sterbenden Großmutter sein Ohr leiht und Vater und Sohn nochmal ordentlich in den Hintern tritt, damit sie endlich auch wach werden.
    "Hesher" lässt sich schwer beschreiben.
    Über dem ganzen Film hängt eine ziemlich düstere Stimmung, in der eigentlich niemand wirklich glücklich ist.
    Ein ungehobelter Egomane, ein traumatisiertes gestörtes Kind, ein Vater mit schwerer Depression, die abgebrannte verzweifelte Verkäuferin, die vereinsamte Großmutter. In diesem Szenario bringt nur das Chaos Erleichterung, rüttelt wach und ordnet neu.
    Kein einfacher Streifen, anstrengend, vulgär, nicht aufgesetzt. Keine Befreiung oder Läuterung, erst ganz am Schluss so etwas wie Einsicht.
    Ich fands großartig und Joseph-Gordon Levitt… niemand hätte die Hesher besser spielen können.
    8_rabbit_animal_pink_cute

    Hesher USA 2010 / DCP / 106 MIN / ENGLISCHE OV REGIE SPENCER SUSSER DARSTELLER NATALIE PORTMAN / JOSEPH GORDON-LEVITT / RAINN WILSON / JOHN CARROLL LYNCH / PIPER LAURIE  DREHBUCH SPENCER SUSSER / DAVID MICHÔD PRODUZENT LUCY COOPER / JOHNNY LIN / NATALIE PORTMAN VERLEIH KOCH MEDIA

  • Gerettet!

    The Divide von Xavier Gens

    the_divideInhalt:
    In einer nahen Zukunft. New York City wird mit nukelaren Waffen angegriffen. Während Eva noch fassunglos am Fenster steht und sieht wie ein Wolkenkratzer nach dem andern fällt, wird sie von Freund Sam gegriffen und die Treppen nach unten gezerrt. Das Paar hat glück wie auch sechs andere, die sich mit mehr oder weniger Gewalt noch in letzter Sekunde den Zutritt in den Luftschutzkeller Mickeys, dem Hausmeister erzwingen. Die Tür schließt sich und Eva, Sam, Mickey, Josh, Adrien, Bobby, Delvin, Marilyn und ihre Tochter sitzen fest. Die Erleichterung über ihre Rettung hält sich in Grenzen, denn bereits nach kurzer Zeit hören sie das Haus über sich einstürzen und Mickey, der alles andere als erfreut über den ungebetenden Besuch ist, stellt strickte Regel auf, denn seine Lebensmittelvorräte sind knapp und fließendes Wasser fehlt ebenso wie die Aussicht den Keller schnell wieder verlassen zu können.
    Doch dann hört die Gruppe nach wenigen Tage wie die Tür freigeggraben wird und Bewaffnete in Schutzanzügen eindringen und Marilyns Tochter mitnehmen. Die Mutter dreht durch und im Handgemenge können einige der Aggressoren überwältigt werden. Doch was nun?
    Josh erklärt sich bereit nach dem Mädchen zu suchen, doch er findet nur ein Labor, in dem mehrere Kinder bereits analysiert werden, wahrscheinlich bereits getötet wurden. Er wird entdeckt und flüchtet sich zurück in den Keller. Jedoch werden die Acht nun in den überschaubaren Räumlichkeiten eingeschweißt. Keine Chance mehr zu entkommen.
    Die Verzweiflung greift um sich.

    Fazit:
    Mit "The Divide" beschert uns Xavier Gens nun dieses Jahr einen Endzeitthriller.
    New York wird angegriffen, Atombomben explodieren, die Stadt fällt. Die Menschen können es nicht glauben. Doch bevor sie sich fragen können, wer der Aggressor sein könnte, beginnt der Kampf ums Überleben. Alle suchen Schutz, doch wo sich die meisten zu tode trampeln haben in unserem Hochhaus nur neun Menschen das Glück diesen zu finden. Der Keller des Hausmeisters kann sie retten, doch Vorräte und Energie sind knapp und mit der Zeit liegen die Nerven blank. Nicht nur, dass das Kind entführt und getötet wird, die Mutter daraufhin verrückt wird und sich verzweifelt und Trost suchend an den Hals eines der jungen Männer wirft, was für sie ein böses Ende nimmt, gibt es auch Streit um und über die täglich servierten Bohnen. Der ganz alltägliche Wahnsinn potentiert sich von Tag zu Tag. Als die Gruppe einige der "Schutzanzüge" überwältigen können und sie dabei töten, kommt nach kurzer Zeit das Problem auf: was sie mit den verwesenden Leichen tun. Die einzige Entsorgungseinrichtung ist ein Plumbsklo, dass durch ein kleines Loch direkt in die Kanalisation führt, doch ganze Menschen gehen da schwerlich durch. Und so werden unsere Protagonisten immer wieder auf harte Bewährungsproben gestellt, wobei einige versuchen etwas Ordnung zu erhalten, andere die Macht an sich zu reißen. Die Situation wird auch nicht einfacher, als die Gruppe mitbekommt, dass Mickey etwas vor ihnen verbirgt, etwas essentiell lebenswichtiges und die durchdringende Strahlung nicht nur aufs Gemüt schlägt.
    "The Divide" ist eine düstere Zukunftsvision, doch eigentlich stellt Gens die Frage, was mit uns passiert, werden wir unter extremen Umständen isoliert, ohne adäquate Nahrung, Hygiene, ohne Jurisdiktion, außer der Regeln, die sich die Gemeinschaft in diesem Fall selbst gibt. Was spielt sich mit und in den Menschen ab, die ihrem langsamen Tod entgegensehen, mit kaum einem Fünktchen Hoffnung auf Erlösung. Dabei zeigt er uns eine beachtlich Bandbreite an Charaktern. Die empfindliche, verzweifelt Mutter, die sich aufgibt, der Ordnungsfetischist, der sofort versucht seine Struktur unter die Menschen zu bringen, die Mitläufer, die sich dem Stärksten anschließen, der labile Sadist, der zwar keinen Plan hat, aber die Kraft sich durchzusetzen, oder die Beobachterin, die sich zurückhält, abwartet und ihre Chancen nutzt.
    Die Gesellschaft zerfällt; wen wir geliebt haben, hassen wir auf einmal, weil er Schwach ist und sich nicht rührt, wir suchen unsere Chancen und letztendlich, nachdem all unsere Menschlichkeit der Vergangenheit angehört, ist sich jeder selbst der nächste.
    Neben Michael Biehn, der hier eine solide Arbeit ablegt, Rosanna Arquette, die überzeugend als hysterische, aber auch verzweifelte Mutter und Frau ist, überraschen besonders zwei Darsteller: Michael Eklund und Milo Anthony Ventimiglia, die hier ein beängstigendes Duo performen und vom Lämmchen zum Monster mutieren. 
    Frustrierend, finster und nichts für zarte Gemüter.
    8_rabbit_animal_pink_cute

    The Divide DEUTSCHLAND/USA/KANADA 2011 / 35 MM / 110 MIN / ENGLISCHE OV REGIE XAVIER GENS DARSTELLER LAUREN GERMAN / MILO VENTIMIGLIA / MICHAEL BIEHN / MICHAEL EKLUND / ROSANNA ARQUETTE DREHBUCH KARL MÜLLER / ERON SHEEAN PRODUZENT ROSS M. DINERSTEIN / JULIETTE HAGOPIAN / NATHANIEL ROLLO / DARRYN WELCH VERLEIH SQUAREONE ENTERTAINMENT

  • EinRapperAufAbwegen

    The Mortician 3D von Gareth Maxwell Roberts

    themorticianInhalt:
    Am Rande einer verfallen Metropole liegt das Leichenschauhaus des Bestatters. Zurückgezogen und wie aus einer anderen Welt lebt er inmitten der Banden, zwischen Prostituierten und Kriminellen und präpariert in seiner Freizeit Tiere. Als eines Tages eine im Fluss aufgefundene tote Frau eingeliefert wird und er einen neuen Helfer auf Bewährung zur Seite gestellt bekommt, der die Tote kennt, wird der Bestatter in eine Strudel aus Armut, Gewalt und Verbrechen gezogen und mus sein Leben neu überdenken.

    Fazit:
    Manchmal ist ein Rapper nur ein Rapper und Method Man ist mit das Untalentierteste was ich neben dem Cast von Yellowbrickroad gesehen habe. Zu sehr bemüht zu spielen, anstatt er selbst zu sein, hölzert er durch die 89 Minuten schlecht gemachten 3D Streifens, von dem man gar nicht glauben mag, dass er in RealD gedreht worden sein soll, so platt sind die Texturen an manchen Stellen. Bereits nach 10 Minuten kann man nicht mehr ruhig sitzen, so dröge ist das Ding inszeniert. An sich ist die Geschichte einer "Familie" südamerikansichen Hintergrunds, die die Schwester, bzw. Mutter durch einen brutalen Exfreund und Zuhälter verlieren, nicht schlecht, jedoch agiert die Figur des Bestatters so gewollt ich weiß nicht gestört(?)und in weiten Teilen schon lächerlich, dass man den Streifen insgesamt getrost vergessen kann. Super, der Bestatter arbeitet dadurch, das er sich des Falles animmt seine eigene Kindheit auf, macht seiner Stammprostituierten einen Heiratsantrag, aber so richtig gut erzählt wird hier nichts und man fragt sich, warum man sich das gerade angetan hat.
    Ganz schlecht gemachte und unattraktiv gespielte Krimikost, im Tapeten3DLook, im Schneckentempo dargeboten, mit einem Hauptdarsteller, der eigentlich nur fürs Namedropping da ist.1 _rabbit_animal_white

    The Mortician 3D GROSSBRITANNIEN/USA 2011 / REAL D / 89 MIN / ENGLISCHE OV REGIE GARETH MAXWELL ROBERTS DARSTELLER METHOD MAN / DASH MIHOK / EJ BONILLA / JUDY MARTE / ANGELIC ZAMBRANA / WENDELL PIERCE / DANA FUCHS DREHBUCH GARETH MAXWELL ROBERTS PRODUZENT RHYS DAVID THOMAS, GARETH MAXWELL ROBERTS / LINDA MORAN VERLEIH ASCOT ELITE ENTERTAINMENT GROUP

  • SinnUndSinnlichkeit

    Perfect Sense von David MacKenzie

    Von allen Sinnen verbindet uns am meisten der Geruch mit unseren Erinnerungen und der Vergangenheit. Geschmack verankert uns in der Gegenwart. Hören und Sehen helfen uns durch die Welt zu finden. Aber es ist der Tastsinn, der uns miteinander verbindet.

    Perfect_SenseInhalt:
    Die Epidemiologin Susan steht vor einem Problem: Patienten, die zuerst eine heftige Traurigkeit überfällt verlieren ihren Geruchssinn. Erst sind es wenige, doch dann greift das Phänomen auf die gesamte Weltbevölkerung über. Auch sie und der Chefkoch Michael, der sich in Susan verguckt hat sind betroffen. Die Menschen sind frustriert, doch das Leben geht weiter. Michael beschließt neue Gerichte anzubieten, kräftig zu würzen, das Essen neu erleben zu lassen und er wirbt um Susan, die ihm schließlich erliegt. Doch dann kommt der große Hunger und als der vorbei ist haben die Menschen keinen Geschmack mehr…

    Fazit:
    Welches ist Dein wichtigster Sinn? Was machst Du aus Deinem Leben? Und was macht das Leben lebenswert?
    Jeder hat sich sicherlich schon gefragt auf welchen Sinn er verzichten könnte. Ist es das Sehen oder könnte man sich mit Taubheit arrangieren, ist riechen wirklich wichtig?
    MacKenzie machte sich nun auf seine Version des Menschseins darzustellen. Wie gehen wir durch die Welt, was nehmen wir wahr, worauf können wir verzichten und in wie weit können wir uns reduzieren, wenn unsere Sinne versagen. Verzagen wir oder machen wir das beste daraus, leben weiter, versuchen unsere Ordnung zu erhalten. Wie wichtig ist Liebe, menschliche Nähe, ist es das essentielle am Leben?
    Viele Fragen, dennoch keine Antworten.
    Anhand der Liebesgeschichte zwischen Susan und Michael, die zu beginn eigentlich beide keine großen Sympathieträger sind, beschreibt MacKenzie unser Ende und das, was uns bleibt und vielleicht ausmacht.
    Susan verschließt sich Partnerschaften, weil sie keine Kinder bekommen kann, sich minderwertig fühlt, ist nicht gerade ein warmherziger Typ. Michael lebt in seiner Küche, ist zwar impulsiv, doch kann er neben niemanden liegen und schlafen, ist genauso beziehungsunfähig wie Susan. Doch dann finden die beiden zusammen, durchleiden in ihrer neuen Verletzlichkeit gemeinsam den Verlust ihrer Sinne und die extremen Gefühle, die dem Sinnverlsut vorangehen.
    Susan beschreibt das Ende Schritt für Schritt. Während viele aufgeben, gibt es immer wieder Menschen wie Michael, die sich aufrappeln und weitermachen, versuchen das Beste aus der Situation herauszuholen, sich mit seinem reduzierten Dasein zu arrangieren. Doch irgendwann bricht alles Zusammen. Wie soll es weitergehen ohne hören und sehen zu können, das zu schmecken was einem am Leben erhält, Gefahr zu riechen?
    Ja der Tastsinn ist noch übrig richtig, wenigstens kann man noch die Tränen des anderen spüren, sich umarmen, aber kann einander haben alles sein, das überleben sichern? Ist das der Sinn des Lebens?
    Das muss sich jeder selbst beantworten, denn MacKenzie tut dies nicht, ebenso wenig wie er mir trotz seiner extrem getragenden Erzählung ein Tränchen abringen konnte oder in meinen Augen eine wirklich romantische Liebesgeschichte erzählte. 
    Susan und Michael zwei Menschen mit tiefen emotionalen Problemen finden zufälligerweise zueinander, als die Welt auseinanderbricht. Unter extremen Umständen und beginnendem Sinnverlust verlieben sich die beiden ineinander ohne je die Chance zu haben eine richtige Beziehung zu führen, da das Leben bereits aus dem Ruder läuft und das Ende des Überlebens eingeläutet wurde. Natürlich weiß man nicht, was aus den beiden unter normalen Umständen geworden wäre, doch hier sehe ich eine, wenn auch frisch verliebte, Zweckgemeinschaft, denn nichts ist schlimmer als in diesen Zeiten alleine zu sein; das wollen nicht mal Susan oder Michael.
    Perfect Sense - der so unterschätzte Tastsinn, vielleicht will MacKenzie auch nur eine stärkere Interaktion der Menschen miteinander anregen. Weniger vor Maschinen und Geräten sitzen, den direkten Kontakt pflegen, sich in die Arme nehmen, damit wir nicht irgendwann vereinsamen. Wer weiß das schon so genau.
    "Perfect Sense" ist ein schwermütiger Film, den man keinesfalls in seiner Deprophase oder an einem veregneten Sonntag sehen sollte. Kein Meisterwerk, aber über weite Strecken berührend und zum Nachdenken anregend, mit einer wunderbaren Eva Green und einem akzeptablen Ewan McGregor.
    8_rabbit_animal_pink_cute

