szmmctag

Archiv der Einträge: Mai, 2011
  • KillTheWitch

    Wer ist Hanna von Joe Wright

    Inhalt:
    who-is-hannahIrgendwo in den Wäldern Finnlands lebt Hanna und ihr Vater in einer einsamen Hütte ohne Strom und fließend Wasser. Doch die beiden führen mehr als ein Einsiedlerleben, denn Vater Erik unterrichtet seine 16 jährige Tochter nicht nur in Erdkunde und Biologie, sondern hat sie auch vom Krabbelalter an zu einer Kampfmaschine gedrillt. Hanna kann unzählige Sprachen, beherrscht Pfeil und Bogen wie sie auch ohne mit der Wimper zu zucken einen erwachsenen Mann in die Knie zwingt.
    Doch der Tag kommt, an dem sich Hanna als bereit ansieht und ihre eigentliche Mission in die Wege leitet: ihre Festnahme durch den Geheimdienst und die Eliminierung Marissa Wieglers.
    Alles läuft fast wie geplant, doch ohne es zu wissen verfehlt Hanna ihr eigentliches Ziel und wird auf ihrem Weg zum Treffpunkt nach Deutschland von Wiegler und ihren Helfern eingeholt…

    Fazit:
    Ein Satz vorneweg: "Hanna" ist ein wirklich sehenswerter Thriller, aber…
    …warum müssen amerikanische Filme mit europäischer, sprich deutscher Beteiligung immer so schludrig und uninspiriert mit für meinen Geschmack wichtigen Details sein?
    Zum Beispiel: welcher Idiot hat hier die Namen ausgesucht? Rudi? Klara Günter? Marissa Wiegler? Sind wir hier bei Cindy aus Marzahn?
    Und wieso sehen die deutschen Bösewichthelfer aus wie Plattenbauskins, die warum dem US Geheimdienst helfen sollten?
    Wie kann sich ein Mädchen, dass ein paar Tage zuvor noch über die Elektrizität staunt, an einen PC setzen und durchs Internet surfen und woher weiß sie was das ist?
    Auch toll die Ansage am Busbahnhof Messezentrum: "der nächste Bus nach Berlin Mitte" *gröl* darauf kann man lange warten.
    Man-o-man, sowas kann einem schon ganz schön die Freude an einem eigentlich ganz gelungenen Streifen nehmen.
    Es war mir auch völlig unverständlich wie Hanna so flott von Finnland nach Afrika kam und warum die CIA einen geheimen Bunker in der marokkanischen Einöde hat. Aber auch: welche Route nahm eigentlich Daddy? Ist er durch den Atlantik geschwommen und wenn ja warum? Oder war es nur die Ostsee? Fragen über Fragen.

    Ansonsten versuchte Herr Wright einen recht gefühlvollen und doch sehr kalten Thriller auf die Leinwand zu bannen. Mit Saoirse Ronan haben wir eine Hauptdarstellerin, die so possierlich und zerbrechlich aussieht, das einem ihre Kraft und Kaltblütigkeit ihrer Rolle umso mehr ein Tritt in die Magengrube ist.
    Doch was wird uns hier erzählt?
    Ein ehemaliger Geheimdienstler entsagt der Agency und flüchtet mit seiner Tochter in die Wildnis. Dort bildet er sie unter harten Bedingungen (zu essen gibt es wohl nur Fleisch) zu einer abgeklärten Kämpferin und Überlebenskünstlerin aus. Der Sinn des Ganzen liegt erst ziemlich im Unklaren, doch hat Hanna eine Mission, die sie selbst einleiten soll, wenn sie meint, sie sei bereit dazu. Als es soweit ist, verlässt sie ihr Vater und sie lässt sich von der Agency festnehmen, die einzige Möglichkeit an ihre Zielperson zu kommen. Leider hat ihr Daddy kein Bild von ihrem Ziel gezeigt und Hanna tötet die Falsche, merkt es jedoch nicht. Sie macht sich zu ihrem Treffpunkt mit ihrem Vater auf, wird aber von ihrer echten Zielperson verfolgt, denn die will sie und ihren Vater töten.
    Wrights Inszenierung kann man, von den erwähnten Mängeln abgesehen, als durchaus gelungen bezeichnen. Nachdem man erst den Eindruck hat hier eine Ötzi-Vater-Tochter Geschichte im Schnee serviert zu bekommen, erhält die Geschichte dann einen unerwarteten Schub mit der Gefangennahme Hannas und zeigt wie gefährlich das Mädchen tatsächlich ist.
    Von Anfang an wird viel Wert darauf gelegt die Ronan ins rechte Licht zu rücken. Viele CloseUps, zeigen sie und ihr helles ungeschminktes Gesicht, die weißen Wimpern und ihren unschuldigen Blick und nichts deutet darauf hin, dass in ihr ein Killer steckt, was später noch kurz erklärt wird. Auch gibt es zwischendurch Ansätze von versuchten Gefühlen und Bindungswünschen, die jedoch auf Grund ihrer Situation auf der Strecke bleiben. Aber im Großen und Ganzen huldigt Wright Saoirse Ronan praktisch in jeder Szene.
    Natürlich gibt es auch viele Anspielungen: die Gebrüder Grimm und ihre Geschichten, Hannas eigene Rolle und die ihrer Gegenerin sind denen im Märchen ganz ähnlich, gut ausgesucht dazu auch die Locations.
    Rein Optisch hat der Film ohnehin einige Highlights wie der Ausbruch aus dem geheimen Agencybunker, der wie der ganze Film, perfekt mit dem Score verbunden war.
    Insgesamt ist "Wer ist Hanna" ein spannender Thriller mit einer endlich mal nicht so abgedroschenen Handlung. Man drückt der Protagonistin durchweg die Daumen und wünscht ihr sich selbst zu finden.
    Der Look des Films ist absolut ansprechend wie auch die Filmmusik extrem gelungen ist.
    Von den Darstellern kann ich eigentlich nur zwei wirklich hervorheben, nämlich Saoirse Ronan und natürlich Jessica Barden, die ich schon in "Tamara Drew" hervorragend fand. Cate Blanchet ist für mein Empfinden eine Zumutung, ich mag ihr starres Gesicht und ihre ständig steife Art gar nicht mehr gerne sehen. Tom Hollanders Isaacs ist eher ein trauriger Abklatsch irgendeiner Eddie Izzard Bösewicht Rolle, aber gut, die beiden ähneln sich auch ein klein bisschen.8_rabbit_animal_pink_cute
    Ungeachtet dessen kann ich den Film guten Gewissens empfehlen, besonders wenn man kein Berliner ist.

    USA / Großbritannien / Deutschland 2011 - Originaltitel: Hanna - Regie: Joe Wright - Darsteller: Saoirse Ronan, Eric Bana, Tom Hollander, Olivia Williams, Jason Flemyng, Jessica Barden, Cate Blanchett, Michelle Dockery - FSK: ab 16 - Länge: 111 min.

  • AllesFürGott

    Priest 3D von Scott Stewart

    PriestInhalt:
    In einer Welt, in der die Menschen zeitlebens gegen die Vampire Krieg führten und fast verloren, hatte die Kirche eine effektive Waffe gefunden: die Priester. Elitesoldaten, die mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet, im Namen der Kirche die Vampire in ihre Schranken wiesen. Sie zerstörten die Vampirstöcke und kasanierten die restlichen Vampire in Reservaten. Die Menschen selbst zogen sich in die Megastädte zurück, die von der Kirche beherrscht und regiert werden.
    Viele Jahre sind vergangen und die Menschen haben die Vampire fast vergessen, die Priester haben keine Aufgaben mehr und müssen um einfache Arbeit betteln. Doch die Ruhe täuscht, denn vor der Stadt, mitten in der atomar verseuchten Wüste lebt eine Farmerfamilie, die des nachts heimgesucht wird, von Vamipren. Die Mutter wird getötet, die Tochter entführt und der Vater schwer verletzt. Sie sind die Familie des Priesters, dem besten den die Kirche hatte und der kann die Sache nicht auf sich beruhen lassen und macht sich gegen die ausdrückliche Anordnung der geistlichen Führer auf, um der Sache auf den Grund zu gehen.


