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SeiStillUndRiecheTot
@ 2011-04-25 – 22:14:29
The Walking Dead 1.Staffel von Frank Darabont
Worum geht’s?
"The Walking Dead" ist die Adaption der gleichnamigen Graphic Novel von Robert Kirkman für eine Fernsehserie.
Die Geschichte erzählt vom Leben einer Hand voll Überlebender nach der Zombieapokalypse.
Zentrale Figur der Handlungen ist der Polizist Rick Grimes, der sozusagen ins kalte Wasser geworfen wurde. Nachdem Rick bei einem Polizeieinsatz schwer verwundet ins Koma fiel, erwacht er durstig und geschwächt im Krankenhaus. Doch er findet kein Personal, Zimmer und Gänge sind leer und als er das Haus verlässt, trifft er auf den Gestank des Todes.
Scheinbar gab es eine Katastrophe epischen Ausmaßes und Grimes findet heraus, dass die einzigen "Lebenden", die er trifft Untote sind.
Sein Glaube, dass seine Familie überlebt hat ist jedoch unerschütterlich und so macht er sich auf die Suche nach Frau und Sohn.
Im Verlauf der Geschichte findet sich dann eine Gruppe gesunder Menschen um Rick zusammen, die versuchen in dieser schier hoffnungslosen Situation zurechtzukommen. Immer wieder müssen sie sich der Zombies erwehren, aber vielmehr geht es um die zwischenmenschlichen Konflikte und den permanentem Stress, dem die Menschen ausgeliefert sind. Energie und Nahrung sind knapp, archaische Verhaltensweisen brechen durch, Ricks Ehefrau ist im Konflikt mit sich, weil sie ihn mit seinem besten Freund betrogen hat und einige Hinterfragen immer wieder den Sinn des Weiterlebens.
Die Serie beäugt also mehr den Menschen in einer Extremsituation, als das sie bloßer Zombiesplatter ist.
Trotzdem ist keine Folge unblutig, im Gegenteil, die Gewalt ist allgegenwärtig und wird knochenbrechend und an die Kamera blutspritzend grob in Szene gesetzt.
Ich persönlich kann "The Walking Dead" deshalb auch nicht zur Essenzeit empfehlen - Brötchen und Pasta schmecken einfach nicht mit Eingeweiden und eingeschlagenem Schädel auf dem Bildschirm.
Ungeachtet des geringen Budgets und des dadurch authentisch abgefrackten Sets, wenig Farbsättigung und echt trostloser Musik, ist die Serie schon ein Highlight auf dem Fernsehmarkt.
Ich freue mich auf die zweite Staffel und bin gespannt, ob man jemals erfährt was Dr. Jenner Rick ins Ohr geflüstert hat.Vielen Dank an meine Sponsorin Frau Flinkwert.
Entwickelt von Frank Darabont 2010 Mit Jon Bernthal Originaltitel: The Walking Dead Produktionsland: USA Horror,Drama, Laufzeit pro Folge ca. 42 Minuten
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MultiuniversenUndEntscheidendeEntscheidungen
@ 2011-04-24 – 22:41:07
Volle Kraft Zurück von Rob Grant
Inhalt:
Dave Lister hat es endlich geschafft, zur Erde zurückzukehren. Seine Odyssee an Bord des Riesenraumschiffs Roter Zwerg ist beendet. Allerdings bewegt Dave sich durch einen winzigen Rechenfehler – so winzig, dass der Bordcomputer ihn für verzeihlich hält – rückwärts durch die Zeit. Und während er immer jünger wird und sich ganz im Bann seiner pubertierenden Hormone befindet, machen sich ein Toter und das eitelste Wesen des ganzen Universums bereit, ihren zunehmend unausstehlichen Freund zu retten.Fazit:
Nach "Roter Zwerg" und "Besser Als Das Leben" kam Ende letzten Jahres nun endlich der dritte (eigentlich der vierte) Teil der auf der BBC TV-Serie "Red Dwarf" basierenden Geschichte des letzten Menschen unseres bekannten Universums auf den Markt. Im Unterschied zu den Vorgängern ist das dritte Buch nur von Rob Grant geschrieben worden. Vielleicht liegt es daran oder aber es war die erschreckend verwirrende Komplexität der Geschichte, ich wurde nur schwer warm mit dem Buch.
Die Story beginnt plötzlich wieder auf unserem schönen Planeten. Lister hat es geschafft auf die blaue Kugel zurückzukehren. Doch natürlich geht im Zusammenhang mit dem roten Zwerg nichts reibungslos und so machte Holly einen für ihn unbedeutenden, für die anderen jedoch entscheidenden Rechenfehler, der die Zeit für unser Dreamteam auf der Erde rückwärts laufen lässt, während sie trotz allem vorwärts denken. Tja, das ist ganz schon kompliziert und zuweilen auch recht unappetitlich, wenn man sich vorweg schon mal ein paar Gedanken zu dem Thema machen möchte…
…und birgt natürlich auch echte Logikfehler. Aber gut man kann sich hineinlesen. Im nächsten Kapitel wird es dann noch etwas verwirrender, denn wir befinden uns in einem Paralleluniversum, in dem Rimmer nicht die Holographie eines toten und totalen Versagers ist, sondern ein erfolgreicher und sehr beliebter Comander und Testpilot, der einen neuen Antrieb ausprobieren darf, der eigentlich die Lichtgeschwindigkeit erreichen sollte, dann aber doch nur in ein Paralleluniversum fliegt und damit die Theorie beweist, dass es für jede Entscheidung im Leben auch eine andere gegeben hätte und mit ihr ein anderes Ich in einem anderen Universum…
Und damit nicht genug.
In einem weiteren Erzählstrang lernen wir die Agonoiden kennen: Kampfandroiden ohne Gewissen, die von den Menschen erschaffen wurden für sie Kriege zu führen, die aber irgendwann beschlossen haben, dass sie der Menschheit den Garaus machen, da dies viel mehr Spaß macht und sie einfach gerne Quälen und Abschlachten und die verbliebenen Agonoiden nun, sausen durchs Universum auf der Suche nach dem letzten Menschen und der letzten Chance auf ein bisschen Folterspaß.
Ach ja, natürlich haben wir auch noch eine waschechte Westerngeschichte drin, die ist allerdings nur die Schutzfunktion eines Computers gegen ein Virus, aber mehr will ich wirklich nicht verraten.
Insgesamt ist "Volle Kraft Zurück" wesentlich schwieriger zu folgen als seinen Vorgängern, nichtsdestotrotz ist es eine gute Geschichte mit tollen Denkansätzen und wieder jeder Menge Spaß.