    Perfect Sense D/GB/S/DK 2011 / 35 MM / 92 MIN / ENGLISCHE OV REGIE DAVID MACKENZIE DARSTELLER EVA GREEN / EWAN MCGREGOR / CONNIE NIELSEN / EWEN BREMNER / STEPHEN DILLANE / ALASTAIR MACKENZIE DREHBUCH KIM FUPZ AAKESON PRODUZENT GILLIAN BERRIE / MALTE GRUNERT VERLEIH SENATOR FILM

  • WieEinBunterBlumenstrauss…

    Chillerama von Adam Green, Joe Lynch, Adam Rifkin, Tim Sullivan

    ChilleramaInhalt:
    Körperflüssigkeiten soweit das Auge reicht oder die spaßigen Episoden der Herren Green, Lanch, Rifkin und Sullivan.
    Alles fängt so harmlos an: während ein liebender Mann seiner gerade ausgebuddelten toten Freundin ganz körperlich seine Liebe gestehen will, muss er zur Kenntnis nehmen, dass die noch kraftvoll zubeißen kann, Entsetzt über seinen Verlust kehrt er zu seiner Arbeitstelle, dem Autokino zurück. Dort werden heute Abend vier Perlen der Trashgeschichte gezeigt.
    Zuerst läuft die Geschichte von "Wadzilla", einer tragischen Fehlentwicklung der modernen Medizin, in der ein Mann zu wenig Spermien erzeugt und mit radioaktivem Medikament behandelt wird. Leider führt das nicht zum erwünschten Erfolg, nein schon bald sieht sich New York von einem riesigen Killerspermium bedroht.
    Die zweite Geschichte kann man als klassisches Coming of Ages Musical bezeichnen: "I Was a Teenage Werebear". Junger Mann findet dank einer Gruppe attraktiver Werbären zu seiner (Homo)sexualität und alles wird gut, begleitet von viel flotter Musik.
    Story drei: "Das Tagebuch Der Anne Frankenstein" erzählt dann wie es wirklich war mit Anne Frank und Frankensteins Monster: Familie Frankenstein änderte nämlich ihren Namen in Frank um, weil Papa Frankenstein den Durchbruch in der Erschaffung des künstlichen Menschen hatte und verhindern wollte, dass seine Unterlagen Hitler in die Hände fallen. Hat natürlich nicht geklappt, doch Hitler hat nicht nur die nymphomanische Eva Braun an der Backe, sondern auch kein Glück bei der Wahl der Leichenteile für seinen künstlichen Supersoldaten.
    Um das heitere Sekretgeslobber rund zu machen, läuft als Abschlussfilm ein Fäkalfetischstreifen, der leider abrupt durch die sich mittlerweile um sich gegriffene ganz besondere Zombiekontamination der Autokinozuschauer durch den Filmvorführer, man erinnert sich, abgebrochen wird…

    Fazit:
    Um eines vorweg zu nehmen: ich bin fest der Meinung, dass "Chillerama" am besten in einem mit entsprechend bierlaunigen Filmliebhabern besetzten Kino funktioniert. Die Episoden sind zwar teilweise echt spaßig, Ray Wise als Wadzilla-Doktor göttlich, die Werebears zuckersüß und Joel David Moore als Hilter ein Knaller, auch weiß ich, dass ich Popkorn fortan nicht mehr mit irgendwelchen Zusätzen versehen lasse, aber es ist eben echter Trash. Billig gemacht, schnell abgedreht, schlechte Effekte, einfach nur ein Haufen Leute, die ordentlich Spaß hatten diese absurden Geschichten zu verfilmen.
    Einzeln gesehen gab es zwei gute und zwei weniger gute Stories. Die Zombierahmenhandlung fing gut an, wurde dann aber zunehmend anstrengend, weil sexverrückte allesrammelnde sich genitale Körperteile abreißende Zombies nur einen begrenzten Funfaktor haben.
    Die zweite schwächere, weil echt unappetitliche Geschichte war "Wadzilla". Schon lustig und wie ein oller 50er Jahre Horrorstreifen gemacht, mir aber eindeutig zu viel weiße Flüssigkeit in Mund und Nase.
    Die beiden Highlights waren dagegen "I was A Teenage Werebear", einfach weil die Darsteller putzig waren und sich wirklich mühe gaben hier in Rekordzeit ein buntes Musical mit einer nicht alltäglichen und sehr witzigen Geschichte hinzulegen und "The Diary Of Anne Frankenstein", weil es zeigt, dass politisch unkorrekt so richtig lustig sein kann und mit dem Wissen, dass Herr Moore als einziger Englischsprachiger Fantasiedeutsch und auch richtiges Deutsch gesprochen hat ohne zu wissen, was er das sagt, wie: ich bin ein schlechter Schauspieler.
    Umso schwerer fällt es mir hier eine Wertung abzugeben.
    7_rabbit_animal_pink_cute
    Als zu Hause Wertung kann ich nur 6 Punkte geben auch wenn er im Kino eher an die 8 Punkte herankommt, darum werde ich ausnahmsweise mal mitteln.

    Chillerama USA 2011 / DCP / 115 MIN / ENGLISCHE OV REGIE ADAM GREEN / JOE LYNCH / ADAM RIFKIN / TIM SULLIVAN DARSTELLER ADAM RIFKIN / RAY WISE / ERIC ROBERTS / JOEL MOORE / KRISTINA KLEBE / KANE HODDER / GABBY WEST / LIN SHAYE / ADAM ROBITEL / TIM SULLIVAN / RON JEREMY/ SEAN PAUL LOCKHART / ANTON TROY DREHBUCH ADAM GREEN / JOE LYNCH / ADAM RIFKIN / TIM SULLIVAN PRODUZENT JASON RICHARD MILLER / ANDREW MYSKO / CORY NEAL KONTAKT ARIESCOPE PICTURES

  • VerlorenAufDerStraßeNachOz

    Yellowbrickroad von Jesse Holland und Andy Mitton

    yellowbrickroad-Inhalt:
    1940, macht sich eines morgens in Friar New Hampshire die gesamte Bevölkerung der Stadt auf und wandert gemeinsam in die Wildnis. Sie lassen alles zurück: Kleider, Geld und alle lebenswichtigen Dinge. Ein Suchtrupp der US Armee fand schließlich fast 300 der Einwohner, erfroren oder auf schlimmste Weise verstümmelt, der Rest blieb verschwunden. Im Laufe der Jahre wurde die Geschichte der Stadt verschleiert und als Märchen abgetan. Friar wurde neu besiedelt, jedoch blieb die ausgedehnte Wildnis im Norden für Jäger und Holzfäller verboten.
    2008 wurde die Klassifizierung der Koordinaten des Startpunktes der Yellowbrickroad aufgehoben und die erste offizielle Expedition macht sich auf den Weg der verschwundenen Friarnern nachzugehen und dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

    Fazit:
    Und da wären wir bei meiner persönlichen absoluten Gurke des diesjährigen Fantasy Filmfestes.
    Dabei hörte sich die Story wirklich spannend an:
    New England eine Stadt verschwindet. Mysteriös das alles, waren sie in der letztem Zeit doch alle regelmäßig und auffällig oft im Kino und sahen immer nur "The Wizard of Oz", machten sich eines Tages geschlossen auf den Weg, alles Hab und Gut zurücklassend um irgendwo in der Wildnis den Verstand zu verlieren oder für immer zu verschwinden.
    Leider leider hatten es Jesse Holland und Andy Mitton nicht drauf aus der eigentlich guten Geschichte irgendwas rauszuholen. Kein Geld für Schauspieler, gute Effekte oder für die Rechte an dem Songmaterial von "The Wizard Of Oz" sowie der Mangel an Talent den Figuren etwas Tiefe zu geben oder wenigstens die Andeutung eines Spannungsbogens zu erzeugen, machen "Yellowbrickroad" zu einer visuellen wie akustischen Folter. Ja, eine Marter, die es dem geneigten Seher sogar unmöglich machte mit einem gepflegten Nickerchen die Zeit zum nächsten Film zu überbrücken. Schlechte Lichteffekte und das Staccato der Ersatzschlagermusik der 30er weckten mich immer wieder und machten mir klar, dass es kein Entkommen gab, weder für mich, noch die Protagonisten. Nein ich habe keine Handlung verpasst, nichts Wichtiges, es gab da nichts. Ein paar Leute irren durch den gut gelichteten und gemähten Wald, halten die Musik aus dem Paralleluniversum nicht mehr aus und bringen sich nach und nach um. Ohne Erklärungen, ohne dass man mit nur einer Person mitfühlen könnte… okay ein spaßige Szene: Paar streitet sich um einen im Unterholz gefundenen alten Hut und er reißt ihr den Unterkiefer und das Bein aus… aber das machte den Kohl auch nicht Fett.
    Darum hier meine Warnung: Solltet ihr den Film in die Hand bekommen: gleich verbrennen und "
    Ding-dong! The witch is dead" singen. Das ist das einzige probate Mittel diesem Film zu begegnen.0_rabbit_animal_white

    Yellowbrickroad USA 2010 / DCP / 90 MIN / ENGLISCHE OV REGIE JESSE HOLLAND / ANDY MITTON DARSTELLER CASSIDY FREEMAN / ANESSA RAMSEY / MICHAEL LAURINO / ALEX DRAPER / CLARK FREEMAN / LAURA HEISLER / TARA GIORDANO DREHBUCH JESSE HOLLAND / ANDY MITTON PRODUZENT ERIC HUNGERFORD VERLEIH BLEIBERG ENTERTAINMENT

  • DerAlltäglicheFrust

    F von Johannes Roberts

    F-2010Inhalt:
    Robert Anderson könnte man als gescheiterte Existenz bezeichnen. Als Lehrer an einer staatlichen britischen Schule muss er sich dem Terror seiner Schüler beugen. Als er das einzige Mittel was einem Lehrer bleibt nämlich der schlechten Note "F" bei einem aufsässigen und desinteressierten Schüler einsetzt, sticht dieser ihn nieder. Anderson erholt sich zwar körperlich, doch er bleibt ein psychisches Wrack. Der Alkohol tut sein letztes und die Ehe geht auch noch in die Brüche. Als wenn dies nicht genug  wäre, rügt ihn auch noch die Rektorin und die Schulkommission, dass schlechte Noten wohl unangebracht wären, davon dass ihn seine eigene Tochter, die bei ihm in der Klasse sitzt hasst, ganz abgesehen. So macht Robert Unterricht nach Vorschrift, wird von allen Augelacht, selbst als er diesen Abend bemerkt, dass die Schule von einer Gruppe unbekannten Typen attackiert wird.

    Fazit:
    Mir hat es gefallen, als Joe Cornish sagte er wollte mit seinem Film "Attack The Block" die Kinder und Jugendlichen Entdämonisieren, nicht alle Kids sind böse. Das krasse Gegenteil passiert besonders in den Medien Great Britains. Ja Kinder stechen sich gegenseitig ab, aber Verallgemeinerungen und Buhu helfen da auch nicht weiter.
    "F" schlägt wie "Eden Lake" genau in diese Kerbe. Er kommt als Mischung aus Drama und Slasher daher, wobei ein letzteres doch recht unerwartet trifft.
    Robert Anderson ist frustriert und das nachvollziehbar. Zensuren sind heutzutage das einzige Mittel um Chaosschüler in ihre Schranken zu weisen, doch jeder Lehrer sollte sich gründlich überlegen, wem er tatsächlich das "F" gibt. Anderson hat sich für den falschen entschieden und wird schwer verletzt. Aus dem Krankenhaus entlassen, erhält er keinerlei adäquate Betreuung und wird schließlich als Opfer selbst zu Täter gestempelt. Er ertränkt seine Ohnmacht im Alkohol, dennoch will er wieder arbeiten, auch wenn er der allgemeinen Häme ausgesetzt ist. Als er dann diesen Abend mit ein paar anderen noch länger in der Schule verweilt, bemerkt er, dass Unbefugte in das Gebäude eindringen und randalieren. Niemand glaubt ihm, aber dann gibt es Tote und das Drama wechselt zum Slasher. Hier werden keine Gefangenen gemacht, Motive bleiben außen vor, wer die Angreifer unter den Kapuzenshirts wirklich sind auch.
    Das Vorgehen der Eindringlinge ist heftig, ihre Spur blutig, die Effekte handgemacht und für eine Low Budget Produktion ziemlich gut und unappetitlich. Dennoch war ich am Schluss recht unbefriedigt. Zu viele Fragen blieben offen, denn selbst ein mittelprächtiger Slasher bietet doch irgendein Motiv, das ist die Regel und wenn es die Mama ist, die Babyboy jeden Tag Haferbrei statt Pancakes gekocht hat.
    Wen sowas aber nicht die Bohne juckt erwartet mit "F" ein wirklich passabler kleiner Horrorfilm.
    6_rabbit_animal_pink_cute

    GROSSBRITANNIEN 2010 / DCP / 79 MIN /ENGLISCHE OV REGIE JOHANNES ROBERTS DARSTELLER DAVID SCHOFIELD / ELIZA BENNETT / RUTH GEMMELL / JULIET AUBREY / EMMA CLEASBY / FINLAY ROBERTSON  DREHBUCH JOHANNES ROBERTS PRODUZENT PAUL BLACKNELL / ERNEST RIERA VERLEIH WILD BUNCH GERMANY

    2512675_b33b567cea_s.jpeg

  • WasTrägtDerSchotteUntermRock?

    Cat Run von John Stockwell

    catrunInhalt:
    Während es Anthonys Ziel war ein berümter Chefkoch zu werden, konnte sich Julian stets mit seiner Rolle als Weiberheld zufriedengeben. Doch als die beiden Freunde sich, in Montenegro gestrandet, wiedertreffen, beschließt Julian, dass es so nicht weitergehen kann und überredet Anthony eine Detektei zu eröffnen. Ungünstigerweise beschließen die beiden sich gleich bei ihrem ersten Fall einer Klientin anzunehmen, die wirklich in großen Schwierigkeiten steckt. Denn die Nobelprotituierte Cat blieb als einzige Zeugin eines Massenmordes an leichten Mädchen übrig, die zu einer Party mit einem US Senator geladen waren. Der drehte durch, erwürgte eine Dame und die Security übernahm den Rest. So steht  Cat ganz oben auf der Todesliste der einheimischen Mafia und des Senators.

