100 Feet von Eric Red
Marnie Watson hat ihren Mann getötet und kommt gerade unter strengen Auflagen aus dem Knast.
Nach ihren Angaben handelte es sich um Notwehr, doch ihr Mann war Polizist und niemand wollte ihr so recht glauben, auch Shanks nicht, der Ex Partner ihres Verstorbenen.
Marnie ist auch jetzt noch nicht frei, denn sie darf das nächste Jahr mit einer elektronischen Fußfessel verbringen und sich nur 30 Meter vom Sender entfernen. Doch es kommt noch viel härter für Marnie, sucht sie doch ihr toter Mann als Geist heim und macht da weiter wo er aufgehört hatte. Und so ist Marnie Gefangene in ihrem eigenen Haus, terrorisiert von einem wild gewordenen Geist.
100 Feet ist für mich wieder so ein Film, den ich nicht grottenschlecht finde, der aber so viele logische Mängel und schlechte Figuren hat, dass ich froh bin, ihn mir seinerzeit auf dem Fantasy Filmfest gespart zu haben.
Die Protagonistin Marnie hat also ihren Mann in Notwehr erstochen. Nach zwei Jahren kommt sie auf elektronische Fußfessel heraus und ich frage mich, warum kommt man für Notwehr in den Knast? Und wenn der Richter auf Totschlag erkannt hat, warum nur zwei Jahre mit Bewährung? Aber gut. Dann kommt sie in ihr zu Hause, was sehr authentisch (was man sehr selten sieht, selbt bei den ganzen Cabinfilmen) nach der Zeit auch total verstaubt ist. Das Haus gehört ihr, weil es ihr von ihrer Mutter gekauft wurde, denoch spricht ihr Polizeischatten und Ex-Partner ihres Mannes Shanks von Mikes Haus. Okay, auch egal. Der Mann, der die elektronische Fußfessel anlegt und einstellt, sagt Marnie, er gäbe ihr die größtmögliche Bewegungsfreiheit, doch reicht die nicht einmal, die Haustür zu öffnen ohne sich ein Bein auszureißen, ganz zu schweigen davon, dass sie nicht in den Keller gehen kann. Äh, hallo? Dann wird die Gute des Abends auch noch vom Geist ihres Mannes heimgesucht, der sie verprügelt, doch sie kann nichts dagegen machen, bis sie vom Nachbarsjungen hilfreiche Lektüre aus der Bücherei bekommt. Dort steht wie man Geister loswird und so macht sie sich daran das Haus von Mikes Sachen zu befreien. Es wird nicht nur mir ein Rätsel bleiben, warum sie den Ehering versucht im Spülenschredder zu versenken, ihn herausholt und erst wieder abnimmt, als ihr Haus in Schutt und Asche liegt. Ich meine der Ehering ist doch wohl das Erste, was nach so einer Ehe in der Tonne landet oder?
Es folgen noch unausgegorene Geschichte wie Unsummen von verstecktem Geld in der Zwischendecke, dass sie der Kirche spendet und dessen Herkunft völlig unklar bleibt. Erst dachte ich, dass Shanks vielleicht deshalb jeden Tag vor ihrer Tür schläft, aber nichts genaues weiß man. Marnie bekommt auch einen Anruf aus dem Knast, von dem ich nicht wusste was der sollte und ihre Schwester mag sie auch nicht, weil Mom alles Geld in die Lieblingstochter gesteckt hat. Tja und dann ändert Shanks auch seine Meinung, hat er nach so vielen Jahren auch mal in die Akte seines Buddies geguckt und festgestellt, dass sie ihn tatsächliche mehr als einmal wegen Körperverletzung angezeigt hat!
Hui, tolle Polizeiarbeit!
Und als der Film dan in seinen letzten Zügen liegt und man sich fragt und fragt, warum und wieso so und nicht anders, ist mir klar, ich werde Famke Janssen nie in einer Topleadingrolle sehen.
Anonsten gab es außer einem dunklen holzigen Haus und einer schlecht gestalteten Geistererscheinung eine WirschlageneinenMenschenzuBreiundverdrehenihmdieExtremitätenszene, die erwähnenswert war.
100 Feet Deutscher Titel 100 Feet Originaltitel 100 Feet Produktionsland Vereinigte Staaten Originalsprache Englisch Erscheinungsjahr 2008 Länge ca. 105 Minuten Altersfreigabe FSK 16 Stab Regie Eric Red Drehbuch Eric Red Produktion Sarah Black, Ed Elbert, Jonathan Sanger Musik John Frizzell Kamera Ken Kelsch Schnitt Anthony Redman Besetzung Famke Janssen: Marnie Watson Bobby Cannavale: Shanks Ed Westwick: Joey Michael Paré: Mike Watson John Fallon: Jimmy Patricia Charbonneau: Frances Kevin Geer: Pater Pritchet Evelyne Kandech: Polizistin Kembe Sorel: Polizist Tibor Pálffy: Obdachloser

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