Sehr gut, aber nicht ganz so gut wie die ersten beiden Bände.
Volle Kraft zurück! Roman Originaltitel: Backwards Originalverlag: Penguin Books, London 1996 Aus dem Englischen von Wolfgang Thon DEUTSCHE ERSTAUSGABE Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten 12,5 x 18,3 cm ISBN: 978-3-442-26695-1 Verlag: Blanvalet
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DaraufKannstDuDeinenSchwanzVerwetten
@ 2011-04-24 – 20:47:34
Paul von Greg Mottola
Inhalt:
Die beiden britischen Kumpelnerds Graeme und Clive erfüllen sich eine großen Traum: in den USA auf die ComiCon und danach mit dem geliehenen Winnebago die Orte extraterristrischer Bedeutung abfahren. Zunächst läuft auch alles nach Plan. Okay Graeme und Clive werden für ein schwules Paar auf Flitterwochen gehalten, doch als sie nachts auf dem Highway in einen Unfall verwickelt werden und Hilfe rufen wollen, steht auf einmal Paul vor ihnen. Der gute "Mann" ist ein Alien, auf der Flucht, Kettenraucher und hebt gerne regelmäßig mal einen. Irgendwie kann er den Mutterinstinkt von Graeme wecken und so beschließen die Jungs Paul auf seiner Flucht vor dem FBI zu unterstützen.Fazit:
Und wieder einmal muss ich feststellen, dass ich mit so wenig zufrieden zu stellen bin wenn die Besetzung stimmt und nicht totaler Müll über mir ausgekippt wird.
So geschehen bei: "Paul", den ich bereits Dienstag angesehen hatte, aber irgendwie war die letzten Tage die Luft raus - ich hatte keine Lust was zu schreiben.
Ganz klar: "Paul" haben sich Nick Frost ud Simon Pegg auf den Leib geschrieben, aber es fehlt der richtige Regisseur, um den Film zu den erhofften Kracher zu machen.
Zwei richtig dicke Freunde im wahren Leben wie im Film, beides Nerds, machen das, was ihnen am meisten Spaß macht: Nerdsachen. Sie besuchen die ComiCon, verkleiden sich, spielen wie die Kinder, treffen ihren Lieblingsschriftsteller und kaufen sich einen Haufen Fan-Stuff, mieten einen klassischen amerikanischen Wohnwagen und fahren die eminent bedeutensten Orte von angeblicher Alienaktivität und Verschwörungstherien in den USA ab. Die beiden werden natürlich überall für schwul gehalten und "stolpern" dann auch noch über ein Alien, der sogar unsere Sprache spricht. Der Außerirdische hat 1947 eine Bruchlandung auf der Erde abgelegt und wurde von Militär eingesammelt, dass im Laufe der Jahre alle relevanten Informationen von ihm bekommen hat und ihn nun einfach nur noch sezieren will. Paul behagt dieser Gedanke natürlich gar nicht und ergreift die Flucht, nicht ohne vorher mit Hilfe eines Insiders ein Notsignal nach Hause absetzen zu können.
Während Clive alles andere als begeistert davon ist einem Alien zu helfen, freundet sich Graeme gleich mit dem grauen Kerlchen an. Und als wenn das nicht genug wäre, trifft Graeme auch noch über eine Zwangsentführung auf die richtige Frau."Paul" steckt voller Zitate und Insidergags. Ich mag es wenn Graeme und Clive in eine Bar gehen und die Kapelle dort eine volkstümliche Variante der Cantina Band von Mos Eisley spielt oder Clive in Panik zu Graeme auf klingonisch spricht, damit Paul sie nicht versteht und dieser fragt: "war das etwa klingonisch?" und den Kopf schüttelt. Ganz klar hat der Film seine Stärken in den Dialogen zwischen Pegg und Frost und dem Alien, der in der deutschen Version ganz schwach von Bela B. gesprochen wird, schade drum.
Nicht unlustig, aber leicht over the Top waren hingegen die FBi Agenten, die das Nerd-Duo verfolgen und festnehmen sollten. Auf ihre Art abgedreht, dennoch passten die Komiker Bill Hader und Joe Lo Truglio nicht wirklich ins Gesamtkonzept.
So hat "Paul" immer wieder starke Momente, die durch relativ Albernes abgeschwächt wird und den Film insgesamt nur recht durchschnittlich zurück lässt - ein großes Potential, das in Zusamm enarbeit mit Greg Mottola nicht ausgeschöpft wurde. Trotzdem kann ich meinem Lieblingsduo nicht weniger als 7 Punkte geben, so gut ist der Streifen dann doch noch. (Und für den Fall: er ist auch mudditauglich - die hat sich amüsiert wie Bolle.)
Großbritannien / Frankreich / USA / Spanien 2010 - Originaltitel: Paul - Regie: Greg Mottola - Darsteller: Simon Pegg, Nick Frost, Kristen Wiig, Jason Bateman, Jane Lynch, (Stimme Paul) Bela B. - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 103 min.
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ServerDown
@ 2011-04-20 – 20:15:31
…ach ja, bevor ich es vergesse: gestern ist im Cinestar der Server zusammengebrochen. Das hatte zur Folge, dass nicht nur die Monitore hinter den Kassen der Kinos nicht liefen, nein, auch die Kassen gingen nicht und eigentlich war es ein echtes Steinzeiterlebnis. Man, ich hatte schon ganz vergessen wie es früher war. Die Rollentickets und fast null Überblick der Mitarbeiter wer da wo im Kino sitzt.
Ganz geschickt haben das die jungen Damen in Tegel gelöst: die vier Mädels haben die Kinos unter sich aufgeteilt und jede hat nur für zwei (ok eine für drei) Karten verkauft. Dazu mussten sie natürlich Strichlisten führen und waren sicherlich froh, dass nicht ganz so viel los war und nicht Wochenendbetrieb. Dank der Abrisskarten und des Nichtüberblicks über die Sitzplatzverteilung, gab es natürlich freie Platzwahl, was einige junger Zuschauer erst irritierte, dann aber völlig problemlos über die Bühne ging. Ohne hin- und her saß ganz schnell jeder auf dem Platz seiner Wahl und war glücklich. Na bitte, so geht es auch noch
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BaldAnDieserStelle
@ 2011-04-19 – 23:05:10
Heute bin ich zu nichts mehr zu gebrauchen, darum erst ab morgen was zu "Ip Man2" und zu "Paul".
Zu "Primeval" kann ich schon mal beitragen, dass die viertel Staffel ganz ordentlich anläuft, trotzdem fehlt mir "Fringe".