    Fazit:
    Ich kann mich noch genau erinnern, als ich John Stockwell das erste Mal sah. "Christine" hieß der Film und er spielte den Schönling dessen bester Freund von einem lebenden Auto besessen wurde und eine stattliche Anzahl Menschen tötete.
    Aber die Jahre vergehen und Stockwell versuchte sich bereits mehrmals als Regisseur mehr mittelprächtiger Streifen. Leider kann ich nicht behaupten, dass ihm mit "Cat Run" der große Wurf gelungen wäre. Zu viel schlechte Kopie und Anleihen bei Ritchie und Vaughn mit einer Mischung aus "Rush Hour" für Arme machen es einem besonders in der ersten Hälfte des Filmes nicht leicht sitzen zu bleiben. Dich wie sich Christine auch erst nach dem ersten Crash zu ihrer wahren Schönheit entwicklte, kann "Cat Run" in der zweiten Hälfte ordentlich aufholen. Die Witze zünden besser und Stockwell lässt eine echt coole "Spezialistin für alle Fälle" auf die Protagonisten los. Die Dame hat im Film viele Namen, die Schauspielrin heißt Janet McTeer. Sie wirkt riesig groß, ist schön und elegant, hat aber die gewisse Härte einer Rosa Klebb und trägt praktisch den ganzen Film. Nur wegen dieser Person muss man den Streifen gesehen haben, alles andere ist Nebensache, denn die Story hat man so und in abgewandelter Form auch bereits tausend Mal gesehen.
    Neben der herausragenden Nebendarstellerin McTeer, besticht der Film, aber auch durch die etwas anderen Locations. Wann sieht man schon mal einen amerikanischen Actionfilm, der in Montenegro und Andorra spielt?
    Kein großes Kino, aber dennoch einen Blick wert.
    Natürlich möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass unsere Cat von Paz Vegas gespielt wird. Sie ist schön, talentiert, hat hier aber nicht wirklich viel Raum für beides, ach doch schön ist sie hier auch.
    6_rabbit_animal_pink_cute
    Und was die Überschrift angeht: Julian hat einen exrem lustigen Auftritt mit Schottenrock, den ich so noch nicht im Kino gesehen habe.

    Cat Run USA 2011 / DCP / 102 MIN / ENGLISCHE OV REGIE JOHN STOCKWELL DARSTELLER PAZ VEGA / SCOTT MECHLOWICZ / ALPHONSO MCAULEY / JANET MCTEER / D.L. HUGHLEY/ CHRISTOPHER MCDONALD DREHBUCH NICK BALL / JOHN NIVEN PRODUZENT WILLIAM O. PERKINS VERLEIH UNIVERSAL PICTURES GERMANY

  • YouLookWorse-IamAZombie

    Deadheads von The Pierce Brothers

    DEADHEADSInhalt:
    Mike Kellerman mag es kaum glauben als er aus dem Krankenwagen steigt, irgendwas stimmt nicht mit ihm, er sieht ziemlich schlecht aus und wahrscheinlich ist er sogar ein Zombie! Doch ich denke also bin ich, macht Mike trotz kleiner Gedächtnislücken und einer nicht mehr ganz so festen Körperstruktur das Beste draus, denn er hat ja noch eine Mission: ein Verlobungsring in seiner Tasche sagt ihm, dass da noch eine Angebetete dringend auf einen Antrag wartet. Glücklicherweise trifft Mike auf Brent, der ihm freundlich wie er ist, gleich einen Arm als Snack anbietet. Auch Brent ist ein Zombie, aber so wie Mike, mit Grips und dem Herz am rechten Fleck. Und so machen sich die beiden auf Mikes Jugendliebe zu finden. Doch der Weg ist steinig. Unfreundliche Zombiejäger knallen alles Untote ab, was so durchs Unterholz wankt.
    Keine leichte Sache in diesen Tagen zu "überleben".

    Fazit:
    "Deadheads" hat wirklich seine Momente, gute Einfälle, Situationskomik, witzige Dialoge und viel Splatter.
    So haben die Kumpels in der Not einen Bodyguardzombie oder -wachhund wie auch immer namens Cheese, der natürlich ein richtiger Zombie ist, aber trotzdem Gefühle hat und treffen auf einen alten Haudegen, der die Asche seiner Frau ans Meer bringen will und sich nichts aus dem kleinen Handicap der drei Jungens macht und sie mitnimmt. Da ist ein irrwitziges Quartett unterwegs, das kann man wohl sagen. Natürlich gibt es auch die andere Seite, die Zombiejäger, die ganz auf cool getrimmt versuchen der örtlich begrenzten Zombieplage Herr zu werden; Revolverhelden, die sich ihre Lorbeeren verdienen wollen.
    Dennoch hat der Film im Großen und Ganzen bei mir nicht so wirklich Begeisterungsstürme hervorrufen können, auch wenn ich viel lachen musste. Er hatte insgesamt zu viele Hänger, teilweise zu übertriebene Nebenfiguren und einfach mal schlechte Masken, zumindestens was die beiden Freunde Mike und Brent anging. Bis auf Ross Kidder als Brent waren die schauspielerischen Leistungen auch sehr begrenzt, aber hey für einen netten Grillabend mit viel Bier taugt er allemal.
    6_rabbit_animal_pink_cute
    Bei mir liegt er gleichauf mit "Wasting Away", ist aber nicht zu vergleichen mit "The Revenant".

    Deadheads  USA 2011 / DCP / 96 MIN / ENGLISCHE OV REGIE THE PIERCE BROTHERS DARSTELLER MICHAEL MCKIDDY / ROSS KIDDER / MARKUS TAYLOR / THOMAS GALASSO / BENJAMIN WEBSTER / GREG DOW / NATALIE VICTORIA / EDEN MALYN DREHBUCH THE PIERCE BROTHERS PRODUZENT ANDY DRUMMOND / THE PIERCE BROTHERS VERLEIH SPLENDID FILMS

    2512675_b33b567cea_s.jpeg

  • EineFrageDerEhre

    The Lost Bladesman von Alan Mak und Felix Chong

    the-lost-bladesmanInhalt:
    China 200 nach Christus zur Zeit der drei Königreiche:
    Während das Land Hunger leidet ziehen die Genräle der drei Königreiche gnadenlos von einer Schlacht in die nächste und kämpfen erbittert um die Vormacht. Im Verlauf des Krieges wird General Guan Yu von seinem Bruder Lord Liu Bei und seinen Armeen getrennt und gerät  mit seiner Schwägerin, der Kurtisane Liu Beis in Gefangenschaft General Cao Caos. Cao Cao sieht nun seine Chance und versucht Guan Yu für sich zu gewinnen, doch der bleibt Liu Bei treu ergeben und kann nach einem Einsatz für Cao Cao mit der Frau unbehelligt weiterziehen.
    Doch der Weg zu Lord Liu Bei ist mit Hinterhalten gespickt. Cao Caos Leute sorgen ohne sein Wissen für eine Intrige nach der anderen und machen aus Guan Yu einen Vogelfreien. Jedoch lässt der sich nicht entmutigen.

    Fazit:
    Es ist schwer einer Gescichte zu folgen, die scheinbar inmmitten einer Handlung einsetzt, besonders, wenn man dem Mandarin nicht mächtig ist, blitzschnelle englische Untertitel zum Schielen führen und darum Namen und Handlungsorte mehr verwirren als Klarheit bringen.
    So geschehen in "The Lost Bladesman".
    Nichtsdestotrotz habe ich versucht, die Rahmenhandlung zu finden, mich auf die Gesichter der Protagonisten konzentriert und letztendlich einen durchaus sehenswerten Martial Arts Historienfilm gesehen.
    Hat man sich erst einmal eingepfrimelt ist die Story ganz simpel: der tatsächlich einmal lebende General Guan Yu war ein erfolgreicher Krieger, der für seinen Blutsbruder Lord Liu Bei kämpfte. Im unerbittlichen Durcheinander der Kriegswirren gerät er in Gefangenschaft bei einer der gegenerischen Parteien, nämlich bei General Cao Cao. Der will unbedingt alleiniger König Chinas werden und versucht mit allen Listen Guan für sich zu gewinnen. Schnell bekommt Cao Cao mit, dass Guan in seine Schwägerin verliebt ist und versucht ihn darüber in eine Falle zu locken, doch was er auch unternimmt, Guan bleit Liu Bei gegenüber loyal und lässt sich nicht davon abbringen seine Schwägerin nach Hause zu bringen.
    Die Krieger und Berater um Cao Cao sehen es nicht gerne, das dieser Guan ziehen lässt und sorgen dafür, dass er als vogelfrei erklärt wird und jedes Dorf, an dem er vorbei kommt seinen Tod will.
    Guan aber kämpft sich mit der jungen Frau durch und wird später einer der größten und tapfersten Feldherren Chinas. Hach.
    Neben der recht spannenden Geschichte des Helden Guan Yu, punktet der Film durch seine schlichte und kühle Optik, die im Gegensatz zu Blockbustern wie "Tiger und Dragon" düster, aber wesentlich authentischer ist.
    Hier gibt es auch keine an Seilen gezogenen Fakekämpfe, sondern es klirren die Klingen viel schöner und brachialer und echter. Hauptdarsteller Donnie Yen übernahm die Kampfchoreografie und sorgte für den ein oder anderen sehenswerten Fight. Ob in den schmalen Rundgängen eines Innenhofes oder auf dem Feld, hier macht nicht nur Herr Yen eine gute Figur mit Speer und Schwert, alles sieht realistisch und handgemacht aus, was ich dem Film hoch anrechne.
    Die Protagonisten Guan Yu und Cao Cao machen "The Lost Bladesman" sympathisch. Beide haben eine schwer philosophisch-verträumte Ader, die konträr zu ihrer Unerbittlichkeit auf dem Feld steht, beide stehen zu ihrem Wort sind echte Ehrenmänner, was selbst den "Bösewicht " Cao Cao zu einer umgänglichen Person machte.
    Ich mochte diesen Film, auch wenn er nicht der Überflieger war, hatte er seine sehenswerten Momente und immerhin Donnie Yen.7_rabbit_animal_pink_cute

    GUAN YUN CHANG  FOCUS ASIA CHINA/HONGKONG 2011 / 35 MM / 107 MIN /  MANDARIN OMEU
    REGIE FELIX CHONG / ALAN MAK DARSTELLER DONNIE YEN / WEN JIANG / BETTY SUN / ANDY ON / ALEX FONG
    DREHBUCH FELIX CHONG / ALAN MAK PRODUZENT LEUNG TING VERLEIH SPLENDID FILM

  • BergeDesSchicksals

    Hell von Tim Fehlbaum

    hellInhalt:
    Unerwartet für die Menschheit führten gewaltige Sonnenprotuberanzen zu weltweiten Katastrophe: die Erde verdörrte.
    Die Sozialstrukturen sind längst über den Jordan und mehr oder weniger kämpft jeder für sich und seine Familie.
    So auch Phillip, seine Freundin Marie und deren Schwester Leonie, die in der Hoffnung auf Wasser und Grün, auf dem Weg in die Berge sind.
    Doch der Weg dorthin ist voller Gefahren. Vorräte und Wasser sind kanpp, Benzin ebenso, Überfälle an der Tagesordnung.
    Doch nichts hat die Pilger darauf vorbereitet, was sie kurz vor dem Ziel erwartet.

    Fazit:
    Die Filmemacher werden anscheinend nicht müde den vertrockneten Endzeitfilm immer wieder aufzuwärmen.
    Wurde ich 1980 noch in "Mad Max" mit leidlich unterhaltsamer Action gequält, war der letzte Film dieser Art, dem ich erlaubte mich zu langweilen "The Book Of Eli".
    Nun also was aus Deutschland von Jungregisseur Tim Fehlbaum und everybodys Darling Hannah Herzsprung in der Hauptrolle der Marie.
    Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat, wollte ich eigentlich den Parallelfilm sehen und damit nur die Zeit zum nächsten überbrücken. Danach habe ich letztendlich nichts mehr angesehen, die Luft war raus für den Tag.
    Hell kocht wie man nicht schwer erahnen kann nur altbekanntes auf preiswerte Art neu auf. Dafür müssen wir dann noch ein paar gute und mehr weniger gute Schauspieler und ein dröge bereits tausend mal gesehene Geschichte in kauf nehmen. Auch kann uns die schockierende Wahrheit der auf der Alm lebenden Familie nicht wirklich von Stuhl reißen und so manches Mal dachte ich, dass 87 Minuten eigentlich noch zu lang für den Streifen sind, so zäh lief die kleine Handlung ab.
    Sicher ist diese Art von Film genau das Richtige für einen Anfänger. Ein Auto, ein Bergbauernhof, Wald und ein paar dreckige Klamotten, etwas Überbelichtung und fertig ist das Endzeitdrama. Für abendfüllende Unterhaltung hat es noch nicht gereicht, vielleicht wäre ein Kurzfilm da die bessere Wahl gewesen, so kam nur ungepflegte Langeweile heraus.3_rabbit_animal_pink_murder

    Hell DEUTSCHLAND/SCHWEIZ 2011 / 35 MM / 87 MIN / DEUTSCHE OV REGIE TIM FEHLBAUM DARSTELLER HANNAH HERZSPRUNG / ANGELA WINKLER / LARS EIDINGER / STIPE ERCEG / LISA VICARI DREHBUCH TIM FEHLBAUM / OLIVER KAHL / THOMAS WÖBKE PRODUZENT THOMAS WÖBKE / GABRIELE M. WALTHER VERLEIH PARAMOUNT PICTURES GERMANY

  • ShutUpCrime!

    Super von James Gunn

    superInhalt:
    Frank ist was man gemeinhin als echten Pechvogel bezeichnen kann.
    Als Schnellimbiss -Koch und Langeweiler hat er seiner hübschen Frau nicht viel zu bieten und eigentlich hat Sarah ihn auch nur als Selbsttherapie geheiratet, war sie doch schwer drogenabhängig. Doch seit einiger Zeit läuft es nicht mehr so gut mit den beiden und ehe sich Frank versieht ist Sarah mit dem schmierigen Ganoven Jacques auf und davon, vollgepumpt mit Drogen und Alkohol.
    Frank kann und will das so nicht hinnehmen. Nach der ersten Depro- und Trauerphase wird er von Gott berührt und geleitet durch den Holy Avenger beschließt er sich selbst als Superhelden neu zu erschaffen und gegen das Verbrechen zu kämpfen.