    Fazit:
    Sicher ist es auch hier wie in vielen Comicverfilmungen, kein Nachteil, wenn man die Vorlage nicht kennt, denn machen wir uns nichts vor, viel mit Hyung Min-woos gleichnamigen Manhwa hat der Film nicht gemein.
    "Priest" ist also grob an seinen gezeichneten Namensvetter angelehnt, voller visueller und inhaltlicher "Anleihen" - ob aus "Blade Runner" , "Judge Dredd" oder dem klasssischen Italowestern; die Figuren werden nur recht oberflächlich vorgestellt, das 3D wurde nachträglich aufgesetzt und eigentlich sieht alles sehr künstlich aus und ist auch effektmäßig überladen. Auch merkt man dem Streifen an, dass er total "kindgerecht" gemacht wurde, viel Blut  fließt nicht und in einigen Szenen fühlt man sich um den ein oder anderen Splatter betrogen. Ganz zu schweigen vom für meinen Geschmack viel zu frühen Ende nach nur 88 Minuten.
    Trotz dieser unbestritten großen Nachteile und einem Regisseur, der meinen Geschmack bereits mit "Legion" beleidigte, ungeachtet des selben Hauptdarstellers, hat mir "Priest" gefallen.
    Zum einen mochte ich die Schauspieler einfach gut leiden; lauter Gesichter, die einfach in die Story und die Umgebung passten. Neben Paul Bettany als Priester sehen wir Cam Gigandet als Sheriff Hicks (und der macht seine Sache wirklich gut), Stephen Moyer als Owen Pace, Priests Bruder, Lily Collins als entführte Tochter, Christopher Plummer überzeugend als Monsignore Orelas, immer gern gesehen und nie enttäuschend Brad Dourif als fliegender Händler (ja er wird seinem Schicksal nicht entgehen), die bezaubernde Maggie Q als Priesterin und Karl Urban als, äh böses Unding ^.^
    Im Gegensatzt zu "Legion" ist "Priest" jedoch nicht so peinlich. Auch wenn das religiöse Thema wieder vorrangig ist, kann man mit den knappen Dialogen leben, ohne die Jacke vors Gesicht halten zu müssen. Auch fand ich die Vermischung von Endzeit-Science Fiction und Western ganz gelungen, egal ob neu oder nicht, es muss doch schließlich gefallen. Und was das optische angeht - ja er ist echt nur CGI, aber dadurch wieder recht comichaft und sieht an vielen Stellen mehr wie ein Zeichentrick- oder Animationsfilm aus, was ich ebenfalls gut fand.
    Gewöhnungsbedürftig sind sicherlich die Vampire, die entgegen unserer Prägung mehr wie Nacktmulle ganz ohne Augen aussehen und in großen Vampirstöcken leben, wo sie von einer Königin "gelegt" werden. Abgestempelt zu echten Ungeziefer also, was die gnadenlose Tötung und "humane" Unterbringung in Reservaten total rechtfertigt.
    Wobei ich mich immer Frage, von was die Vampire leben wollen, trügen sie den Sieg davon.
    Wenigstens sind die Blutsauger flink, sehr flink, aber die Priester wissen zu kämpfen und das sieht im Großen und Ganzen recht gut aus.
    Ok die Story ist simpel: die Superpriester wurden von den religiösen Führern kaltgestellt, die Existenz von Vampiren wird offiziell abgestritten. Menschen, die außerhalb der Megastätte und der christlichen Dikatur leben, sind praktisch Ketzer und müssen von der Hand in den Mund leben. Dann sind die Vampire los, der Priester wiedersetzt sich, verlässt die Stadt und sucht nach seiner entführten Nichte, die zweifelsohne ein Köder ist, um besagten Priester anzulocken. Natürlich nicht ohne Sinn und Verstand, aber zu viel will ich auch nicht verraten. Die Vampire sind hässlich und schleimig, aber schnell, sie töten oder infizieren die Menschen, wobei letzteres zum sofortigen Haarausfall führt und recht unansehnlich macht. Diese Infizierten dürfen dann als Sklaven dienen.
    Natürlich wollen die Vampire wieder die Weltherrschaft erlangen, wobei nach den endlosen Kriegen nicht viel von der Erde übrig ist, außer der riesigen Festungsstädte und radioaktiv verseuchtem Land.
    Ja, der Film hatte potential für mehr, Stewart hat für seine Verhältnisse aber sein bestes gegeben (was nicht unbedingt was heißt) und er ist sicherlich kein Meilenstein der Filmgeschichte, nichtsdestotrotz hat er mir zugesagt. Gefühlt würde ich ihn qualitativ zu "Spawn" und "God's Army" einreihen, die auch Trash sind, die ich aber auch liebe. Mensch - das war ne schwere Geburt…
    7_rabbit_animal_pink_cute

    USA 2010 - Regie: Scott Stewart - Darsteller: Paul Bettany, Cam Gigandet, Maggie Q, Karl Urban, Lily Collins, Stephen Moyer, Mädchen Amick, Christopher Plummer, Brad Dourif, Alan Dale - FSK: ab 16, nicht feiertagsfrei - Länge: 88 min.

  • ÜberlegeGutZuWemDuNeinSagst!

    The Loved Ones von Sean Byrne

    the_loved_onesInhalt:
    Nachdem Brent bei einem Autounfall, bei dem er selbst am Steuer saß, seinen Vater verloren hat, bewegt er sich überwiegend im Delirium zwischen Metal und zugekifft, vorzugsweise beides zusammen. Trotzdem hat er eine süße Freundin, die zudem verdammt geduldig mit Brent ist, Holly. Natürlich wird er mit ihr auch auf den Abschlussball gehen und gibt darum der unscheinbaren Lola einen Korb, als sie ihn anspricht.
    Ein schwerer Fehler wie er bald herausfinden muss.

    Fazit:
    "The Loved Ones" ist wieder der Beweis, dass die Australier einfach ein Händchen für grosteske Komödien haben.
    Sean Byrne schafft es die Brücke zwischen Psychothriller, Horror, Highschoolfilm und Drama zu schlagen, wobei der Horroranteil sicherlich am markantesten ist.
    Ein emotional gestörter und durch schwere Selbstvorwürfe gepeinigter Jugendlicher, verliebt sich das erste Mal so richtig, aber bevor er das so richtig an die Frau bringen kann, wird er zum Objekt der Begierde einer anderen viel mehr psychisch gestörten jungen Dame. Lola, so heißt das nette Mädchen von Nebenan, hat ihre ganz eigene Vorstellung von einem "Spielgefährten" und einen Daddy, der ihr keinen Gefallen abschlagen kann. Leider ist ausgerechnet Brent der Mann ihrer Wahl und sie und Daddy lassen ihm keine andere Wahl als mitzuspielen. Während Brent den wohl schlimmsten Abend seine kurzen Lebens durchmacht, sehen wir parallel dazu die Erfolgsgeschichte seines besten Freundes Sac, eigentlich ein oller Loser, der aber, weiß der Himmel warum, das Goth-Girl Mia zum Abschlußball einladen kann. Natürlich ist Mia auch gestört, wie die meisten in diesem Film, doch irgendwie findet sie gefallen an Sac. Und derweil Brent schwer misshandelt um sein Leben kämpft, bekommt Sac seine Traumfrau auf die Lippen und mehr…
    Trotzdem der Film nur 84 Minuten kurz ist, wird man wirklich gut unterhalten, ohne das Gefühl, dass da noch irgendwelche logischen Lücken wären. Die Figuren werden gut beschrieben, die Seelen oft nur durch einen Blick offengelegt. Besonders gut gefallen haben mir dabei die Lola (Robin McLeavy) und Mia (Jessica McNamee), beide mit einem besonderen Verhältnis zu ihrer Familie.
    Und natürlich kann wie es sich gehört, wer austeilen kann auch einstecken und so entwickeln Brent und Lola einen unglaublichen Überlebensgeist.
    Abschließend noch etwas zur Maske, die wirklich gelungen war mit besser aussehendem Kunstblut  als in zehn mal so teuren Produktionen.
    Und wenn man den ersten Song überstanden hat, entpuppt sich der Sountrack auch als anhörbar.8_rabbit_animal_pink_cute