Aber wenigstens möchte ich herzlichst zwei Neue in meinem Blogfreundeskreis begrüßen:
dexter-morgan und
tobe78 -
Kinderwünsche
@ 2011-04-18 – 22:41:24
Mütter und Töchter von Rodrigo Garcia
Inhalt:
Karen war 14 als sie schwanger wurde und eine Tochter gebar, die ihre Mutter gleich zur Adoption freigab. Seitdem sind 37 Jahre vergangen. Niemals konnte sich Karen von ihrer Mutter befreien und niemals ihr Kind vergessen.
Elisabeth ist eine talentierte Anwältin, die noch nirgends richtig Fuß fasen konnte, weder beruflich noch privat. Sie wurde gleich nach ihrer Geburt zur Adoption frei gegeben und hatte nie eine gute Beziehung zu ihren Adoptiveltern. Kühl kalkulierend zieht sie von Job zu Job und Stadt zu Stadt - Mann zu Mann. Doch Elisabeth wird trotz Sterilisation schwanger und alles ändert sich.
Lucy und ihr Mann können keine Kinder bekommen und so entschließen sich beide zur Adoption. Sie finden auch eine junge Frau, doch die will Lucy erst einmal richtig kennenlernen, währenddessen fällt Lucys Mann ein, dass er doch lieber ein eigenes Kind möchte.Fazit:
Ja ich weiß Kontrastprogramm, vielleicht habe ich abends "Sucker Punch" auch deshalb so dankbar aufgenommen, weil ich mich Mittags pflichtbewusst in diese kostenfreie Preview gesetzt hatte und im Vergleich zum Abendfilm wirklich leiden musste.
Ich habe keine Ahnung für wen diese Art von Streifen gemacht wird, gut das Rentnerehepaar neben mir hat Rotz und Wasser geheult…
Aber worum geht es?
Eine Teenagermutter durfte ihr Kind nicht behalten und lebt bis zu deren Tod mit ihrer Mutter zusammen. Das Leid, dass Karen zugefügt wurde, bleibt für immer unausgesprochen zwischen den beiden. Karen wird zu einer direkten, schroffen und emotional leicht gestörten Frau, die sich aber nach 37 Jahren dank des ihr sehr zugetanen Krankenpflegers Paco endlich einen Sinn im Leben findet und nach ihrer Tochter sucht.
Währenddessen hat sich Elisabeth, Karens Tochter, zu einer Topanwältin gemausert. Doch auch sie hat emotionale Probleme ist kühl und berechnend, geht Gefühlen und Schwierigkeiten aus dem Weg. So zieht sie von Stelle zu Stelle, stürzt sich in Affären und geht auch im neuen Job gleich mit dem Chef in die Kiste. Doch Elisabeth wird entgegen aller Wahrscheinlichkeit schwanger und verschwindet sofort aus Wohnung und Job, löst alle Beziehungen und entscheidet sich dazu nach ihrer Mutter zu suchen.
Parallel dazu sind da Lucy und ihr Mann. Lucy kann keine Kinder bekommen, will aber unbedingt ein Baby. Die Adoptionsstelle vermittelt ihnen eine junge Frau, die aber sehr wählerisch ist und die zukünftigen Eltern ihres Kindes ganz genau unter die Lupe nehmen will. Die Mutter dieser Frau ist jedoch gegen deren Entscheidung und interveniert permanent. Lucy wird auserwählt, doch ihr Mann will eigene Kinder und trennt sich von ihr. Lucy begleitet die "Leih"mutter, doch als das Kind geboren ist kommt es zum Drama, denn Lucys Baby bleibt bei der Mutter.
Und wenn man denkt was soll diese Geschichte denn nun, dann schlägt die Grausamkeit des Drehbuchs zu und verbindet alle drei Geschichten meldodramatisch und unerträglich miteinander und alles wird gut.
Für meinen Geschmack eine echte Verschwendung an guten Schauspielern wie Annette Benning, Naomi Watts und Samual L. Jackson.
Aber jeder wie er will.USA / Spanien 2009 - Originaltitel: Mother and Child - Regie: Rodrigo García - Darsteller: Naomi Watts, Annette Bening, Kerry Washington, Samuel L. Jackson, Jimmy Smits, S. Epatha Merkerson, Cherry Jones, David Morse - FSK: ab 12 - Länge: 126 min.
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MachNiemalsAufDickeHose…
@ 2011-04-18 – 21:54:46
…wenn Du nicht bereit bist sie auch runterzulassen
Sucker Punch von Zack Snyder
Inhalt:
Baby Doll wurde vom Glück verlassen.
Zwar verebt die gerade verstorbene Mutter ihr und ihrer Schwester das gesamte Vermögen, aber der leer ausgehende Stiefpapa ist aufgebracht und will wenigstens seinen Spaß mit den Mädels. Das kann Baby Doll nicht zulassen und erschießt im Handgemenge versehentlich ihre Schwester anstatt des schamlosen Fieslings. Der lässt sich nicht lunpen und schiebt das Mädel kurzerhand in eine Nervenheilanstalt für gefallene Engel ab. Geld wechselt den Besitzer und Babys Lobotomietermin steht, doch dann eröffnet sich eine ganz neue Welt, in der sich fünf Mädchen zusammenfinden, um für die Freiheit zu kämpfen…Fazit:
Wie entspannt man sich doch einen Fim ansehen kann, über den so viel Gülle abgeladen wurde wie über "Sucker Punch".
Da entgeisterten sich Menschen, die "The Other Guys" als tiefgründigen Film bewerteten, andere behaupteten es handle sich um ein sexistisches Werk… okay, ich darf doch mal lachen, wann leben wir denn?"Sucker Punch" ist vor allem laut, "bunt" und ja sinnfrei; nichtsdestotrotz ist er ein beeindruckendes optisch ansprechendes Punkkino. Extreme wo man nur hinschaut.
Aufgepimpte ziemlich heiße Mädels, allesamt total überschminkt und selbstredend Netzstrümpfe und kurze weitausgeschnittene Outfits tragend; die Kerle fast alle schmierig und oder fett und aufgedunsen. Nichts was wir nicht schon in der "Rocky Horror Picture Show" oder in der anschließenden Punkaera gesehen oder selbst zur Schau getragen hätten. Das heute noch provokant oder sexistisch zu nennen ist absolut lächerlich, ebenso sich an diesen männlichen Zerrbildern zu stoßen, besonders, wenn man selbst spielt und sich gerne in die mindestens ebenso lächerlich aufgepumpten Kampfkarikaturen zwängt oder Dumpfbackensöldnerkino reinzieht.