    Fazit:
    Superhelden ohne Superkräfte mittlerweile keine Neuheit mehr. Ob Captain Chaos, "Mystery Men" oder "Defendor", Verlierertypen in selbstgenähten Kostümen und mit seltsamen zusammengebastelten Waffen machen ihren Weg.
    Bei unserem Helden Frank ist der Auslöser gegen das Verbrechen kämpfen zu wollen, erstens seine vermaselte Ehe und zweitens sein kleiner Dachschaden, der ihm schon als Kind göttliche Visionen bescherte. So sucht er nach einem Look für sich, der möglich nah am Holy Avenger, einem Superhelden, der das Wort Gottes unter die normalsterblichen Schüler Amerikas bringt, liegt.
    Aus Frank wird Crimson Bolt und so drischt er bewaffnet mit einer riesigen Rohrzange auf Drogendealer, Kinderschänder und andere Schwerverbrecher ein. Schnell wird CB zum lokalen Medienstar und bekommt mit der verdrehten Comicverkäuferin Libby auch noch einen Sidekick (Boltie) dazu.
    James Gunns Protagonist Frank macht also den klassischen Verlauf aus Frustation und verkorkstem Leben durch, dennoch unterscheidet sich sein "Super" von anderen vergleichbaren Werken in der Kombination von echtem Drama und völlig überzogener Gewalt.
    Kein Hochglanzsplatter wie in "Kick Ass", sondern ungeschönte Brutalität gepaart mit ungezügelter aus dem Nichts kommenden Aggression ohne Rücksicht auf Unbeteiligte. Dazu kommt, dass keiner der Protagonisten richtig sympathisch war, andererseits waren Frank, Libby und Jacques aber so total durchgedrehte Charakter, die einen immer wieder zum Lachen brachten.
    Ich persönlich bin keine Freundin von Rainn Wilson und halte seine Auswahl als Frank für unglücklich. Ich finde nicht das er schauspielerisch überzeugen kann. Irgendwie spielt er immer den gleichen Typen und wirkt total langweilig. Wäre da nicht der glücklichere Griff zu Ellen Page als Libby und Kevin Bacon als Gauner Jacques, wäre der Film nur halb so gut wie er geworden ist.
    Insgesamt ist "Super" anders, eher wie ein Überraschungsei: düsteres Melodram, Superheldenfilm und brutaler Actioner zugleich. Er wird sein Publikum finden müssen.8_rabbit_animal_pink_cute

    USA 2010 / 35 MM / 96 MIN / ENGLISCHE OV REGIE JAMES GUNN DARSTELLER RAINN WILSON / ELLEN PAGE / LIV TYLER / KEVIN BACON / MICHAEL ROOKER DREHBUCH JAMES GUNN PRODUZENT MIRANDA BAILEY / TED HOPE VERLEIH KOCH MEDIA

    2512675_b33b567cea_s.jpeg

  • DiePosaunenDesJüngstenGerichts

    Red State von Kevin Smith

    redstateInhalt:
    Nichts interessiert den durchschnittlichen pubertierenden Jungmann mehr als Sex und nichts macht es den drei Freunden Jarod, Travis und Billy-Ray so einfach an eine willige Frau zu kommen wie das Internet. So setzten sich die Jungen in Papas Auto und fahren nach Five Point wo die Bewerberin für den Gangbang wartet. Leider sind die Drei etwas zu leichtgläubig und stolpern unversehens in eine Falle Pastor Abin Coopers und seiner Sekte der ultrakonservativen Five Points Trinity Church. Cooper zitiert ausgewählt aus der Bibel, hasst Schwule und unreinen Sex sowieso und ist verantwortlich für die Ermordung etlicher Homosexueller im Landkreis. Schlechte Karten also für die, die hier nicht zum Beten gelandet sind. Und die Chance zu überleben erhöhen sich auch nicht gerade als eine Spezialeinheit zusammengerufen wird, die Sekte endlich hops zu nehmen und keine Gefangenen zu machen.

    Fazit:
    So, da ist er nun außerhalb New Jerseys und lässt es krachen. Kevin Smith wagt sich vor ins Horrorgenre und auch wieder nicht. Unbestritten ist "Red State" ein böser Film, ein guter böser Film sogar, dennoch schwankt er irgendwie zwischen Sektenhorror und Satire. So kann man den Streifen in zwei Teile reißen: zu Beginn geraten drei Teenager, die nicht Herr ihrere Hormone sind und es hätten besser wissen müssen völlig hirnverbrannterweise in eine Sexfalle und werden von einem wahnsinnigen Sektenführer und seinen Anhängern gefangengenommen, um gerichtet zu werden. Der Horror besteht hier gar nicht mal in der Tatsache, dass sie wahrscheinlich in Plastikfolie verpackt angezündet werden, sondern in der unglaublichen Predigt Pastor Coopers und dem Feedback seiner Jünger. Michael Parks agiert als Leithammel dabei so beängstigend ruhig und eindringlich, dass einem fast ein Hallejulia und Amen aus dem Mund entfleucht, wären da nicht seine menschenverachtenen Eingebungen.
    Auf der anderen Seite haben wir die Spezialeinheit und ihren Leiter Keenan, verkörpert vom etwas abgemagerten John Goodman, die vom direkten Vorgesetzten den ungeheuerlichen Einsatzbefehl bekommt, die Sekte dem Erdboden gleich zu machen ohne Chance auf Gefangene.
    Was folgt ist die Explosion eines schwarzhumorigen Blutbades, das nur durch die Posaunen der Engel der Vernichtung zu Ende gebracht werden kann und meine Zerrissenheit, ob das nun wirklich gut war oder ich einfach nur dem Blutrausch erlegen bin, im Raum stehen ließ.
    Im Nachhinein muss ich sagen, dass mich einige Passagen des Filmes erheblich störten, leider waren die allesamt mit John Goodman und seinem unsichtbaren Vorgesetzten am Telefon. 8_rabbit_animal_pink_cute
    Man kann "Red State" als gelungenen satirischen Sektendramahorror bezeichnen, der Schwächen hat wie jeder Smith-Film, aber wenn man den Dialogen lauscht sich an der Konsequenz ergötzt wie Kevin Smith so gar keine Gefangenen macht und dabei so überhaupt keine Geigen oder Klaviere im Hintergrund dudeln, hat man absolut seinen Spaß.

    Red State USA 2011 97 Min Regie Kevin Smith Darsteller: John Goodman, Melissa Leo, Michael Parks, Drehbuch Bevin Smith Produktion: Jonathan Gordon Verleih: Planet Media

  • OneWhoReturnsFromTheDeadInCorporealForm

    The Revenant von Kerry Prior

    Inhalt:
    revenantEin heimtückischer Hinterhalt im Irak und schon ist Officer First Class Bart Gregorys Militärkarriere dahin. Die Kugel im Kopf führt zu einem verfrühten Ableben des jungen Soldaten. Bart selbst fürwahr bekommt das nicht so mit und ist mächtig verwirrt als er sich aus dem Sarg in heimischer Erde befreit.
    Wohin nun? Klar, zum besten Kumpel Joey natürlich. Der kann es kaum glauben, doch ja, da steht der gerade umtrauerte Freund vor der Tür. Gut er sieht nicht mehr frisch aus, riecht auch nicht wirklich gut und hat so seine Probleme mit der Ernährung, aber alles wird sich richten und der Zufall bringt die ultimative Lösung für die "Lebenserhaltung" Barts.
    Jetzt gilt es nur noch die große Liebe sanft auf die Heimkehr vorzubereiten.

    Fazit:
    Der Trailer sah zwar gut aus, dennoch war "The Revenant" eine echter Überraschungstreffer und die erste Horror-Buddy-Komödie, die in die entfernte Nähe des unerreichten "Shaun Of The Dead" herankommt.
    Diesmal haben wir es nicht mit dem klassischen Zombie oder Vampir zu tun, viel mehr ist Bart einer, der in sehr körperlicher Form vom Tod zurückkehrt. Der Legende nach haben solche Untoten eine Mission, bzw. Ziel und vielleicht ist das auch bei Bart so, ließ er doch die geliebte Freundin mit gebrochenem Herzen zurück, doch gibt es erst ein mal wichtige Überlebensstrategien auszuarbeiten, denn dieser Wiedergänger ist nicht vor Verfall gefeit, es sei denn, er findet zur richtigen Ernährungsweise. Viel probiert, viel schwarzes ekeliges Zeug erbrochen, dann aber der richtige Energiedrink gefunden und dabei Gutes getan. Das kann süchtg machen und so geraten die beiden Kumpel Joey und Bart in einen Sumpf aus Blut, Geld und Drogen und machen sich nicht nur Freunde.

    "The Revenant" besticht nicht unbedingt durch gelackte Optik, nein im Gegenteil. Joey ist ne echte Schmuddelschlampe, der zu leicht übertriebenen Handlungen tendiert und irgendwann ziemlich außer Kontrolle gerät. Bart versucht das beste aus seinem "Zustand" zu machen, lässt sich aber vom Freund mitreißen und schaltet sein totes Hirn dann auch einfach mal ab. So morden sich die beiden auf dem Pfad der Gerechtigkeit durch die Stadt, liefern dabei unwiedergebare witzige Dialoge ab und bieten dem Liebhabern von abgetrennten Körperteilen wie dem Scherzkeks gleichsam Unterhaltung.
    Als einzigen Schwachpunkt des Spezialeffektemannes Kerry Priors gelungenem Zweitregiewerkes kann man den Überfluss an untergebrachten Ideen bezeichnen, der den Streifen unweigerlich zu lang machte. Die 110 Minuten ziehen sich zum Ende etwas und immer wenn ich dachte jetzt ist es vorbei, hatte Priors noch einen Einfall und es ging weiter. Aber gut, das will ich verzeihen. Maske und Splattereffekte waren gut, die teilweise mittelmäßige Bluescreen-Technik nehme ich als so gewollt und was die beiden da vom Stapel lassen: unbezahlbar.9_rabbit_animal_pink_smile

    The Revenant USA 2009 / DCP / 110 MIN / ENGLISCHE OV REGIE KERRY PRIOR DARSTELLER DAVID ANDERS / CHRIS WYLDE / LOUISE GRIFFITHS / JACY KING / CLINT JUNG DREHBUCH KERRY PRIOR  PRODUZENT LIAM FINN / KERRY PRIOR / JACQUES THELMAQUE WELTVERTRIEB UNIVERSAL PICTURES GERMANY

    2512675_b33b567cea_s.jpeg

  • DieTunnelVonBerlin

    Urban Explorer von Andy Fletscher

    urbanexplorerInhalt:
    Anders erleben, ein Traum vieler Rucksacktouristen, die es weg von den üblichen touristischen Attraktionen ihres Reiseziel zieht. 
    So findet sich auch hier in Berlin eine muntere, bunt gemischte Truppe Twens zu einem mysteriösen Ausflug in den Berliner Untergrund ein.
    Der Expeditionsführer verspricht etwas ganz besonderes, nämlich den "Fahrerbunker", ein verschlossenes Relikt aus Nazizeiten solle das Highlight der Wanderung durch Dunkelheit und Dreck werden.
    Alles läuft fast wie geplant, als der Teamleiter stürzt und sich schwer verletzt. Jetzt ist es an den anderen in den Wirren des Untergrunds Hilfe zu finden.

    Fazit:
    Ja ja der Untergrund der Großstädte. Was wurde und wird da fantasiert. Unzählige Autoren erzählen von Parallelwelten, geheimnisvollen Verknüpfungen und Unterschlüpfen unter den Metropolen der Welt von Verbrechern, anderen Spezies und auch von coolen Leuten. 
    Doch wo Filme wie "Subway" die durchaus romatischen Aspekte eines in Wirklichkeit nicht vorhandenen Unterirdischen U-Bahn-Nebensystems Paris' aufgreift, beschreitet Andy Fletscher mit seinem "Urban Explorer" ganz andere Pfade.
    Urban Explorer, Menschen, die an Allerweltsorte reisen, aber das besondere erleben wollen und dafür auch schon mal Kopf und Kragen riskieren.
    Unsere heitere Gruppe will in den Berliner Untergrund und ihr "Reiseleiter" lockt mit etwas besonderem, nämlich dem Fahrerbunker und seinen tollen Wandmalereien. Ja wir hören hier nicht zwei Mal falsch. Der Fahrerbunker war angeblich der Raum für die Nazifahrer und wurde zugemauert, damit dort nicht womöglich Neonazis Kerzen aufstellen und im Kreis tanzen. Ja und die Naziwandmalereien sind ja allgemein bekannt für ihre Farbenpracht?
    Und so brechen die fünf frohgemut auf, treffen auf zwielichte Gestalten mit Kampfhund, von denen einer aussieht wie Andreas Wisniewski, nehmen dann eine andere Route und doch liegen für alle passende Anglerstiefel bereit um durch Wasser gefüllte Kanäle zu waten, kommen dann zielsicher zu Fahrerbunker, der Reiseleiter gesteht noch nie dagewesen zu sein, alle bestaunen die naturalistischen Fresken längst vergangener Zeiten und dann passiert ein Unglück. Der Reisleiter überlebt zwar, aber ist schwer verletzt, Hilfe tut Not, zwei Mädchen gehen los, kommen nicht wieder aber ein netter alter Mann hat prompt die Trage zur Hand und bringt die drei in sein trautes Heim.
    Was dann folgt ist eine Reihe unfreiwillig komischer Dialoge und Aktionen, bei denen es nicht an verdrehter Vergangenheitsromantik und blutigen Leckerbissen fehlt. Ich hatte nicht wirklich den Eindruck, dass die Lacher im Saal geplant waren, dafür nimmt sich der Film zu ernst, aber es ist dennoch ein netter Versuch und ein ordentlicher Slasher geworden, der um Längen besser ist als "Creep".
    Ja, ein deutsches Werk, bei dem selbst ich nicht gleich die Krätze bekomme. Kann man sehen.6_rabbit_animal_pink_cute

    SELECTED FEATURES DEUTSCHLAND 2011 / DIGITAL / 88 MIN / ENGLISCH/DEUTSCHE OMEU REGIE ANDY FETSCHER  DARSTELLER NATHALIE KELLEY / NICK EVERSMAN / BRENDA KOO / MAX RIEMELT / CATHERINE DE LÉAN / KLAUS STIGLMEIER
    DREHBUCH MARTIN THAU  PRODUZENT OLIVER THAU  VERLEIH UNIVERSUM FILM

    2512675_b33b567cea_s.jpeg

  • FFF-Nachtrag

    Irgendwie sind es dann doch nur 29 Filme geworden.
    Einerseits habe ich konditionell geschwächelt und andererseits verleitet eine Dauerkarte natürlich eher dazu einen Film zu knicken, wenn man auf einmal schlechte oder mäßige Kritiken darüber hört. Mit normaler Eintrittskarte passiert mir sowas nicht, so schon.
    Drei Filme fielen dem zum Opfer, die ich aber ggf. noch dvdtechnisch nachhole: 
    "A Horrible Way To Die", "A Lonely Place To Die", "Kill List". 
    Filme, die ich nicht sehen konnte, die aber gut gewesen sein sollen (was ich so mal glauben will) werde ich auf jeden Fall noch nachholen:"The Prey" und "Grave Encounters", ja natürlich auch "Cowboys And Aliens" :)
    Nun muss ich es noch irgendwie noch hinbekommen 21 Rezis nachzuschieben… o.O
    I'll do my very best Miss Sophie.

  • EstIstVorbei

    Kaum zu glauben wie schnell 9 Tage vorübergehen können. Ich bin total müde und erschöpft und kann mir nicht vorstellen wie sich die tapferen Allesgucker wie Herr tortss jetzt fühlen - ich wäre Tod :))
    Gestern nun der letzte Tag des 25. Fantasy Filmfest Berlin und ich hatte noch mal volles Programm.
    Den Start machte "I'am You", ein Drama basierend auf einer wahren Geschichte. Eine junge, Zeit ihres Lebens psychisch gestörte Frau kommt mit sich selbst nicht mehr klar, kompensiert ihr Leiden, in dem sie die schöne und beliebte Nachbarstochter tötet. Durchaus Okay.
    Dann: "Good Neighbors". Eine Geschichte über ein paar "liebe" Nachbarn, einen Serienkiller und tote Katzen. Hatte potential, die Story, aber teilweise etwas theaterhaft gespielt. Da fehlte fluss und eigentlich war er auch überraschungsfrei. Trotzdem ok.
    Um 19.00 Uhr endlich: "The Woman". "Braver" Anwalt mit Frau und drei Kindern, fängt im angrenzenden Wald wilde Frau, überschätzt sich und die Leidensfähigkeit seiner Frau und Tochter und unterschätzt, was er da gefangen hat. Sehr gut, trotz gewisser Wiedererkennungsmomente und voraussehbarem Ende.
    Closing Night: "Attack the Block" - Hammer SF-New-Kids-On-The-Block-Komödie. Entdämonisierte Armenviertelkinder versus hormongesteuerter Zottelaliens. Extrem lustiger und gut gemachter Film mit mal wirklich gutem Score. Erinnerte streckenweise an Carpenters Gutwerke wie "Assault" und "Sie Leben". Genial. Volle Punktzahl.
    Extraschmankerl: "Saint" von Dick Maas. Dann doch noch. Hat mich nicht enttäuscht. Ganz er selbst. Niederländische Nikolausgeschichte. Der was natürlich böse und ist es bis heute. Schützt Eure Kinder. Hoher Trashfaktor, unglücklcih hinter dem Highlight des Festivals, trotzdem gut.