    The Loved Ones Australien 2009 (The Loved Ones) Regie Sean Byrne Drehbuch Sean Byrne Produktion Ambience Entertainment Kamera Simon Chapman Darsteller Xavier Samuel, Robin McLeavy, Richard Wilson, Jessica McNamee, Victoria Thaine, John Brumpton, Fred Whitlock, Eden Porter Länge 84 min. FSK ab 18 Jahren Filmmusik Ollie Olsen
    Der Film wurde im Rahmen des "Fantasy-Filmfests 2010" vorgeführt.

  • DerHöllenritt

    Drive Angry von Patrick Lussier

    drive_angryInhalt:
    Der Sünder John Milton hat erfolgreich den Abgang aus der Hölle gemacht.
    Seine Flucht hat einen wichtigen Grund, denn seine Tochter wurde von dem irren Sektenführer Jonah King erst zu seiner Jüngerin gemacht und dann getötet, um ihr Baby, Miltons Enkelin, bei einem satatischen Ritual zu opfern und das Chaos auf die Erde zu bringen.
    Das kann John natürlich nicht zu lassen und entwendete eben auch noch den Godkiller, eine recht effektvolle Waffe Seelen zu vernichten.
    Auf seiner Suche nach King läuft Milton noch die schöne Piper über den Weg, die sich gerade von ihrem Verlobten verabschiedet hat und genau die flotte Karre fährt, die Milton braucht. Piper schlägt sich schnell auf seine Seite und hilft ihm durch alle Unwägbarkeiten, doch neben dem sehr zähen Sektenführer, haben die beiden auch noch den Buchhalter im Nacken, der Milton schnellstmöglich wieder in der Hölle sehen will.

    Fazit:
    Was war das?
    Da war ich ob des Gesehenen erst mal sprachlos.
    Aber:
    Ganz abgesehen von der recht befremdlichen Handlung eines Verdammten, der aus der Hölle flüchtet, um seine Enkelin zu retten und auf seinem "weltlichen" Höllentrip eine sterbliche, flotte, sehr flotte Begleiterin findet, die ordentlich zuschlagen und einstecken kann, zudem noch voll verständnisvoll mit dem alten Herren umgeht und daneben dieser Sektenführer Jonah King, von dem ich nicht verstanden habe, ob er wirklich fast unzerstörbar war oder einfach nur Glück hatte und wenn ersteres, dann warum, gab es eine coole ultimativ anbetungswürdige Nebenfigur: den Buchhalter, perfekt gespielt von William Fichtner, ist "Drive Angry" ein zwar optisch-effektmäßig mittelprächtiges Werk, dafür wurde der Kram aber flott inszeniert, hat die ein oder andere wirklich spaßige Szene, viele Tote, die ansehnlich das zeitliche segnen und zwei Hauptdarsteller die auch nicht schlecht einstecken können und müssen ungeachtet des Geschlechts.
    In so fern hat Patrick Lussier einen soliden Fantasy-Actioner zu Wege gebracht und im Vergleich zu seinen früheren Werken sogar eine kleine Steigerung geschafft.7_rabbit_animal_pink_cute

    USA 2011 - Originaltitel: Drive Angry  - Regie: Patrick Lussier - Darsteller: Nicolas Cage, Amber Heard, William Fichtner, Billy Burke, David Morse, Katy Mixon, Christa Campbell, Charlotte Ross - FSK: keine Jugendfreigabe - Länge: 108 min.

  • DünneMädchenUndPapaSchlumpfsKarre

    Fast Five von Justin Lin

    Fast-FiveInhalt:
    Während der zu lebenslanger Haft verurteilte Dominic Toretto  mit dem Gefangenentransport auf dem Weg in seine "Neue Heimat" transportiert wird, provozieren Brian und Mia einen Unfall und befreien Dom.
    Die drei beschließen nach Südamerika zu flüchten, doch das Leben in  der Zwischenstation Rio de Janero ist kein Zuckerschlecken und um endlich in ihren wohlverdienten Ruhestand treten zu können, brauchen die drei Geld und drehen darum für Doms Kumpel Vince einen Autoraub. Leider geht das Ding total schief, nur Mia kann einen Wagen in Sicherheit bringen. Was sie nicht wussten, dass die Wagen von der DEA beschlagnahmt wurden und ursprünglich dem zwielichtigen, aber sehr mächtigen Geschäftsmann Hernan Reyes gehören. Dominic entdeckt im Wagen einen Chip, auf dem steht wo Reyes sein Schwarzgeld versteckt hat. Doch die Drei kommen nicht zur Ruhe, denn weil bei dem Überfall drei Agenten in Mitleidenschaft gezogen wurden haben sie noch DSS Agent Hobbs an der Backe und der hat nicht nur mehr Muckies, sondern auch Grips und den Ehrgeiz Dominic  zu fangen.

    Fazit:
    Ohne eine Kennerin der Fast and Furious Serie zu sein, ging ich das Wagnis ein mir diesen bereits fünften Teil des Muckiemänner-mit-Mädchen-und-heißen-Karren Spektakels reinzuziehen. Sicherlich war die Neugier wie Vin Diesel neben dem frisch aufgepimpten Wiederwresler Dwayne Johnson wirkt, erheblich und ich wurde nicht enttäuscht. Ist genau drin was draufsteht: druchtrainierte Kerle, dünne braungebrannte Mädchen und flotte Flitzer.
    Und obwohl die Protagonisten eigentlich kriminelle Auto- und weiß ich was-Diebe sind, kann man sie allesamt als totale Sympathierträger ansehen, die sogar etwas Köpfchen haben und gut und religiös erzogen wurden. Ein bisschen ist Fast Five wie die Ocean-Filme nur mit Autos und einen Tick grobschlächtiger, dafür aber wesentlich rasanter. Die Auroverfolgungen sind schon hui und ziemlich gewagt da so in den dichtbesiedelten Favelas, ganz zu schweigen von den noch frecheren Überfällen.
    Das Team an sich hatte sichtlich Spaß und genug Selbstironie, um die 130 Minuten richtig gut über die Runden zu bringen, alles mit flotter Mucke im Hintergrund und trotz erweiteter Familienplanung.7_rabbit_animal_pink_cute
    Ja, gute Action, die auch ohne Vorkenntnisse funktioniert (mit aber sicherlich noch besser kommt).

    USA 2011 - Originaltitel: Fast Five - Regie: Justin Lin - Darsteller: Vin Diesel, Paul Walker, Jordana Brewster, Tyrese Gibson, Chris "Ludacris" Bridges, Matt Schulze, Sun Kang, Gal Gadot, Tego Caldéron, Don Omar - FSK: ab 12 - Länge: 130 min.