Nein, man sollte nicht nachdenken, sondern einfach angucken und anhören, denn eines beherrscht Zack Snyder wirklich gut: die Verbindung von Bild und Musik. Der Schritt zum Musical ist nicht mehr weit, immerhin singt die Hauptdarstellerin Emily Browning drei Songs im Film und auch Anstaltsfiesling Oscar Isaac und die wunderbare Carla Gugino geben in einem absolut sehenswerten Abspann eine klasse Version von "Love Is The Drug" zum Besten. Für meinen Geschmack glücklicherweise, ersparte uns Snyder aber den Schritt zum Singspiel und belies es bei dieser schrägen Steampunk-Songcollage.
So fantasiert sich dann also diese gedemütigte Jungfrau während der ersten Woche ihres Aufenthalts in der Klappsmühle durch die fünf Level der Befreiung, ihrer geistigen und einer anderen körperlichen. Dabei dürfen die Damen nicht nur gut aussehen, sondern auch mächtig rumballern. Ob Orks, dampfbetriebene Nazileichen oder Roboter, die Frisuren sitzen und die Frauen halten zusammen. Passend besetzt Scott Glenn als Spielmacher sowie Jena Malone als toughe Rocket und die bezaubernde Abbie Cornish als Sweet Pea, wobei letztere wirklich talentiert ist und an die junge Ann-Margret erinnert. Emily Browning ist putzig, Carla Gugino polnisch und gut ist.
Nichts erwarten, einfach berieseln lassen. Muss auch mal sein.USA 2011 - Regie: Zack Snyder - Darsteller: Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone, Vanessa Hudgens, Jamie Chung, Oscar Isaac, Carla Gugino, Jon Hamm, Scott Glenn - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 16 - Länge: 109 min.
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HappyBirthdayEveryman
@ 2011-04-18 – 13:22:43
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Everyman. Noch ein Jahr lang Twen und dann beginnt aber der Ernst des Lebens
(*scherz*)
Als Geburtstagsständchen gibt es eine für meinen Geschmack recht gelungene Hommage an einen meiner großen Westernhelden: Lee Van Cleef. -
VonParadoxen,SodbrennenUndVielemMehr
@ 2011-04-10 – 18:17:02
Ein Buch Namens Zimbo von Max Goldt
Inhalt:
"Ein Buch Namens Zimbo" ist eine eine Sammlung von Texten Max Goldts von 2006 bis 2009, in denen sich der in Berlin lebende Autor über die Faszination von Cafes auf Friedhöfen, deutschen Spezialitäten wie öffentlichen Debatten, was ist Glück, Abhandlungen über Sodbrennen, die Verwendung von Paradoxen im allgemeinen Sprachgebrauch, Flüssigkeiten und andere Pasten, Blandine Ebinger, London, Exklusives, Geheimnisse der Tastatur, Vorteile der diagonalen Umhängetasche, sein liebstes Chinarestaurant und vieles mehr wortgewandt äußert.Fazit:
Manchmal kommt man zu einem Buch wie die Jungfrau zum Kinde und so Griff ich aufgrund wirrer geistiger Verknüpfungen, die ich jetzt nur noch schwer nachvollziehen kann, die aber etwas mit "Goulds Buch der Fische", das ich vor vielen Jahren las, zu tun hatten, zu Max Goldts "Ein Buch Namens Zimbo".
Der Titel hat gar nichts mit dem Inhalt zu tun, aber das will ich dem Kleist-Preis-Träger von 2008 gerne nachsehen.
Aber das ist alles ganz egal, erst recht, wenn man feststellt, dass einem die Ausschweifungen des Autoren wirklich gut gefallen und man sich in vielen Texten gemeinsam mit ihm, obgleich er wenige Jahre älter ist als ich, an "alte" Westberliner Zeiten zurück erinnern kann. Nicht dass ich den sowjetisch besetzten Zonen hinterhertrauere, aber es gibt nur wenige, die das Berlin so kannten und ähnlich wahrgenommen haben wie ich selbst und da kommt mir Herr Goldt ganz recht.
Nein er schwelgt nicht über die Geborgenheit, die die Mauer dem Westberliner vorgaukelte, jedoch gibt es hier und da Orte und Begebenheiten, an die ich mich gerne erinnert sehe.
Ich möchte mich auch nicht weiter in Details zu den zahlreichen Texten dieses amüsanten und kurzweiligen 208 Seiten kurzen Werkes ergehen, kann aber ruhigen Gewissens meine unbedingte Empfehlung aussprechen, denn selten habe ich Alltagsbeobachtungen so eloquent formuliert auf einem Haufen gelesen. Großartig, macht Lust auf mehr.
Über die Geschlechtszugehörigkeit der grabenden, etwa sechzigjährigen, großen und kräftigen Person war ich mir durchaus unsicher; zwar hatte sie auf dem Kopf nichts als einen schütteren Altherrenhaarkranz, doch gebot sie auch über ein Paar üppiger Brüste. Man mag – und sollte sogar! – einwenden, daß es vollkommen unangebracht ist, sich über die
Brüste von Friedhofsbesuchern zu äußern. Diese Auffassung teile ich uneingeschränkt. Man muß mir glauben, daß ich nicht zu den Leuten gehöre, die auf Friedhöfe gehen, um sich erotische Anregungen zu verschaffen. Dennoch war es in dieser speziellen Situation fast unmöglich, das Körperliche unbemerkt zu lassen, denn die Person, ich nenne sie von nun an einfach Frau, war mit nichts als einem knielangen Jeansrock bekleidet. Jeansjacke, Bluse und BH hatte sie recht ordentlich auf dem Grabstein der von ihr beackerten Parzelle abgelegt.
Max Goldt Ein Buch namens Zimbo Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird. Texte 2007-2008, einer von 2006, vier von 2009 Zitiere nie Max Goldt zum Scherz, denn er fühlt wie du den Schmerz. Karlo Tobler Rowohlt Berlin Hardcover, 208 S. 18.09.2009 17,90 € 978-3-87134-665-1
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AusDenAugenAusDemSinn
@ 2011-04-10 – 16:17:14
Niemalsland von Neil Gaiman
Inhalt:
Das hätte sich der Banker Richard Mayhew nicht träumen lassen:
Nachdem er seine Beziehung aufs Spiel gesetzt hat und den wichtigsten Abend im Leben seiner Verlobten gesprengt hat, "nur" um einem verletzten, heruntergekommenden Mädchen von der Straße zu helfen, "verschwindet" er einfach aus dieser Welt.