  • DerSchwermütige8.Tag

    Unglaublich aber wahr, heute ist der vorletzte Tag des FFF vorbeigegangen und bis auf in "Hesher" gabs nichts zu lachen.
    Angefangen mit "Perfect Sense", der mir weniger Tränen, als mehr echten Frust bereitet hat, schon durch seinen drögen Score…aber ich will nicht sagen, dass er schlecht war, nur eben nicht so rührig wie ich dachte.
    Dann gabe es "The Mortician 3D". Ach man, Method Man bitte bleib bei der Musik… Nein, das war nichts. Langweilig ist da noch milde ausgedrückt. Warum da wer applaudierte - keine Ahnung.
    Als dritter Film lief "The Divide" von Xavier Gens. Lange Pause seit dem letzten, aber es hat sich gelohnt, war nichtsdestotrotz ebenfalls ein echter Deprofilm.
    Den Abschluss machte heute "Hesher". Also das ist mein Film dieses Festivals. Großartig. Zwar auch traurig, aber auch abgefahren witzig. Volle Punktzahl würde ich sagen :D
    Morgen gibt’s dann auf jeden Fall ein paar Lacher, spätestens bei "Attack The Block", der der Abschlussfilm ist, aber danach wird noch "Saint" nachgeholt, den ich auf jeden Fall noch ansehen werde.
    Ausfrührliches zu den vielen ausstehenden Filmen wird es erst ab Donnerstag geben, vorher habe ich keine Zeit. Morgen früh geht es noch zum Zahnarzt… und dann wird’s ein langer Tag.

  • Tag7DieZeitRennt

    Bereits Montag und der 7. Tag des FFF. Ich fauler Hund habe heute nicht mal ne Rezi geschrieben. Eigentlich bin ich nur müde und brauche dringend eine Schultermassage, aber egal.
    Was gabs heute?
    Mein erster Film war "Cat Run" ein durchaus gelungener komödiantischer Thriller, um eine Prostituierte, die zur falschen Zeit am falschen Ort war und zwei Amisbubis, die sich dafür entschieden haben Detektive zu werden und sich genau diesen Fall rauspicken und eine megamäßige Profiinterviewerin und -aufräumerin. Hat mir sehr gut gefallen.
    Dann kam "F". Der britische Albtraum neu verpackt. Killerkids dringen abends in eine Schule ein und metzeln dort alles nieder. Keine Erklärungen und das Ende… unbefriedigend, wahrscheinlich genauso wie die Lage dort in den Griff zu bekommen. Zeigt aber auch gut die Ohnmacht des lehrenden Personals gegenüber dem modernen Schüler.
    Mittelfilm: "Yellowbrickroad" Okay, ich gestehe: 15 Minuten sind weg, vielleicht auch weniger oder mehr. Ich bin trotz der nervtötenden Soundkulisse eingeschlafen. Schlechter Streifen, aber wenigstens wurde einer Protagonistin ein Bein ausgerissen - von ihrem Freund, eben mal so - stritten sich um einen Hut…
    Abendprogramm: Chillerama. Vier Episoden von vier Regisseuren. Trash, billig und bunt. Ich will den einen Werebear (den blonden - für mich alleine) und wir wissen jetzt die volle Wahrheit über Anne Franks Tagebuch… Sag mal einer Trash-Horror wäre nicht lehrreich. Außerdem habe ich im Ray Wise Schrein ein Kerzlein angezündet. Ach ja, Herr Adam Green und Mr. Joe Lynch waren auch da, haben viel geredet und hatten ihren Spaß.
    Tagesabschluss sollte eigentlich "Saint" sein, nach langer Zeit endlich mal wieder ein Dick Maas, aber leider hat irgendein Honk den Film von der Festplatte gelöscht. Noch Mal vielen Dank dafür.
    Ich bin dann nach Hause, weil sie nochmals "Cat Run" gezeigt haben.
    "Kill List" werde ich morgen dann ausfallen lassen. Erstmal sagten FrauFlinkwert und die Teilzeitberlinerin, dass er nicht so gut war und dann kam Herr DonJuon dazu und sie haben auch noch die Auflösung ausgeplappert. Ich stand ja daneben, war nicht zu überhören…

  • Tag6GanzKurz

    Sonntag, 6er Tag des FFF 2011 und eigentlich mein Holiday-Tag.
    Bis auf "Deadheads war nichts dabei, was ich sehen wollte, bzw. an anderem Tag geplant habe ("Perfect Sense").
    "Snowtown" wollte ich sehen, aber der Trailer sah mir zu Depro aus, hatte ich keine Lust zu, entschied mich aber spontan zu "The Lost Bladesman" mit Donnie Yen. Die Geschichte spielt während der Kriege der drei Königreiche. Schwer zu folgen, komplex schon durch das Namenwirrwarr in den schnellen Untertitelungen. Dennoch Donnie Yen war großartig. Keine Seile, alles handgemacht, gute Action. Sympathischer Gegner, philosophisch, freundlich, manchmal auch gütig und einsichtig.
    Danach dann "Deadheads" eine Zombiekomödie. Sehr billig gemacht, spaßige Story, aber kein Vergleich zu "The Revenant". Eher wie "Wasting Away". Mittelmäßige Schauspieler, na ja okay, aber absolut kein Burner, auch wenn ein paar gute Einfälle drin waren.

  • AufDemWegDerErleuchtung

    Norwegian Ninja von Thomas Cappelen Malling

    Teaser_NinjatroppenInhalt:
    Es war nicht leicht für Norwegen zur Zeit des Kalten Krieges seine Sicherheit und Neutralität zu wahren. Was bislang niemand wusste: Norwegen hatte eine Geheimwaffe: Arne Treholt und seine Ninja-Truppen. Abgelegen auf einer Insel vor der norwegischen Küste, abgeschirmt durch effektives Feng Shui liegt die Basis der unsichtbaren Kämpfer und Lieblinge König Olavs V. Hier trainieren sie für den Ernstfall, der auch prompt eintritt. Treholts Erzfeind Geheimdienstchef Hans Otto Meyer verübt mit seiner Terrorgruppe Anschläge, die er in die Schuhe der Sowjets schiebt, um den USA freie Bahn zu machen. Doch Meyer hat die Rechnung ohne Treyholt gemacht.

    Fazit:
    Es war von Anfang an klar: Kommander Treholts Ninja Troppen sind der absolute Trash. Die Frage war nur: guter oder schlechter, wurde aber schnell beantwortet - guter natürlich. Das Bild ist so kriselig verwischt, dass man teilweise kaum was erkennen kann, die Farben sehen aus wie auf einem 30 Jahre alten Polaroid, die Handlung ist absurd und die Effekte Augsburger Puppenkisting Extreem. Dazu kommt ein absolut gewinnender Soundtrack, den einfach alle gleich haben wollten (die Nachpfeiffer hörte man noch lange nach nach der Vorstellung) und ein Ensemble das das Ganze mit einem unvergleichlichen Bierernst abdrehte und mit Sicherheit mächtig Spaß dabei hatte.
    Zur Handlung kann man eigentlich gar nicht mehr sagen. Es wird gelagertfeuert, trainiert, in Miniubooten die Norwegische Meeresgrenze gesichert, spioniert, getarnt und meditiert; es explodieren Sachen, Ninjas werden erleuchtet, Sternenhimmel beguckt und viel gekämpft.
    Die Ideen sind allesamt irrwitzig und meinem Bild des Norwegers würdig und ich finde, jeder sollte sich die 77 Minuten Zeit nehmen sich dieses Kleinod zu ein oder zwei Kisten Bier ansehen.
    8_rabbit_animal_pink_cute

    KOMMANDØR TREHOLT & NINJATROPPENMIDNIGHT MADNESS NORWEGEN 2010 / 35 MM / 77 MIN /  NORWEGISCHE OMEU REGIE THOMAS CAPPELEN MALLING DARSTELLER MADS OUSDAL / JON ØIGARDEN / TROND-VIGGO TORGERSEN / LINN STOKKE / AMUND MAARUD / MARTINUS GRIMSTAD OLSEN / ØYVIND VENSTAD KJEKSRUD DREHBUCH THOMAS CAPPELEN MALLING PRODUZENT ERIC VOGEL VERLEIH KOCH MEDIA

     

  • KurzVorToresschluss

    The Innkeepers von Ti West

    TheInnkeepersInhalt:
    Die Tage des prächtigen Yankee Pedlar Inn sind gezählt.
    Alles geht zu ende und so bleiben Luke und Claire nur noch wenige Tage hinter der Rezeption des als Spukhotel berüchtigten Gemäuers.
    Die Langeweile vetreiben sich die beiden mit der mehr oder weniger intensiven Erforschung unerklärlicher Phänomene im Hotel, doch geht die Ladung etwas nach hinten los. Als wenn die Geister erahnten, dass ihre Ära zu Ende geht, ziehen sie noch mal so richtig vom Leder und nehmen Claire und Luke in die Pflicht.

    Fazit:
    "The Innkeepers" ist eigentlich ein klassischer Spukhaus Streifen, unterscheidet sich dennoch ganz erheblich von dem Gros anderer Produktionen.
    Ganz besonders liegt das an den beiden Hauptdarstellern. Sarah Paxton als Claire und Pat Healy als Luke tragen den gesamten Film schon durch ihre witzigen Dialoge. Dabei kann Paxton zudem noch durch ihre unglaubliche Mimik und ihre schlaksige Art punkten, die beide so voll wie aus dem Lameng kommen. Die Handlung an sich wird da zur Nebensache, aber auch wieder nicht. Während Luke, der die Sache eigentlich ins Rollen gebracht hat, sich nach und nach zurückzieht, fängt Claire an während der letzten Tage im Hotel nach den Geistern dort zu suchen. Mit dem Mikrofon bewaffnet tut sie tatsächlich auch den Geist der dort verstorbenen Braut auf. Doch wehe dem der die Geister ruft und so macht Claire den Fehler die Dame immer wieder anzurufen, bis sie so richtig wach und stinkig ist.
    Ti West hat "The Innkeepers" geschrieben, gedreht, mitproduziert und geschnitten und hat in meinen Augen einen echten Volltreffer hingelegt. Ohne spektakuläre Effekte kann er gruseln und amüsieren zugleich und das immerhin über schnell vergehende 102 Minuten. Eine witzige Idee auch, die Geschichte in Kapitel zu unterteilen, macht das gamze richtig retro.
    "The Innkeepers" macht wirklich spaß, ist sympathisch und auch was für die empfindlicheren Gemüter. Und auch wenn der Name Jeff Grace für die Musik nichts gutes verhieß, war dem nicht so. Was in "Stake Land" die reine Qual war, hat er hier wieder gut gemacht.
    Ein durchweg empfehlenswertes Stück Grusel.
    8_rabbit_animal_pink_cute

    The Innkeepers USA 2011 / DCP / 102 MIN / ENGLISCHE OV REGIE TI WEST  DARSTELLER SARA PAXTON / PAT HEALY / KELLY MCGILLIS / GEORGE RIDDLE / JOHN SPEREDAKOS DREHBUCH TI WEST   PRODUZENT DEREK CURL / LARRY FESSENDEN / PETER PHOK  VERLEIH TIBERIUS FILM

  • DerMisslungeneTennisausflug

    Rabies von Aharon Keshales und Navod Papushado

    kalevet-aka-rabies-Inhalt:
    Was haben ein verirrtes Geschwisterpaar, ein Serienkiller, ein Wildhüter, vier Yuppies und zwei Polizistsen gemeinsam?
    Richtig, sie treffen unfreiwillig in den Wäldern aufeinander, verstehen sich komplett falsch und sterben daraufhin mehr oder weniger spektakulär und fast vollständig.

    Fazit:
    So, da haben wir also unseren ersten israelischen Slasher. Ganz old fashioned kommt er daher und bietet die volle Bandbreite an nervenden Stereotypen: die vier Yuppies, von denen die Jungens sowas von vorpubertär rüberkommen und gerne mal ein Scherzchen auf Kosten der mitfahrenden Damen machen oder die Polizisten, von denen einer nur an seine Eheprobleme denkt und der andere schon als machthungriger Psychopath zu bezeichnen ist. Aber es gibt auch den wackeren Waldhüter, der versucht tapfer Hilfe zu leisten oder das Geschwisterpaar, das ganz unkonventionelle Gefühle füreinander hat.
    Jeder stirbt seinen eigenen Tod und so wird aus einer falschen Abzweigung ganz schnell ein Desaster mit wenig Überlebenschancen.
    Aharon Keshales und Navod Papushado haben es gut gemeint und rein vom Slasheraspekt gesprochen, macht ihr Werk schon was her.
    Leider nerven ihre Protagonisten je länger der Film dauert und da hilft es auch nicht, dass hier gemetzelt und gestorben wird, denn eine Blödheit ersetzt die nächste. Egal, ob es die dämlichen Dialoge der Yuppie-Twens untereinander oder die unerträglich blöde Polizeiszene sind, meine Geduld hat da ihre Grenzen und so konnten auch durchaus gelungenere Filmpasagen die Mängel in meinen Augen nicht mehr wett machen.
    Nichts gegen Klischees, aber bitte wohl dosiert und nicht in geballter Form und wie um die Jahrhundertwende.
    So kann "Rabies" dann auch nur in dem ein oder anderen Überraschungstod Punkten, ist insgesamt aber zu bunt und zu altbacken, als das er mich aus dem Stuhl hauen konnte.
    Ob da wirklich ein vom Rosebud vermutetes US Remake zu befürchten ist - ich weiß nicht.
    Kann man getrost stecken lassen.4_rabbit_animal_pink_murder

    KALEVET - RABIES  FRESH BLOOD ISRAEL 2010 / 35 MM / 90 MIN /  HEBRÄISCHE OMEU REGIE AHARON KESHALES / NAVOT PAPUSHADO  DARSTELLER LIOR ASHKENAZI / DANNY GEVA / ANIA BUKSTEIN / YAEL GROBGLAS / EFRAT BOIMOLD / MENASHE NOY / RAN DANKER DREHBUCH AHARON KESHALES / NAVOT PAPUSHADO  PRODUZENT TAMI LEON / CHILIK MICHAELI / AVRAHAM PIRCHI  WELTVERTRIEB JINGA FILMS

  • DasAttentat

    22nd Of May von Koen Mortier

    22ndOfMayInhalt:
    Für den alleinstehenden Wachmann Sam geht an diesem 22. Mai alles seinen gewohnten eintönigen Gang. Aufstehen, Kippe an, Zähne putzen, Brote schmieren und auf zur Arbeit. Auch hier nichts neues. Und so steht er wie immer am Eingang, als die Bombe hochgeht. Es reißt ihn zu Boden, Staub, Schmerzen, Tinitus, doch Sam rappelt sich hoch, holt Verletzte aus dem Chaos, bis er durchdreht und unter Schock losrennt. Er rennt und rennt und bricht in einer Nebenstraße zusammen. Und dann kommen die Toten. Sie haben Fragen, erzählen ihre Geschichten. Sam mittendrin. Was ist Wirklich was Fantasie?