  • VerwelkteKaktusblüte

    Meine erfundene Ehefrau von Dennis Dugan

    meine-erfundene-frauInhalt:
    Alles sollte so schön werden, doch als Danny Maccabee an seinem Hochzeittag zufällig am Zimmer seiner zukünftigen vorbei kommt, hört er wie sie den Freundinnen erzählt, dass sie ihn nach Strich und Faden betrügt und nur wegen des Geldes heiraten will. Enttäuscht lässt er sie Hochzeit platzen und geht sich betrinken. Als er in der Bar sitzt trägt er jedoch seinen Ehering und wird prompt von einer hübschen Frau angesprochen und getröstet.
    Zwanzig Jahre später hat Danny sein Aussehen mit Hilfe einer SchönheitsOP verbessert und ist selbst ein erfolgreicher Schönheitschirurg. Die Masche mit dem Ehering hat er beibehalten, denn erstens wirkt dieser auf Frauen sehr anziehend und zweitens hält er die Beziehung unverbindlich. 
    Aber es ändert sich alles, als er sich in die Lehrerin Palmer verliebt, die Frau seines Lebens. Doch auch Palmer denkt, er wäre verheiratet und so muss Danny improvisieren, um Palmer heiraten zu können. Er engagiert seine Sprechstundenhilfe Kathrin als treulose Ehefrau, aber dann läuft alles aus dem Ruder.

    Fazit:
    Locker angelehnt an die Kaktusblüte!?
    Ok wer das Original kennt, sieht auch sofort, dass es sich bei "meine erfundene Ehefrau" um einen ganz schlechten Abklatsch des Kultfilms von 1969 handelt, der mit Walter Matthau, Ingrid Bergman und Goldie Hawn ungeschlagen im Olymp der romantischen Komödie thronen wird. "Meine erfundene Ehefrau" dient eigentlich nur dazu Sandler und Aniston besonders Hip und Trendy zu präsentieren. Sandler und Aniston-Promotion sozusagen.
    Der ganze Rest ist ein Krampf in Moll, der sicherlich seine unweigerlichen Lacher hat, aber an sich ein Angriff auf den guten Geschmack und im Grunde Blasphemie an einem Meisterwerk ist. Charm- und talentfrei agieren hier die gesamte Combo mit lauen Witzen selbstherrlich und überflüssig wie ein Kropf und dazu noch ewig lang.
    Nein, sowas will ich nie wieder gucken müssen.0_rabbit_animal_white

    USA 2011 - Originaltitel: Just Go with It -Regie: Dennis Dugan - Darsteller: Adam Sandler, Jennifer Aniston, Brooklyn Decker, Nick Swardson, Dave Matthews, Bailee Madison, Nicole Kidman, Heidi Montag - FSK:ohne Altersbeschränkung - Länge: 116 min.

  • DieWürdeDesEinzelnen

    Ip Man 2 von Wilson Yip

    ip_man_2Inhalt:
    Nachdem sich Ip Man von seinen schweren Verletzungen erholt hat, eröffnet er in seiner neuen Heimat Hong Kong eine Wing Chun Schule. Das Geld ist sehr knapp und die Schüler kommen nur tröpfelnd, sind zudem selbst sehr arm. Auch gibt es Probleme mit den anderen Schulen, allen voran mit dem Platzhirsch Hung Chun-nam, der von Ip Man "Mitgliedsbeiträge" haben will. Doch der bleibt eisern und weigert sich zu zahlen, fügt sich jedoch Hungs Auflage gegen alle Meister der Stadt anzutreten. Im letzten Kampf gegen Hung holt sich Ip Man seinen Respekt und wie es sich bald zeigen wird, ist Hung nicht nur ein zwielichtiger Geschäftsmann, sondern vor allem ein Chinese mit Stolz und Gerechtigkeitssinn, dem Ip Man in einem ungleichen Kräftemessen gegen die Engländer beistehen wird.

    Fazit:
    Während sich "Ip Man" der Gegenwehr des Meisters gegen die japanischen Aggressoren im zweiten Weltkrieg widmete, schließt "Ip Man 2" ganz nahtlos mit seiner Flucht nach Hong Kong an. Anfang der Fünfziger Jahre noch dem Commonwealth angehörend, stand Hong Kong natürlich unter britischer Fuchtel und die einheimischen Chinesen hatten wenig zu lachen. Rassismus und Korruption machten das Leben in dem Stadt-Staat für die einfache Bevölkerung alles andere als einfach. Der Geschäftsmann und Kampfkunstmeister Hung Chun-nam versucht eine Brücke zu schlagen. Mehr oder minder freiwillig macht er Geschäfte mit der britischen Verwaltung. Doch der maßlos habgierige Polizeisuperintendent Wallace zwingt Hung einen Boxkampf zu organisieren und zahlt dafür keinen Pfennig. Damit nicht genug stimmt Hung einer Präsentation der verschiedenen Kampfkunstschulen zu. Doch die Veranstaltung läuft aus dem Ruder und der Aggressive Boxer "the Twister" provoziert, bis die Veranstaltung in eine ganz andere Richtung kippt und auf einmal chinesische Kampfkunst gegen europäisches Boxen steht. Um seine Schüler zu schützen, willigt Hung einem Kampf gegen den Boxer zu, doch er ist dem rabiaten Stil des Abendlandes nicht gewachsen und wird erschlagen. Daraufhin kommt es zu einem Aufschrei unter der chinesischen Bevölkerung und Ip Man nimmt die Herausforderung an gegen den neuen Aggressoren anzutreten.
    Natürlich ist "Ip Man 2" mindestens genauso, wenn nicht noch einen Tick mehr pathetisch als sein Vorgänger. Hier gibt es keine Grauzonen - der britische Gegner ist böse, grobschlächtig und korrupt im ganz negativen Sinn, er hat keinen Stil und keine Ehre. Im Gegensatz dazu stehen die braven Chinesen, die sich zwar auch nicht alle immer wohlgesonnen sind, aber im Kampf gegen das wahrhaft Böse zusammenstehen.
    Im Mittelpunkt des Ganzen sehen wir wieder den wunderbaren Donnie Yen als Yip Man. Besonnen und mit unglaublicher Körperkontrolle ist es wirklich ein Augenschmaus den Kämpfen zuzusehen.
    Auch wenn der Überraschungsmoment wie beim ersten Teil fehlt, steht "Ip Man 2", diesem aber keineswegs nach. Und wer bei Ip Mans Schlussrede kein Tränchen vergießt…ich weiß nicht…:))8_rabbit_animal_pink_cute
    Insgesamt ein sehenswertes solides teilbiografisches Stück feinsten chinesischen Wing Chuns.

    Ip Man 2 ( 葉問2:宗師傳奇 ) VR China 2010, 109 Minuten, FSK 18, Regie: Wilson Yip, Drehbuch: Edmond Wong, Musik: Kenji Kawai, Darsteller: Donnie Yen, Sammo Hung, Simon Yam, Huang Xiaoming, 12 Mio US$

  • AusDerVersenkung

    Scream 3 von Wes Craven

    Scream 3Inhalt:
    Hollywood. Mehr als dreieinhalb Jahre seit der Woodsboromorde sind nun vergangen und die Dreharbeiten zu "Stab3" sind voll im Gange, als der Ghostfacekiller wieder zuschlägt. Der dezimierte Cast gerät in Panik, Gale versucht ans Set zu kommen wird jedoch hinausgeworfen und Dewey, der als Berater beim Film zuständig ist, versucht den ermittelndem Polizisten Mark Kincaide zu unterstützen. Währenddessen ist Sidney irgendwo in den abgelgenen Wäldern von Nirgendwo untergetaucht und lebt zurückgezogen und verängstigt in einem zur Festung gesicherten Haus. Dort arbeitet sie ausschließlich am Telefon für eine Notfallhotline für Frauen.
    Detective Kincaide will mit Sidney sprechen, was Gale und Dewey verhindern wollen, doch der Ghostfacekiller bekommt Sidneys Telefonnummer heraus und sie beschließt die Flucht nach vorne und fährt nach L.A.
    Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass es wieder um Sidneys Mutter und ihr verschwinden in den Siebzigern geht. Was für ein Geheimnis hatte sie und wer tötet die Darsteller von Stab 3 und warum?