Richard, der Broker, aber Gutmensch mit Trollsammlung auf dem Schreibtisch, liest eines abends ein Mädchen namens Door auf, bringt es zu sich nach Hause und holt die von ihr geforderte Hilfe. Doch als es ihr wieder gut geht, verlässt sie Richard und entschuldigt sich, doch was er nicht weiß, dass der Kontakt zu Door ihn in eine Parallelwelt zieht, nämlich die aus der das Mädchen kommt. Langsam aber sicher verschwindet Richard aus seiner Existenz, wird unsichtbar für die normalen Menschen aus seiner Welt. Er verliert die Wohnung, seinen Job, seine Freunde, Geld - einfach alles innerhalb von wenigen Tagen. Doch wo soll er hin?
So begibt sich Herr Mayhem auf die Suche nach Door, denn er versteht nicht, was vor sich geht.
Seine Reise wird gefährlich und abenteuerlich und er findet mehr als er verloren hat…Fazit:
Es gibt so viel gute Fanatsyliteratur, aber auch ich brauche oft länger als gut ist, um sie für mich zu entdecken. Neil Gaiman ist sicherlich einer der Autoren, die zu den unbedingt Gelesenen gehört, denn er ist einer der Meister der modernen Fantasy.
In dem bereits 1996 verfassten Roman "Niemalsland" erzählt Gaiman brutal, ungeschönt, sarkastisch, aber auch urkomisch und durchweg menschelnd, die Geschichte eines Erfolgsmenschen, der alles hat, aber eigentlich zu gut ist für das was er da tut. Richard Mayhem ist ein erfolgreicher Broker, hat eine Bombenbraut und tolle Freunde. Aber er schaut nie weg und als er eines abends ein verletztes Mädchen auf der Straße findet, dass von seiner Frau gänzlich missachtet wird, hilft er und lässt alles andere sausen. Eine zuerst verhängnisvolle Entscheidung, denn das Mädchen Door kommt aus einer anderen Welt, dem Unterlondon. Dort herrschen nicht nur andere Sitten, sondern auch Magie, Mord und Totschlag zuweilen, alles läuft eben anders. Die Wesen, die in Unterlondon leben, werden in der Regel von uns Menschen nicht wahrgenommen, selbst wenn sie vor uns stehen, doch sie sind da. Richard war gänzlich unvorbereitet und wusste nicht, dass seine Hilfe dazu führt, dass er ein Unterlondoner wird. In wenigen Tagen verschwindet er aus seiner Realität und aus dem Bewusstsein seiner Mitmenschen. Door überlässt ihn einfach seinem Schicksal, denn sie hat ganz andere Sorgen. So wurde vor Kurzem ihre Familie getötet und ein gewisser Fuchs namens Mr. Croup und sein Bruder der Wolf Herr Vandermar sind ihr dicht auf den Versen. Doch Richard gibt nicht auf. Er folgt Doors Spuren und taucht in eine rauhe, aber faszinierende Welt ein, in der einem ein Kugelschreiber weiterbringt als Millionen Pfund und man sich genau überlegen sollte, ob man den angebotenen Fleischspieß wirklich essen möchte.Unglaubliche Charaktere und Wesen treffen hier auf den Leser. Rattenmenschen, Fuchs und Wolf, Engel, Adlige, Weltenwandler, Jäger, Atemvampire, Gaiman lässt sie kommen und gehen, miteinander kämpfen leben und sterben, Prüfungen bestehen und scheitern. "Niemalsland" ist kein Kinderbuch. Zu hart ist das Unterlondon, von Armut geprägt, schmutzig und dunkel und die Chancen, das unser Protagonist überlebt standen schlecht.
Eine spannende Geschichte, deren Auflösung mich wirklich überrascht hat, nach so vielen falschen Fährten…
Man liest mich hier auch etwas irritiert. Das Buch ist ohne Frage absolut großartig und ich werde nun alles von Gaiman nachholen, was ich bislang versäumte. Völlig zu recht ist "Niemalsland" der Klassiker der modernen Fantasy.
Auf der anderen Seite muss ich für mich nun einen Autor wie Christoph Marzi völlig neu bewerten, weil sich dieser so schamlos an diesem bezaubernden Werk bedient hat und es zugegebenermaßen geschickt aufgeblasen und neu verfönt für sich zu nutzen wusste. Das macht natürlich dem Leser nichts aus, sofern er dieses Buch nie vor die Augen bekam. Nun aber…
"Niemalsland" sei allen schwerstens ans Herz gelegt, vorausgesetzt dieses schlägt für Fantasy!
Fantasy, Science-Fiction,Horror, Mystery, Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel Neverwhere, deutsche Ausgabe erstmals 1997 , 365 Seiten. ISBN 3-453-13757-4. Übersetzung ins Deutsche von Tina Hohl.
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SeiImmerGutVorbereitet
@ 2011-04-10 – 15:49:01
The Mechanic von Simon West
Inhalt:
"Arthur" Bishop ist Profikiller, durch und durch Perfektionist und der Beste, der für die "Firma" arbeitet.
Wenn er mal nicht seine Arbeit macht, die er im Allgemeinen diskret und unaufgeregt wie natürlich Tode und Unfälle aussehen lässt, lebt er zurückgezogen und bescheiden irgendwo in den Sümpfen und bastelt an seinem Sportwagen.
Doch das beschauliche Leben endet abrubt, als einer der beiden Bosse den Auftrag gibt den anderen zu töten und ausgerechnet Arturs Mentor Harry McKenna soll dran glauben. Damit nicht genug Arthur soll den Auftrag binnen 48 Stunden ausführen, sonst macht es ein anderer.
Arthur übernimmt die Aufgabe, doch fühlt er sich zunehmend schlecht und dann trifft er noch auf McKennas Sohn Steve, der verbittert nach Rache sinnt und ausgerechnet bei Arthur in die Lehre gehen möchte.Fazit:
Unbestritten ist "The Mechanic" Statham auf den Leib geschrieben. Der einsame Wolf und schöne Frauen Kenner, wenn auch nicht beziehungsfertig, arbeitet mit seiner altbekannten Präzision, möglichst schwarzgewandet, mit guten Geschmack ausgestattet und unrasiert, aber nich unangenehm schwitzend, diesmal als Profikiller, wobei er nur wirklich böse Jungs umbringt. Waffenhändler, Mädchenmisshandler und anderen schrägen Burschen wird ein natürlich wirkender Tod ermöglicht. Wer die Auftraggeber eigentlich sind und welche Intentionen sie haben bleibt im Dunkeln, nur dass es eben nicht ganz so unrecht ist was Herr Bishop macht.