    Fazit:
    "22nd Of May" ist ein langsamer Film. Langsam und aufreibend zugleich. Ein Bombenanschlag reißt viele Menschen aus dem Leben und der Wachmann Sam stand am Eingang, kam mit dem Leben davon, versucht zu retten was zu retten ist und verzweifelt. Er fühlt sich schuldig. Die Menschen, die er zuletzt ins Center hat gehen sehen, erscheinen ihm nach und nach. Schnell wird klar, sie sind alle Tod, doch sie erzählen Sam ihre Geschichte. Sam macht sich Vorwürfe. Warum hat er das Attentat nicht verhindert? Hätte er das Drama sehen kommen müssen? Vision und Wirklichkeit verschwimmen und Sam durchlebt den Anschlag immer wieder, will eingreifen und kann es nicht.
    Ja, Mortier hat die Langsamkeit erfunden und ja, trotzdem ist ihm ein großartiger Film gelungen. Zugegeben, ich war froh, als er vorbei war, aber er wirkt nach. In eindringlichen Bildern schildert Mortier die Anatomie eines Bombenanschlags in einem Einkaufscenter. Er nimmt sich einige Personen heraus, die der Wachman Sam zuletzt gesehen hat und erzählt die Katastrophe aus verschiedenen Perspektiven. Dabei geben die Geister so einiges Privates von sich Preis. Vom eigentlich widerlichen Stalker, der einer Ladenbesitzerin nachstellt und sich in der Kabine ihres Geschäftes einen runterholt, bis hin zum Attentäter selbst, für den Ort und Zeit reiner Zufall waren. 
    Mittendrin Sam, der sich alles ruhig anhört, die Schuld bei sich sucht und intervenieren will, aber feststellt, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann. Keine zweite Chance. Doch hängt alles zusammen, nichts passiert ohne Motiv.
    Nicht zuletzt sehen wir eine imposante slowmo Bombenexplosion, schon dafür lohnt es sich den Film zu sehen (ich weiß, ich bin ein Feuerteufel).
    Doch doch, Koen Mortier kann es. "22nd Of May" zeigt wieder, dass der Flame gutes Kino machen kann und dabei einen ganz eigenen Stil abseits des Mainstream bewahrt. Ein optisch geniales Werk mit einer bewegenen Geschichte.
    8_rabbit_animal_pink_cute

    1
    22 MEI SELECTED FEATURES BELGIEN 2010 / DCP / 88 MIN / NIEDERLÄNDISCHE OMEU REGIE KOEN MORTIER DARSTELLER WIM WILLAERT / SAM LOUWYCK / FRANÇOIS BEUKELAERS / TITUS DE VOOGDT / JAN HAMMENECKER DREHBUCH KOEN MORTIER PRODUZENT EURYDICE GYSEL / KOEN MORTIER VERLEIH DONAU FILM

  • FFF-Telegramm

    Heute aus persönlichen Gründen nur Kurzprogramm.
    Der erste Film war "Super".
    Die Story ist mittlerweile nicht mehr ganz taufrisch: Looser wird zum Selfmadesuperhelden. Unterschied zu anderen Produktionen: sehr brutal das alles, denn unser Typ im Selbstgenähten schlägt heftig zu.
    Zweiter Streifen: deutsch und langweilig. "Hell" mal wieder ein Endzeitdrama. Erde ausgedörrt, kein Wasser die Berge bringen Hoffnung auf neues Leben und: Kanibalen - natürlich.

  • DieRacheDesLiebendenVaters

    The Last Death von David Ruiz

    laultimamuerteInhalt:
    Während der Psychoanalytiker Jaime dabei ist sein Ferienhaus im Wald vor einem aufkommenden Sturm zu schützen, wird ihm erstens sein Auto von einem Unbekannten geklaut und zweitens findet er einen verletzten ohnmächtigen Mann in Unterwäsche. Der hat nicht nur sein Gedächtnis verloren, sondern leidet auch zunehmend unter großen Schmerzen. So beschließt Jaime ihn ins Krankenhaus zu schaffen, doch als seine Augen in die weltweite Datenbank einscannt werden und er als nicht existent registriert erscheint, fangen die Schwierigkeiten an. Jaime und seine Freunde geraten in ein unglaubliches Komplott, dass viele Überraschungen bereit hält.

    Fazit:
    "The Last Death" von David Ruiz ist ein durchaus ambitionierter SF-Thriller, der uns eine Welt zeigt, die nur einen Tick in der Zukunft liegt und mit den aufkommenden Problemen der weltweiten Vernetzung der Menschen und der daraus resultierenden rundum Überwachung und Kontrolle spielt. Scheinbar geht es auch um das Klonen von Organen, doch tritt dies zurück, wird auch überhaupt nicht vertieft, weil es letztendlich um etwas ganz anderes geht als Profit oder Lebensrettung durch eigene Nieren oder Herzen.
    Wer ist gut, wer ist böse und gibt es überhaupt das Böse?
    Schmerz, Rache, Reue und Angst verpackt Ruiz in einem durchweg spannenden Thriller, der mit einer schon durchgedreht zu nennenden Auflösung aufwartet. Das Ensemble ist überzeugend, bis hin zum deutschen Freund Herman und auch wenn einiges zu reibungslos, anderes zu unrealistisch daherkommt, ist "The Last Death" ein sehenswertes Stück mexikanisches Kino.
    7_rabbit_animal_pink_cute

    LA ÚLTIMA MUERTE SELECTED FEATURES MEXIKO 2011 / 35 MM / 107 MIN / SPANISCHE OMEU
    REGIE DAVID RUIZ DARSTELLER KUNO BECKER / ÁLVARO GUERRERO / CARLOS BRACHO / ALEXANDRA DE LA MORA / CLAUDETTE MAILLÉ / MANOLO CARDONA DREHBUCH  DAVID RUIZ / KAREN CHACEK / GAËL GENEAU PRODUZENT FERNANDO ROVZAR / BILLY ROVZAR / ALEXIS FRIDMAN  VERLEIH LEMON FILMS

  • MalWiederKurzNotiert

    Heute auf dem Plan:
    "The Last Death". War sowas wie ein SF- Thriller aus Mechiko. Ganz in Ordnung und nicht langweilig.
    Dann kam was deutsches - ich bin gar nicht so ablehnend, nämlich "Urban Explorer". Hatte so seine Lacher und ich weiß nicht, ob die so gewollt waren :))
    Der dritte Film war eine gute Entscheidung: "The Revenant" . Mal wieder ein richtig lustiger Buddyfilm, auch wenn er etwas kürzer hätte sein können, aber egal, war sehr gut.
    Den Abschluss machte dann "Red State". Endlich wieder John Goodman auf der Leinwand. Eine gute Mischung aus Sektenthriller und bitterböser Satire.

  • KarateKidMalAnders

    Stake Land von Jim Mickle

    STAKE_LANDInhalt:
    Good bye America. Es ist vorbei.
    Eine kontinentale Vampirseuche hat das Gros der Menschen dahingerafft und die paar verbleibenen kämpfen ums Überleben. Inmitten dieser Tristesse wird Martin zum Waisen und von einem alten Kriegsveteranen adoptiert. Dieser "Mister" weiß sich gegen Vampire zu wehren und möchte sich mit Martin nach "New Eden" durchschlagen, einer sicheren vampirfreien Enklave in Kanada. Doch der Weg dorthin ist steinig, denn nicht nur die Vampire stehen ständig im Weg, sondern noch eine Sekte, die die Vampire als Heilsbringer Gottes ansehen.

    Fazit:
    So reißerisch und spannend die Inhaltsangabe, besonders im Programmheft auch ist, so lahm und unerträglich ist das tatsächliche Produkt.
    "Stake Land" ist schlecht, total langweilig und in weiten Teilen sogar peinlich. Wenn der junge Bursche da versucht Selbstverteidigung und Attacken gegen Vampire zu erlernen sieht das echt behindert aus. Tut mir leid. Dass Martin nie sein Ziel finden wird, sieht man hier schon im Ansatz.
    Grob körperverletztend sind auch die schlechten Vampirmasken. Leute, dann gucke ich lieber Twilight und die Mehlgesichter. Ging gar nicht.
    Prinzipiell ist an der Story nichts auzusetzen, im Gegenteil eigentlich ist sie sogar recht gut: eine Gruppe Menschen macht sich in eine sichere und geschützte Enklave auf. Während ihrer Reise sieht man, was aus den Menschen geworden ist wie sie unter diesen katastrophalen Umständen noch versuchen ein normales Leben zu führen und andere, die dem religiösen Wahn verfallen und versuchen ihre Religion mit aller gewalt durchzusetzen; doch die Umsetzung ist einfach mal grottig und alles wirkt eher wie bei einer Laienspielgruppe in Bad Godesberg. Als einer der Wenigen konnte bei mir
    Michael Cerveris punkten, der hier einen Sektenoberfuzzi mimt. Dafür macht einen dann auch wieder die Musik fertig.
    Nee das war nichts.
    2_rabbit_animal_white

    Stake Land USA 2010 / 35 MM / 98 MIN / ENGLISCHE OV REGIE JIM MICKLE DARSTELLER DANIELLE HARRIS / KELLY MCGILLIS / CONNOR PAOLO / MICHAEL CERVERIS / BONNIE DENNISON DREHBUCH NICK DAMICI / JIM MICKLE PRODUZENT DEREK CURL / LARRY FESSENDEN / ADAM FOLK VERLEIH SPLENDID FILM

  • Ah,L'Amour

    Julia X-3D von P.J. Piettette

    julia_x_3dInhalt:
    Das Internet führte Julia in dieses Café und ja, der Typ gefällt ihr, trotzdem nimmt sie ihre Tasche und beendet das Date. Sie geht zurück zum Auto erzählt ihrer Schwester am Telefon, dass der Mann der Richtige ist, doch kaum im Wagen, entpuppt sich das harmlose Date als mehr. Julia gerät in die Fänge eines Serienkillers. Und als sie wieder zu sich kommt hängt sie in irgend einer schäbigen Garage am Haken und wartet auf ihre Hinrichtung.
    Tatsächlich?
    Oder hat unser Psychokiller und Julie Andrews-Fan da die Rechnung ohne den Wirt gemacht?

    Fazit:
    Julia X ist eine Überraschung.
    Low Budget und trotzdem echtes 3D und ein Plot, der zum Schenkelklopfen einläd.
    Was sich am Anfang zart andeutet wird Gewissheit: nicht nur Julias Date hat Böses vor, nein, hier geraten drei gestörte Persönlichkeiten versehentlich aneinander und haben so richtig ihren Spaß. Dabei fließt viel Blut, alle müssen kräftig einstecken, bis der erste sein Leben aushaucht und dank der 3D Technik den Zuschauer voll daran teilhaben lässt.
    Auch wenn ein kurzer Erklärungsversuch rechtfertigen will, warum zwei der Protagonisten so sind wie sie sind, kann man getrost Worte wie "inhaltliche Tiefe" bei diesem Streifen aussparen, bekommt dennoch was geboten.
    Ob da nun die Carpenters oder Julie Andrews auf dem Walkman liefen - who cares, ein(e) gelungene(r) - ja was eigentlich? Psychothriller? Slasher-Parodie? - ist es allemal und sehr empfehlenswert, besonders für unsere Kevin Sorbo Liebhaber!

    8_rabbit_animal_pink_cute

    Julia X 3D USA 2011 / REAL D / 92 MIN / ENGLISCHE OV REGIE P.J. PETTIETTE DARSTELLER VALERIE AZLYNN / KEVIN SORBO / ALICIA LEIGH WILLIS / JOEL MOORE / VING RHAMES DREHBUCH MATT CUNNINGHAM / P.J. PETTIETTE PRODUZENT GREG HALL / P.J. PETTIETTE / CLAUDIE VIGUERIE VERLEIH WILD BUNCH GERMANY

  • GanzKurzNotiert

    Kurzes Brainstorming:

    Gestern gabs natürlich noch mehr zu sehen. Neben "Fase 7", gab es den sehr unterhaltsamen "Julia X", den ich mal so bei 7 bis 8 einordnen würde und dann den ersten Flopp " Stake Land", der nicht nur durch seine Trostlosigkeit, sondern zudem durch extrem schlechte Musik bestach. Dazu kamen dilettantische Karatekid Einlagen, wobei das Bürschchen albern herumhumpelte und doch nie traf. Ich tendiere zu 3 Punkten abwärts.

    Heute dann als mein erster Film: "22nd Of May" ... Okay der hat die Langsamkeit erfunden, fand ich aber nicht schlecht.
    Dann kam der israelische Beitrag "Rabies"; ich weiß nicht, ob ich aus Mitleid gelacht habe, aber ich konnte die Eis am Stiel Assoziation nicht wegwischen. Irgendwie war das ein feuchter Jungenstraum, nur etwas blutiger. War mir persönlich zu abgedroschen und ich war froh als alle Tod waren. Der schwirrt auf jeden Fall im unterdurchschnittlichen Bereich rum.
    Dann endlich das erste Sehenswerte an diesem Tag: "the Innkeepers". Ein echt amüsanter Geisterhausstreifen mit einer absolut entzückenden Sara Paxton.
    Den krönenden Abschluss dieses Tages machte dann "Norwegian Ninja"- Yes das war ein Spaß. Ich liebe diesen kriseligen Trash (mit erstklassigen Effekten versteht sich). So, ich gehe jetzt gutgelaunt ins Bettchen.

  • CocoUndPipiInNöten

    Phase 7 von Nicolás Goldbart

    phase7Inhalt:
    Ein Virus geht um. Weltweit sterben die Menschen wie die Fliegen und in den Städten herrscht das Chaos.
    Doch Coco und seine hochschwangere Frau Pipi diskutieren lieber, ob es eine Tafel Schokolade mehr oder weniger sein kann und ob man Glühbirnen kauft. Aber die beiden können sich der Katastrophe nicht so ganz entziehen. Im Haus unter Quarantäne gestellt, drehen einige Nachbar so langsam am Rad. Ihr Ziel: Herr Zanutto. Der spinnt und ist infiziert - angeblich. Doch Her Zanutto ist auch nicht auf den Kopf gefallen. Und ehe sich Coco versieht, ist er in der Nachbarschaftschlacht involviert, wird von Nachbar Horacio mit Seuchenschutzanzug und Pistole versorgt und stolpert über jede Sprengfalle.