    Fazit:
    Alles hätte so schön für Cotton Weary (Liev Schreiber) sein können, doch sein finanzieller Erfolg wie Berühmtheitsgrad sind ihm nur kurz vergönnt, der Ghostfacekiller macht ihm und seinem schrecklichen weißen Anzug den Garaus - glücklicherweise nur im Film.
    "Scream 3" verlässt nun die Beschaulichkeit der Kleinstadt und spielt im Herzen der Filmindustrie. Wir sehen neben den üblichen Verdächtigen: Emily Mortimer, die überdrehte aber spaßige Parker Posey, Jenny McCarthy und Möchtegernschönling Patrick Demsey und Scott Foley, die später beide ihr Untalent in einer Arztserie zur Schau tragen durften.
    Diesmal wird das Geheimnis um Sidneys Mutter beleuchtet, die in den Siebzigern für zwei Jahre von der Bildfläche verschwand und deren Jugendfotos bei den Ermordeten liegen. Offensichtlich war sie in dieser Zeit beim Film.
    Während die Einschläge näher kommen, versuchen Gale, Dewey und Sidney ihr Bestes herauszufinden, wer sich hinter der Killermaske verbirgt und warum er tötet. Dabei knistert es wieder zwischen Dewey und Gale, jeder, der überlebt, ist verdächtig und der Lippenstift ist noch immer lila. Courtney Cox hat hier mit Abstand ihr schlimmstes Styling und die Auflösung kommt etwas holperig daher, aber Miss Posey reißt viel raus und Dwight Riley ist noch immer unzerstörbar.
    Insgesamt nicht wirklich besser oder schlechter als sein Vorgänger, aber solide Arbeit.7_rabbit_animal_pink_cute

    Kinostart Deutschland: 22.06.2000 Komödie, Thriller, Horror, Serienkiller USA 2000, ca. 118 min.  FSK: ab 16, $40 Mio. Budget Regie: Wes Craven Drehbuch: Ehren Kruger Buch: Kevin Williamson, Darsteller Neve Campbell, David Arquette, Courteney Cox, Liev Schreiber, Jamie Kennedy

  • EinNeuerAnfang

    Scream 2 von Wes Craven

    scream2Inhalt:
    Zwei Jahre nach der Mordserie in Woodsboro ist Sidney wieder ins normale Leben zurückgekehrt. Sie studiert an der Kunsthochschule, hat einen neuen Freund und verweigert sich tapfer den Studentenverbindungen.
    Unterdessen hat Gale den Bestseller "Stab", eine Geschichte beruhend auf den Ereignissen von Woodsboro, geschrieben, der sogar verfilmt wurde, doch auf der Filmpremiere von Stab passiert das unfassbare: der Ghostfacekiller ermordet einen Premierengast.
    Und ehe sich alle versehen, tötet Ghostface einen Freund Sidneys nach dem anderen, während die Lokalreporterin Loomis mit ihren Fragen Gale bis aufs Blut quält…

    Fazit:
    Innerhalb der Sondervorstellung zu Scream 4 kamen wir auch in den Genuss den 2. und 3. Teil sehen zu dürfen/müssen, darum lasse ich die Streifen hier noch mal Revue passieren.
    Noch deutlicher als im ersten Scream, avanciert "Scream 2" zur perfekten Bühne für den amerikanischen Schauspielernachwuchs. Wir sehen Sarah Michelle Gellar, Jerry O'Connell, Jada Pinkett, Timothy Olyphant und Heather Graham um nur einige zu nennen, die allesamt offenbar nichts lieber tun als sich, wenn auch nur kurz zu sehen, massakrieren zu lassen. Manche sterben dabei so theatralisch, dass es mich wundert, dass sie danach noch Filmangebote bekamen (Jada Pinkett zum Beispiel).
    Was wie im ersten Teil verwundert ist der schlechte Geschmack Sidneys. Mögen ja ganz nette Kerle sein, aber weder Billy noch der neue, Derek, passen wirklich zu ihr, ob man das als Omen ansehen muss, lasse ich offen.
    Ansonsten nichts wirklich Neues, außer, dass jetzt alle auf dem College und einen Tick erwachsener sind, selbst die Lila Lippenstifte scheinen die gleichen wie im ersten Film zu sein, ok Gale sieht noch schrecklicher aus, aber an den Regeln hat sich nicht wirklich viel geändert und man ahnt von Anfang an, dass da mit dem ein oder der anderen was im Argen liegt und ist am Schluss nicht wirklich überrascht. Die Verbindungsdamen sterben wie die Fliegen und Dewey bekommt die gewohnte Portion Metall in den Körper, ist jedoch unsterblich und darum muss man sich nie wirklich ernsthafte Sorgen um ihn machen.
    Insgesamt als Fortsetzung okay, aber ich fand ihn seinerzeit besser als heute (ist mir jetzt zu neunziger), die Filmmusik hingegen ist wieder richtig gut.
    7_rabbit_animal_pink_cute

    Kinostart Deutschland: 23.04.1998 Komödie, Horror, Serienkiller USA 1997, ca. 120 min. FSK: ab 18, $24 Mio. Budget Regie:Wes Craven Drehbuch: Kevin Williamson, DarstellerDavid Arquette, Neve Campbell, Courteney Cox, Sarah Michelle Gellar, Jamie Kennedy

  • ProjektWüstenplanet

    Es ist ja bekannt, dass sich bereits vor David Lynch der ein oder andere am "Wüstenplaneten" die Zähne ausgebissen hat.
    Nun läuft in Cannes die Dokumentation über Alejandro Jodorowskys Versuch und die Erklärung, warum das Projekt scheiterte.
    Übrigens wirkten seinerzeit (in den Siebzigern wars) auch H.R. Giger, Dan O’Bannon und Jean Giraud (Moebius) mit.
    Will ich sehen!

    via

  • AufsteigendeHitze

    Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen von Tsui Hark

    DetectiveDeeInhalt:
    Im Jahre 690 n. Chr. steht China kurz davor Wu Zetian zur ersten und einzigen Kaiserin in der Geschichte des Landes zu krönen, doch es gibt mächtige und weniger mächtige Aufrührer, die gegen die künftige Kaiserin sind. Wu Zetian ist eine umstrittene Frau, wird sie doch verdächtigt den Kaiser vergiftet zu haben und jeden, der ihr im Weg steht zu eliminieren. Einer dieser Aufrührer, den sie gnädigerweise nur ins Gefängnis steckte, ist Di Renjie, ein ehemaliger Ermittler des Verwaltungsrates. Als in der Endphase des Baus der großen Buddhastatue, die zur Krönungszeremonie fertiggestellt werden muss, auf einmal wichtige Persönlichkeiten spontan selbstverbrennen, befielt Wu Zetian ihrer Vertrauten Shangguan Jing'er Di Renjie freizulassen, mit der Untersuchung des Falles zu beauftragen und ihm zur Seite zu stehen.
    Di Renjies Ermittlungen stehen jedoch von Beginn an unter einen schlechten Stern, denn man trachtet ihm und Shangguan Jing'er, nach dem Leben. Keine leichtes Spiel für Detective Dee.