Natürlich hört jeder Zuseher sofort die Nachtigall trapsen als der eine Boss Arthur befielt den anderen aus dem Weg zu räumen, sind doch alle Rollen stereotyp und gewohnheitsmäßig besetzt und Gute bleiben Gut wie immer Böse spielende auch immer böse bleiben.
Doch es läuft nicht alles so glatt für Statham in diesem Film, denn während er, wenn auch charmant und einsilbig seine Rolle formschön herunterkurbelt, kommt einer daher, begnadet talentiert, kantig und so ganz anders und raubt ihm die Show: Ben Foster. In seiner Rolle fertig, saufend, nie das machend, was von ihm gefordert wird, sabotiert er die Aufträge einen nach dem anderen, mehr oder weniger gewollt und zieht über weite Strecke alle Sympathien auf sich und bringt so etwas wie Menschlichkeit in diesen routinierten Actioner, der sich in großen Teilen an Altbekantem bedient und unbekümmert zusammenklaut was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
Dennoch ist "The Mechanic" insgesamt ein sehr unterhaltsames Actionkino, das trotz seiner überraschungslosen Geschichte durchaus Spaß macht und sei es nur um Ben Foster zu genießen.
USA 2011 - Regie: Simon West - Darsteller: Jason Statham, Ben Foster, Donald Sutherland, Tony Goldwyn, Mini Anden, Christa Campbell, Nick Jones, Katarzyna Wolejnio, Jeff Chase, Beau Brasso - FSK: keine Jugendfreigabe - Länge: 93 min.
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DasWeiblicheAccessoire
@ 2011-04-10 – 14:22:37
Das Schmuckstück von François Ozon
Inhalt:
Wir befinden uns in den Siebzigern. Die Französin Suzanne Pujol ist zwar Erbin eines Regenschirmimperiums, doch als ihr Vater stirbt übernimmt ihr Ehemann Robert die Leitung des Werkes. Mit 45% der Aktien aus der Mitgift hat er die Mehrheit und Suzanne ist nur noch Hausfrau und Mutter. Mittlerweile sind die Kinder aus dem Haus und Robert ein ausgewachsener notgeiler Choleriker ohne Gespür für seine Arbeiter.
So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass ausgerechnet seine Fabrik bestreikt wird, um für die 40 Stunden Woche und ein paar Tage mehr Urlaub zu streiten.
Robert hat dafür kein Gehör, regt sich jedoch so auf, dass er seine Herztropfen vergisst und kollabiert. Ausgerechnet während des Streiks muss nun Suzanne einspringen, denn ihre beiden Kinder weigern sich. Aber das Schmuckstück hat ein Händchen für ihre Angestellten sowie unter ihrer Regie auch ihr begabter Sohn Laurent mit ins Boot kommt und die Fabrik in ein neues Hoch führt. Nichtzuletzt hat sie auch viel dem kommunistischen Bürgermeister Babin zu verdanken, den sie bereits von einem Jahrzehnte zurückliegenden Tête-a-Tête kennt.
Als Robert jedoch wieder gesund wird kommt es zu neuen Schwierigkeiten, denn der will das Ruder wieder selbst in die Hand nehmen.Fazit:
In "Das Schmuckstück" möchten es Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy auf die Spitze treiben. Nicht nur, dass die arme steinreiche Suzanne von Mann und Kindern vernachlässigt wird, hat sie im Haus und sonst wo auch so gar nichts zu sagen, wird von ihrem Ehemann nach Strich und Faden betrogen und nicht im Geringsten für voll genommen, ja im Gegenteil total verhöhnt.
Im Gegensatz dazu steht Robert Pujol, der eher wie das HB-Männchen rüberkommt und dazu noch ständig unsympathisch und Spitz wie Nachbars Lumpi versucht seine Sekretärin zu bespringen. Eigentlich ist er der klassisch moderne Unternehmer, den seine Arbeiter nicht die Bohne interessieren, sondern bei dem die Gewinnmaximierung an erster Stelle steht.
Suzanne sieht, in der Tradition ihres Vaters, sich, Fabrik und Arbeiter als eine Einheit, als Familie, die es zu pflegen und hegen gilt und als sie in einer Notlage die Leitung übernehmen muss, weiß sie auch ihren weiblichen Charme beim Bürgermeister einzusetzen, damit er ihr bei den Streikverhandlungen hilft. Doch Suzanne ist aufrichtig und glaubwürdig und so bringt sie frischen Wind in die Produktion und motiviert die Mitarbeiter von Grund auf neu.
Während ihr künstlerischer Sohn Laurent aktiv mit hilft neue Produkte zu entwerfen, fällt der konservativen Tochter Joëlle nichts besseres ein, als Suzanne eine Businessplan aus den Händen ihres Ehemannes vorzulegen, der die Verlegung der Produktion in ein Billiglohnland vorsieht.
Und während Suzanne nun alles versucht die Fabrik und aller Leben in Schwung zu bringen, wird sie mit einer alten Kurzliebe in Form des Bürgermeisters, der seinerzeit noch verschwitzter Arbeiter war, konfrontiert und der Frage, wer nun eigentlich Laurents wahrer Vater ist. Aber das nur am Rande.
Wie anfangs erwähnt möchten es die Schreiber dieses erfolgreichen Bühnenstücks, der Vorlage diesen umjubelten Filmes, auf die Spitze treiben, jedoch ist "Das Schmuckstück" für meinen Geschmack für eine Satire einfach zu harmlos und eher ein Boulevardstück, wenn man den Schluss ausnimmt.
Besonders die Szenen mit Fabrice Luchini waren anstrengend, da dieser in Louis de Funès-Manier, aber längst nicht so gut, den cholerischen Patriarchen mimt, der natürlich ein Verhältnis mit der vollbusigen Sekretärin hat und mit Geschäftspartnern in den Puff geht und einfach nur unsympathisch rüberkommt.
Vielleicht habe ich den Film auch einfach nicht verstanden, obwohl was gab es da zu verstehen?
Eine weitere Frage war natürlich, warum das Stück in den Siebzigern spielte. Wollten die Macher einfach mal wieder den gediegenen Buntlook mit Ockertönen sehen oder was? Schmuckstücke wie Suzanne gibt es bis heute, Unternehmermänner wie Robert auch und kommunistische Bürgermeister in Frankreich ist auch nichts, was nur in die Siebziger gehört.