    Fazit:
    Ein Regisseur, der Goldbart heißt muss Humor haben und so ist das Endzeitdrama "Phase 7" gespickt mit überzogenen Figuren und vollem schwarzen Humors.
    Schon das Paar Coco und Pipi; sie ist total aufbrausend und hat natürlich immer recht und er ist ein echter Schlappi. Zwar sieht er aus wie ein ganz superharter, aber er kriegt nichts so richtig gebacken und hat auch irgendwie keine Lust dazu. Doch Coco bleibt nichts weiter übrig, als seinen Mann zu stehen, denn Nachbar Horacio nimmt ihn unter die Fittiche. Im Dauertrainingscamp: Nachbarschaftshilfe und -wehr wird er endlich erwachsen.
    Goldbarts Film erinnert sicherlich etwas [rec], schon wegen der Sprache, jedoch wird man Wackelkamera verschont und der Kampf ums überleben wird wesentlich humorvoller dargestellt.
    Schön dass man Frederico Luppi (The Devil's Backbone, Pans Labyrinth, Logic Room) für den verückten und coolen Zanutto gewinnen konnte, er ist immer eine Bank, erinnert aber zugebenermaßen immer etwas an Friedrich Schoenfelder.
    Insgesamt ist "Phase 7" ein ganz gelungene Endezeitkomödie mit ziemlich guten und perfekt dosierten Splattereffekten, die allerdings unter anderem auch von dem frech von Carpenter zusammengeklauten Score profitiert.
    6_rabbit_animal_pink_cute

    FASE 7 FRESH BLOOD ARGENTINIEN 2011 / 35 MM / 95 MIN /  SPANISCHE OMEU REGIE NICOLÁS GOLDBART DARSTELLER DANIEL HENDLER / JAZMÍN STUART / YAYO GURIDI / FEDERICO LUPPI DREHBUCH NICOLÁS GOLDBART PRODUZENT SEBASTIAN ALOI VERLEIH KOCH MEDIA

  • StimmenImSchacht

    Don't Be Afraid Of The Dark von Troy Nixey

    afraidInhalt:
    Alex und Kim haben viel vor mit Blackwood Manor. Das stattliche Anwesen auf Rhode Island hat eine bewegene Geschichte und ist das perfekte Investitionsobjekt. So sanieren die beiden in mühevoller Kleinarbeit das Haus, als Alex Ex auf einmal beschließt ihre gemeinsame Tochter Sally zu ihm zu schicken. Sally ist problematisch, wird medikamentiert und ist alles andere als begeistert so abgeschoben zu werden. Dann die neue Frau des Vaters… nein sie möchte hier nicht sein. Doch Sally hört, während sie durch den Garten stöbert, Stimmen, die sie zu einem verborgenene Keller des Hauses führen. Sally ist begeistert und erzählt von ihrer Entdeckung, verschweigt jedoch das Wispern. Im Keller selbst findet Sally die Quelle der Rufe: einen alten Lüftungsschacht. Sie kommt dem Drängen der Stimmen nach ihn zu öffnen und glaubt ihnen, als sie sagen, dass ihre Eltern sie nicht lieben und nur sie ihre Freunde sind. Doch stellt Sally sehr bald fest, dass die Stimmen lügen und tatsächlich Dämonen sind, die hinter ihr und der Familie im Haus her sind.

    Fazit:
    Meine anfänglich Skepsis einem Haunted House Film mit Katie Holmes und Guy Pearce in den Hauptrollen gegenüber war groß, wurde aber schnell zerstreut. Okay Pearce mag ich weiterhin nicht, aber Frau Holmes kann schon, wenn sie will. Aber das tatsächliche Talent des Filmes ist unbestritten die kleine Bailee Madison. Unglaublich wie dieses Mädel gucken kann. Sie braucht kein Wort zu sagen, aber ihre Blicke erzählen Geschichten. Und so fegt der kleine Wirbelwind durch Haus und Garten und tappt aus Enttäuschung über die Eltern und Trotz in eine gefährliche Dämonenfalle, die auch dem Vorbesitzer des Hauses zum Verhängnis wurde. Als das Kind versteht, dass die Wesen alles andere als nett sind versucht sie Beweise zu sammeln, doch ihr ignoranter Vater gönnt ihr keine Aufmerksamkeit und die Situation eskaliert zusehens.
    "Don't Be Afraid Of The Dark" ist zwar ziemlich überraschungsfrei was die Story angeht, weil es eben ein klassischer Gruselhausfilm ist, aber er ist schön gefilmt und hat eine tolle Atmosphäre.
    Wie gesagt, er lohnt sich schon alleine für Miss Madison, ist aber insgesamt ohne Längen und für Fans des seichten Schauderns absolut sehenswert.
    7_rabbit_animal_pink_cute

    OPENING NIGHT EUROPAPREMIERE USA/AUSTRALIEN 2010 / 35 MM / 99 MIN / ENGLISCHE OV REGIE TROY NIXEY DARSTELLER KATIE HOLMES / GUY PEARCE / BAILEE MADISON / ALAN DALE DREHBUCH GUILLERMO DEL TORO / MATTHEW ROBBINS PRODUZENT MARK JOHNSON / GUILLERMO DEL TORO VERLEIH PLANET MEDIA / TELEPOOL

  • WarDaNochWas?

    La Linea von James Cotton

    la lineaInhalt:
    Mexiko. Drogenboss Javier Salazar ist schwer krank und hat ausgerechnet den schwer psychotischen Pelon zu seinem Nachfolger ernannt. Doch Pelon kennt keine Ehre, keine Regeln und so kurbelt er Geschäfte mit afghanischen "Heroinbauern" an.
    Schlecht nur, dass jeder Turbanträger auch in Mexiko gleich im Fadenkreuz des CIA landet und so dem Drogenkartell echte Schwierigkeiten macht.
    Dann sind da noch eine Hand voll Killer unterwegs, die hinter den Köpfen der gegnerischen Parteinen her sind.

    Fazit:
    La Linea ist ein recht netter Drogenthriller mit Ray Liotta und Andy Garcia. Es geht um Vertrauen und Ehre im Drogenmillieu, Bestechung und die Langfinger der USA, die auch im Nachbarland die Kontrolle nicht verlieren wollen. Dazwischen bewegen sich Killer im Auftrag von… tja das weiß man nicht immer so genau, aber keiner ist sich grün und am Schluss gibt es ne schöne Überraschung.
    Teilweise geht es ganz schön brutal zur Sache, besonders wenn der skrupellose Gangsterboss Pelon die Faut oder Latte sprechen lässt.
    Insgesamt kein Meisterwerk, aber Andy Garcia kann man immer gucken.
    7_rabbit_animal_pink_cute

    USA 2008 La Linea- The Line R: James Cotton D: Andy Garcia, Ray Liotta, Armand Assante, Valerie Cruz 95 Minuten

     

    Die Stadt Der Blinden von Fernando Meirelles

    stadtderblindenInhalt:
    In einer unbekannten Stadt erblinden nach und nach Menschen ohne ersichtlichen Grund. Aus Angst vor der Ausbreitung der Seuche werden die erblindeten Menschen in eine leerstehende psychatrische Anstalt gebracht und nur mit Essen versorgt. Auch ein Arzt verliert sein Augenlicht doch seine Frau möchte ihn nicht alleine lassen und geht mit ihm, täuscht dafür Blindheit vor. In der Anstalt selbst herrschen katastrophale Zustände, besonder nachdem immer mehr Menschen eingeliefert werden. Die Frau des Arztes versucht zu helfen wo sie kann doch stößt sie ab einem bestimmten Punkt an ihre Grenzen.

    Fazit:
    "Die Stadt der Blinden" ist ein düsterer Film über den Untergang der Gesellschaft. Die Menschen erblinden und werden so hilflos wie sie sind sich selbst überlassen. Unfähig sich selbst zu helfen, verkommen die, liegen in ihren Fäkalien und warten nur aufs Essen. Doch eine Gruppe Männer reißt die Macht an sich und nimmt sich das ganze essen, erpresst die restlichen Erblindeten. Die Schwächeren geben nach, doch nicht lange und es kommt zum Krieg zwischen den Gruppen. Als kein Essen mehr kommt, stellen die sehende unter den Blinden fest, dass sie nicht mehr gefangen sind, weil bereits alle Menschen der Stadt blind sind. Alles liegt im Chaos, fast alle Vorräte sind verbraucht, es gibt kein fließend Wasser oder Strom mehr. Dann passiert das unglaublliche: der erste Erblindete kann wieder sehen.
    Meirelles inszenierte den Film sehr langsam und bedrückend. Alles sieht sehr schäbig aus, die Menschen sind irgendwann echt dreckig, also Realismus pur. Geschickte Überblendungen und Lichtspiele deuten Das Erblinden an und überbrücken Zeitsprünge.
    Die Massenvergewaltigung von Blinden an Blinden halte ich für überzogen. Geht man freiwillig auf eine solche Erpressung ein, wenn man nichts mehr zu verlieren hat? Damit andere (Männer) zu essen haben? Na ja man wehrt sich da dann ja auch, aber erst nach der ersten Toten und auch nur weil sich die Frauen aufbäumen.
    Insgesamt fand ich den Streifen okay, aber mit Mängeln, die sicher auch in der Romanvorlage zu suchen sind. Viele Verhaltensweisen sind für mich nicht nachvollziehbar, aber das ist natürlich das künstlerisch überzogenen Element.
    Ziemlich finsterer Streifen.

    7_rabbit_animal_pink_cute
    Japan / Brasilien / Kanada 2008 - Originaltitel:Blindness - Regie: Fernando Meirelles - Darsteller:Julianne Moore, Mark Ruffalo, Gael García Bernal, Alice Braga, Yusuke Iseya - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 120 min.

  • Phil?

    HBO verfilmt das Leben von Phil Spector dem Genius, Irren und leider auch Frauenmörder.
    In der Rolle seines Lebens sehen wir: Al Pacino :))

    phil

  • BuhuImIrrenhaus

    The Ward von John Carpenter

    The WardInhalt:
    1966 North Bend Psychiatric Hospital, Patientin Tammy kommt auf mysteriöse Weise ums Leben, kurze Zeit später greift die Polizei die verwirrte Kristen auf, die im Unterrock durch die Wälder streift und eine Farm angezündet hat.
    Nachdem Krisen ruhiggstellt und in ihr neues Zimmer verbracht wurde, wacht sie am nächsten morgen auf und erinnert sich an praktisch nichts mehr. Von nun an versucht die junge Frau herauszubekommen, warum sie in der Nervenheilanstalt gelandet ist und wie sie am schnnellsten wieder herauskommt. Doch so einfach geht das nicht, jeder Fluchtversuch scheitert und dann geht auch noch ein mysteriöser Geist um.

    Fazit:
    Die Hoffnung stirbt zuletzt und so tapert der eiserne Carpenter Fan blindlings in jeden seiner Streifen, sei die Aussicht, dass er sich als gut erweist noch so gering (gilt zumindestens für seine letzten Filme).
    Gut, der hier war nun der Überraschungsfilm der Sneak-Preview im UCI Potsdam und da will ich nicht so sein.
    Rein optisch kann man wirklich nichts aussetzten an dem neuen Carpenter Streifen. Schon der Vorspann ist wirklich gut gelungen und auch sonst ist sein Stil wieder ganz der alte. Er kann eben gut mit der Leinwand, bis heute.
    "The Ward" krankt einfach an seiner Story und vielleicht auch etwas am Untalent einer Amber Heard, wobei sie den Kohl nun auch nicht fett macht.
    Nein, die Schuldigen sind mit Sicherheit Michael und Shawn Rasmussen, die uns hier eine einfallslose und voraussehbare Geschichte auftischen, die man in anderer Kulisse schon besser gesehen hat.
    Junge hübsche Frau, offensichtlich traumatisiert, landet viel zu schnell im Irrenhaus, wird zwangsmedikamentiert und über ihre "Krankheit" völlig im Dunkeln gelassen. Dann geht im Haus auch noch ein böser Geist um, von dem jeder zu wissen scheint, doch alle versuchen ihn vor der Protagonistin zu ignorieren. Mit ihr "sitzen" noch vier weitere (attraktive) Mädels ein, die allesamt ziemlich normal gestört sind, aber der Protagonistin nicht feindlich gegenüber. Kristen versucht zu flüchten, immer wieder, doch wird immer erwischt. Dann die "üblichen" Methoden der Psychoanalyse der 60iger wie wir uns das so vorstellen: Elektroschocks, viele Pillen und Spritzen, vielleicht auch mal ne Lobotomie…
    Am Ende dann die Auflösung-mehr Erlösung, die wir uns dann auch schon dachten und der carpentertypische Abschluss.
    John Carpenter hat das beste herausgeholt, trotzdem reichts nicht für einen wirklich guten Film. Schade.5_rabbit_animal_pink_murder

    USA 2010 - Originaltitel: The Ward - Regie: John Carpenter - Darsteller: Amber Heard, Jared Harris, Danielle Panabaker, Lyndsy Fonseca, Mamie Gummer, Mika Boorem, Sydney Sweeney, Laura-Leigh, Sean Cook, Milos Milicevic, Sali Sayler - Länge: 88 min.

  • DiePutzfee

    Zu Viele Flüche von A. Lee Martinez

    Martinez_FluecheInhalt: 
    Die Kobolddame Nessy hatte bereits viele Herren. Hexenmeister, Magiere, ach eben alles was selbstherrlich mit den schwarzen Künsten im Bunde ist.
    Doch ihr augenblicklicher Arbeitgeber ist der fieseste von allen. So rechnet Nessy jeden Tag damit das zeitliche zu segnen. Allerdings kommt es anders als erwartet, weder Schlossherr Margle, noch Nessy rechnen damit, dass sich dieser durch eine dumme Tolpatschigkeit selbst ins Jenseits befördert und Nessy mit allem Drum und Dran auf Schloss und Verfluchten Seelen sitzen lässt.
    Keine Zeit mehr zum putzen, denn die von Margle verfluchten Seelen wollen endlich erlöst werden und auch das Schloss selbst hat so seine Vorstellungen wie es mit ihm weitergeht.