    Fazit:
    "Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen" ist ein reines CGI-Spektakel, dennoch in großen Teilen ein Augenschmaus. Der Mysterythriller, der mit wahren historischen Personen arbeitet und den Mytos der einzigen chinesischen Kaiserin aufgreift, zeigt zwar viel Computeranimation, aber auch wunderschönen Kulissen, MakeUp und Kostüme. Davon abgesehen sind die Hauptrollen fantastisch besetzt. Den Ermittler Di Renjie spilet Andy Lau, die Kaiserin Wu Zetian wird wunderbar von Carina Lau, Shangguan Jing'er von Li Bingbing und der Albinoermittler von Deng Chao verkörpert.
    Neben Schwert und Pfeilen kämpfen die Protagonisten auch mit der Peitsche, werden natürlich gerne an den (leider) obligatorischen Seilen gezogen, was aber diesen altertümlichen King Hu Pekingopercharme hat, sind entweder wunderschön in prächtigen Gewändern oder dreckig und abgerissen zurechtgemacht, Arm und Reich stehen im Kontrast, man bekommt einen Hauch Einblick in die komplizierten Strukturen des chinesischen Machtapparates, aber gut und böse verschwimmen. Letzendlich siegt einer, aber eine richtige Seite gibt es nicht, wirkliche Gerechtigkeit auch nicht.
    Etwas nachdenklich stimmt er dann schon, dramatisch ist er natürlich auch und wieder so aufopferungsvoll.
    Hach ja, so muss gute Fantasy sein: bunt, unrealistsisch, schmachtig und spannend, gern auch verwirrend.
    Insgesamt macht Detective Dee wirklich Spaß, sofern man die chinesischen Flatterfilme mag und lohnt einen Blick und wenn es nur für Carina Lau und ihre irren Kostüme ist.8_rabbit_animal_pink_cute
    Angenehm überrascht war ich außerdem über die doch sehr liebevolle Synchronisation.

    Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen ( 狄仁傑之通天帝國 ) , China Hong Kong 2010 , BluRay Darsteller: Andy Lau, Carina Lau, Bingbing Li, Ka Ling  Regisseur(e): Tsui Hark  Format: Widescreen Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Mandarin (DTS-HD 5.1) Untertitel: Deutsch Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1 FSK: Freigegeben ab 12 Jahren Studio: Koch Media GmbH - DVD  Erscheinungstermin: 29. April 2011 Produktionsjahr: 2010 Spieldauer: 124 Minuten

  • NeuesSpielMitNeuenRegeln

    Scream 4 von Wes Craven

    scream-4Inhalt:
    Pünktlich zum 15. Jahrestag der ersten Woodsboromorde werden erneut zwei Mädchen im beschaulichen Städtchen getötet.
    Und damit nicht genug, trifft auch Sidney Prescott dort ein, die sich gerade auf Promotiontour für ihr Buch befindet.
    Während Sidney die Sache recht entspannt angeht, hat sie die Vergangenheit doch völlig verarbeitet, ist Gale Weathers-Riley - ja sie ist mittlerweile 10 Jahre mit Sheriff Dewey Riley verheiratet, in heller Aufruhr. Sie wittert eine große Story, doch Dewey verweigert ihr die Zusammenarbeit. Aber derweil Dewey noch ganz 90iger ist, passt sich Gale an und erkennt schnell, dass sich so manche Regel geändert hat und der oder die neuen Ghostfaces mit modernen Medien und nach neuen Gesetzmäßigkeiten arbeiten.
    So sterben die Jugendlichen und der ein oder andere Erwachsene wie die Fliegen, aber Gale, Dewey und Sidney schaukeln das Pferd schon…

    Fazit:
    Angefangen beim Film im Film, sterben bereits vor der ersten Scream4 Einblendung mal ganz schnell mehrere hübsche junge Damen, eine zugegebenermaßen nur, weil sie nicht den Mund halten kann. Dieser Prolog ist dann auch wegweisend für den Rest des Films.
    Modern, gut besetzt, ohne Längen und blutiger als seine Vorgänger, ist "Scream4" in diesem Jahrzehnt der 2000er angekommen und kann sich durchaus mit jedem anderen Highschool-Slasher messen.
    Wes Craven setzt diesmal neben mehr Härte, auf mehr Selbstironie und angemessenes Tempo; daneben sehen wir eine großartige Riege an jungen Schauspielern wie der überaus talentierten Emma Roberts, dem immer gern gesehen Rory Culkin und der für diese Art von Film nicht ungeeigneten Hayden Panettiere.
    Das Raten wer der Killer sein könnte führt uns wie gewohnt auf falsche Fährten, doch in dem Augenblick, in dem wir denken den Täter entlarvt zu haben, muss er dran glauben und das schneller als gewohnt und in großer Anzahl. So dezimiert sich die Zahl der Verdächtigen und lässt eine überraschende Option offen.
    Tja und da sich die Regeln nunmal geändert haben ist jeder entbehrlich, auch die "Alten", die um ihr Leben rennen.
    Wes Craven ist immer für Überraschungen gut und niemals eine sichere Bank, umso schöner, dass er diesen Streifen mit so viel Herzblut gedreht hat.
    Unbestritten ist "Scream 4" der gelungene Start in eine neue Trilogie, sofern die Gerüchte stimmen.
    Aus der heutigen Persepektive muss ich für mich sagen, ist er auch besser als Teil 2 und 3.
    Sehr sehenswert - Craven kann es eben noch.8_rabbit_animal_pink_cute
    Sein einziges Manko hat Scream in seinem Soundtrack, der statt auf eigenen Score auf mehr oder weniger neue Popsongs setzt.
    Wir haben "Scream 4" als Highlight einer Scream Filmnacht gesehen, in der  Teil 2 bis 4 gezeigt wurden.
    Leider war das Kino nur zur Hälte gefüllt, dafür aber mit recht entspannten Menschen und völlig frei von gröligen Spinnern.

    Sehr nett, gerne wieder!

    USA 2011 - Regie: Wes Craven - Darsteller: Neve Campbell, David Arquette, Courteney Cox, Emma Roberts, Hayden Panettiere, Rory Culkin, Nico Tortorella, Marielle Jaffe, Marley Shelton, Mary McDonnell - FSK: ab 16 - Länge: 104 min.

     

  • SambaDiJanero-Uaaah

    RIO 3D von Carlos Saldanha für Blue Sky

    rio_Inhalt:
    Blu ist der letzte Vertreter sein Art, er ist ein blauer Spix-Ara. Als Kind wurde er aus seinem Nest in der Nähe von Rio gestohlen und ins kalte Minnesota verbracht wo er bei einem Unfall vom Wagen fiel und fast erfror. Die seinerzeit kleine Linda fand ihn und peppelte Blu auf.
    Mittlerweile ist Linda eine erwachsene Dame und Buchhändlerin. Blu und sie sind unzertrennlich.
    Doch trotz aller Preise, die die beiden einheimsen konnten ist Blu eine echte Couchpotatoe, die nie fliegen gelernt hat und den Käfig der Freiheit da draußen vorzieht.
    Doch eines Tages steht der brasilianische Ornithologe Túlio im Laden; er hat ein Spix Weibchen in seiner Vogelauffangstation in Rio und möchte die beiden Vögel zusammenbringen.
    Linda ist nicht begeistert, Blu schon gar nicht, aber sie stimmt zu und ehe sich die beiden versehen beginnt Blue und Lindas größtes Abenteuer beim Samba Di Janero. Blue lernt die flotte Jewel kennen, beide werden entführt, fliehen und irgendwann lernt das Ara-Männchen sogar noch fliegen…