Was bleibt ist ein mittlerweile älter gewordenes und sicher durchgeliftetes aber immer noch heißes Mädchen mit großer Leinwandpräsenz, Catherine Deneuve und ein gewaltig raumfüllender Gérard Depardieu, dem man in so mancher Szene wünschte, dass es nur eine Dekoration war in der er stand und nicht wirklich ein 5 qm Plattenbauzimmer mit Eckcouch.
Was resümieren wir nun?
"Das Schmuckstück" ist eine gut besetzte französische Gesellschaftskomödie, die prächtig anzusehen, aber teilweise schwer zu ertragen ist. Ausgerechnet eine Industriellenfamilie als Beispiel für den emanziaptorischen Kampf auszuwählen, dabei die Protagonistin noch dadurch in Frage zu stellen, dass sie leicht nymphomanische Züge hat, halte ich für fragwürdig.
Insgesamt einer der schwächeren Franzosen der letzten Jahre.
Frankreich 2010 - Originaltitel: Potiche - Regie: François Ozon - Darsteller: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Luchini, Karin Viard, Jérémie Rénier, Sergi Lopez - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ab 6 - Länge: 103 min.
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VollePower
@ 2011-04-10 – 12:42:51
Ohne Limit von Neil Burger
Inhalt:
Eddie Moras ist Schriftsteller. Nicht dass er jemals einen Roman geschrieben hätte, nein, er hat einen Buchvertrag, einen PC und keine Ahnung , was er zu Papier bringen soll. So viel Inspirationslosigkeit ist dann auch Freundin Lindy zu wenig und sie macht Schluss.
Von nun an geht es mit Eddie bergab, bis er zufällig auf seinen Ex-Schwager Vernon trifft. Vernon ist ein Dealer, aber er macht Eddie weiß, dass er bei einem großen Pharmaunternehmen tätig und dort für die Wundermedizin NZT zuständig ist. Er "vertreibt" sie. Alles ganz harmlos und voll durchgetestet und das Beste, die Droge selbst. Sie gibt nämlich die vollen 100% der Gehirnkapazität frei, wo der Wald- und Wiesenmensch sonst nur 20% nutzen kann. Eine Offenbarung sagt Vernon, doch Eddie bleibt misstrauisch. Wenigstens nimmt Eddie das 800$ Geschenk, eine Tablette, an, natürlich mit dem Vorsatz diese nie zu nehmen…
…wenige Blocks später sieht die Welt Eddies dann auf einmal so anders aus und ein neues Leben beginnt.Fazit:
Das Best an "Ohne Limit" sind die absolut sehenswerten Tunnelblick-Kamerafahrten kreuz und quer durch die Stadt, ansonsten kann man den Film ganz gut als mittelprächtigen Wunderdrogenverherrlichungsstreifen für Gutgläubige bezeichnen.
Keine Pille wird irgendwem jemals Intelligenz und Macht verschaffen und wer glaubt, dass alles was er je vergessen hat in den 80% Gehirn versteckt ist, die er sonst (vermutlich, denn wie weit ist die Hirnforschung da tatsächlich?) niemals nutzt und er mit Hilfe dieser Gehirnteile unglaublich schnell lernen könnte, glaubt sicherlich auch an Einhörner und Kaptän Blaubärs Geschichten.
Davon abgesehen handelt es sich natürlich um eine reizvolle Vorstellung, die bestimmt schon jeder mal gesponnen hat: was wäre, wenn ich unglaublich intelligent wäre?
Hinsichtlich der Schnelligkeit Eddies Karriere bin ich heutzutage weniger skeptisch als noch vor 10 Jahren, denn hierzulande machen ja auch weniger große Leuchten mit mehr heißer Luft eine solche, ich denke da an den ein oder anderen Politiker, vielleicht in der Verteidigungsbranche… aber ich schweife ab.
Wie gesagt eine interessante Vorstellung, seine Intelligenz aufzupimpen, doch bleibt dem Zuschauer das Verständnis was unser Protagonist hier eigentlich treibt doch etwas im Unklaren. Nachdem Eddie sein Buch in zwei drei Tagen beendet hat und es als sehr gut befunden wurde, legt er eine Blitzerfolgsstory an der Börse hin, wofür er aber erst einmal Startkapital bei einem russischen Geldhai besorgt und dies offensichtlich und zu meinem völligen Unverständins nicht gleich zurückzahlt. Was er dann in diesem Energiekonzern, der ihn als Berater engagiert genau macht weiß ich auch nicht mehr, auf jeden Fall wird er von einem ominösen Mann verfolgt, der ihm an den Kragen will und das sicher wegen der Droge. Ich will dem geneigten Späteranseher nicht zu viel verrraten, darum hier mal stop.
"Ohne Limit" taugt allemal als seichte Popkornunterhaltung ohne nachhaltig zu wirken.
Bradley Cooper hat mit dem Schriftsteller Eddie eine seiner erträglichsten Rollen, wenn ich ihn auch nicht für den leuchtenden Stern am Schauspielerhimmel halte und Robert De Niro sehen wir routiniert nebenrollig, aber nicht auftragend.
Das Ende ist in meinen Augen nicht nur super unlogisch, sondern auch amerikanisch albern, aber das soll jeder selbst entscheiden. Insgesamt okay, kann man sehen.USA 2011 - Originaltitel: Limitless - Regie: Neil Burger - Darsteller: Bradley Cooper, Abbie Cornish, Robert De Niro, Anna Friel, Andrew Howard, Johnny Whitworth, Robert John Burke, Tomas Arana, Patricia Kalember, T.V. Carpio - Länge: 105 min.
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WasliegtAn?
@ 2011-04-05 – 21:38:02
Weil ich heute zu faul bin mehr als die drei Zeilen hier zu schreiben mal wieder ein coming up next.
Gestern gab es das Preview von "Ohne Limit", ein Streifen mit Bradley Cooper und in Nebenrolle Robert De Niro über Drogen und Macht, also eine spezielle Droge und Macht. Ganz in Ordnung, bis auf Coopers Toupet am Schluss. Anna Friel hier mal nicht zuckersüß hübsch mit Grübchen. Insgesamt ohne bleibenden Wert, denke ich.
Heute dann "Das Schmuckstück" mit der Deneuve und Depardieux. So lala. Muddi meinte: die Deneuve spielt aber schlecht; ich sage, die Deneuve spielt wie immer mit ihrer französisch lässig Baguette in weichen Brie tunkenden Art, nur eben etwas gelifteter als sonst. Dafür war Depardieux, naja, fast schon infantil. Erinnerte an "Ein Tolpatsch Kommt Selten Allein" als sich das Blatt wendete. So hilflos.
Insgesamt ein Film mit Schwächen, aber Kostüme können die Franzosen gut, besonders in stilecht.