    Fazit:
    Martinez kann es einfach. Im Bereich der humorvollen Fantasy ist er eine Bank, auch wenn er nicht immer eine 10 ist, lohnt sich jedes Buch von ihm.
    So natürlich auch wieder "Zu Viele Flüche".
    Wieder im klassischen Fantasy angekommen erzählt Martinez von einer Kobolddame, die schon vielen Zauberern und bösen Magiern gedient hat. So erledigt sie unterwürfig und gewissenhaft ihre Aufgaben als Reinigungskraft und Gebäudemanagerin und rechnet jederzeit damit von ihrem unbeherrschten und mächtigen Magier Margle getötet zu werden.
    Der hat tatsächlich vor sich Nessys zu entledigen, in dem er ein Nurgaxei ins Schloss bringt.
    Öffnet man es frisst das Nurgax das Wesen, das es zuerst sieht und ist dem Zweiten das es sieht auf Ewig treu  ergeben.
    Leider, für Margle, planen ein paar seiner Verfluchten den Aufstand und so versucht ein Held in Form einer Fledermaus Margles Kehle durchzubeißen. Klappt natürlich nicht, aber verwirrt ihn so sehr, dass er stolpert und das Nurgaxei fallen lässt, woraufhin das ihn zuerst sieht und frisst. Tja und von nun an ist Nessy ganz auf sich alleine gestellt. Zuerst versucht sie über sie Sache hinwegzuputzen, doch die Verfluchten im Schloss erhoffen sich Erlösung, nun wo Margle weg ist. Aber auch das Schloss selbst hat ein Eigenleben. Voller schwarzer Magie ist es zu einem eigenständigen Etwas geworden, das Nessy ganz schön auf die Probe stellt.
    "Zu Viele Flüche" macht richtig Spaß. Ohne je langweilig zu werden erzählt Martinez das große Abenteuer der Kobolddame Nessy, beschreibt unzählige Charakter, der jeder auf seine Weise liebenswert ist und keiner gleicht dem anderen. Ein Monster unter dem Bett, eine Dämonin, die aus tausenden von Glühwürmchen besteht und entsprechend viele Persönlichkeiten hat, ein Skelett, bei dem Kopf und Körper Gut und Böse sind, das berühmte Schwert im Stein, dass mittlerweile im Kohl steckt, sich trotzdem nur von einem starken Helden ziehen lässt… und und und.
    Es ist nicht Martinez stärkstes Buch, aber absolut unterhaltsam und lesenswert. 8_rabbit_animal_pink_cute

    Zu Viele Flüche, A. Lee Martinez Erscheinungstermin: Juli 2011 Aus dem Englischen von Karen Gerwig Originaltitel: Too many Curses  400 Seiten Kartoniert  ISBN: 9783492266987

  • AufDasBlutAusDerLeinwandFließt-FFF2011

    Soll ja nicht heißen: die CDW hat Urlaub und liegt nur auf der faulen Haut.
    Nein, endlich habe ich es geschafft den Schlachtplan fürs blutige Viewing zu entwerfen.
    Es kommen so um die 32, 33 Filme zusammen, aber es sind auch Wackelkandidaten dabei.
    Ich schwanke noch dem Rat einer beherzten Filmfreundin zu folgen und anstatt "Cowboys & Aliens" "The Revenat" zu gucken, auch kann ich mich nicht zwischen "Norwegian Ninjas" (auf den ich mich eigentlich schon lange freue) und "Repeaters" entscheiden, wird aber wahrscheinlich der olle Norweger. Die Vorherrschaft müssen des weiteren "Cat Run" und "No Trespassing" ausfechten und wie gemein, es laufen zu beiden "Hesher"-Terminen parallel Filme, die ich auch sehen will. Da wird noch ne Münze geworfen.
    Der Sonntag ist diesmal sehr entspannt, aber einen Tag habe ich immer dazwischen, wo mich kaum was begeistern kann.
    Meine Auswahl heißt diesmal: lieber Blut als Action. Ich habe komischerweise keine so große Lust auf Krimis dieses Jahr, darum fallen auch viele französische Beiträge Flach. Asia-Kino bleibt außen vor, obwohl mich "Cold Fish" reizt. Entscheide ich spontan.

    Table1Table 2

    Die bunten Markierungen zeigen die Filme, in die ich gehen werde. Schwarz durchgestrichen heißt: auf keinen Fall.

  • SeltsameFracht

    Super 8 von J.J. Abrams

    Super-8Inhalt:
    Es ist 1979, Joe Lamb ist 13 Jahre alt, liebt Horrorfilme und ist leidenschaftlicher Modell- und Effektebastler. Mit seinen Freunden Charles, Preston, Carlton und Cary dreht er gerade an einem Zombiefilm und Charles konnte sogar die hübsche Alice überreden eine Rolle zu übernehmen. Was kann also schöner sein?
    Leider ist Joes Vater von dessen Hobby nicht begeistert, darum schleichen sich die Jungs nachts aus den Elternhäusern, um ihren Dreh zu machen. In dieser Nacht läuft zuerst alles nach Plan. Alice beeindruckt die Jungs mit ihrem Talent, die Kulisse am alten Bahnhof ist nahezu perfekt, als dann auch noch ein Nachtzug vorbeikommt…doch noch ehe alles im Kasten ist, bemerkt Joe, dass ein Truck auf die Gleise fährt und den gesamten Zug zu verunglücken bringt. Ein riesiges Chaos ist die Folge und die sechs Kinder entkommen nur knapp dem Tod, wobei sie schnell merken, dass hier etwas mehr als nicht stimmt, als das Militär auftaucht und dann passiert Seltsames in der Kleinstadt - sehr Seltsames.

    Fazit:
    *spoiler ahead*
    Yeah.
    Für meinen Geschmack hat der alte Abrams hier alles richtig gemacht und einen "Familienfilm" ganz nach dem Vorbild der Achtziger-Jahre-Kleinstadt-Idylle-Mit-Pfiffigen-Kindern-Streifen gemacht.
    Vorbild wohlgemerkt, denn "Super 8" nimmt die alten Elemente auf und bringt sie ins neue Jahrtausend.
    Ein erheblicher Unterschied zum traditionellen Kinderabenteuer ala Goonies liegt hier zum Beispiel bei der durchweg gelungenen Auswahl an Darstellern. Abrams hat ein Jugendensemble, bei dem wirklich kein Kind nervt, quietscht oder hysterisch ist. Da kommen sechs Jungteenager zusammen, die eine außergewöhnliche Leidenschaft verbindet und jeder auf seine Art abgedreht ist und durchaus erwachsen und kindlich zugleich sein kann. Herrlich ist das anzuschauen.
    Die Protagonisten kommen nicht aus der amerikanischen Heile-Welt-Familie, sondern sind Halbwaisen, Halbverlassene und Chaosfamilienmittelkinder, die auch schon mal Daddys Auto entwenden um damit zum Drehort zu fahren.
    Abrams vermischt das Kinderabenteuer mit seiner Art von Effektkino.
    Klar, das Zugunglück ist sowas von Over the Top, ausgiebiger hat man einen unendlich langen endgleisenden Zug noch nie gesehen und wie die Kurzen da lebend rauskamen war mir ein Rätsel - sah aber klasse aus und befriedigte die Beavis and Butthead Generation voll und ganz. Auch kann man über die ein oder andere Ballerei unterschiedlicher Meinung sein und ich frage mich wie lange nach Pisa das Publikum noch über Kalte-Kriegs-Poesie lachen kann (hier klappte es noch ganz gut).
    Überrascht hat mich die Heftigkeit der Alienattacken und die doch recht böse Seite des Besuchers, Erklärung hin oder her, ich hätte mir in die Hose gemacht, hätte ich gesehen wie ein echt ekliges Wesen noch eben an einem Bein eines Nachbarn knabbert und mich dann ergreift. Das Vertrauensverhältnis wäre doch erheblich beeinträchtigt gewesen.
    Auch ist das Aliendesign ganz Cloverfield, aber na ja, da will ich mal nicht so sein.
    Insgesamt funktioniert der Film einfach. Total sympathische Darsteller (das Elle Fanning unglaublich talentiert ist - muss ich das noch erwähnen?), was für Herz, Spiel und Spaß, Feuer, kaputtes Metall und ein Alien und nachher das Gefühl einfach gutes Kino genossen zu haben.9_rabbit_animal_pink_smile

    USA 2011 - Regie: J.J. Abrams - Darsteller:Elle Fanning, Kyle Chandler, Joel Courtney, Gabriel Basso, Noah Emmerich, Ron Eldard, Riley Griffiths, Ryan Lee, Zach Mills, Amanda Michalka, Katie Lowes, Thomas F. Duffy, Marco Sanchez - FSK: ab 12 - Länge:112 min.

  • FangDasStöckchen

    Herr Malony wirft, Herr Donpozuelo fängt, wirft erneut und ich fange.
    Das Filmstöckchen:

    blogstoeckchenEin Film, den du schon mehr als zehnmal gesehen hast?

    Blade Runner, Star Wars (Episode 4-6), Alien (1-3), Manche mögens Heiß.

    Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast?

    Blade Runner (bestimmt 10 mal), Alien (1 und 2), Rocky Horror Picture Show

    Ein Schauspieler, wegen dem du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen?

    Früher: Harrison Ford, Robert DeNiro, Ellen Barkin und Isabelle Adjani jetzt eher: Sam Rockwell (yeah), Cameron Diaz, Jennifer Lawrence und Michael Fassbender.

    Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen?

    Robert Pattinson (kann ich gleich von Donpozuelo übernehmen :)) ), Seth Rogen, Maya Rudolph

    Filmmusical, dessen Songtexte du komplett auswendig kannst?

    Soll das ein Witz sein?

    Ein Film, bei dem du mitgesungen hast?

    Rocky Horror Picture Show (ich war jung und brauchte das Geld)

    Ein Film, den jeder gesehen haben sollte?

    Die Herberge zum Drachentor, Ein Hauch von Zen, A Chinese Ghost Story, Blade Runner, Das Auge (Mit Michel Serraut), Alien.

    Ein Film, den du besitzt?

    Äh… Die Marx Brothers auf See?!

    Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat?

    Wo wären wir ohne Saturday Night Live ? Dan Aykroyd natürlich :))
    Nein, im ernst - keine Ahnung.

    Schon mal einen Film in einem Drive-In gesehen?

    Nein.

    Schon mal im Kino geknutscht?

    Jo.

    Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?

    Wenn ja, habe ich das Ereignis verdrängt.

    Ein Film, der dich zum Weinen gebracht hat?

    Ach Kindas: viele. Alien3 zum Beispiel. Mir liefen aber auch schon die Tränen als der Vorspann von Star Wars lief (im Kino).

    Popcorn?

    Selten.

    Wie oft gehst du ins Kino?

    Unterschiedlich. Bei Gelegenheit jeden Tag in mehrere Filme oder auch mal 2 Wochen nicht. Sehe aber prinzipiell gerne zwei Filme auf einmal.

    Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?

    Oh Gott wie peinlich: The Green Lantern.

    Dein Lieblingsgenre?

    SF-Horror

    Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast?

    Bambi.

    Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen?

    Essential Killing, aber noch viel schlimmer: Short Cut To Hollywood.

     

    Der merkwürdigste Film, den du mochtest?

    Wenn die Gondeln Trauer Tragen, Picknick am Valentinstag.

    Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast?

    Blue Velvet, Kidnapped.

    Der lustigste Film, den du je gesehen hast?

    Kann ich nicht auf einen beschränken, aber ok: Ein Goldfisch An Der Leine.

    So nun werfe ich ma lin Richtung Frau darkchyld, Herrn DonJuon, Frau irgendeine-Userin und natürlich an jeden, der Lust drauf hat :D Ach und wenn Herr Allerweltsteufelchen hier rumstreunert: bitte auch mal fangen!

     

  • DieSündenDerVäter

    Die Legende von Beowulf von Robert Zemeckis

    Die-Legende-von-BeowulfInhalt:
    König Hrothgar leidet. Seine Stadt wird regelmäßig vom menschfressenden Ungeheuer Grendel heimgesucht. Besonders die Methalle ist von Grendels Überfällen betroffen und König Hrothgar beschließt diese zu schließen. Gleichzeitig lobt er eine Belohnung aus für den, der den Grendel tötet. Schon bald findet sich der gautische Krieger Beowulf und seine Mannen ein. Der ist nicht nur mutig und stellt sich nackt dem Grendel entgegen, sondern wirft auch ein Auge auf die schöne Königin Wealthow. Der Grendel wird besiegt, doch dessen Mutter ist verrückt vor Wut. Sie tötet Beowulfs Gefolgsleute und erreicht so, dass er sich zu ihr aufmacht, sie ebenfalls zu töten. Doch statt der hässlichen Wasserhexe erwartet ihn eine unglaublich flotte, verführerische Frau, die ihn mit Versprechungen umgarnt, denn sie will einen Sohn von Beowulf. Der wiederum ist nur ein Mann, schließt einen Pakt, schenkt ihr was sie will samt güldenem Füllhorn (das den Pakt besiegelt, solange es nicht den Weg zu ihm zurückfindet) und lügt König Hrothgar vor sie getötet zu haben. Doch Hrothgar weiß es besser, denn auch er verfiel einst der Schönen: Grendel war sein Sohn. Er vermacht seine gesamten Besitztümer Beowulf und stürzt sich vom Balkon, Beowulf übernimmt sein Königreich plus Frau anstatt zurückzukehren, wird erfolgreicher Kriegsherrn und hat eigentlich alles was er will. Doch die Jahrzehnte vergehen, Beowulf ist des Metzelns müde, da wird ihm auf einmal das goldene Füllhorn in die Hand gedrückt, das wer im Sumpf fand. Die Begeisterung hält sich in Grenzen, denn stante pede erscheint ein feuerspeiender Drache im Städtle und macht alles nieder. Beowulf weiß gleich was die Stunde schlägt und stellt sich seinem Sohn…

    Fazit:
    Ja ich weiß, da habe ich praktisch den ganzen Film erzählt, aber wo soll man da anfangen, wo aufhören. 
    Neil Gaiman und Roger Avary haben dem Heldengedicht dazugesponnen was das Zeug hält und aus echten Heldentum in der Vorstellung des 7.-, 8. Jahrhunderts nach Christus, eine geschmeidige Herz-Schmerz-Hollywoodgeschichte geschrieben. Schade eigentlich, gerade Gaiman hätte ich mehr zugetraut. So plätschert die Geschichte dann spannungsfrei und vorausschaubar durch das Leben Beowulfs, der hier auch noch ein Weiberheld ist, aber gut.
    Die Story an sich ist das kleinste Problem dieses Filmes.
    Man kann Zemeckis wirklich zuzugutehalten, dass er sich immer wieder an neue Sachen wagt, aber ein Polarexpress reicht dann doch. Wie seinerzeit PE. ist auch Beowulf komplett mittels Motion Capture animiert. Ich muss sagen das ist richtig scheiße. Man erkennt die Gesichter der Schauspieler ganz deutlich, aber kann sich nicht des "Uncanny Valley -Effekts" erwehren. Nicht nur die starren Gesichter, sondern auch die schielenden Augen sind ein nicht zu unterschätzender Störfaktor, selbst wenn die Körperbewegungen nahezu perfekt sind. Weniger wäre mehr gewesen. Ein richtiger Zeichtrick zum Beispiel oder mit echten Menschen eben. So wirkt der Film unglaublich steril, dafür gibt es zum Ausgleich etliche schleimige und absolut unappetitliche Szenen mit Schleim und Blut, die mich zweifeln lassen, dass der Streifen ab 12 tauglich ist.
    Nein, "Die Legende von Beowulf" ist größtenteils ein optisches Desaster und insgesamt absolut verzichtbar. 
    Letztendlich musste ich das "ich werf hier mal Beowulf in den Blurayplayer"-Wesen noch dazu zwingen sitzen zu bleiben und mich mit dem Salat nicht alleine zu lassen :)) 3_rabbit_animal_pink_murder

    USA 2007 - Originaltitel: Beowulf - Regie: Robert Zemeckis - Darsteller: Ray Winstone, Anthony Hopkins, John Malkovich, Robin Wright Penn, Brendan Gleeson, Alison Lohman, Angelina Jolie - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 114 min.

Dieses Blog ist nicht Für Personen Unter 18 Jahren geeignet.
DeathTroopers

TwitterDexterWard


facebook-2
Tags

mehr Tags…

zensurbanner_flierswelt

E-Mail-Abonnement

Hier kannst Du für neue Einträge dieses Blogs eine E-Mail erhalten.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.