    Fazit:
    Auch wenn "RIO" keine Überraschungen oder  eine ausgefeilte komplizierte Story vorweisen kann, macht der Film einfach mächtig Spaß.
    Zuerst einmal haben wir die super Animation aus dem Hause Blue Sky.
    Natürliche artgetreue Bewegungen und eine Farbenpracht die einem atemlos macht. Dazu finden wir tolle unterschiedliche Charakter: Blu, der eher häusliche, aber technisch versierte Papagei, Jewel, die aufmüpfige Freiheitsliebende, die Helfer in der Not - Riesentukan Rafael, Draufgänger und Großfamilienvater, ganz hervorragend gesprochen von - ja- Roberto Blanko, der Graukardinal Pedro und Nico der Gelbbauchgirlitz, Liuz die sabbernde Bulldogge mit Rhythmus im Blut sowie den hinterhältigen Gelbhaubenkakadu Nigel, gesprochen von De Niro Synchronstimme Christian Brückner, nur um die wichtigsten zu nennen.
    Die zweite elementare Komponente des Films ist der Karneval und sein Samba. Flotte Musik, auch gesungen, die ins Blut geht und ein ständig mitwippen lässt, machen neben den rasanten nicht abreißenden Dialogen den Film (für Erwachsene) zu einem kurzweiligen Vergnügen.
    Daneben sehen wir auch ein paar unschöne Seiten Rios, nur angekratzt, aber immerhin ist hier nicht alles nur rosarot. Ein kleiner Straßenjunge, der die Vögel zunächst für kleines Geld klaut und dann ein schlechtes Gewissen bekommt und hilft sie zu finden; fiese Vogelhändler, denen das Schicksal der Tiere völlig egal ist und über allem der Karneval, der Arm und Reich für kurze Zeit verbindet.
    "Rio" ist detailverliebt, bunt, rhythmisch, lustig, intrigant, traurig, verliebt ein Feuerwerk der Sinne und eine schöne Hommage an Saldanhas Heimatstadt.
    Für die ganz kleinen (unter 6) ist er aber zu lang - die Knirpse hüpften bereits nach der Hälfte des Filmes im Saal herum.
    Auf jeden Fall einen Blick wert, besonders, wenn man mal einen echten gute Laune Film braucht.8_rabbit_animal_pink_cute

    USA 2011 - Regie: Carlos Saldanha -Darsteller: (Stimmen) David Kross, Johanna Klum, Roberto Blanco, Culcha Candela -Prädikat: wertvoll - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 95 min.

  • SchlachtDesVerstandes

    Battle of Kindoms/ A Battle of Wits von Jacob Cheung Chi-Leung

    Battle_of_Wits_movieInhalt:
    Wir schreiben das Jahr 370 v. Chr., China ist noch in sieben verfeindete Nationen gespalten, die ständig im Krieg miteinander stehen. 
    Die Nation Zhao zieht eigentlich gegen das Königreich Yan zu Felde, doch liegt auf ihrem Weg verführerisch, strategisch günstig und scheinbar einfach zu erobern der Stadtstaat Liang. So befiehlt der befehlshabende General Zhaos Armee Liang einzunehmen. Doch Liangs König gibt sich nicht so schnell geschlagen und ruft die Mohisten zur Hilfe, Philosophen, die kriegführende Parteien beraten und Schlachten gewinnen. 
    Schnell trifft Ge Li in der Stadt Liang ein und hilft erfolgreich. Der Mohist arbeitet jedoch auf eigene Faust ohne Wissen der mohistischen Führung und unterschätzt zu dem Liangs König. Der zeigt sich nämlich alles andere als dankbar.

    Fazit:
    In meinen Augen ist "A Battle of Wits" ein ganz großartiger Antikriegsfilm, der eindrucksvoll vor Augen führt, dass Krieg nur Leiden bringt und alle verlieren.
    Im Mittelpunkt der Geschichte steht Ge Li, der zur Gruppe der mohistischen Wanderphilosophen gehörte. Ihre Aufgabe sahen diese Philosophen in der Verbreitung ihrer gesellschaftlichen Anschauungen. Sie sprachen mit den Herrschern und zeigten Missstände und Fehler auf, die das Volk hungern ließen und die Länder in Armut und Krieg stürzte.
    Der König von Liang sieht Ge Li als Heilsbringer, einzige Rettung vor dem schier übermächtigen Heer der Zhao und gibt ihm alle Authorität zur Hand. Ge Li berät die Liang sehr gut und der Abzug der feindlichen Truppen steht schon in Aussicht, als Liangs König einen völlig unklugen und überflüssig brutalen Schachzug ohne Absprache mit Ge Li macht: er lässt hunderte Gefangene Zhao Krieger niedermetzeln. Noch dazu fängt er an sich für Ge Li zu fürchten, besonders sein Ansehen in der Bevölkerung. So nimmt ein vermeindlich unblutiger "Sieg" ein schlimmes Ende für alle.
    "A Battle of Wits" ist ein Film der Worte. Sehr ruhig, ohne umherflatternde Schwertführer und alberne Asiaaction, setzt er auf die Falschheit des Kampfes, die Grausamkeit der Schlacht und die menschlichen Dramen, die sich im Krieg abspielen.
    Und auch wenn er selbst andere effizient tötet und Liang mit Gewalt gegen die Übermacht führt, betont Ge Li immer wieder, die Kaltherzigkeit dessen was sie da gerade tun und das es einfach keine Gewinner in einer Schlacht gibt. Natürlich geht es ebenso um Loyalität, Intrigen und Verrat. Ein grausamer, kalter, schmutziger und doch denkwürdiger Film.
    Viele Worte, wenig Theatralik - eine kleine Perle mit einem wunderbaren Andy Lau als Ge Li.
    9_rabbit_animal_pink_smile

    MUK GONG RC/HK/ROK/J 2006 / 133 MIN / MANDARIN OMEU REGIE Chi Leung ‘Jacob’ Cheung DREHBUCH Jacob Cheung, Ken’ichi Sakemi [Mangavorlage] PRODUZENTEN Jacob Cheung, Jianxin Huang, Satoru Iseki DARSTELLER Andy Lau, Sung-kee Ahn, Fan Bing Bing VERLEIH Splendid Film

  • EinWohlschmeckenderTrank!

    Thor 3D von Kenneth Branagh

    thor-filmInhalt:
    Für Göttervater Odin, Regent von Asgard, ist die Zeit des Machtwechsels gekommen.
    Ihm fällt die Entscheidung zwischen seinen zwei Söhnen, dem aufbrausenden kampfeslustigen Thor und dem ruhigen aber etwas linkischen Loki nicht wirklich schwer. Thor soll sein Nachfolger werden, jedoch wird die Übergabezeremonie von einem Überfall zweier Eisriesen unterbrochen.
    Zum Glück konnte der Zerstörer die beiden Eindringlinge stoppen, doch Thor will Rache und Krieg. Odin aber will die Sache auf sich beruhen lassen und bringt Thor zur Räson. Als Thor und Loki alleine sind, sagt ihm dieser, er sehe die Sache wie Thor und wiegelt seinen Bruder auf. Thor, seine vier Freunde und Loki gehen daraufhin nach Jötunheim und zetteln einen Kampf mit den Eisreisen an, der nur durch den in letzter Minute erscheinenden Göttervater Odin beendet werden kann.
    König Laufey ist so verärgert, dass er Odins Friedensangebot ablehnt, die Neun Welten befinden sich nun im Krieg und der Göttervater ist so erzürnt über Thors unsinnige Tat, dass er ihn seiner Kräfte entledigt und auf die Erde verbannt.
    Fortan soll er als sterblicher Demut und Zurückhaltung lernen.