Ein Buch habe ich auch endlich gelesen: "Niemalsland" von Leib und Magen Kultmann und ziemlich frisch Amanda Palmer Ehemann Neil Gaiman. Altes Teil, ich weiß, aber dennoch extrem gut und endlich weiß ich von wem Christoph Marzi seine Ideen klaut… -
DerIrischeLohnsklave
@ 2011-04-04 – 16:19:43
Choke von Clark Gregg
Inhalt:
Victor Mancini ist sexsüchtig, da beißt die Maus keinen Faden ab. Trotz der Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe, ist keine Heilung in Sicht, schon deshalb, weil er bei den Sitzungen meist mit einer der teilnehmenden Damen eine Nummer im Nebenraum schiebt. Ansonsten hält sich Victor als Laiendarsteller eines irischen Lohnsklaven in einem historischen Dorf über Wasser und täuscht hin und wieder in Restaurants Erstickungsanfälle vor, lässt sich von einem reichen Typen retten und etwas aushalten.
Zum Feierabend besucht er täglich seine Mutter Ida, die in einem Heim für demenzkranke Frauen untergebracht ist. Ida erkennt Victor nicht mehr und spricht ihn jeden Tag mit anderem Namen an. Doch wähnt Victor einen Lichtstreif am Horizont als seine Mutter andeutet ihm das Geheimnis seines wahren Vaters zu eröffnen und er zudem die bezaubernde Ärztin Paige Marshall kennenlernt, die Einzige, ber der er keinen hoch kriegt.Fazit:
Was soll ich sagen? Sam Rockwell und Angelica Huston machen, selbst gemeinsam und mit guter Performance noch lange keinen guten Film und auch wenn Chuck Palahniuk die Vorlage zu "Fight Club" und diesem Streifen schrieb, kann man nicht von einem sicheren Treffer ausgehen.
Heißt also: der Film ist wirklich schlecht.
Ok, es gibt hier und da ein paar Lacher und immer wieder Situationskomik, insgesamt ist der Film aber weit entfernt von einer guten Komödie oder von einem ernsthaften Drama. Clark Gregg weiß zu keinem Zeitpunkt eine fesselnde Geschichte zu erzählen, stattdessen sehen wir den Protagonisten in den immer gleichen Situationen, Tag für Tag. Dann gibt es ziemlich schlecht gemachte Rückblicke in die Kindheit, in denen erklärt werden sollte wie Victor zu dem wurde, was er heute ist, jedoch sieht man nur ein wirr redende Mutter (Angelica Huston), die noch seltsamer handelt und man benötigt einige Zeit die Situation der beiden zu erfassen.
Im Großen und Ganzen scheinen mir Geschichten von Sexsüchtigen nicht sonderlich zu liegen, erst recht nicht, wenn sie so langweilig inszeniert werden wie hier. Heute hatte ich bereits Probleme mich an das Ende des Filmes zu erinnern, schade.
Wegen der guten Leistung Sam Rockwells und der wunderbaren Angelica Huston vergebe ich dennoch ein paar Pünktchen.Vertrieb:Koch Media Home Entertainment Schauspieler: Anjelica Huston, Brad William Henke, , Heather Burns, Joel Grey, Jonah Bobo, Kelly Macdonald, Sam Rockwell, Drama Verpackung: HD Keep Case, Altersfreigabe:FSK: Freigegeben ab 16 Jahren Spieldauer:96 Minuten
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SalomonWirdsRichten
@ 2011-04-03 – 21:59:07
Season Of The Witch von Dominic Sena
Inhalt:
14. Jahrhundert, Behman und Felson sind Kreuzritter, die im Namen der Kirche von Schlacht zu Schlacht ziehen.
Doch mit der Zeit schleicht sich Routine ein und die Kreuzzüge gehen ihrem Ende entgegen dafür nehmen die Massaker unter der Zivilbevölkerung zu. Nachdem er in die Augen einer von ihm getöteten jungen Frau guckt, ist für Behman die Sache mit dem Schwert für Gott aber entgültig zu Ende. Gemeinsam mit Busenfreund Felson macht er sich von dannen und kehrt nach Europa zurück. Doch die beiden erkennen ihre Heimat nicht wieder, die Pest rafft 3 von 4 Menschen dahin. Verantwortlich dafür werden natürlich Frauen gemacht, Hexen, die fachmännisch erhängt, ersäuft und dann mit salomonischen Beschwörungsformeln von der Auferstehung abgehalten werden. Schlecht nur, dass die kostbaren Bücher mit besagten Tipps Salomons ganz rar geworden sind und es somit sehr schwer wird die Hexen zu vernichten.
Und hier kommen nun unsere desertierten Kreuzritter Behman und Felson ins Spiel. Die beiden werden natürlich erkannt und in den Kerker gepackt, doch lassen sie sich auf einen Deal ein ein Mädchen, angeblich die Hexe, die die Pest brachte, zu einem entfernten Kloster zu bringen, in dem sich das letzte Exemplar von Salomons Beschwörungsbuch zu finden ist.
Da Behman ohnehin große Zweifel hat, was die Existenz von Hexen angeht - kein Problem - oder?Fazit:
Tempelritter? Kreuzritter? Wenigstens der deutsche Verleih hat Null Ahnung und dem Zielpublikum wird’s egal sein.
Ich weiß nicht was uns Bragi Schut jr. mit der Geschichte eigentlich vermitteln wollte. Kreuzzüge waren böse, die Kirche ist noch böser, Hexen gab es wirklich?
Ich habe keine Ahnung und sehe "Seasons of the Witch" somit als puren Fun-Comic, denn ernst nehmen kann man hier gar nix, außer den offensichtlichen Spaß, den Ron Perlman und Nicolas Cage miteinander in der Greenbox hatten. Ein echtes Traumpaar keine Frage.
Hat man sich damit abgefunden, kann der Film wirklich unterhaltsam sein, kurzweilig ist er allemal und über die Effekte legen wir den Mantel des Schweigens.
Insgesamt ein netter Fantasystreifen mit teilweise echt preiswerten Effekten, einer guten Portion Humor und ein Paar Unappetitlichkeiten, die ihn als Frühstücksfilm disqualifizieren.
USA 2010 - Originaltitel: Season of the Witch - Regie: Dominic Sena - Darsteller: Nicolas Cage, Ron Perlman, Claire Foy, Stephen Campbell Moore, Stephen Graham, Ulrich Thomsen, Robert Sheehan, Christopher Lee - FSK: ab 16 - Länge: 95 min
Archiv der Einträge: April, 2011