    Fazit:
    Wie inzwischen 80% aller Neuerscheinungen zählt auch "Thor" zu den Comicverfilmungen und wie so oft aus dem Hause Marvel.
    Gut daran ist, dass sich die Filmemacher mittlerweile daran halten die Helden aus der Avenger-Reihe dezent miteinander zu verknüpfen und sich dabei an den festen Schauspielerstamm zu halten. So sehen wir vertraute Gesichter wie Clark Gregg als S.H.I.E.L.D. Agent Coulson und erleben die Einführung, wenn auch sehr kurz, von Hawkeye, zukünftig gespielt von Jeremy Renner.
    Als der Zerstörer Asgards auf der Erde landet, vermutet Coulson dann auch gleich irgendeine Verquickung von Iron Man…
    Es läuft also.
    In so fern kann ich nicht behaupten hier einen echten Kenneth Branagh Film gesehen zu haben. Zu sehr hält sich der Meister an die Vorgaben früherer Comicverfilmungen und drehte mit Thor eher eine ganz klassische Comicverfilmung mit teilweise mittelprächtigem CGI und dem Stoff geschuldeten albernen Kostümen, aber weniger mit eigenem Stil.
    Wirklich sehenswert hingegen ist die tolle Besetzung. Chris Hemsworth möchte man auf ewig in die Augen schauen dürfen, Stellan Skarsgard und Natalie Portman waren mit Spaß bei der Sache, wenn auch an der Unterforderungsgrenze, Anthony Hopkins übernimmt sich schon lange nicht mehr, Tom Hiddleston - wow, warum habe ich von dem noch nie was gehört? Und Kat Dennings - süß wie immer.
    Und wenn alle Spaß haben, überträgt sich das auch. Die Dialoge waren keine Offenbarung aber gänzlich schmerzfrei und witzig, die Geschichte eine schöne Einführung des Thor und ja, auch was fürs Herz war dabei…
    So hat "Thor" alles was das anspruchlose Popkornkinoherz benötigt: einen lekka Helden, Action, viel Feuer, Schwertkampf und Geballer, Intrigen und einen netten Bösewicht.7_rabbit_animal_pink_cute
    Küss die Hand.

    USA 2011 - Regie: Kenneth Branagh - Darsteller: Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tom Hiddleston, Stellan Skarsgård, Colm Feore, Ray Stevenson, Idris Elba, Kat Dennings, Rene Russo, Anthony Hopkins - FSK: ab 12 - Länge: 115 min.

  • Großmutter,WarumHastDuSoGroßeAugen?

    Red Riding Hood von Catherine Hardwicke

    Red_Riding_HoodInhalt:
    Valerie lebt in einem abgeschiedenen unbekannten Dörfchen tief in den Wäldern. Seit frühester Kindheit ist das hübsche Mädchen mit Peter befreundet. Aus der Freundschaft ist mittlerweile die große Liebe geworden, doch Valeries Mutter hat andere Pläne und verlobt sie mit dem reicheren Schmiedsohn Henry.
    Natürlich passt das weder Peter noch Valerie, doch die Ereignisse überschlagen sich, denn das Dörfchen hat seit Jahr und Tag ein kleines Wolfsproblem. Nicht mit den herkömmlichen Canis Lupus, sondern mit einem Werwolf.
    Üblicherweise wird diesem ein fettes Schwein geopfert und er zieht von dannen, doch unter dem diesjährigen Blutmond tötet er Valeries Schwester. Nicht schlimm genug, holt der Ortspfaffe den Hexen- und Werwolfjäger Pater Solomon ins Dorf, der die Lage sofort überschaut und den wahren Werwolf unter der Bevölkerung wähnt.
    Und während der Blutmond noch andauert, treibt der Werwolf sein Unwesen und Valerie hat so ihren Verdacht, wer es sein könnte.

    Fazit:
    Gerne hätte ich einen wirklich guten Film gesehen und bewertet; leider ist Catherine Hardwickes "Red Riding Hood" weit davon entfernt sehenswert zu sein.
    Gedreht wurde die Geschichte in einem Studiodörfchen in den (ebenso künstlichen) Wäldern von irgendwo, gerne auch umnebelt.
    Hauptdarsteller und Dreamteam Valerie (Amanda Seyfried) und Peter (Shiloh Fernandez) sind nun zwei sehr moderne Gesichter mit mittelmäßigem Talent, die so gar nicht in ein schäbiges mittelalterliches Dorf passen. Alles ist so rein und sauber Mutter Virginia Madsen zeitlos schön wie auch Großmütterchen Julie Christie und von so wirklich schwerer dreckiger harter Arbeit, sieht man hier nicht viel.
    Gut, der Film basiert auf einem Märchen und man sieht an allen Ecken und Enden, dass sich Frau Hardwick auf ein spezielles Publikum eingeschossen hat: den pubertierenden Jugendlichen. So wird wieder viel angespielt und wenig gezeigt, die Schnitte sind teilweise sehr stümperhaft (wie auch in Thor, aber dazu später) und eine schöne junge Frau steht mal wieder zwischen zwei schönen jungen Männern.
    Gary Oldman ist die pure Verschwendung und ich wusste nicht was ich davon halten sollte, dass die Dorfgemeinschaft zu einem Song von "Fever Ray" tanzte.
    Die Effekte betrafen weitgehend nur den ziemlich schlecht gemachten Riesenwolf, der den Werwolf geben sollte, aber auch da habe ich schon schlimmeres gesehen, ansonsten war das Ganze erstaunlich blutleer.
    Insgesamt recht schade, denn man hätte aus der Rotkäppchengeschichte durchaus was machen können, Ansätze sind hier vorhanden, doch nicht mit diesen Darstellern und unter dieser Regie.
    "Red Riding Hood" ist ganz leichte, wässrige-Augen Kost für Teenies und mir gefiel überhaupt nicht, dass eine Fortsezung möglich wäre.5_rabbit_animal_pink_murder

    USA 2011 - Originaltitel: Red Riding Hood - Regie: Catherine Hardwicke - Darsteller: Amanda Seyfried, Gary Oldman, Billy Burke, Shiloh Fernandez, Max Irons, Virginia Madsen, Lukas Haas, Julie Christie - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 99 min.

    2512675_b33b567cea_s.jpeg

  • SteuerfahnderinLeonie

    Tatort-Münster - Herrenabend

    HerrenabendWie wars?
    Gut, um nicht zu sagen sehr gut.
    Ein Toter auf dem Feld führt Thiel zu einem verwobenen Fall von Scheingeschäften in zweistelliger Millionenhöhe und einem Toten der gar nicht tot ist. Ungeheuerlicherweise wurde besagter Untote von Prof.Dr. Boerne für tot erklärt, sprich er hatte dessen verauchte Leiche per Gebissabdruck identifiziert.
    Während Thiel nun versucht sich durch die korrupten Geschäfte der Verdächtigen zu kämpfen, entgegen der Interessen der Staatsanwältin, die mit dem Hauptbösewicht befreundet ist, ist Boerne voll und ganz damit beschäftigt seine Reputation rein zu waschen und einen ominösen Koffer vor der Steuerfahndung in Persona Leoni Krassniks zu verstecken.
    Natürlich stimmt wieder jeder Dialog zwischen Thiel und Boerne, Boerne und Alberich, Thiel und Klemm und überhaupt; Thiel verknallt sich spontan in die Steuerfahnderin und Papa Thiel räumt  Franks Keller aus und zieht mit dessen Winterklamotten auf Wohltätigkeitstour nach Moldavien auf, von wo er sich regelmäßig per Skype meldet.
    Tolle Folge!9_rabbit_animal_pink_smile Mit einem fantastischen Michael Wittenborn als Korrumpel Hans Lüdinghaus.

    CAST

Dieses Blog ist nicht Für Personen Unter 18 Jahren geeignet.
DeathTroopers

TwitterDexterWard


facebook-2
Tags

mehr Tags…

zensurbanner_flierswelt

E-Mail-Abonnement

Hier kannst Du für neue Einträge dieses Blogs eine E-Mail erhalten.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.